Mobile menu

AuftrÀge ablehnen bei wichtigen Kunden
Thread poster: Sandra Milosavljevic-Rothe

Sandra Milosavljevic-Rothe  Identity Verified
Germany
Local time: 15:38
German to Serbian
+ ...
Apr 2, 2004

Als ich mich vor wenigen Jahren endgĂŒltig fĂŒr den Beruf als Übersetzerin entschlossen habe, war ich mit einem "Tageseinkommen" von 100 Mark superglĂŒcklich und hatte allen Leuten erzĂ€hlt: "Ja, mit diesem Job kann man nicht so richtig Geld verdienen, aber es macht unheimlich Spaß". Das mit dem Spaß ist geblieben, aber das mit dem Geld stimmt schon lange nicht mehr. Nun habe ich schon unzĂ€hlige schlaflose NĂ€chte hinter mir, habe des öfteren bei Jobangeboten ĂŒberhöhte Preise angegeben (in Hoffnung, jemand anders bekommt am Ende den Auftrag und der Markt gewöhnt sich langsam an höhere Preise), aber es hilft alles nichts - ich arbeite und arbeite und arbeite...

Am schlimmsten ist es mit einigen meiner Ă€ltesten Kunden, fĂŒr die ich schon zu Beginn meiner "Übersetzerkarriere" gearbeitet habe. Damals habe ich in Hoffnung auf viele AuftrĂ€ge eher moderate Preise ausgehandelt und diese halten sich, bis auf eine kleine Erhöhung damals bei der Euro-Umstellung - musste eifach sein, immer noch.

Nun bin ich langsam am Ende mit meinem Latein. Ich kann meinen wichtigen Kunden nicht einfach so mirnichtsdirnichts die Preise erhöhen. Das halte ich fĂŒr unfair. Und wenn doch, dann hĂ€tte ich gerne gewusst wie.


Was oft noch schlimmer ist - ich kann sie immer so schwer ablehnen - wohl aus Furcht, sie zu verĂ€rgern. Stattdessen sage ich ja, wenn Freitag Abend noch was "schnell dazwischen geschoben wird bis Montag frĂŒh" und "ja, Sie kennen sich schon gut mit den GartengerĂ€ten aus, dann können Sie gleich noch eine 200-seitige Anleitung fĂŒr einen MĂ€hdrescher mitĂŒbernehmen, ja bis ĂŒbermorgen, danke schön...".... wie - sagt mir bitte jemand - wie sagt man bei so etwas - Nein, das reicht, ich habe schon genug zu tun, ich möchte mal wieder ein freies Wochenende haben und mal abends ausgehen und - einfach mal entspannen wie schon lange nicht mehr, aber bitte ohne Angst zu haben, nie wieder AuftrĂ€ge von diesem Kunden zu bekommen.

Irgendwas mache ich falsch...


Direct link Reply with quote
 

Agnieszka Hayward
Poland
Local time: 15:38
German to Polish
+ ...
Sehr gut nachvollziehbar Apr 3, 2004

Liebe Sandra
Deine Denkweise kenn ich nur zu gut.
Ich hatte genauso gedacht. Und gehandelt.

Endergebnis: viele schlaflose Naechte... usw... usw...

Bin auf eine Idee gekommen, hoffe, dass sie auch bei Dir Erfolg bringt.

"Liebe Kunden, alle 7 Jahre werden meine Preise aktualisiert"... (je nach Markt koennen es 2, 3 oder sonst wieviele Jahre werden)

Es hat bei mir geklappt! Zuerst hatte ich an kleine Schritte gedacht - so die 2% alle 2 Monate 7 Monate lang oder so. Neee.

Einfach plus 15% alle 7 Jahre (haengt natuerlich vom Markt ab). Meine besten Kunden haben es ohne weiteres geschluckt.

Und, mal von der anderen Seite betrachtet - haette der Kunde je Bedenken, wenn sie nach 'costcutting success' bezahlt werden, Dir einfach mal vorzuschlagen, einiges von Deinem Geld zu streichen? Was meinst Du?


Direct link Reply with quote
 

Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 15:38
English to German
+ ...
Positiv formulieren Apr 3, 2004

Hallo Sandra,
zunĂ€chst zur Ablehnung von AuftrĂ€gen: wenn du gute Arbeit leistest (und davon bin ich ĂŒberzeugt), wird der Kunde auch wiederkommen. Ich versuche, Ablehnungen etwas ins Positive zu drehen und dem Kunden zu verdeutlichen, dass ich sehr ungern "nein" sage. Auch Kunden ist es klar, dass du deine Ressourcen nicht ungenutzt "rumliegen" lĂ€sst und daher nur in begrenztem Maße "SchnellschĂŒsse" durchfĂŒhren kannst.

