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"Freiberufliche In-House Übersetzer" = Scheinselbständigkeit?
Thread poster: Michele Johnson

Michele Johnson  Identity Verified
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Dec 5, 2003

Wenn das nicht verlockend ist:

http://www.proz.com/job/46965

The best of both worlds: befreit von der l√§stigen Pflicht, Arbeitsort und -zeit frei bestimmen zu m√ľssen, aber immerhin die tolle M√∂glichkeit, s√§mtliche Sozialabgaben selber zu √ľbernehmen! Wer w√ľrde schon darauf verzichten wollen?

Bin ich der einzige, dem das komisch vorkommt? Riecht das nicht nach Scheinselbständigkeit?


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RWSTranslation
Germany
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Scheinselbständigkeit Dec 5, 2003

Hallo,

ich verstehe nicht so ganz, was unsere Anfrage mit der Scheinselbständigkleit zu tun hat.

Das Document Service Center ist ein Anbieter f√ľr die √úbersetzung technischer Texte. In diesem Zusammenhang haben wir in Berlin ein B√ľro mit derzeit ca. 40 Arbeitspl√§tzen und ab Fr√ľhjahr kommenden Jahres mit bis zu 80 Arbeitspl√§tzen. Leider m√ľssen auch wir auf freiberufliche √úbersetzer zur√ľckgreifen, da viele √úbersetzer sich nun mal gerade nicht fest anstellen lassen wollen. Trotzdem halten wir es f√ľr sinnvoll, dass gerade gr√∂ssere √úbersetzungsprojekte in einem Team durchgef√ľhrt werden, wobei die √úbersetzer gemeinsam arbeiten. Gleichzeitig wissen wir, dass es gen√ľgend √úbersetzer gibt die so wenig Auftr√§ge haben ("ironisch"), dass sie sich nicht mal den Erwerb einer Lizenz der Trados Workbench erlauben k√∂nnen. Bei uns im B√ľro besteht dfaher f√ľr die √úbersetzer die M√∂glichkeit, auf vorhandenen Hard- und Software (nat√ľrlich auch auf Fachw√∂rterb√ľcher) zur√ľckzugreifen. Gleichzeitig verf√ľgen wir √ľber Fachleute aus verschiedenen Bereichen, die es erm√∂glichen inhaltliche Fragen "vor Ort" zu kl√§ren.

Im Gegenzug dazu erleben wir es immer wieder, dass selbst√§ndige √úbersetzer, die von zu Hause aus dem stillen K√§mmerlein heraus √ľbersetzen noch immer die gleichen Fehler machen, die wir ansonsten nur von Berufsanf√§ngern oder Praktikanten kennen.

Unser B√ľro ist √ľblicherweise von ca. 8.00 bis ca. 21.00 Uhr ge√∂ffnet. Eine Arbeitszeitregelung f√ľr die freiberuflichen √úbersetzer gibt es selbstverst√§ndlich nicht. Sofern der √úbersetzer den vereinbarten Liefertermin einh√§lt besteht nat√ľrlich auch keine Anwesenheitspflicht.

Die Frage wer die Sozialkosten tr√§gt, ist letztendlich irrelevant, denn bei unseren festangestellten Mitarbeitern haben wir diese Kosten bei der Festlegung des Bruttogehaltes ber√ľcksichtigt und wir gehen selbstverst√§ndlich davon aus, dass jeder freiberufliche √úbersetzer diese Kosten bei der Kalkulation seiner Angebotspreise entsprechend ber√ľcksichtigt.

Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich hier etwas scharf reagiere, aber ich empfinde den Anfangsbeitrag als wenig konstruktiv.

F√ľr Fragen stehe ich nat√ľrlich gerne zur Verf√ľgung.

Viele Gr√ľ√üe

Hans

[Edited at 2003-12-05 11:28]


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Ralf Lemster  Identity Verified
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Local time: 18:22
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Denkfehler Dec 5, 2003

Hallo Michele,
ich denke, hier unterliegst du einem grundsätzlichen Denkfehler.

The best of both worlds: befreit von der l√§stigen Pflicht, Arbeitsort und -zeit frei bestimmen zu m√ľssen, aber immerhin die tolle M√∂glichkeit, s√§mtliche Sozialabgaben selber zu √ľbernehmen! Wer w√ľrde schon darauf verzichten wollen?

Bin ich der einzige, dem das komisch vorkommt? Riecht das nicht nach Scheinselbständigkeit?


Selbst wenn hier eine Scheinselbstständigkeit gegeben wäre (wovon ich angesichts der geschilderten Rahmenbedingungen nicht ausgehe), liegen die daraus entstehenden Risiken beim Arbeitgeber - denn der muss im Zweifel SV-Beiträge nachentrichten, mit sehr beschränkten Regressmöglichkeiten. Wo also liegt genau dein Problem?

Dass der Arbeitgeberanteil f√ľr die Sozialversicherung in die Kalkulation der S√§tze f√ľr Festanstellung vs. freiberufliche Mitarbeit einflie√üt, d√ľrfte doch wohl klar sein. Insofern ist die Aufteilung in Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile Irre f√ľhrend.

