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Aufträge ablehnen bei wichtigen Kunden
Thread poster: Sandra Milosavljevic-Rothe

Sandra Milosavljevic-Rothe  Identity Verified
Germany
Local time: 15:28
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Apr 2, 2004

Als ich mich vor wenigen Jahren endg√ľltig f√ľr den Beruf als √úbersetzerin entschlossen habe, war ich mit einem "Tageseinkommen" von 100 Mark supergl√ľcklich und hatte allen Leuten erz√§hlt: "Ja, mit diesem Job kann man nicht so richtig Geld verdienen, aber es macht unheimlich Spa√ü". Das mit dem Spa√ü ist geblieben, aber das mit dem Geld stimmt schon lange nicht mehr. Nun habe ich schon unz√§hlige schlaflose N√§chte hinter mir, habe des √∂fteren bei Jobangeboten √ľberh√∂hte Preise angegeben (in Hoffnung, jemand anders bekommt am Ende den Auftrag und der Markt gew√∂hnt sich langsam an h√∂here Preise), aber es hilft alles nichts - ich arbeite und arbeite und arbeite...

Am schlimmsten ist es mit einigen meiner √§ltesten Kunden, f√ľr die ich schon zu Beginn meiner "√úbersetzerkarriere" gearbeitet habe. Damals habe ich in Hoffnung auf viele Auftr√§ge eher moderate Preise ausgehandelt und diese halten sich, bis auf eine kleine Erh√∂hung damals bei der Euro-Umstellung - musste eifach sein, immer noch.

Nun bin ich langsam am Ende mit meinem Latein. Ich kann meinen wichtigen Kunden nicht einfach so mirnichtsdirnichts die Preise erh√∂hen. Das halte ich f√ľr unfair. Und wenn doch, dann h√§tte ich gerne gewusst wie.


Was oft noch schlimmer ist - ich kann sie immer so schwer ablehnen - wohl aus Furcht, sie zu ver√§rgern. Stattdessen sage ich ja, wenn Freitag Abend noch was "schnell dazwischen geschoben wird bis Montag fr√ľh" und "ja, Sie kennen sich schon gut mit den Gartenger√§ten aus, dann k√∂nnen Sie gleich noch eine 200-seitige Anleitung f√ľr einen M√§hdrescher mit√ľbernehmen, ja bis √ľbermorgen, danke sch√∂n...".... wie - sagt mir bitte jemand - wie sagt man bei so etwas - Nein, das reicht, ich habe schon genug zu tun, ich m√∂chte mal wieder ein freies Wochenende haben und mal abends ausgehen und - einfach mal entspannen wie schon lange nicht mehr, aber bitte ohne Angst zu haben, nie wieder Auftr√§ge von diesem Kunden zu bekommen.

Irgendwas mache ich falsch...


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Agnieszka Hayward
Poland
Local time: 15:28
German to Polish
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Sehr gut nachvollziehbar Apr 3, 2004

Liebe Sandra
Deine Denkweise kenn ich nur zu gut.
Ich hatte genauso gedacht. Und gehandelt.

Endergebnis: viele schlaflose Naechte... usw... usw...

Bin auf eine Idee gekommen, hoffe, dass sie auch bei Dir Erfolg bringt.

"Liebe Kunden, alle 7 Jahre werden meine Preise aktualisiert"... (je nach Markt koennen es 2, 3 oder sonst wieviele Jahre werden)

Es hat bei mir geklappt! Zuerst hatte ich an kleine Schritte gedacht - so die 2% alle 2 Monate 7 Monate lang oder so. Neee.

Einfach plus 15% alle 7 Jahre (haengt natuerlich vom Markt ab). Meine besten Kunden haben es ohne weiteres geschluckt.

Und, mal von der anderen Seite betrachtet - haette der Kunde je Bedenken, wenn sie nach 'costcutting success' bezahlt werden, Dir einfach mal vorzuschlagen, einiges von Deinem Geld zu streichen? Was meinst Du?


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 15:28
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Positiv formulieren Apr 3, 2004

Hallo Sandra,
zun√§chst zur Ablehnung von Auftr√§gen: wenn du gute Arbeit leistest (und davon bin ich √ľberzeugt), wird der Kunde auch wiederkommen. Ich versuche, Ablehnungen etwas ins Positive zu drehen und dem Kunden zu verdeutlichen, dass ich sehr ungern "nein" sage. Auch Kunden ist es klar, dass du deine Ressourcen nicht ungenutzt "rumliegen" l√§sst und daher nur in begrenztem Ma√üe "Schnellsch√ľsse" durchf√ľhren kannst.