Was die Preise angeht: natĂŒrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-HĂ€ndler fragt dich ja auch nicht vorher. Du musst halt etwas FingerspitzengefĂŒhl dafĂŒr entwickeln, was du dem jeweiligen Kunden zumuten kannst.

HTH, Ralf


Direct link Reply with quote
 

Sonja Schuberth-Kreutzer  Identity Verified
Local time: 15:38
English to German
+ ...
Vorwarnen? Apr 3, 2004

Ralf Lemster wrote:
natĂŒrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-HĂ€ndler fragt dich ja auch nicht vorher.


Bei meinem Übersetzerstammtisch kam das Thema neulich auf auf. Einige waren der Ansicht, man könne die Preise (wie der BĂ€cker um die Ecke auch) einfach erhöhen. Andere behaupteten, man sei (gesetzlich?) verpflichtet, den Kunden vorzuwarnen, weil er beim Erteilen des Auftrags ja davon ausgeht, dass die Preise die gleichen wie beim letzten Auftrag sind.

Ich spreche jetzt von Kunden, mit denen man einen Zeilenpreis vereinbart hat. Wenn man immer Pauschalpreise macht, fÀllt dem Kunden die Erhöhung ja möglicherweise gar nicht auf...

Was meint ihr? Vorwarnen oder nicht?


Direct link Reply with quote
 

Vesna Zivcic  Identity Verified
Local time: 15:38
German to Croatian
+ ...
Aufpreis fĂŒr EilauftrĂ€ge Apr 3, 2004

Hallo Sandra,

wenn es sich um solche AuftrĂ€ge handelt, die ĂŒber das Wochendende oder in Ă€ußerst kĂŒrzer Zeit zu erledigen sind, kannst du einen Aufpreis fĂŒr eilige Jobs auch bei alten Kunden leicht rechtfertigen. Deine Familie möchte auch was von dir haben...

[Edited at 2004-04-03 09:38]


Direct link Reply with quote
 
xxxMarc P  Identity Verified
Local time: 15:38
German to English
+ ...
Meine 3 Cents (Preiserhöhung halt) Apr 3, 2004

Preiserhöhung: aber sicher. Egal wie man das anstellt, muss man grundsĂ€tzlich eine gewisse Scheu ĂŒberwinden. Was das Ablehnen aus KapazitĂ€tsgrĂŒnden betrifft ebenfalls.

Vorwarnung: wenn er bei Erteilung des Auftrags (und nicht erst danach) auf den neuen Preis aufmerksam gemacht wurde, ist der Kunde "vorgewarnt". Ein grundsĂ€tzliches Recht auf Erteilung zu frĂŒheren Konditionen hat er nicht, es sei denn, Du hast auf einen bestimmten Auftrag hin ein Angebot abgegeben. Allerdings finde ich es fair, Preiserhöhungen 3 Monate im voraus bekannt zu geben. So fĂŒhlt sich der Kunde nicht ĂŒberrumpelt und kann sich ggf. darauf einstellen. Das ist bei ÜbersetzungsbĂŒros besonders wichtig: diese haben dann reichlich Zeit, entweder selbst bei ihren Endkunden andere Konditionen auszuhandeln, oder aber einen anderen Kollegen zu suchen.

Auf Pauschalpreise umsteigen: guter Vorschlag.

Weitere VorschlÀge:

Bei vielen Kunden habe ich ein relativ kompliziertes gestaffeltes Preissystem mit Volumenrabatten, ZuschlĂ€gen fĂŒr gewisse Formate, usw. Bei Preiserhöhungen wird das ganze System umgestaltet. So habe ich in den letzten Jahren den Preis fĂŒr HTML-Dokumente sogar reduziert, da diese sich inzwischen mit neuer Software schneller bearbeiten lassen. Dann heißt es nicht "Preiserhöhung", sondern etwa "Preisneugestaltung" (oder, wenn man will, "Preisanpassung", wie bei der Post). Dies erweckt den Eindruck, die Preiserhöhung ist gut durchdacht und begrĂŒndet (was zumindest bei mir auch tatsĂ€chlich der Fall ist).

Ein Wochenendzuschlag von 50% ist durchaus gerechtfertigt.

AuftrĂ€ge, die die eigene KapazitĂ€t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann dafĂŒr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer.

Marc


Direct link Reply with quote
 
Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 15:38
English to German
+ ...
Grenzen setzen Apr 3, 2004

Hallo Sandra,

auch ich melde mich um meine 3,5 cents abzuliefern.

Ich hatte Àhnliche Probleme wie Du, und habe sie mittlerweile erfolgreich lösen können.