Gruß Ralf


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Sabine Nay  Identity Verified
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Scheinselbstständigkeit - Kriterien Dec 5, 2003

Michele,

nur zur Information - eine Scheinselbstst√§ndigkeit liegt vor, wenn mindestens drei der f√ľnf folgenden Kriterien erf√ľllt sind:

1. Die Person besch√§ftigt im Zusammenhang mit ihrer T√§tigkeit regelm√§√üig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer, dessen Arbeitsentgelt aus diesem Besch√§ftigungsverh√§ltnis regelm√§√üig im Monat 630 DM √ľbersteigt;

2. Die Person ist auf Dauer und im wesentlichen nur f√ľr einen Auftraggeber t√§tig;

3. Die entsprechende Tätigkeit wird sowohl beim eigenen Auftraggeber als auch bei vergleichbaren Auftraggebern regelmäßig durch beschäftigte Arbeitnehmer verrichtet;

4. Ihre Tätigkeit lässt typische Merkmale unternehmerischen Handelns nicht erkennen;

5. Ihre T√§tigkeit entspricht dem √§u√üeren Erscheinungsbild nach der T√§tigkeit, die sie f√ľr denselben Auftraggeber zuvor auf Grund eines Besch√§ftigungsverh√§ltnisses ausge√ľbt hatte.


Gruß
Sabine


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Rebecca Holmes
United States
Local time: 12:22
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Not a bad deal Dec 5, 2003

Freiberufliche in-house √úbersetzer zu sein ist kein schlechter Deal!
I got my start this way - working two to three days a week in-house at an agency in Cologne and attending university classes in Bonn/doing work for other customers on the other days. It gave me a reliable source of income and a great source of socialization and feedback while still allowing me to set my own hours and work for other customers. After two years I had built up enough of a customer base to move on to being a full-time at-home freelancer, but if I hadn't had that reliable source of work and income at the beginning, I don't whether the transition would have been as smooth or nearly as successful. I handled my own insurance and taxes back then, but Scheinselbständigkeit was never a problem as I did work for other customers the days I wasn't working in-house.
To anyone considering such a position, especially those just starting out in their career, all I can say is go for it!!!


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Giuliana Buscaglione  Identity Verified
Austria
Local time: 18:22
Member (2001)
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Jeder f√ľr sich Dec 5, 2003

Hallo,

Ich verstehe nicht ganz: Worin liegt das Problem? In der +/- dreist√ľndigen Probe√ľbersetzung? Normalerweise "sprechen" Inhouse-√úbersetzer f√ľr die Qualit√§t der von einer Agentur geleisteten Dienste. Daher finde ich es v√∂llig normal und sogar berechtigt, da√ü eine Agentur mindestens versucht, auf eine Nummer sicher zu gehen.

Ich habe selber freiberuflich als interne √úbersetzerin gearbeitet (jetzt nicht mehr, aber aus sehr sehr pers√∂nlichen Gr√ľnden): kein Marketing, keine Suche nach weiteren Auftr√§gen (auf Wunsch immerhin m√∂glich), je nach Umsatz USt-pflichig oder nicht, manche Ausgaben immer noch absetzbar, wenigere laufende Kosten, professionelle Mitarbeit mit anderen Kollegen, eigenen B√ľroschl√ľssel (= keine fixen Arbeitszeiten)....

Jeder entscheidet f√ľr das Beste f√ľr sich allein: Das Angebot mag f√ľr manche - je nach pers√∂nlichen Zielen oder Bed√ľrfnissen, uninteressant sein, aber einen Haken sehe ich bei bestem Willen darin nicht.

Giuliana


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xxxMarc P  Identity Verified
Local time: 18:22
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Scheinselbständigkeit Dec 5, 2003

Hallo Hans,

ich versuche mich möglichst kurz und konstruktiv zu fassen.

Folgendes ist zu beachten: der ber√ľchtigte "Kriterienkatalog" f√ľr die Scheinselbst√§ndigkeit (siehe Beitrag von Sabine) ist zum 1.1.2003 aufgehoben worden. Eine anscheinend gute Beschreibung der aktuellen Gesetzeslage findet man hier:

http://www.sakowski.de/arb-r/arb-r09.html

Auch wenn der fr√ľhere Kriterienkatalog nicht mehr angewendet wird, gelten die Grunds√§tze weiterhin. Die Herbeif√ľhrung eines Scheinselbst√§ndigkeitsverh√§ltnisses, erst recht gewollt, will ich Dir Hans nicht unterstellen. Als Laie w√ľrde ich aber in Eurem Angebot, insbesondere aber auch in Deinen Betr√§gen hier zum Thema, eine ganze Reihe von Anhaltspunkten daf√ľr sehen. Zum Beispiel:

"In-house" bedeutet f√ľr mein Verst√§ndnis "in fester Anstellung" .Falls damit "vor Ort" gemeint ist, w√ľrde der deutsche Begriff dieses Missverst√§ndnis r√§umen - allerdings schreibst Du selbst, dass die √úbersetzer nicht vor Ort arbeiten m√ľssen, was meine Interpretation von "in-house" als "interner Mitarbeiter ohne Vertrag" geradezu best√§tigt.

