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Zusammenarbeit mit Kollegen - Risiken?
Thread poster: Stephanie Wloch

Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
Member (2003)
Dutch to German
Jan 9, 2004

Hallo, liebe Leute!
Folgendes ist mir noch unklar:
(Edited 17:38
FALLBEISPIEL was mach ich wenn?)
A. Ein guter Kunde (=freundlich und Schnellzahler) fragt, ob ich jemanden kenne für D > Portugiesisch.
Ich will gerne helfen:
Aber wie kann ich beurteilen, ob ein Kollege gut ist? Wenn ich hier aufmerksam lese, kann ich mir zwar ein gutes Bild machen für mein Sprachenpaar, aber sonst?

B. Ich habe jemanden gefunden, verweise ich ihn direkt an den Kunden?
Oder übernehme ich Vermittlungsfunktion?
Problem 1: Eigentlich will ich nichts an meinen Kollegen verdienen.
Problem 2: Wenn der Kunde nicht zahlt, bin ich doch verantwortlich.

Das Phänomen Kollegenpreise fand ich bisher manchmal obskur. Denn ich habe einen Übersetzer (nicht bei Proz), der nur sehr wenig zahlt, weil angeblich das Übersetzungsbüro, für die der Auftrag ist, auch nicht so viel zahlen würde.
Ich habe ihm aber 2x am Wochenende (Keine Feiertage) ne Mail geschickt und erst am Montag darauf Antwort bekommen.
Es gibt Scheinselbständigkeit und anscheinend auch Scheinkollegialität.

Also wenn mich demnächst jemand fragt, was mein "Kollegenpreis" ist, muss ich erstmal eine genaue Definition erbitten.

Vielleicht könnt ihr mir aber schonmal auf die Sprünge helfen.

Grüße von Steffi



[Edited at 2004-01-09 16:40]


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 05:56
Member (2003)
Finnish to German
+ ...
og ich jemanden kenne Jan 9, 2004

Die Frage bestimmt ja die Auskunft. Wenn jemand in Verlegenheit ist und selbst niemanden kennt, der portugiesisch als Muttersprache hat, wird ihm auch mit einem bloßen Namen gedient sein. Wenn aber jemand fragt, ob ich einen Übersetzer empfehlen kann, muss ich schon eigene Erfahrungen haben und beurteilgen können, ob derjenige gut portugiesisch übersetzt hat.

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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
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+ ...
So sehe ich das Jan 9, 2004

Tuliparola wrote:

Ich will gerne helfen:
Aber wie kann ich beurteilen, ob ein Kollege gut ist? Wenn ich hier aufmerksam lese, kann ich mir zwar ein gutes Bild machen für mein Sprachenpaar, aber sonst?

In solchen Fällen, verweise ich die Kunden einfach auf Proz.com, damit Sie sich selber ein Bild machen können. Ich vermittle wirklich nur Kollegen, mit denen ich selber gearbeitet habe, und von deren Qualität ich überzeugt bin. Fragt ein Kunde trotzdem nach meiner Hilfe, dann lehne ich das nicht ab, sage aber vorher, dass ich nichts über die Qualität des Übersetzers aussagen kann.


B. Ich habe jemanden gefunden, verweise ich ihn direkt an den Kunden?

So mache ich das. Entweder gebe ich dem Kunden die Kontaktinformationen, oder aber ich melde mich beim jeweiligen Kollegen und gebe ihm/ihr die Kontaktinformationen des Kunden.



Oder übernehme ich Vermittlungsfunktion?


Das bleibt, denke ich, jedem selber überlassen. Unter Kollegen kann man sich darüber ja auch einigen. Würde mir ein Kollege einen großen Auftrag zuschanzen, würde ich mich - auch ohne vorherige Absprache - erkenntlich zeigen.


Problem 2: Wenn der Kunde nicht zahlt, bin ich doch verantwortlich.


