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Sowas baut auf: Schriftwechsel mit einem potentiellen Kunden
Thread poster: Steffen Pollex

Claudia Krysztofiak  Identity Verified
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Aber der Kunde hat trotzdem Recht ... Jun 1, 2003

So sehr ich Deinen Ärger verstehen kann, aber einem potentiellen Kunden gegenüber Ungeduld oder verletzte Ehre zu signalisieren wird nicht auf Verständnis stoßen. Lieber bis zehn oder ggf. 100 zählen, einmal drüber schlafen und dann eine unverbindliche Antwort schreiben, Vermerk im Hinterkopf: Keinen sicheren Auftrag ablehnen, wenn man einen anderen eventuell bekommen kann (das ist das mit dem Spatz und der Taube und der Hand und dem Dach...).
Sei froh, dass die Mehrzahl der Leute nicht so ist!
Claudia


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Da bin ich anderer Meinung Jun 1, 2003

Jedes Geschäft lebt von Informationen. Von mir erwartet man auch, daß ich diese weitergebe, wenn sie für den Kunden von Wichtigkeit sind. Und sowas kann keine Einbahnstraße sein.

Hier ging es eben nicht um irgendwelche "Ehre" oder andere "hehre" Motive. Ich habe nur sachlich dargelegt, daß ich von dann bis dann und danach nicht mehr zur Verfügung stehe.

Man stelle sich mal das Theater umgekehrt vor, wenn ich was verspreche und nicht halten kann. Kunden müssen auch erzogen werden.


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Das baut auf (Schriftwechsel mit einem potentiellen Kunden) Jun 1, 2003

Das mußte ich leider nochmal druntersetzen, da ich in der ersten Version den Kundennamen versehentlich stehen gelassen habe: Ansonsten 1:1:

Ich bin jedenfalls stocksauer, solche Ignoranz habe ich seit langem das erste Mal erlebt:

Erster Tag:

"Sehr geehrter Herr Pollex,

ich möchte anfragen, ob Sie Kapazitäten frei haben, um etwas von Deutsch auf Englisch zu übersetzen.

Ich könnte Ihnen die Seiten einscannen und mailen oder schneller ginge es natürlich per Fax, wenn Sie mir Ihre Fax-Nr. mitteilen könnten.

Sie können mich erreichen unter XXX-XXX-XXX oder Fax XXX-XXX-XXX oder etwas schwieriger per Handy.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen".

Fortsetzung:

"Sehr geehrte Frau ...,

leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen. Mit Ihrer Handynummer scheint auch irgendwas nicht zu stimmem, SMS kommt nicht durch.

Kapazitäten hätte ich, würde mir die Unterlagen aber gern ansehen, um mich endgültig zu entscheiden.

Ich würde Ihnen spätestens morgen früh, eher noch heute, endgültig Bescheid geben. Interessant für mich wären auch Ihre Preisvorstellung und der gewünschte Termin, da ich mich ab dem 05. Juni für etwas mehr als 14 Tage im Ausland aufhalten werde. Hat es Zeit bis nach diesem Termin, sicher nicht?

Für XX Seiten würde ich etwa 3 Tage veranschlagen. Meine Preisvorstellung wäre EUR 0,XX der Zielsprache.

Wenn Sie mit diesen Konditionen leben können, würde ich mich über Ihre positive Nachricht freuen. Ich ziehe die Faxübertragung in diesem Fall auch vor und denke, daß ich zweckmäßigerweise die Übersetzung in einer Excel-Datei liefern sollte.

Vielleicht rufen Sie mich kurz an. Die Übertragung regeln wir am besten per Fax so, daß ich die Seiten von Ihrem Fax abrufe. Dann entstehen Ihnen erst einmal keine Telefonkosten. Sollte ich den Auftrag übernehmen, würde ich sie später mit auf die Rechnung setzen. Ist das OK?

Zum Abschluß möchte ich darauf verweisen, daß ich kein vereidigter Übersetzer für Englisch bin. Sollten Sie einen solchen benötigen, komme ich also für diesen Auftrag´leider nicht in Frage.

In Erwartung Ihrer Antwort".


"Sehr geehrte Frau ...,

leider kommt per Fax nichts an, immer nur ein Blatt. Vielleicht können Sie die Lieferung doch scannen (JPG-Format, dann werden's nicht so viele Bytes), zippen und per E-Mail schicken.