Was die Preise angeht: nat√ľrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-H√§ndler fragt dich ja auch nicht vorher. Du musst halt etwas Fingerspitzengef√ľhl daf√ľr entwickeln, was du dem jeweiligen Kunden zumuten kannst.

HTH, Ralf


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Sonja Schuberth-Kreutzer  Identity Verified
Local time: 15:28
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Vorwarnen? Apr 3, 2004

Ralf Lemster wrote:
nat√ľrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-H√§ndler fragt dich ja auch nicht vorher.


Bei meinem Übersetzerstammtisch kam das Thema neulich auf auf. Einige waren der Ansicht, man könne die Preise (wie der Bäcker um die Ecke auch) einfach erhöhen. Andere behaupteten, man sei (gesetzlich?) verpflichtet, den Kunden vorzuwarnen, weil er beim Erteilen des Auftrags ja davon ausgeht, dass die Preise die gleichen wie beim letzten Auftrag sind.

Ich spreche jetzt von Kunden, mit denen man einen Zeilenpreis vereinbart hat. Wenn man immer Pauschalpreise macht, fällt dem Kunden die Erhöhung ja möglicherweise gar nicht auf...

Was meint ihr? Vorwarnen oder nicht?


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Vesna Zivcic  Identity Verified
Local time: 15:28
German to Croatian
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Aufpreis f√ľr Eilauftr√§ge Apr 3, 2004

Hallo Sandra,

wenn es sich um solche Auftr√§ge handelt, die √ľber das Wochendende oder in √§u√üerst k√ľrzer Zeit zu erledigen sind, kannst du einen Aufpreis f√ľr eilige Jobs auch bei alten Kunden leicht rechtfertigen. Deine Familie m√∂chte auch was von dir haben...

[Edited at 2004-04-03 09:38]


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xxxMarc P  Identity Verified
Local time: 15:28
German to English
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Meine 3 Cents (Preiserhöhung halt) Apr 3, 2004

Preiserh√∂hung: aber sicher. Egal wie man das anstellt, muss man grunds√§tzlich eine gewisse Scheu √ľberwinden. Was das Ablehnen aus Kapazit√§tsgr√ľnden betrifft ebenfalls.

Vorwarnung: wenn er bei Erteilung des Auftrags (und nicht erst danach) auf den neuen Preis aufmerksam gemacht wurde, ist der Kunde "vorgewarnt". Ein grunds√§tzliches Recht auf Erteilung zu fr√ľheren Konditionen hat er nicht, es sei denn, Du hast auf einen bestimmten Auftrag hin ein Angebot abgegeben. Allerdings finde ich es fair, Preiserh√∂hungen 3 Monate im voraus bekannt zu geben. So f√ľhlt sich der Kunde nicht √ľberrumpelt und kann sich ggf. darauf einstellen. Das ist bei √úbersetzungsb√ľros besonders wichtig: diese haben dann reichlich Zeit, entweder selbst bei ihren Endkunden andere Konditionen auszuhandeln, oder aber einen anderen Kollegen zu suchen.

Auf Pauschalpreise umsteigen: guter Vorschlag.

Weitere Vorschläge:

Bei vielen Kunden habe ich ein relativ kompliziertes gestaffeltes Preissystem mit Volumenrabatten, Zuschl√§gen f√ľr gewisse Formate, usw. Bei Preiserh√∂hungen wird das ganze System umgestaltet. So habe ich in den letzten Jahren den Preis f√ľr HTML-Dokumente sogar reduziert, da diese sich inzwischen mit neuer Software schneller bearbeiten lassen. Dann hei√üt es nicht "Preiserh√∂hung", sondern etwa "Preisneugestaltung" (oder, wenn man will, "Preisanpassung", wie bei der Post). Dies erweckt den Eindruck, die Preiserh√∂hung ist gut durchdacht und begr√ľndet (was zumindest bei mir auch tats√§chlich der Fall ist).

Ein Wochenendzuschlag von 50% ist durchaus gerechtfertigt.

Auftr√§ge, die die eigene Kapazit√§t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann daf√ľr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer.

Marc


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 15:28
English to German
+ ...
Grenzen setzen Apr 3, 2004

Hallo Sandra,

auch ich melde mich um meine 3,5 cents abzuliefern.