Das sehe ich anders. Ich gebe Kollegen immer vorher alle Informationen über einen Kunden. Wenn ich den Kunden NICHT kenne, sage ich das explizit und weise auch darauf hin, dass ich keinerlei Aussagen über Zahlungsmoral o.ä. machen KANN.
Ich denke, wir sind alle Profis und sollten uns auch so verhalten. Wenn ich das erste Mal mit einem Kunden zusammenarbeite, dann informiere ich mich vorab über dessen Ruf, auch wenn mir ein Kollege zum Auftrag verholfen hat. Sollte der Kunde dann nicht bezahlen, kann ich den Kollegen auch nicht dafür verantwortlich machen.

Gruß,

Sonja


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Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
Member (2003)
Dutch to German
TOPIC STARTER
Neue Kunden checken? Jan 9, 2004

Hallo Sonja!
Was du schreibst ist sehr einleuchtend.
Außer:
Sonja Tomaskovic wrote:
Würde mir ein Kollege einen großen Auftrag zuschanzen, würde ich mich - auch ohne vorherige Absprache - erkenntlich zeigen.

Ich nehme an mit einem Prozentsatz der gezahlten Vergütung...
Kann mir aber auch vorstellen, dass dieses System mit geschlossenen Geldbörsen funktioniert.



Wenn ich das erste Mal mit einem Kunden zusammenarbeite, dann informiere ich mich vorab über dessen Ruf, auch wenn mir ein Kollege zum Auftrag verholfen hat.


Wie machst du das denn? Beim Übersetzungsbüro kann ich mir das ja noch vorstellen.
Aber bei mittelständischen Betrieben oder kleineren, wüßte ich jetzt nicht wie ich da Infos ohne Wirtschaftsdetektei oder Gerichtsvollzieher beschaffen sollte.

Gruß Steffi


[Edited at 2004-01-09 13:04]


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 04:56
English to German
+ ...
Einiges an der Argumentation verstehe ich nicht, Steffi: Jan 9, 2004

Tuliparola wrote:

Aber wie kann ich beurteilen, ob ein Kollege gut ist?



Das ist doch ¨¹berhaupt nicht Deine Aufgabe. Du kannst nur sagen: also den und den kenne ich. Der kann die Sprache. Punkt.

Es geht Dich doch nichts an, ob die beiden sich am Ende einig werden oder nicht. Du kannst doch keine "Versicherung" daf¨¹r ¨¹bernehmen, ob Du jemd "Guten" empfohlen hast, noch dazu in einem Sprachpaar, das Du selbst nicht betreibst.

Tuliparola wrote:

B. Ich habe jemanden gefunden, verweise ich ihn direkt an den Kunden?
Oder §îbernehme ich Vermittlungsfunktion?
Problem 1: Eigentlich will ich nichts an meinen Kollegen verdienen.
Problem 2: Wenn der Kunde nicht zahlt, bin ich doch verantwortlich.


Wieso bist Du verantwortlich, wenn Dein Kunde an eine fremde person nicht zahlt, obwohl er Dir immer p¨¹nktlich gezahlt hat? Du kannst doch nicht wissen,was die Gr¨¹nde sind.

Willst Du wirklich die Welt retten?

Tuliparola wrote:

Das Ph§Õnomen Kollegenpreise fand ich bisher manchmal obskur. Denn ich habe einen §¾bersetzer (nicht bei Proz), der nur sehr wenig zahlt, weil angeblich das §¾bersetzungsb§îro, f§îr die der Auftrag ist, auch nicht so viel zahlen w§îrde.
Ich habe ihm aber 2x am Wochenende (Keine Feiertage) ne Mail geschickt und erst am Montag darauf Antwort bekommen.
Es gibt Scheinselbst§Õndigkeit und anscheinend auch Scheinkollegialit§Õt.



Was haben denn Kollegenpreise mit einer E-Mail zu tun, die erst am Montag beantwortet wurde?

Entschuldigung f¨¹r den lakonischen Stil, aber ich glaube, das ist ein bisschen viel Kopfzerbrechen ¨¹ber ein Problem, das eigentlich nicht existiert:

Anfrage>>Preisangebot>>Entscheidung:ja/nein. Wenn ja, dann ja. Wenn nein, dann nein.

Drücken Sie auf "Reset".>> Neue Anfrage.