Noch einmal die Frage: wann brauchen Sie das ganze, falls ich mich für den Auftrag entscheide?

MfG"

Zweiter Tag:

"Sehr geehrter Herr Pollex,

brauchen würde ich diese Übersetzung so schnell wie möglich. Es würde auch noch was nachkommen, wenn mein Steuerberater den Abschluß 2002 fertig hat.

Es sind eigentlich keine vollen XX Seiten, da auch Seiten wie die Erste dabei sind mit nur Anschrift und Namen oder dem Inhaltsverzeichnis. Das meiste sind Zahlen, die nicht übersetzt werden brauchen. Wichtig sind halt nur die englischen Fachberiffe für die einzelnen Fachbegriffe usw.

Werde Ihnen so schnell es geht alles einscannen und mailen.

Grüße"

Nach noch einem Tag Funkstille seitens des Kunden:

"Guten Abend, Frau ...,

leider ist bis jetzt immer noch nichts von Ihnen angekommen. Wenn ich mir nicht im Laufe des morgigen Tages ein Bild von dem Inhalt des Materials machen kann, muß ich leider ablehnen. Ich hätte bis Montag oder Dienstag zu tun, am Mittwoch liegt etwas anderes an, und danach muß ich mich auf eine Auslandsreise vorbereiten, so leid mir das täte.

Ich hoffe also sehr, im Laufe des Samstags von Ihnen zu hören, ganz gleich, ob Sie sich eventuell schon für einen anderen Übersetzer entschieden haben. Das ist ja nicht ungewöhnlich, ich wüßtew es halt nur gern.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Pollex"

Dritter Tag:

"Sehr geehrter Herr Pollex,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort auf meine Anfrage, aber ich habe den Auftrag bereits vergeben.

Mit freundlichen Grüßen"

"Sehr geehrte Frau ...,

das ist ja kein Drama, aber dann hätte ich zumindest eine Absage erwartet nach dem ganzen Hinundher, und besonders nach Ihrer Nachricht von gestern früh, daß Sie etwas schicken wollen.

Denken Sie mal drüber nach, wie Sie reagieren würden, wenn ich Ihnen etwas angekündigt hätte und würde dann einfach von der Bildfläche verschwinden. Ihretwegen habe ich gestern einen anderen Auftrag abgelehnt. Super, wirklich, herzlichen Dank..."

"Sehr geehrter Herr Pollex,

so werden Sie sicherlich keine Kunden bekommen! Selbständig sein heisst ganz einfach "Selbst und Ständig" arbeiten - so ist das nun mal im Leben. Einen potentiellen Kunden von vorneherein schon manipulieren wollen von wegen "bringen Sie mal Ihre Unterlagen ein bischen schneller ran oder ich lehne den Auftrag ab" da kommen Sie bei den meisten Kunden nicht besonders gut an. Die Liste der Übersetzer ist lang und das ist freie Marktwirtschaft, da sucht man sich den raus der einem am besten zusagt.

Gruß"

Meine Antwort:

"Sehr geehrte Frau ...,

ich bin völlig mit Ihnen einverstanden: natürlich steht es Ihnen frei, sich die Übersetzer auszusuchen. So sind Sie ja schließlich auch auf mich gekommen, nicht? Wenn Sie sich erinnern, haben Sie mich angeschrieben und nicht ich bei Ihnen um einen Auftrag gebettelt.

Außerdem möchte ich nochmals die anliegende Mail zitieren:

Da steht explizit "WERDE Ihnen so schnell es geht alles einscannen und mailen", nicht "Werde Ihnen VIELLEICHT so schnell es geht alles einscannen und mailen, und wenn nicht, werden Sie es schon merken" oder eine andere Formulierung, die den Sachverhalt relativieren würde. Dies ist also eindeutig als Zusage zu verstehen. Sehen Sie das anders? Dann muß ich wohl meiner Muttersprache nicht mächtig sein...

Wenn das ganze dann doch nicht stattfindet, ist das auch kein Problem, aber es hätte sich von Ihrer Seite sicherlich gehört, mir von sich aus Bescheid zu geben und nicht erst nach Aufforderung. So verstehe ich vernünftiges Geschäftsgebaren und Fairness. Manche Leute haben da offenbar eine andere Auffassung. Deshalb ist ja das ganze so am Boden hier.