Es wird um Bewerbungen gebeten. Selbständige geben keine Bewerbungen ab, sondern Angebote.

Es ist teilweise nicht von Honorar, sondern von Gehalt die Rede. Gehälter bekommen aber nur Angestellte!

Es wird von "Arbeitsplätzen" gesprochen und auch angedeutet, diese können sowohl von Festangestellten, als auch von Selbständigen belegt werden. Ein selbständiger belegt aber keinen Arbeitsplatz.

Selbst√§ndige m√ľssen bekanntlich unternehmerisch auf dem freien Markt t√§tig sein. Das Angebot richtet sich jedoch ausdr√ľcklich an diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, weil sie entweder nicht √ľber die notwendigen F√§higkeiten verf√ľgen, oder keine angemessene Grundasstattung besitzen.

Die Arbeitsger√§te werden vom Auftraggeber gestellt. An sich beweist das nat√ľrlich √ľberhaupt nichts, verst√§rkt aber das Gesamtbild.

Der Hinweis auf Fehler, die die Selbst√§ndigen sonst begehen w√ľrden, erh√§rtet den Verdacht, dass sie weisungsgebunden sind. Ein Selbst√§ndiger d√ľrfte n√§mlich selbst bestimmen, wie er arbeitet. (Diesen Punkt habe ich in Bezug auf Deine Firma, Hans, √ľbrigens schon mal angesprochen.)

Der Hinweis, es sei irrelevant, wer die Sozialkosten tr√§gt, erweckt den Eindruck, eine eventuelle Scheinselbst√§ndigkeit wird ohnehin in Kauf genommen. Von einem Selbst√§ndigen selbst darf das aber nicht verlangt werden; dieser hat mit eigenen Nachteilen in Bezug auf Sozialversicherungsbeitr√§ge zu rechnen. Ebenso unsinnig ist es zu behaupten, der Selbst√§ndige h√§tte solche Betr√§ge in seine Kalkulation einbeziehen sollen. Nat√ľrlich sollte er das - auf Grund einer echt selbst√§ndigen T√§tigkeit. Die Kalkulationsgrundlage √§ndert sich aber, sollte er in die Sozialversicherungspflicht mit eingenommen werden.

Ich schlie√üe mich √ľbrigens Micheles Schlussfolgerung nicht an. Ob es sich um eine gute M√∂glichkeit f√ľr wenig Erfahrene handelt oder um Ausbeutung, h√§ngt nat√ľrlich ganz von den Bedingungen ab, die ich √ľberhaupt nicht kenne. Grunds√§tzlich stimme ich auch mit Rebecca √ľberein, dass man aus einem solchen Arbeitsverh√§ltnis viel lernen kann.

Ich war einmal selbst in einem K√∂lner √úbersetzungsb√ľro (fest) angestellt (m√∂glicherweise auch derselben wie Rebecca), wechselte in ein Teilzeitarbeitsverh√§ltnis, um mich schrittweise selbst√§ndig zu machen, und gelang so, da ich auch als Selbst√§ndiger anfangs f√ľr das gleiche B√ľro arbeitete, in die Scheinselbst√§ndigkeit. Es passierte aus Versehen; eine "Schuldfrage" gabe es damals nicht zu kl√§ren, muss man hier auch nicht unbedingt versuchen.

Mir geht es hier also nicht darum, das Angebot zu beurteilen, sondern auf die Gefahr f√ľr die Beteiligten hinzuweisen. Willst Du sie vermeiden, Hans, dann w√§ren an einigen Stellen andere Formulierungen angebracht.

Nicht f√ľr Ungut und sch√∂ne Gr√ľ√üe,
Marc


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Nicht ganz unberechtigte Sorgen Dec 5, 2003

Wenn eine Scheinselbst√§ndigkeit auffliegt, werden die Sozi-Betr√§ge nicht nur vom Arbeitgeber nachgefordert, sondern auch vom Arbeitnehmer. Und das sind nicht die einzigen wirtschaftlichen Gr√ľnde, weshalb beide Seiten auf ausgeglichene Verh√§ltnisse achten sollten.

(Schein-)Selbständigkeit kann von Arbeitgebern und -nehmern missbraucht werden - nicht nur gegen den Staat, sondern auch gegeneinander - u. a. deshalb gibt es Gesetze dagegen und deshalb sind auch deine Sorgen berechtigt.

Aber in Anbetracht dessen, dass das Angebot von einem altbekannten ProZianer kommt, der obendrein ein hervorragendes BlueBoard-Profil hat, hättest du die Frage etwas vorsichtiger formulieren können..