Ich hatte ähnliche Probleme wie Du, und habe sie mittlerweile erfolgreich lösen können.

Dabei hat mir die Geburt meines Sohnes enorm geholfen, endlich zu begreifen, dass man gewisse Grenzen setzen muss, sonst wird man von den Kunden sprichtw√∂rtlich √ľberrollt. Ich m√∂chte auch nicht verheimlichen, dass zwei meiner Kunden abgesprungen sind, obwohl ich zugeben muss, dass ich dar√ľber gar nicht traurig bin.

Als erstes habe ich mich hingesetzt und f√ľr mich selber festgelegt, wieviel ich an einem Tag bzw. in einer 5-Tage-Woche schaffen kann. Diesen Messwert lege ich nun bei allen Auftr√§gen an, die ich annehme. Wenn ein Auftrag meine Kapazit√§ten sprengen w√ľrde, bitte ich entweder um mehr Zeit oder lehne ab. Meine Kunden wissen, dass ich dieses Volumenmaximum habe, und akzeptieren auch eine Ablehnung. (Zum besseren √úberblick habe ich eine Excel-Liste, in die ich die Auftragsvolumina eintrage, aufgeteilt auf alle Tage bis zum Abgabetermin. Kommt eine neue Anfrage rein, werfe ich erstmal einen Blick in diese Liste und entscheide dann, ob ich annehmen kann oder nicht.)

Ich weiß, ich weiß... wie lehnt man einen Kunden ab, ohne ihn zu vergraulen?
In meinem Fall habe ich einfach ein Rundschreiben losgeschickt, in dem ich meine Volumenbegrenzung (ca. einen Monat vorher) bekannt gegeben habe. Ich denke, dass es in Deinem Fall das beste wäre, wenn Du Deinen Kunden genau das erzählst, was Du uns erzählt hast, nämlich dass Du endlich mal wieder ein freies Wochenende haben möchtest, und nicht bis spät in die Nacht am Rechner sitzen willst. Ganz ehrlich, die meisten Kunden verstehen das und kommen auch wieder. Ich habe meinen Kunden auch angeboten, sie an andere Kollegen zu verweisen; die meisten wollten das aber nicht.

Dasselbe gilt f√ľr die Preiserh√∂hungen. Auch da ist es nicht so ganz einfach, den richtigen Wortlaut zu finden, vor allem wenn es um alte Kunden geht, f√ľr die man schon "immer gearbeitet hat". Die einfachste Art ist immer noch, ein Rundschreiben aufzusetzen, dass an ALLE geht, und aus dem auch ersichtlich ist, dass es an ALLE geht. So kommt sich wenigstens keiner benachteiligt vor.

Ich hoffe, dass diese Tipps irgendwie n√ľtzlich sind... letztlich musst Du irgendwie lernen, Grenzen zu setzen.

Gruss,

Sonja


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 16:28
Member (2003)
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Preissteigerung durch Produktivitätssteigerung Apr 4, 2004

Im Vergleich zum ersten Jahr als freiberuflicher √úbersetzer stelle ich fest, dass ich heute in zwei Stunden schaffe, was damals einen ganzen Tag gedauert h√§tte. Mehr Erfahrung, Routine und nat√ľrlich TM. Somit verdiene ich eben auch besser als damals, obwohl ich meine Zeilenpreise kaum angehoben habe, au√üer bei Quelltexten, die nicht im Word-Format sind.
Bei neuen Kunden sollte man immer versuchen, bessere Preise auszuhandeln als bei alten, aber noch besser kann man seine Eink√ľnfte erh√∂hen, indem man schwierige Kunden fallen l√§sst zugungsten von "leichten". Schwierige Kunden schicken einem schlecht verfasste Dokumente in pdf oder Pagemaker und schicken einem hinterher laufend Anfragen, warum denn Stelle x so √ľbersetzt wurde und nicht wie bei Stelle y.
Einmal hatte ich eine Wortliste, insgesamt 50 Normzeilen, die mir einen Tag Arbeit abverlangt hatte. Wenn man solche Aufträge vermeidet, sichert man sich auch die nötige Freizeit.


