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SSA-Vertragsklausel
Thread poster: Aniello Scognamiglio

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
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+ ...
Mar 4, 2009

Hallo in die KollegInnenrunde!

Mir liegt das SSA (Supply of Services Agreement) eines potenziellen Direktkunden vor.
Eine der Klauseln lautet (Fettdruck stammt von mir):

INDEMNITY
The Contractor agrees to indemnify and keep the Client fully indemnified against all costs, claims, expenses and demands which the Client may suffer or incur directly or indirectly as a result of the Contractor’s negligence or as a result of a breach by the Contractor of any of these terms and conditions.

Würdet ihr das unterschreiben?

Danke, Aniello


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Annette Scheler  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
Member (2008)
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zumindest unüblich Mar 4, 2009

finde ich, die Fahrlässigkeit nicht auf grobe Fahrlässigkeit und dann die Haftungshöhe als solches überhaupt nicht zu beschränken. Ich würde zumindest mal nachfragen, was man sich so unter negligence vorzustellen hat oder anders herum, wie deine Sorgfaltspflichten genau aussehen.

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xxxhazmatgerman
Local time: 13:16
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kurz/lang Mar 4, 2009

Kurz: nein.
Lang: Keine Begrenzung der Haftung auf die Auftragssummenhöhe; zu niedrige Eintrittschwelle (einfache, nicht grobe Fahrlässigkeit); keine Angabe, wer das Faktum feststellt (Schiedsmann, Gericht, ADR, Mediator?); keine Begrenzung auf Schäden, die ja noch ca. quantifiziert werden könnten, sondern Einschluß unkontrollierbarer Kosten, Aufwendungen oder Fremdansprüche.
Gruß.


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Annette Scheler  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
Member (2008)
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+ ...
wenigstens Mar 4, 2009

solltest du dir eine angemessene Nachbesserungsfrist einräumen lassen und der Punkt mit den indirect damages geht wirklich gar nicht, da ist ja alles drin, von entgangenen Gewinnen, Umsätzen, abgesprungen Kunden, Rufschädigung und was einem noch so einfällt, das ist ein Fass ohne Boden und nicht akzeptabel. Oder hast du eine Haftpflichtversicherung, die hier einspringt?

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Laurent KRAULAND  Identity Verified
France
Local time: 13:16
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+1 Mar 4, 2009

hazmatgerman wrote:

Kurz: nein.
Lang: Keine Begrenzung der Haftung auf die Auftragssummenhöhe; zu niedrige Eintrittschwelle (einfache, nicht grobe Fahrlässigkeit); keine Angabe, wer das Faktum feststellt (Schiedsmann, Gericht, ADR, Mediator?); keine Begrenzung auf Schäden, die ja noch ca. quantifiziert werden könnten, sondern Einschluß unkontrollierbarer Kosten, Aufwendungen oder Fremdansprüche.
Gruß.

Nein, kurz oder lang gesagt, weil wie oben erwähnt keine nähere Einzelheiten angegeben werden und die Klausel einfach zu "flächendenkend" ist.

In meinen AGB's werden zumindest Einschränkungen festgelegt, darunter auch die Klausel, dass sie und nicht die AEB/SEB des Kunden Geltung haben!

Laurent K.

[Edited at 2009-03-04 17:24 GMT]


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
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TOPIC STARTER
Vielen Dank Mar 5, 2009

Die bisherigen Antworten haben denselben Tenor: "as is" nicht unterschreiben! Habe ich auch so gleich beim erstmaligen Lesen empfunden. Das wäre ungefähr so, als würde ich meine Unterschrift auf einem Blankoscheck leisten. Ich werde den Passus streichen bzw. ändern.

Einen schönen Tag für euch alle!


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
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TOPIC STARTER
Änderung der Klausel Mar 25, 2009

Hallo KollegInnen,

ich habe inzwischen Feedback bekommen.
Der potenzielle Kunde ist bereit, die Klausel wie folgt zu ändern:

Klausel jetzt:
The Contractor agrees to indemnify and keep the Client fully indemnified against all costs, claims, expenses and demands which the Client may suffer or incur directly as a result of the Contractor’s negligence or as a result of a material breach by the Contractor of any of these terms and conditions. Except as set out in clauses 6 and 7.5, the compensation shall be limited to (i) the Charges for the Services paid and/or invoiced in the previous 12 months or (ii) ten thousands Euros, whichever is the higher.