[Edited at 2003-12-05 13:23]


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Hans G. Liepert  Identity Verified
Switzerland
Local time: 18:22
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Die Zeit heilt alle Wunder ! Dec 5, 2003

[quote]Harry_B wrote:

(Schein-)Selbständigkeit kann von Arbeitgebern und -nehmern missbraucht werden, deshalb gibt es ja die Gesetze dagegen und deshalb sind auch deine Sorgen berechtigt.

Eigenartig, dass eine solche Diskussion in den meisten L√§ndern der Welt undenkbar oder v√∂llig unverst√§ndlich w√§re - aber f√ľr sinnlose Gesetze reichts immer. Das ist ein deutsches Wunder. Und in ein paar Monaten gibts ja hoffentlich (sagt Eichel) die Gewerbesteuer f√ľr √úbersetzer und andere Selbst√§ndige. Mal sehen, ob die Gemeinden dann nicht behaupten, wir w√§ren nur Schein-Scheinselbst√§ndig und in Wirklichkeit echte Selbst√§ndige. Die Argumente der Versicherungstr√§ger f√ľr den Zeitpunkt gut aufheben!


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 18:22
Member (2002)
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In-House vs. outhouse Dec 5, 2003

Vielleicht hätte man das Missverständnis durch klarere Formulierung vermeiden können, auch wenn's ein schönes Modewort gekostet hätte. Klaus-in-da-house

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RWSTranslation
Germany
Local time: 18:22
Member (2007)
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Viele Punkte Dec 5, 2003

Hallo,

im folgenden ein paar Antworten:

MarcPrior wrote:
...
ich versuche mich möglichst kurz und konstruktiv zu fassen.


Nichts anderes von Dir gewohnt (keine Ironie!)


Folgendes ist zu beachten: der ber√ľchtigte "Kriterienkatalog" f√ľr die Scheinselbst√§ndigkeit (siehe Beitrag von Sabine) ist zum 1.1.2003 aufgehoben worden. Eine anscheinend gute Beschreibung der aktuellen Gesetzeslage findet man hier:

http://www.sakowski.de/arb-r/arb-r09.html


Schaue ich mir noch mal an, war aber auch in der "alten" Fassung f√ľr uns kein Problem.


Auch wenn der fr√ľhere Kriterienkatalog nicht mehr angewendet wird, gelten die Grunds√§tze weiterhin.


Gleich als damals dieses Gesetz aktuell wurde haben wir alle damals bei uns aktiven freiberuflichen Mitarbeiter von der BfA checken lassen. Damals gab es eine Regelung nach der durch diese Pr√ľfung folgendes eintrat: Es gilt, dass bis zum Nachweis des Gegenteils, alle freiberuflichen Mitarbeiterverh√§ltnisse in unserer Firma als nicht scheinselbst√§ndig gelten. Sofern irgendwann einmal doch eine Scheinselbst√§ndigkeit auftreten sollte werden die Sozialbeitr√§ge dann erst ab Feststellung der Scheinselbst√§ndigkeit erhoben. Dies gilt f√ľr unsere Firma (und nat√ľrlich alle anderen Firmen die diese Pr√ľfung haben durchf√ľhren lassen).


...Reihe von Anhaltspunkten daf√ľr sehen. Zum Beispiel:

"In-house" bedeutet f√ľr mein Verst√§ndnis "in fester Anstellung" .Falls damit "vor Ort" gemeint ist, w√ľrde der deutsche Begriff dieses Missverst√§ndnis r√§umen - allerdings schreibst Du selbst, dass die √úbersetzer nicht vor Ort arbeiten m√ľssen, was meine Interpretation von "in-house" als "interner Mitarbeiter ohne Vertrag" geradezu best√§tigt.


In-house bedeutet f√ľr uns, dass die von uns beauftragten √úbersetzungen in unseren R√§umen durchgef√ľhrt werden. Z.B. so als wenn ein Klempner mein kaputtes Wasserrohr bei mir zu Hause repariert und nicht das komplette Rohrsystem in seine Werkstatt bringt und mir dann per E-Mail schickt. Selbstverst√§ndlich erhalten auch unsere freiberuflichen Mitarbeiter einen Vertrag von uns, in dem u.a. auch Geheimhaltungsverpflichtungen festgelegt werden. √Ąhnlich wie wir auch Rahmenvertr√§ge mit grossen Industrieunternehmen haben.


Es wird um Bewerbungen gebeten. Selbständige geben keine Bewerbungen ab, sondern Angebote.


Sprachlich m√∂glicherweise nicht ganz einwandfrei, aber im Bereich von Auschreibungen auch nicht ganz un√ľblich. Ich selbst hatte fr√ľher eine kleine Hausverwaltung und habe dabei (jetzt nach einigen Jahren immer noch) fast t√§glich "Bewerbungen" von kleinen oder mittelst√§ndischen Handwerksbetrieben im Briefkasten. Zumindest scheint der begriff Bewerbung in diesem Sinne nicht nur auf die Bewerbung f√ľr ein festes Angestelltenverh√§ltnis verwendet zu werden. Ausserdem erhalten wir unendliche Mengen von "Bewerbungen" von freiberuflichen √úbersetzern per Mail. Die sehen das offenbar auch nicht so genau.