Ich freue mich für Sie, wenn Sie es sich leisten können, nur von morgens bis mittags zu planen. Bei mir läuft das anders, meine Planung umfaßt Zeiträume von mindestens 1-2 Monaten. Daran können Sie vielleicht schon sehen, daß ich "selbst und ständig" arbeite, Ihr ironischer Unterton ist also durchaus unangebracht.

Eben deshalb brauche ich verläßliche Infos und versuche, auch selbst nur solche von mir zu geben. Das habe ich in Ihrem Fall auch getan: es gab die ABSPRACHE (dokumentiert durch Ihre Mail), daß Sie das Material herschicken und ich dann endgültig den Preis festlege, zu dem ich bereit bin, diesen Auftrag zu übernehmen, nicht mehr und nicht weniger. Wer hier versucht hat, wen zu "manipulieren", oder besser hinzuhalten, die Frage lasse ich mal so im Raum stehen.

Über meine Kunden zerbrechen Sie sich mal nicht meinen Kopf. Die schätzen gerade meine Korrektheit und präzise Kommunikation, und wie Sie sehen, mußte ich denen sogar absagen, da ich mich auf Ihre oben zitierte Nachricht verließ. Hier liegt des Pudels Kern nicht in der "Marktwirtschaft" oder sonstigen Gemeinplätzen, sondern in elementarem Anstand und professionellem Herangehen. Ich habe Ihnen klipp und klar gesagt, zu welchen Bedingungen und für welchen Zeitraum ich Ihnen zur Verfügung stehe, sogar noch einen Teil Kosten übernommen, der eigentlich Ihrer gewesen wäre. Wo liegt also mein Fehler Ihrer Meinung nach? Darin, daß ich Ihr Budget geschont habe, oder darin, daß ich mich auf eindeutige Aussagen verlassen und solche getroffen habe? Offenbar beides...

Naja, eben ein Fall, der beweist, daß man eigentlich nur auf Vorkasse arbeiten sollte. Gott sei Dank der erste und der letzte.

Antworten müssen Sie nicht. Wenn Sie das hier aufmerksam lesen, ein bißchen nachdenken und zum richtigen Ergebnis kommen, würde mir das schon ausreichen.

MfG

Steffen Pollex"

Es gibt doch immer noch genug Leute, die nicht genügend Grütze im Kopf haben, um zu begreifen, daß wir unsere Zeit nicht im Lotto gewinnen. Das mußte mal raus. Hoffentlich hattet Ihr Euren Spaß beim Lesen.

[Edited at 2003-06-01 18:11]


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Mats Wiman  Identity Verified
Sweden
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MODERATOR
Gut, daß du auf dich hältst! Jun 1, 2003

Ich möchte gern wissen, wer die Frau X ist.
Ich würde sie zweifelsohne meiden.

Ich vermisse hier den Originalvorschlag des BlueBoards: "Ich würde nicht noch einmal für Frau X arbeiten. Mehr Info direkt von mir bei XXXXXXXXXX@YYYYYYY.de"

Dadurch würde nicht deffamierende aber relevante Info verbreitet werden können.
Nur zwei kennen die Wahrheit und man kann beide privat hören.


Gruß

Mats J C Wiman
Übersetzer/Translator/Traducteur/Traductor > swe
http://www.MatsWiman.com
http://www.Deutsch-Schwedisch.com
http://www.proz.com/translator/1749
(ProZ.com deu>swe & forum moderator)
eMail : MatsWiman@tele2.se
Street: Träsk 201
Post : S-872 97 Skog
Tel : +46-612-54112
Fax : +46-612-54181
Mobile: +46-70-5769797



[Edited at 2003-06-01 14:16]


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Claudia Krysztofiak  Identity Verified
Germany
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Genau, ab in's Blue Board! Jun 1, 2003

Gute Idee, Mats. Und dann abhaken und nicht mehr aufregen! Schadet der Gesundheit...