Dabei hat mir die Geburt meines Sohnes enorm geholfen, endlich zu begreifen, dass man gewisse Grenzen setzen muss, sonst wird man von den Kunden sprichtwörtlich ĂŒberrollt. Ich möchte auch nicht verheimlichen, dass zwei meiner Kunden abgesprungen sind, obwohl ich zugeben muss, dass ich darĂŒber gar nicht traurig bin.

Als erstes habe ich mich hingesetzt und fĂŒr mich selber festgelegt, wieviel ich an einem Tag bzw. in einer 5-Tage-Woche schaffen kann. Diesen Messwert lege ich nun bei allen AuftrĂ€gen an, die ich annehme. Wenn ein Auftrag meine KapazitĂ€ten sprengen wĂŒrde, bitte ich entweder um mehr Zeit oder lehne ab. Meine Kunden wissen, dass ich dieses Volumenmaximum habe, und akzeptieren auch eine Ablehnung. (Zum besseren Überblick habe ich eine Excel-Liste, in die ich die Auftragsvolumina eintrage, aufgeteilt auf alle Tage bis zum Abgabetermin. Kommt eine neue Anfrage rein, werfe ich erstmal einen Blick in diese Liste und entscheide dann, ob ich annehmen kann oder nicht.)

Ich weiß, ich weiß... wie lehnt man einen Kunden ab, ohne ihn zu vergraulen?
In meinem Fall habe ich einfach ein Rundschreiben losgeschickt, in dem ich meine Volumenbegrenzung (ca. einen Monat vorher) bekannt gegeben habe. Ich denke, dass es in Deinem Fall das beste wÀre, wenn Du Deinen Kunden genau das erzÀhlst, was Du uns erzÀhlt hast, nÀmlich dass Du endlich mal wieder ein freies Wochenende haben möchtest, und nicht bis spÀt in die Nacht am Rechner sitzen willst. Ganz ehrlich, die meisten Kunden verstehen das und kommen auch wieder. Ich habe meinen Kunden auch angeboten, sie an andere Kollegen zu verweisen; die meisten wollten das aber nicht.

Dasselbe gilt fĂŒr die Preiserhöhungen. Auch da ist es nicht so ganz einfach, den richtigen Wortlaut zu finden, vor allem wenn es um alte Kunden geht, fĂŒr die man schon "immer gearbeitet hat". Die einfachste Art ist immer noch, ein Rundschreiben aufzusetzen, dass an ALLE geht, und aus dem auch ersichtlich ist, dass es an ALLE geht. So kommt sich wenigstens keiner benachteiligt vor.

Ich hoffe, dass diese Tipps irgendwie nĂŒtzlich sind... letztlich musst Du irgendwie lernen, Grenzen zu setzen.

Gruss,

Sonja


Direct link Reply with quote
 

Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 16:38
Member (2003)
Finnish to German
+ ...
Preissteigerung durch ProduktivitÀtssteigerung Apr 4, 2004

Im Vergleich zum ersten Jahr als freiberuflicher Übersetzer stelle ich fest, dass ich heute in zwei Stunden schaffe, was damals einen ganzen Tag gedauert hĂ€tte. Mehr Erfahrung, Routine und natĂŒrlich TM. Somit verdiene ich eben auch besser als damals, obwohl ich meine Zeilenpreise kaum angehoben habe, außer bei Quelltexten, die nicht im Word-Format sind.
Bei neuen Kunden sollte man immer versuchen, bessere Preise auszuhandeln als bei alten, aber noch besser kann man seine EinkĂŒnfte erhöhen, indem man schwierige Kunden fallen lĂ€sst zugungsten von "leichten". Schwierige Kunden schicken einem schlecht verfasste Dokumente in pdf oder Pagemaker und schicken einem hinterher laufend Anfragen, warum denn Stelle x so ĂŒbersetzt wurde und nicht wie bei Stelle y.
Einmal hatte ich eine Wortliste, insgesamt 50 Normzeilen, die mir einen Tag Arbeit abverlangt hatte. Wenn man solche AuftrÀge vermeidet, sichert man sich auch die nötige Freizeit.


Direct link Reply with quote
 

Sandra Milosavljevic-Rothe  Identity Verified
Germany
Local time: 15:38
German to Serbian
+ ...
TOPIC STARTER
Es geht nicht immer nur ums Geld Apr 5, 2004

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

vielen Dank fĂŒr Eure Anregungen, von denen mir einige sehr praktikabel erscheinen. Ich möchte nun im Einzelnen auf einige Eurer VorschlĂ€ge eingehen.

1. Rundschreiben ist bei mir leider nicht anwendbar, da ich bei verschienenen Kunden oft verschiedene Preise und auch unterschiedliche Nebenbedingungen wie z.B. Preisstaffelung bei Trados-AuftrÀgen, Mindesthonorar, Wortpreise, Zeilenpreise, nach Zieltext, nach Quelltext... vereinbart habe. Und das möchte ich auch nicht Àndern.