Es ist teilweise nicht von Honorar, sondern von Gehalt die Rede. Gehälter bekommen aber nur Angestellte!


Im Job Posting wird √ľberhaupt nicht √ľber Geld gesprochen (ausser das wir die Probe√ľbersetzung nicht bezahlen (allerdings f√ľr unseren Aufwand auch nichts berechnen). In meinem Forumsbeitrag wollte ich nur klarstellen, dass auch bei festangestellten √úbersetzern die Sozialbeitr√§ge bei der Gehaltsverhandlung von unserer Seite nat√ľrlich einkalkuliert werden. W√ľrden die Sozialbeitr√§ge sinken, k√∂nnten wir dementsprechend h√∂here Brutto-Geh√§lter zahlen.


Es wird von "Arbeitsplätzen" gesprochen und auch angedeutet, diese können sowohl von Festangestellten, als auch von Selbständigen belegt werden. Ein selbständiger belegt aber keinen Arbeitsplatz.


Mit Verlaub gesagt ist das Wortklauberei. Nat√ľrlich belegt auch ein freiberuflicher √úbersetzer einen Arbeitsplatz. Der hat genau so einen Stuhl einen Schreibtisch einen Computer, ... wie ein festangestellter Mitarbeiter. Arbeitsplatz meint hier ganz klar den r√§umlich und s√§chlich definierten Platz an dem sich ein t√§tiger Mensch w√§hrend seiner T√§tigkeit aufh√§lt ink. der dort aufgestellten Arbeitsmittel. (Nat√ľrlich kann man denn Arbeitsplatz auch im vertragsrechtlichen Sinne verstehen. Dies ist aber definitiv nicht wirklich pr√§zise)


Selbst√§ndige m√ľssen bekanntlich unternehmerisch auf dem freien Markt t√§tig sein. Das Angebot richtet sich jedoch ausdr√ľcklich an diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, weil sie entweder nicht √ľber die notwendigen F√§higkeiten verf√ľgen, oder keine angemessene Grundasstattung besitzen.


In einem anderen Beitrag habe ich gelesen, wie ein Kollege aus Indien klar und deutlich gesagt hat, dass man auch ohne TM Systeme wunderbar arbeiten kann. Die in meinen Forums-Posting angef√ľhrte Bemerkung war auch eher sarkastisch auf die √úbersetzer gem√ľnzt, die st√§ndig behaupten, dass 600 EUR f√ľr eine Software so teuer sind, dass sie der Erwerb an den Rande des Ruins treiben w√ľrde. Allgemeiner ist es jedoch so, dass wir als gr√∂sseres Unternehmen spezielle Ressourcen (z.B. spezielle Fachw√∂rterb√ľcher, DTP Software) eher erwerben k√∂nnen, da wir diese dann h√§ufiger einsetzen und dementsprechend die Kosten auf den Einsatzfall geringer werden. Das ist ein rein kostenorientierter Ansatz.



Die Arbeitsger√§te werden vom Auftraggeber gestellt. An sich beweist das nat√ľrlich √ľberhaupt nichts, verst√§rkt aber das Gesamtbild.


s.o.


Der Hinweis auf Fehler, die die Selbst√§ndigen sonst begehen w√ľrden, erh√§rtet den Verdacht, dass sie weisungsgebunden sind. Ein Selbst√§ndiger d√ľrfte n√§mlich selbst bestimmen, wie er arbeitet. (Diesen Punkt habe ich in Bezug auf Deine Firma, Hans, √ľbrigens schon mal angesprochen.)


Das ist in sich nicht richtig. Prinzipiell haben wir alle das Problem, dass Sprache nicht wirklich pr√§zise hinsichtlich der Qualit√§t zu pr√ľfen ist (im Vergleich z.B. zu Schrauben). Jetzt besteht f√ľr uns nat√ľrlich die M√∂glichkeit st√§ndig an dieser oder jener √úbersetzung rumzun√∂rgeln und jeden kleinen (oder gr√∂sseren) Fehler zum Anlasse f√ľr Reklamationen zu nehmen. Dies f√ľhrt f√ľr uns aber nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Zum einen macht es den √úbersetzern auch keinen Spass wenn immer irgendjemand eine Satz etwas umschreibt. Zum anderen fehlt uns in aller Regel die Zeit f√ľr solche Spielchen, geschweige denn das Geld f√ľr die bei uns entstehenden Aufwendungen. Dies bedeutet, dass wir unsere Lieferenaten hinsichtlich der Qualit√§t der √úbersetzungen f√∂rdern (weil es einfach f√ľr uns wichtig ist). Gleiches passiert √ľbrigens auch in anderen Industriebereichen (KFZ-Hersteller) wo Qualit√§tszirkel und Lieferentenentwicklung l√§ngst gang ung gebe sind. Im √úbrigen liefern heutzutage viele KFZ-Lieferentaten Ihre Teile bis ans Fliessband und bauen teilweise auch noch selbst ein. Sind die dann auch Scheinselbst√§ndig (Continental AG, Bosch, ...)?