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Sandra Milosavljevic-Rothe  Identity Verified
Germany
Local time: 15:28
German to Serbian
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TOPIC STARTER
Es geht nicht immer nur ums Geld Apr 5, 2004

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

vielen Dank f√ľr Eure Anregungen, von denen mir einige sehr praktikabel erscheinen. Ich m√∂chte nun im Einzelnen auf einige Eurer Vorschl√§ge eingehen.

1. Rundschreiben ist bei mir leider nicht anwendbar, da ich bei verschienenen Kunden oft verschiedene Preise und auch unterschiedliche Nebenbedingungen wie z.B. Preisstaffelung bei Trados-Aufträgen, Mindesthonorar, Wortpreise, Zeilenpreise, nach Zieltext, nach Quelltext... vereinbart habe. Und das möchte ich auch nicht ändern.

2. Grunds√§tzliche Preiserh√∂hung: Ich gebe es zu, meine Preise sind oft ein Ausdruck dessen, wie sympathisch mir meine Kunden und Partner sind, wie gerne ich mit ihnen zusammen arbeite, wie interessant die Texte sind, die ich von ihnen bekomme. Manches kann man einfach nicht in Euro umrechnen. Und gerade solche Kunden sind es oft, die ich nur ungern verlieren m√∂chte, weshalb ich auch vor grunds√§tzlichen Preiserh√∂hungen zur√ľckschrecke.

3. Preisaufschl√§ge f√ľr Wochenendarbeit k√∂nnte ich allerdings wirklich einf√ľhren. Ich denke, das w√ľrden alle verstehen und annehmen.

4. Marc hatte einen √ľberaus interessanten Vorschlag:

"Auftr√§ge, die die eigene Kapazit√§t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann daf√ľr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer."

Vesna, was hälst Du davon ?

Und daf√ľr, wie man die Wochenenden etwas ungest√∂rter genie√üen kann, habe ich selbst schon ein kleines Rezept - rausfahren und das Handy ausschalten - hilft ungemein

Ich w√ľnsche Euch allen eine sch√∂ne Woche.


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RWSTranslation
Germany
Local time: 15:28
Member (2007)
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Selektiv ablehnen Apr 5, 2004

Hallo,

ich w√ľrde sagen:

Die Aufträge der anderen kannst Du ablehnen (um meine anzunehmen)

Viele Gr√ľ√üe

Hans


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Vesna Zivcic  Identity Verified
Local time: 15:28
German to Croatian
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Autrags-Tetris Apr 5, 2004

Sandra Milosavljevic-Rothe wrote:

"Auftr√§ge, die die eigene Kapazit√§t sprengen, nicht direkt ablehnen: biete Deinem Kunden an, eine Kollegin zu empfehlen. Sorge dann daf√ľr, dass die Kollegin mindestens so gut ist wie Du, sowie auch um einiges teurer."

Vesna, was hälst Du davon ?


Liebe Sandra,

ich bin beinahe selbst in derselben Lage wie Du. Seit Ende letzten Jahres f√ľhle ich mich als ob ich ein Tetris-Spiel mit Auftr√§gen spiele, immer nach der freien L√ľcke suchend, um eine Reihe nach der anderen zu tilgen...


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ingo_h
Germany
Local time: 15:28
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keine gesetzliche Verpflichtung Apr 12, 2004

Sonja Schuberth-Kreutzer wrote:

Ralf Lemster wrote:
nat√ľrlich kannst du die Preise "einfach so" anheben - dein Supermarkt oder PC-H√§ndler fragt dich ja auch nicht vorher.


Bei meinem Übersetzerstammtisch kam das Thema neulich auf auf. Einige waren der Ansicht, man könne die Preise (wie der Bäcker um die Ecke auch) einfach erhöhen. Andere behaupteten, man sei (gesetzlich?) verpflichtet, den Kunden vorzuwarnen, weil er beim Erteilen des Auftrags ja davon ausgeht, dass die Preise die gleichen wie beim letzten Auftrag sind.

Ich spreche jetzt von Kunden, mit denen man einen Zeilenpreis vereinbart hat. Wenn man immer Pauschalpreise macht, fällt dem Kunden die Erhöhung ja möglicherweise gar nicht auf...

Was meint ihr? Vorwarnen oder nicht?

Um das klarzustellen: eine gesetzliche Verpflichtung gibt es nat√ľrlich nicht! Jeder Auftrag ist ein Vertrag f√ľr sich. Bei der Auftragsbest√§tigung muss man nat√ľrlich auf den neuen Preis hinweisen.
Alles andere ist eine Frage der Diplomatie.


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