[Edited at 2004-01-09 14:40]


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
English to German
+ ...
Kunden checken Jan 9, 2004

Tuliparola wrote:
...Wie machst du das denn? Beim Übersetzungsbüro kann ich mir das ja noch vorstellen.
Aber bei mittelständischen Betrieben oder kleineren, wüßte ich jetzt nicht wie ich da Infos ohne Wirtschaftsdetektei oder Gerichtsvollzieher beschaffen sollte.

Zu BTX-Zeiten habe ich dafür das heutige www.genios.de genutzt, z. B. um bei Bewerbungen genauer zu wissen, mit wem ich rede. (Das hat jeweils 5 oder 10 DM gekostet.)

Heute brauche ich es nicht mehr, weil die Firmen meistens einigermaßen aussagekräftige Websites haben und in Google oder Blueboards u. Ä. auch oft etwas zu finden ist.


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Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
Member (2003)
Dutch to German
TOPIC STARTER
Aussagekräftige Websites? Jan 9, 2004

Harry_B wrote:
Heute brauche ich es nicht mehr, weil die Firmen meistens einigermaßen aussagekräftige Websites haben

Da kann man sich aber auch vertun.
Auf der schwarzen Liste im Blueboard stehen auch Firmen mit sehr seriös und kompetent wirkenden Webseiten.
Manch andere mit gutem Rating haben sehr billig wirkende Seiten mit Mystery-Meat-Navigation.

[Edited at 2004-01-09 15:03]


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
English to German
+ ...
immerhin Jan 9, 2004

Tuliparola wrote:
...Auf der schwarzen Liste im Blueboard stehen auch Firmen mit sehr seriös und kompetent wirkenden Webseiten.
Manch andere mit gutem Rating haben sehr billig wirkende Seiten mit Mystery-Meat-Navigation.
Das bestätigt meinen Eindruck, dass man häufig im Blueboard etwas Nützliches findet, so dass sich Genios nur noch in seltenen Fällen lohnen würde.

Webseiten für sich allein betrachtet beinhalten natürlich ein großes Risiko gemäß dem kreativen Potential mancher Verkaufstalente..

Trotzdem bieten sie hilfreiche Informationen:
- Hat die Firma überhaupt eine Website?
- Was genau sagen sie dort?
- Welches Qualitätsniveau empfinden sie als selbstverständlich?
- Was sind ihre Schwerpunkte?
- Fotos ... ?
- Sieht es nach einem geschickten Betrüger aus?
(Oder würde der nicht solche Fehler machen?)
- Sieht es nach einem ungeschickten Betrüger aus?
(Schnell Seite schließen, da könnte sich Sonstwas runterladen.)
- Und vor allem: Wie passt das Ganze zu dem, was ich sonst noch über meinen Gesprächspartner weiß - also mit wem rede ich?

[Edited at 2004-01-09 16:12]


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Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
Member (2003)
Dutch to German
TOPIC STARTER
Erweiterte Dienstleistung? Jan 9, 2004

Ich hab wohl zu viel Themen in einen Beitrag gequetscht. Versuche mal zu entwirren.

Steffen Pollex wrote:
Das ist doch ¨¹berhaupt nicht Deine Aufgabe. Du kannst nur sagen: also den und den kenne ich. Der kann die Sprache. Punkt.


Bei netten Kunden bin ich aber nicht so schroff.
Ich MÖCHTE natürlich gerne einen guten Übersetzer für einen guten Kunden.
Erzwingen oder verantworten kann ich diesbzgl. ja nichts. Logisch.
Aber mehr als nur ein Profil eine Minute lang anklicken, ist mir so ein Kunde dann schon wert.

Mich hat hier interessiert, wie Ihr in so einem Fall vorgeht.

Es geht Dich doch nichts an, ob die beiden sich am Ende einig werden oder nicht..

Es wäre u.U. schon hilfreich und wichtig für die Zukunft zu erfahren wie die Zusammenarbeit verlaufen ist.