Der Hinweis, es sei irrelevant, wer die Sozialkosten tr√§gt, erweckt den Eindruck, eine eventuelle Scheinselbst√§ndigkeit wird ohnehin in Kauf genommen. Von einem Selbst√§ndigen selbst darf das aber nicht verlangt werden; dieser hat mit eigenen Nachteilen in Bezug auf Sozialversicherungsbeitr√§ge zu rechnen. Ebenso unsinnig ist es zu behaupten, der Selbst√§ndige h√§tte solche Betr√§ge in seine Kalkulation einbeziehen sollen. Nat√ľrlich sollte er das - auf Grund einer echt selbst√§ndigen T√§tigkeit. Die Kalkulationsgrundlage √§ndert sich aber, sollte er in die Sozialversicherungspflicht mit eingenommen werden.


Von einen freiberuflich t√§tigen √úbersetzer wissen wir und erwarten es sogar, dass er weitere Auftraggeber hat. Auch gehen wir davon aus, dass er geeignete Massnahmen trifft um am Markt erfolgreich zu sein. Ein freiberuflicher Mitarbeiter kann nicht zur Annahme eines Aufrags verpflichtet werden. Das merkt man jedes Jahr zu Weihnachten, wenn die "zur√ľckbleibenden" Festangestellten sich mit den "Aber bitte noch vor Weihnachten" Auftr√§gen rumschlagen d√ľrfen. Nat√ľrlich kann nicht abgestritten werden, dass es trotzdem ein gewisses Abh√§ngigkeitsverh√§ltnis gibt, da wir als durchaus gr√∂sserer Eink√§ufer auf dem Amrkt auftreten. Lehnt ein √úbersetzer Auftr√§ge ab, riskiert er, dass wir uns andere √úbersetzer suchen (m√ľssen) und er in der Folge weniger Auftr√§ge von uns erh√§lt. Gleiches gilt nat√ľrlich genau so f√ľr das Verh√§ltnis zwischen uns und unseren Auftraggebern.


Ich schlie√üe mich √ľbrigens Micheles Schlussfolgerung nicht an. Ob es sich um eine gute M√∂glichkeit f√ľr wenig Erfahrene handelt oder um Ausbeutung, h√§ngt nat√ľrlich ganz von den Bedingungen ab, die ich √ľberhaupt nicht kenne. Grunds√§tzlich stimme ich auch mit Rebecca √ľberein, dass man aus einem solchen Arbeitsverh√§ltnis viel lernen kann.


Danke, dass sehe ich genau so. Wir wissen, dass wir kaum in dem Masse qualifizierte √úbersetzer finden, wie wir aufgrund steigenden Auftragseingangs ben√∂tigen. Aus diesem Grund versuchen wir auch Berufsanf√§nger bei uns im B√ľro eine M√∂glichkeit zum Lernen zu geben. Dieses ist auch f√ľr uns mit Aufwand verbunden, hilft uns aber nat√ľrlich auch beim Ausbau unserer Kapazit√§ten. Um dieses √ľberhaupt zu erm√∂glichen brauchen wir in den jeweiligen Sprachen auch festangestellte √úbersetzer, die dann die Betreuung der Berufsanf√§nger gew√§hrleisten. Wir sind daher durchaus bestrebt √úbersetzer fest einzustellen. Die meisten wollen aber nicht (ein klares Indiz daf√ľr das definitv keine Scheinselbst√§ndigkeit vorliegt; sonst k√∂nten wir uns ja durchsetzen).


Ich war einmal selbst in einem K√∂lner √úbersetzungsb√ľro (fest) angestellt (m√∂glicherweise auch derselben wie Rebecca), wechselte in ein Teilzeitarbeitsverh√§ltnis, um mich schrittweise selbst√§ndig zu machen, und gelang so, da ich auch als Selbst√§ndiger anfangs f√ľr das gleiche B√ľro arbeitete, in die Scheinselbst√§ndigkeit. Es passierte aus Versehen; eine "Schuldfrage" gabe es damals nicht zu kl√§ren, muss man hier auch nicht unbedingt versuchen.


Diese Problematik ist uns bewusst und wird von uns definitv vermieden. Wer bei uns festangestellt ist, kann nicht gleichzeitig als freiberuflicher √úbersetzer f√ľr uns arbeiten. Da wir bisher kaum Ex-Mitarbeiter haben ist diese Problematik f√ľr uns nicht aktuell.


Mir geht es hier also nicht darum, das Angebot zu beurteilen, sondern auf die Gefahr f√ľr die Beteiligten hinzuweisen. Willst Du sie vermeiden, Hans, dann w√§ren an einigen Stellen andere Formulierungen angebracht.

Nicht f√ľr Ungut und sch√∂ne Gr√ľ√üe,
Marc


Ich werde mich bem√ľhen.