Schon besser, oder?

Klausel vorher:
INDEMNITY
The Contractor agrees to indemnify and keep the Client fully indemnified against all costs, claims, expenses and demands which the Client may suffer or incur directly or indirectly as a result of the Contractor’s negligence or as a result of a breach by the Contractor of any of these terms and conditions.


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KSL Berlin  Identity Verified
Portugal
Local time: 12:16
Member (2003)
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Noch nicht da, oder? Mar 26, 2009

italengger wrote:

Klausel jetzt:
The Contractor agrees to indemnify and keep the Client fully indemnified against all costs, claims, expenses and demands which the Client may suffer or incur directly as a result of the Contractor’s negligence or as a result of a material breach by the Contractor of any of these terms and conditions. Except as set out in clauses 6 and 7.5, the compensation shall be limited to (i) the Charges for the Services paid and/or invoiced in the previous 12 months or (ii) ten thousands Euros, whichever is the higher.



Erstens, prüf' das gegen Deine Berfufshaftpflichtversicherung und Vermögenshaftpflichtversicherung um festzustellen, inwieweit Du dadurch gedeckt bist. Wenn Du keine hast, dann sollte das schnell geregelt werden.

Ansonst würde ich den letzten Teil auf "whichever is lower" mit einem möglichen, tragbaren Minimum setzen.eventuell auch den Zeitraum herunterhandeln. Oder lieber einfach auf den höheren Wert vom Auftragswert oder € XXX vereinbaren und das mit dem Zeitraum komplett vergessen. Das wäre eigentlich üblicher. So wie das jetzt steht, ist das für mich viel zu offen, und bei einem vermutlichen Einkommen zwischen € 40.000 und € 80.000 ist € 10.000 oder mehr nach Steuern u.U. untragbar, je nach Kreditwürdigkeit und Reserven Deinerseits.

************

Geändert wegen der üblichen Tippfehler

[Edited at 2009-03-26 07:44 GMT]

[Edited at 2009-03-26 07:44 GMT]


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Bentext  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
Member (2003)
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Nachverhandeln? Mar 26, 2009

Ich schließe mich Kevin in diesem Fall an und finde die maximale Haftungssumme von 10 T Euro zu hoch. Die wenigsten Berufshaftpflichtversicherungen decken beispielweise eine unverschuldete Spätlieferung infolge von technischen Problemen oder Krankheit ab (ich habe jedenfalls keine entsprechende gefunden). Bei Dokumentationen mit hohen Auflagen und fest gebuchten Kapazitäten in einer Druckerei können durch verspätete Lieferung z. B. schnell hohe Schäden entstehen; ich hätte jedenfalls keine Lust, im Extremfall wegen einer Grippe oder eines Computerausfalls – auch die Datensicherung kann mal versagen – mit 10.000 Euro netto zu haften.

Außerdem ist anscheinend nicht definiert, ob die Summe die Gesamthaftung darstellt oder bei jeder Vertragsverletzung fällig wird.

VG
Stéphane

P.S. Was für'n Stress wegen eines potenziellen Kunden... Erst drei Wochen verhandeln und dann ein Jahr umsonst arbeiten, das hört sich nach einem guten Geschäft an.


[Edited at 2009-03-26 18:48 GMT]


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 13:16
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TOPIC STARTER
Danke euch! Mar 27, 2009

Ihr bestätigt meine Einschätzung. Der potenzielle Kunde hat sich einen winzigen Schritt bewegt, aber zu einer Reise reicht es (noch) nicht. Ich werde den Teufel tun und diese Klausel unverändert hinnehmen. Es ist nicht die einzige, die mir nicht gefällt, aber bei den anderen Klauseln konnte ich ein Auge zudrücken. Ob der potenzielle Kunde zu einer weiteren "Korrektur" bereit ist, wage ich zu bezweifeln. Wie sagt Franz Beckenbauer immer: Schaun mer mal...

Danke für euer Feedback!


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