Natürlich ist es okay, dass ein Übersetzer an anderen verdient, wenn klar ist, dass er auch ein Übersetzungsbüro hat.
Ich nannte aber als Beispiel einen Übersetzer, der von Kollegenpreisen spricht und Aufträgen von einem anderen Büro.
Aus der Tatsache, dass er immer nur zu Bürozeiten erreichbar ist und so wenig zahlt, habe ich geschlossen, dass er sich mit der Vermittlungsgebühr so viel verdient, dass er am Wochenende nicht zu arbeiten braucht.
Wenn ein Übersetzer (= mehr übersetzen als vermitteln) einen gewissen Satz/Provision einkassiert, d.h. an meiner Tätigkeit vielleicht um die 20% verdient, habe ich damit bei einem fairen Tarif keine Probleme.


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
Member (2002)
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+ ...
Man trägt Verantwortung für seine Empfehlungen Jan 9, 2004

Steffen Pollex wrote:

Das ist doch überhaupt nicht Deine Aufgabe. Du kannst nur sagen: also den und den kenne ich. Der kann die Sprache.

Da bin ich aber gänzlich anderer Meinung. Wenn ich eine Empfehlung ausspreche, trage ich da auch eine gewissen Verantwortung für. Losgelöst von philosophisch/moralischen Prinizipien (alter Kant-Fan, schon vor dem Spiegel-Artikel) ist es auch praktisch sehr unschön, wenn man dem Kunden auf Fragen wie "Was haben sie uns denn da für einen empfohlen" antworten muss.


Tuliparola wrote:
B. Ich habe jemanden gefunden, verweise ich ihn direkt an den Kunden?

Im Prinzip entscheidest du mit dieser Frage über die Art deines Unternehmens (und dein maximales Einkommen). Du kannst entweder einfach einen Kontakt vermitteln oder eben die portugiesischen Übersetzungen für den Kunden mitbetreuen, damit er sich nicht selbst darum kümmern muss.


Aus der Tatsache, dass er immer nur zu Bürozeiten erreichbar ist und so wenig zahlt, habe ich geschlossen, dass er sich mit der Vermittlungsgebühr so viel verdient, dass er am Wochenende nicht zu arbeiten braucht.

Das wirft dann aber doch ein zu pessimistisches Bild auf unsere Branche, oder?

Viele Grüße
Klaus


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Uwe Kirmse  Identity Verified
Local time: 04:56
Polish to German
+ ...
Nur ein paar Worte, ... Jan 9, 2004

...ohne den ganzen Thread detailliert gelesen zu haben:

Unter der Voraussetzung, dass ich daran nichts verdienen will (wie du ja schreibst), aber auch kein Risiko eingehen will, habe ich es in aehnlichen Faellen so gemacht, dass ich einen Kollegen vorgeschlagen habe, von dem ich glaubte, ihn empfehlen zu koennen. Dennoch habe ich sowohl dem Kunden gesagt, dass ich fuer den Kollegen nicht garantiere, ihn aber fuer geeignet halte (was ich dem Kollegen auch mitgeteilt habe), als auch dem Kollegen gesagt, dass ich fuer die Zahlungsmoral des Kunden nicht hafte.
In den wenigen Faellen, in denen ich es bisher so gehandhabt habe, sind sich beide dann trotzdem einig geworden und waren zufrieden.


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 04:56
English to German
+ ...
Das ist ja wohl logisch Jan 9, 2004

Klaus Herrmann wrote:

Wenn ich eine Empfehlung ausspreche, trage ich da auch eine gewissen Verantwortung für.


Aber wenn ich diese nicht übernehmen kann, dann spreche ich doch keine Empfehlung aus oder? Würde ich z.B. nicht einfach auf Grund eines Proz-Profils tun.

Und umgekehrt, wenn ich einen empfehle, dann bin ich mir auch sicher und muss mir doch nicht hinterher den Schädel zerbrechen, was denn wohl dabei schlimmes herauskommen könnte und wie der kunde jetzt wohl von mir denken könnte etc., etc.

Das ist doch ein herbeigeredetes Problem, darin sind wir Deutschen ja Meister.

Entweder kann ich für die Leute eine Empfehlung geben oder auch nicht, dann lasse ich es eben und sage besser "tut mir leid". Was ist denn daran so schwierig?

[Edited at 2004-01-09 22:13]


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 04:56
English to German
+ ...
Vorauszahlung Jan 10, 2004

Tuliparola wrote:

Ich nehme an mit einem Prozentsatz der gezahlten Vergütung...
Kann mir aber auch vorstellen, dass dieses System mit geschlossenen Geldbörsen funktioniert.