Viele Gr√ľ√üe

Hans


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OlafK
United Kingdom
Local time: 17:22
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Das Problem ist durchaus Ernst zu nehmen Dec 5, 2003

Auf den vorliegenden Fall will ich nicht eingehen, aber Scheinselbsst√§ndigkeit kann zu einer Falle f√ľr Freiberufler werden. Die Problematik und Bestimmungen zur Verhinderung von Scheinselbsst√§ndigkeit gibt es nat√ľrlich auch in anderen L√§ndern; das ist beileibe keine deutsche Schrulle. Ich denke, es ist in unser aller Interesse, dass derlei gesetzlich geregelt ist.

Kurz nachdem ich mich vor einigen Jahren als Übersetzer selbstständig gemacht hatte, tat ich einen Kunden auf, der mich mit Aufträgen bombardierte. Ich hatte damals kaum andere Aufträge. Der Kunde hat gut gezahlt und ich war meistens Wochen, teilweise Monate im Voraus ausgebucht. Super... Anfragen von anderen musste ich meistens ablehnen, weil ich sowieso schon meistens 60 Stunden die Woche arbeitete.
Irgendwann kam mein Kunde wegen der starken und billigen Konkurrenz in die Bredouille und bat um erhebliche Preisnachl√§sse, in meinem Fall um 40 Prozent! Das habe ich nat√ľrlich abgelehnt und damit das vorl√§ufige Ende unserer bis dahin sehr guten Gesch√§ftsbeziehung herbeigef√ľhrt.
Aber mittlerweile herrschte Krise (angeblich wegen 9/11) und ich hatte mit meinen st√§ndigen Ablehnungen selbst Kunden verprellt, die hartn√§ckig immer wieder nachgefragt hatten. Es war ein ziemlicher Schock, pl√∂tzlich nicht mehr jeden Monat einen dicken Scheck zu bekommen. Ich habe einen Sommer mit viel Freizeit aber leider schlechtem Wetter verbracht; dank meiner R√ľcklagen kein allzu gro√ües Problem, aber es kann einen schon kribbelig machen, wenn nie jemand anruft. So viel zur Scheinselbstst√§ndigkeit.
Mittlerweile bin ich wieder gut im Gesch√§ft -- mit einer breiten Kundenbasis und h√∂heren Preisen. Der Nachteil ist wesentlich mehr Papierkram als bei einem oder wenigen Kunden. Au√üerdem geht sehr viel Zeit f√ľr Telefonate drauf.
√úbrigens habe ich einen Teil meiner neuen Kontakte direkt oder indirekt Proz zu verdanken, aber sicher nicht der Job Section.
Ich bin mir nicht sicher, ob man andere Kunden wirklich "pflegen" kann, wenn man mehrmals die Woche außer Haus arbeitet.
Aber ob man vom Kunden als Aushilfskraft oder als gleichberechtigter Geschäftspartner behandelt wird, hängt ganz allein von einem selbst ab. Man darf sich nur nicht klein kriegen lassen und muss auch mal nein sagen können.
Ich m√∂chte noch darauf hinweisen, dass ich hiermit Hans weder kritisieren noch angreifen m√∂chte, aber gute √úbersetzer sind rar und m√∂chten hofiert werden. Ein Angebot, dass mit Forderungen gespickt ist, ohne die Vorteile f√ľr den √úbersetzer deutlich zu machen, halt ich f√ľr nicht sehr attraktiv.


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
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Du meinst etwas Anderes Dec 5, 2003

Hallo Olaf,
OlafK wrote:

Auf den vorliegenden Fall will ich nicht eingehen, aber Scheinselbsst√§ndigkeit kann zu einer Falle f√ľr Freiberufler werden.

Du beschreibst hier aber eine andere Problematik, die mit der "deutschen Version" der Scheinselbstständigkeit (die sich i.W. um Art und Umfang der Sozialversicherungspflicht dreht) nichts zu tun hat.

Die Problematik und Bestimmungen zur Verhinderung von Scheinselbsst√§ndigkeit gibt es nat√ľrlich auch in anderen L√§ndern; das ist beileibe keine deutsche Schrulle.

In der bis zur k√ľrzlichen Novellierung gezeigten Auspr√§gung schon. Es gibt in der Tat vergleichbare Bestimmungen - ich nehme an, du denkst da an die "personal service companies" in Gro√übritannien, die von Inland Revenue und HM Customs & Excise auch nur bedingt als "echte" Selbstst√§ndige anerkannt werden.

Ich denke, es ist in unser aller Interesse, dass derlei gesetzlich geregelt ist.

Da gebe ich dir grunds√§tzlich Recht. Das Problem in Deutschland liegt i.W. darin, dass sich (noch) keiner getraut hat, das bedrohlich knirschende Sozialsystem wirklich anzupacken und man versucht, die Problematik dar√ľber zu l√∂sen, dass man zus√§tzliche Personenkreise mit Auflagen und/oder Abgaben belegt.