2. GrundsĂ€tzliche Preiserhöhung: Ich gebe es zu, meine Preise sind oft ein Ausdruck dessen, wie sympathisch mir meine Kunden und Partner sind, wie gerne ich mit ihnen zusammen arbeite, wie interessant die Texte sind, die ich von ihnen bekomme. Manches kann man einfach nicht in Euro umrechnen. Und gerade solche Kunden sind es oft, die ich nur ungern verlieren möchte, weshalb ich auch vor grundsĂ€tzlichen Preiserhöhungen zurĂŒckschrecke.

3. PreisaufschlĂ€ge fĂŒr Wochenendarbeit könnte ich allerdings wirklich einfĂŒhren. Ich denke, das wĂŒrden alle verstehen und annehmen.

4. Marc hatte einen ĂŒberaus interessanten Vorschlag:

"AuftrĂ€ge, die die eigene KapazitĂ€t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann dafĂŒr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer."

Vesna, was hÀlst Du davon ?

Und dafĂŒr, wie man die Wochenenden etwas ungestörter genießen kann, habe ich selbst schon ein kleines Rezept - rausfahren und das Handy ausschalten - hilft ungemein

Ich wĂŒnsche Euch allen eine schöne Woche.


Direct link Reply with quote
 

RWSTranslation
Germany
Local time: 15:38
Member (2007)
German to English
+ ...
Selektiv ablehnen Apr 5, 2004

Hallo,

ich wĂŒrde sagen:

Die AuftrÀge der anderen kannst Du ablehnen (um meine anzunehmen)

Viele GrĂŒĂŸe

Hans


Direct link Reply with quote
 

Vesna Zivcic  Identity Verified
Local time: 15:38
German to Croatian
+ ...
Autrags-Tetris Apr 5, 2004

Sandra Milosavljevic-Rothe wrote:

"AuftrĂ€ge, die die eigene KapazitĂ€t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann dafĂŒr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer."

Vesna, was hÀlst Du davon ?


Liebe Sandra,

ich bin beinahe selbst in derselben Lage wie Du. Seit Ende letzten Jahres fĂŒhle ich mich als ob ich ein Tetris-Spiel mit AuftrĂ€gen spiele, immer nach der freien LĂŒcke suchend, um eine Reihe nach der anderen zu tilgen...


Direct link Reply with quote
 
ingo_h
Germany
Local time: 15:38
English to German
keine gesetzliche Verpflichtung Apr 12, 2004

Sonja Schuberth-Kreutzer wrote:

Ralf Lemster wrote:
natĂŒrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-HĂ€ndler fragt dich ja auch nicht vorher.


Bei meinem Übersetzerstammtisch kam das Thema neulich auf auf. Einige waren der Ansicht, man könne die Preise (wie der BĂ€cker um die Ecke auch) einfach erhöhen. Andere behaupteten, man sei (gesetzlich?) verpflichtet, den Kunden vorzuwarnen, weil er beim Erteilen des Auftrags ja davon ausgeht, dass die Preise die gleichen wie beim letzten Auftrag sind.

Ich spreche jetzt von Kunden, mit denen man einen Zeilenpreis vereinbart hat. Wenn man immer Pauschalpreise macht, fÀllt dem Kunden die Erhöhung ja möglicherweise gar nicht auf...

Was meint ihr? Vorwarnen oder nicht?

Um das klarzustellen: eine gesetzliche Verpflichtung gibt es natĂŒrlich nicht! Jeder Auftrag ist ein Vertrag fĂŒr sich. Bei der AuftragsbestĂ€tigung muss man natĂŒrlich auf den neuen Preis hinweisen.
Alles andere ist eine Frage der Diplomatie.


Direct link Reply with quote
 


There is no moderator assigned specifically to this forum.
To report site rules violations or get help, please contact site staff »


AuftrÀge ablehnen bei wichtigen Kunden

Advanced search






LSP.expert
You’re a freelance translator? LSP.expert helps you manage your daily translation jobs. It’s easy, fast and secure.

How about you start tracking translation jobs and sending invoices in minutes? You can also manage your clients and generate reports about your business activities. So you always keep a clear view on your planning, AND you get a free 30 day trial period!

More info »
PerfectIt consistency checker
Faster Checking, Greater Accuracy

PerfectIt helps deliver error-free documents. It improves consistency, ensures quality and helps to enforce style guides. It’s a powerful tool for pro users, and comes with the assurance of a 30-day money back guarantee.

More info »



All of ProZ.com
  • All of ProZ.com
  • Term search
  • Jobs