Das hängt ganz von meiner Laune ab. Ich dachte bei "mich erkenntlich zeigen" ja nicht ausschließlich an eine monetäre Entschädigung. Man kann ja auch mal Essen gehen, zum Geburtstag des/der Kollegen/in eine Kleinigkeit vorbereiten oder aber beim nächsten Großauftrag an den-/diejenige denken.



Wie machst du das denn? Beim Übersetzungsbüro kann ich mir das ja noch vorstellen.
Aber bei mittelständischen Betrieben oder kleineren, wüßte ich jetzt nicht wie ich da Infos ohne Wirtschaftsdetektei oder Gerichtsvollzieher beschaffen sollte.


Nun in solchen Fällen, in denen das nicht so einfach geht, vereinbare ich mit dem Kunden einfach die Vorauszahlung einer bestimmten Summe. Das ist sicher nicht hundertprozentig sicher und garantiert auch nicht, dass der Kunde den Rest der Summe begleicht, aber zumindest gibt es ein wenig Sicherheit. Mit Kunden, die dem nicht zustimmen, kann ich dann eben einfach nicht zusammenarbeiten.

Gruß,

Sonja


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NinaShir
Local time: 06:56
German to Russian
+ ...
Ein gebranntes Kind Jan 11, 2004

Ich bin jetzt vorsichtiger geworden, weil ich in der gleichen Situation schon böse Erfahrungen gemacht habe: Ein guter Kunde (freundlich und Schnellzahler) brauchte dringend eine Übersetzerin für das Paar RU>EN. Ich selber arbeite mit DE>RU, habe aber eine gute Bekannte, die von ihren Übersetzerleistungen immer nur die tollsten Geschichten erzählt hat. Der "background" wirkte auch sehr überzeugend: eine linguistische und eine juristische Ausbildung, ein Jahr Teilstudium in Cambridge. Dabei war die Aufgabe ziemlich leicht - man sollte einen vorübertsetzten Vertrag an die geänderten Konditionen anpassen. Ich, blöde kuh, habe nicht bloß diese meine Bekannte empfohlen, ich habe richtig Werbung für sie gemacht, weil ich mir ihrer wunderbaren Fähigkeuten sicher war und auch ihr zu einem guten Auftrag verhelfen wollte. Als ich beim nächsten Termin bei diesem Kunden aufkreuzte, hat er (ohne mir direkt Vorwürfe zu machen) auf viele (!) Stellen im Vertrag hingewiesen, wo die Übersetzung (ins Russische) nicht stimmte oder sogar die alten Vertragspunkte nicht mal gelöscht waren. Er hat dasselbe nochmals übersetzen lassen müssen. Dabei hat meine Bekannte für ihre Dienste viel verlangt und auch bekommen. Mir war die ganze Geschichte recht peinlich. Heute antworte ich aber seelenruhig "Nein" auf Anfragen dieser Art und empfehle nur die Leute weiter, mit denen ich gearbeitet habe bzw. von denen überzeugt bin.

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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 04:56
English to German
+ ...
Das verstehe ich jetzt nicht ganz, Nina Jan 11, 2004

NinaShir wrote:

Ein guter Kunde (freundlich und Schnellzahler) brauchte dringend eine Übersetzerin für das Paar RU>EN.

Als ich beim nächsten Termin bei diesem Kunden aufkreuzte, hat er (ohne mir direkt Vorwürfe zu machen) auf viele (!) Stellen im Vertrag hingewiesen, wo die Übersetzung (ins Russische) nicht stimmte


Wenn er Russisch-Englisch suchte, wieso verweist er dann darauf, dass die Übersetzung ins Russische nicht stimmte??? Damit hattest Du doch gar nichts zu tun.

Ansonsten einverstanden. Ich empfehle auch nur Leute, von denen ich mir (nicht nur auf Grund ihrer eigenen Erzählungen ) einigermaßen sicher bin, dass es klappen sollte. Das sollte man sich tatsächlich genau überlegen, bevotr man die eigene Reputation aufs Spiel setzt.


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Zusammenarbeit mit Kollegen - Risiken?

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