Ich hätte das mit dem Abhaken direkt nach der Absage gemacht. Es gibt wenige Kunden, die man belehren kann, und erst recht keine neuen. Der andere hat sich blöd benommen und man hat verloren: Zeit, Geld und evtl. seine Fassung. Nicht noch mehr Zeit und Nerven hinterherwerfen. Das meinte ich mit "und der Kunde hat trotzdem Recht", Du wirst solche Leute nicht belehren können, es bringt nichts! Sorry Steffen, wenn Dich das noch höher auf die Palme gebracht hat.
Du bist hier unter Freunden!

Claudia


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Danke, Mats! Jun 1, 2003

Sowas regt mich immer auf. Wenn einem selbst das unterlaufen wäre, würden sie einen vermutlich zerfleischen.

Ins BlueBoard habe ich's nicht gestellt, weil man da ja nur Leute raten soll, für die man tatsächlich einen Auftrag erledigt hat. Dazu kam es hier ja nicht.

Außerdem war es ein direkter Kunde, keine Agentur.

Aber die Daten gebe ich gern weiter, wenn sich jemand interessiert.


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Steffen Pollex  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Das weiß ich doch, Jun 1, 2003

und ich bin ja nicht mehr so aufgeregt, wie das vielleicht den Anschein hat. Auf meiner Meinung beharre ich dennoch. Wo kämen wir hin, wenn sich jeder so widerspruchslos abwatschen ließe? Wenn#s nichts hilft, schaden kanns auf jeden Fall auch nicht, seine Meinung zu vertreten.

Welchen Grund sollte ich aber haben, mich über Euch aufzuregen?


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Ursula Peter-Czichi  Identity Verified
United States
Local time: 09:54
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Ein BlueBoard Eintrag ist nicht immer moeglich. Jun 1, 2003

Mats Wiman wrote:

Ich möchte gern wissen, wer die Frau X ist.
Ich würde sie zweifelsohne meiden.

Ich vermisse hier den Originalvorschlag des BlueBoards: "Ich würde nicht noch einmal für Frau X arbeiten. Mehr Info direkt von mir bei XXXXXXXXXX@YYYYYYY.de"



Ich hatte vor kurzer Zeit einen aehnlichen Kunden:

1. Eine Anfrage und ein Probeauftrag, der schnell und ohne Problem bezahlt wurde.

2. Der Kunde war zufrieden und ein groesseres Projekt wurde angeboten (~50.000 W). Ein Termin wurde vereinbart.

3. Die Datei kam am abgemachten Termin nicht an wurde aber fuer eine Woche spaeter versprochen...

4. Eine Woche spaeter wollte die Agentur dann die Preise neu verhandeln:
80% des vereinbarten Preises fuer 0% Trados Match, 60% fuer "Fuzzies", NICHTS ($0.00) fuer 100% Match!!!

Ich hatte nicht den Mut meine Meinung unmisverstaendlich auszudruecken. Meine Mitteilung an die Agentur war kurz: Es tut mir leid, dass wir zu keiner Einigung kommen konnten. Best Regards....

Antwort des PM: "I did not think you would be this way."

Den Auftrag habe ich natuerlich nicht angenommen und konnte deshalb keinen BlueBoard Eintrag machen. Vielleicht sollte es im BlueBoard eine Kategorie fuer "Unprofessional Business Communications" geben.




[Edited at 2003-06-02 14:03]


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Es ist nicht so, dass man Kunden nicht belehren kann. Jun 2, 2003

Wenn man es versucht, bekommt man zwar von dem jeweiligen Kunden in der Regel keinen Auftrag mehr, aber die meisten Kunden versuchen dann beim nächsten Übersetzer (oder anderen Geschäftskontakten) nicht mehr in dasselbe Fettnäpfchen zu treten. (Daran erkennt man den Lerneffekt.)

Insofern war dies produktive Erziehungsarbeit, die den Ärger wert sein kann.

[Edited at 2003-06-02 03:16]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 15:54
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BB greift hier nicht Jun 2, 2003

Das Blue Board wurde ganz bewusst mit der Bedingung aufgesetzt, dass nur Kunden beurteilt werden dürfen, für die man auch tatsächlich gearbeitet hat. Damit rutschen zwar strittige Fälle wie der hier beschriebene durch, aber die Gefahr, dass negative Beurteilungen aus dem Hörensagen einfließen, ist damit zumindest stark eingeschränkt.