Kurz nachdem ich mich vor einigen Jahren als Übersetzer selbstständig gemacht hatte, tat ich einen Kunden auf, der mich mit Aufträgen bombardierte. Ich hatte damals kaum andere Aufträge. Der Kunde hat gut gezahlt und ich war meistens Wochen, teilweise Monate im Voraus ausgebucht. Super... Anfragen von anderen musste ich meistens ablehnen, weil ich sowieso schon meistens 60 Stunden die Woche arbeitete.
Irgendwann kam mein Kunde wegen der starken und billigen Konkurrenz in die Bredouille und bat um erhebliche Preisnachl√§sse, in meinem Fall um 40 Prozent! Das habe ich nat√ľrlich abgelehnt und damit das vorl√§ufige Ende unserer bis dahin sehr guten Gesch√§ftsbeziehung herbeigef√ľhrt.
Aber mittlerweile herrschte Krise (angeblich wegen 9/11) und ich hatte mit meinen st√§ndigen Ablehnungen selbst Kunden verprellt, die hartn√§ckig immer wieder nachgefragt hatten. Es war ein ziemlicher Schock, pl√∂tzlich nicht mehr jeden Monat einen dicken Scheck zu bekommen. Ich habe einen Sommer mit viel Freizeit aber leider schlechtem Wetter verbracht; dank meiner R√ľcklagen kein allzu gro√ües Problem, aber es kann einen schon kribbelig machen, wenn nie jemand anruft. So viel zur Scheinselbstst√§ndigkeit.

Du beschreibst die Problematik der Diversifizierung der Kundenbasis. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, aber selbst wenn du die mit z.B. drei oder vier Hauptkunden nicht mehr als scheinselbstständig giltst, hast du trotzdem ein Problem, wenn alle aus der gleichen Branche stammen. Frag' mal deutsche IT-Berater, besonders die im Finanzbereich...

Gruß Ralf


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RWSTranslation
Germany
Local time: 18:22
Member (2007)
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Das Problem √ľberm√§chtiger Auftraggeber und rarer √úbersetzer Dec 5, 2003

Hallo Olaf,

das man es tunlichst vermeiden sollte sich von einem Auftraggeber abhängig zu machen ist klar und beschreibst deutlich die Folgen.

OlafK wrote:

....
Aber ob man vom Kunden als Aushilfskraft oder als gleichberechtigter Geschäftspartner behandelt wird, hängt ganz allein von einem selbst ab. Man darf sich nur nicht klein kriegen lassen und muss auch mal nein sagen können.


Ganz meine Worte.


Ich m√∂chte noch darauf hinweisen, dass ich hiermit Hans weder kritisieren noch angreifen m√∂chte, aber gute √úbersetzer sind rar und m√∂chten hofiert werden. Ein Angebot, dass mit Forderungen gespickt ist, ohne die Vorteile f√ľr den √úbersetzer deutlich zu machen, halt ich f√ľr nicht sehr attraktiv.


Ich denke die Möglichkeit Aufträge zu erhalten ist prinzipiell immer gut, oder irre ich mich da ?

Es ist mir im Moment auch nicht klar, auf welche Forderungen Du ansprichst. Ich sehe erstmal nur die Anfrage, dass wir √úbersetzer f√ľr eine bestimmte T√§tigkeit suchen. Nun gut wird fordern Erfahrung bei der √úbersetzung technischer Texte und Kenntnisse mit Trados, Ich halte das irgendwie noch nicht f√ľr unversch√§mt. Des weiteren erwarten wir eine Probe√ľbersetzung. Selbst bei meinem ersten Praktikum f√ľr Siemens musste ich einen Einstellungstext machen. Der dauerte 2 Tage !!!. Da halte ich 3 Stunden irgendwie auch noch nicht f√ľr unversch√§mt. Wir haben k√ľrzlich an Auschreibungen der EU teilgenommen. Die Vorbereitungen hierf√ľr haben Wochen an Arbeitszeit gekostet.

Aber Du hast Recht: Gute Übersetzer sind rar. Trotzdem erwarte ich auch von einem guten Übersetzer, das er die Regeln und Forderungen des Marktes kennt und auch anwenden kann, oder ist er etwa gar kein Selbständiger sondern nur ein Schein...

Viele Gr√ľ√üe

Hans


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erstes Fazit Dec 5, 2003

Hallo,

auf jeden Fall m√∂chte ich erstmal allen f√ľr die engagierte Diskussion danken. Es hat zwar noch nicht die erhofften Kandidaten geregnet, aber zumindest ist es doch erfreulich, dass das Posting wahrgenommen wurde.

Leider hat sich heute gezeigt, dass die eingegangenen "Bewerbungen" vorwiegend von √úbersetzern aus der teilweise sehr weiten Ferne zusammensetzen. Es ist mir doch ein wenig unklar, wie ein √úbersetzer ins Litauische, der in Indien lebt (es gibt wohl wirklich jede Kombination dort) morgens zu uns ins B√ľro kommen will. Aber wer weiss, vielleicht finden wir ja am Montag die erhofften √úbersetzer.

Ich w√ľnsche allen ein erholsames Wochenende.

Viele Gr√ľ√üe

Hans


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