Gruß Ralf


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Alan Johnson  Identity Verified
Germany
Local time: 15:54
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Gut gemacht Steffen Jun 2, 2003

völlig richtig gehandelt.

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xxxMarc P  Identity Verified
Local time: 15:54
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Sturm im Wasserglas Jun 2, 2003

Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Aufregung nicht.

Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstanden habe - ich habe Deinen Beitrag mehrmals durchgelesen - ist es nie zu einer Auftragserteilung gekommen. Du wolltest verständlicherweise die Unterlagen erst einmal einsehen. Die Datenübertragung ist mehrmals fehlgeschlagen. Da die Sache bekanntlich eilig war, hat die Kundin den Auftrag anderweitig vergeben, vermutlich an einen Kollegen, bei dem die Kommunikation besser geklappt hat. Angesichts der angesprochenen Eile auch verständlich. Was fehlte, war lediglich ein netter Hinweis, dass dies geschehen sei. Insofern war Deine potentielle Kundin etwas unhöflich. Mehr nicht.

Dass Du Dir Kapazitäten schon vor der tatsächlichen Auftragserteilung reserviert hast, ist Deine Sache und Dein Problem. Ich verstehe Deinen Ärger; ähnliches habe ich auch erlebt. So haben im Laufe der Jahre drei oder vier potentielle Kunden angekündigt, im Laufe des Tages mit ihren Texten vorbeizuschauen. Gekommen ist keiner. Ein Bisschen enttäuschend, wenn man im Büro gewartet hat oder es sogar extra aufgeräumt hat. Einen "Termin" im üblichen Sinne gab es in diesen Fällen allerdings nicht. Also, na dann.

Insofern war Deine Reaktion nicht angemessen. "Denken Sie mal drüber nach, wie Sie reagieren würden, wenn..." und vor allem "Super, wirklich, herzlichen Dank..." - mit dieser Ausdrucksweise hast Du den Umgangston um einiges nach unten gesetzt. Die Reaktion der Kundin darauf fällt trotzdem relativ milde aus. Dann diese grosse Belehrung von Dir. Tut mir leid, aber ich finde sie vollkommen unangebracht, die Beiträge von Mats und Claudia ebenso. Dieser Person ist lediglich mangelnde Rücksicht vorzuwerfen. Dafür wollt Ihr sie an den grossen Pranger stellen, als ginge es um Betrug. Wenn es doch schon zu einer Auftragserteilung gekommen wäre, würde die Sache natürlich anders aussehen. Dem war aber nicht so, oder?

Marc


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Narasimhan Raghavan  Identity Verified
Local time: 19:24
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Ich interessiere mich dafür Jun 11, 2003

Könnten Sie bitte mir die weiteren Details über die fragliche potentielle Kundin geben? Die Angabe darüber, wen zu vermeiden wäre an sich selbst wertvoll. Ein Prozess der Elimination. Ich habe Ihnen eine Email geschickt, aber vielleicht haben Sie sie nicht bekommen.


Steffen Pollex wrote:

Sowas regt mich immer auf. Wenn einem selbst das unterlaufen wäre, würden sie einen vermutlich zerfleischen.

Ins BlueBoard habe ich's nicht gestellt, weil man da ja nur Leute raten soll, für die man tatsächlich einen Auftrag erledigt hat. Dazu kam es hier ja nicht.

Außerdem war es ein direkter Kunde, keine Agentur.

Aber die Daten gebe ich gern weiter, wenn sich jemand interessiert.


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nettranslatorde
Member
Russian to German
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Köstlich Steffen! Jun 26, 2003

Die brauchte das wahrscheinlich.

Ehrlich, mich widern solche *Geschäftsleute* an, die hochnäsig durch die Gegend stiefeln und denken, sie wären in der Lage, die ganze Welt für sich tanzen zu lassen.

Ich versuche zwar immer, mich nicht aufzuregen, wenn mal sowas passiert, aber bei extrem dreisten, zudem überheblichen Leuten, die meinen, sich nicht an schriftlich fixierte Abmachungen halten zu müssen, muss man einfach eingreifen.
Ich meine auch: sie hätte absagen können, und dann wäre es OK gewesen.

Kopf hoch, es gibt auch professionellere Kunden. Ich würde auch nicht für die arbeiten, wenn ich wüßte, wer es ist.

Gruß,
Kerstin


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