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Vermögensschadenhaftpflicht
Thread poster: René Laszlo

René Laszlo  Identity Verified
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Oct 26, 2004

Hallo,
ich stehe am Beginn meiner Freelancer-Karriere und wollte mich mal nach euren Erfahrungen mit Vermögensschadenhaftplichtversicherungen erkundigen (die bisherigen Beiträge zu diesem Thema haben mir nur zum Teil weitergeholfen). Kennt ihr Fälle, in denen eine solche Versicherung in Anspruch genommen werden musste, wie hoch sollte die Versicherungssumme sein, hängt Sinn und Unsinn einer solchen Versicherung nicht auch von der Art meiner Auftraggeber ab (sprich: werden solche Versicherungen von Agenturen oder Direktkunden verlangt)?

Vielen Dank für eure Tipps und Anregungen.

Viele Grüße
René


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
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Forensuche Oct 26, 2004

Hallo René - willkommen bei ProZ.com!
Zu diesem Thema gab's schon ein paar Threads. Wenn du "Vermögensschaden" in die Suche (links) eingibst, findest du schon mal einige Ansätze.

Gruß Ralf


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Alison Schwitzgebel
France
Local time: 10:47
Member (2002)
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Meine 2 Cent.... Oct 26, 2004

Hi René - long time no hear!

Zu aller erst, willkommen in der Welt der Freiberufler - mit deinem Hintergrund wirst Du mit Sicherheit keine Probleme haben.

Ich habe eine solche Versicherung - eher als "Sicherheitsnetz", falls etwas sein sollte. Sie wird für BDÜ Mitglieder zum Vorzugspreis angeboten. Die Kosten sind durchaus zu verkraften, und mir ist das Bißchen Sicherheit ganz recht - schließlich hängt die finanzielle Zukunft meiner ganzen Familie davon ab, daß mein "Vermögen" nicht in Anspruch genommen wird.

Das gesagt, kenne ich keine Fälle, in denen die Versicherung in Anspruch genommen werden müsste. Du könntest auch bei deinem ehemaligen Arbeitgeber nachfragen, ob sie die Versicherung je in Anspruch genommen haben.

Ob Sinn und Unsinn der Versicherung von deinen Auftraggeber abhängt, hängt auch davon ab ob die Agenturen auch eine solche Versicherung haben, oder ob sie versuchen werden einen eventuellen Schaden auf Dich abzuwälzen.

Nur meine 2 Cent!

Alison


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xxxTravie
Local time: 10:47
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Vermögensschäden / Berufshaftpflicht... Oct 26, 2004

Hallo René!

Ich habe beides - eine Berufshaftpflicht und eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung - abgeschlossen.

Ich denke schon, dass es Sinn macht, auch Vermögensschäden über eine Haftpflichtvers. abzusichern, da die Gefahr, dass ich einen Vermögensschaden verursache, noch um einiges höher ist, als dass auf Grund eines Fehlers, den ich gemacht habe, große Sachschäden entstehen oder ein Mensch verletzt oder getötet wird...
Meine Berufshaftpflicht deckt Vermögensschäden zum Teil, allerdings beschränkt auf Vorfälle innerhalb Deutschlands (für Übersetzer eine sehr wesentliche Einschränkung)

Wenn man häufig Übersetzungen macht, die in großen Auflagen gedruckt werden, ist es auf jeden Fall recht beruhigend, eine solche Versicherung zu haben - auch wenn sie relativ teuer ist.
Die Versicherungsbeiträge bei meiner Vermögenshaftpflichtversicherung sind abhängig vom Jahresumsatz...

Was Deine letzte Frage betrifft: Eine Berufshaftpflicht wird von vielen Agenturen gefordert. Nach meiner Vermögenshaftpflicht hat mich bislang weder eine Agentur noch ein Direktkunde gefragt. Im Schadensfall wird sie das aber kaum davon abhalten, Ansprüche mir gegenüber geltend zu machen...

Lange Rede, kurzer Sinn: Als sich bei mir die Aufträge häuften, bei denen letztendlich ich es war, die die Druckfreigabe für die Übersetzungen geben musste, habe ich dann doch lieber eine Vermögensschadenshaftpflicht abgeschlossen.

Herzliche Grüße!
Travie


René Laszlo wrote:

Hallo,
ich stehe am Beginn meiner Freelancer-Karriere und wollte mich mal nach euren Erfahrungen mit Vermögensschadenhaftplichtversicherungen erkundigen (die bisherigen Beiträge zu diesem Thema haben mir nur zum Teil weitergeholfen). Kennt ihr Fälle, in denen eine solche Versicherung in Anspruch genommen werden musste, wie hoch sollte die Versicherungssumme sein, hängt Sinn und Unsinn einer solchen Versicherung nicht auch von der Art meiner Auftraggeber ab (sprich: werden solche Versicherungen von Agenturen oder Direktkunden verlangt)?

Vielen Dank für eure Tipps und Anregungen.

Viele Grüße
René


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Lieber eine Rechtschutzversicherung Oct 26, 2004

Ich habe zwei Jahre bei einer Versicherung (als Schreibkraft) gearbeitet, und seitdem sehe ich die Problematik etwas anders:

Wenn ein Haftpflichtschaden gemeldet wird, haben die Versicherungsjuristen (ca. 50% der Angestellten) folgende Aufgaben:

1.) Prüfen, ob der Fall vielleicht schon durch das Kleingedruckte ausgeschlossen ist.
2.) Prüfen, ob der Versicherte so grob fahrlässig gehandelt hat, dass es deshalb nicht versichert ist.
3.) Prüfen, ob der Versicherte so wenig fahrlässig gehandelt hat, dass ihn deshalb kein Verschulden trifft, weshalb dann auch die Versicherung nicht zahlen muss.
4.) Nur in den 20% der Fälle, in denen keiner der Punkte 1 bis 3 zutrifft, zahlt die Haftpflichtversicherung.

Daraufhin habe ich lieber eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen, weil die mir in allen 4 Fällen hilft und nicht nur in den letzten beiden..


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xxxTravie
Local time: 10:47
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Risikobereitschaft Oct 27, 2004

Hallo Harry,

sicher hast Du recht damit, dass Versicherungen meist alles tun, um nicht bezahlen zu müssen.

Aber bist Du Dir tatsächlich so sicher, keine Fehler zu begehen?

Um die Risiken abzusichern, die direkt mit Deiner Tätigkeit verbunden sind, hilft Dir m.E. eine Rechtschutzversicherung nicht.

Die könnte Dir helfen, wenn Deine Haftpflichtversicherung sich plötzlich auf die Hinterbeine stellt (vorausgesetzt beide Versicherungen sind nicht bei der gleichen Gesellschaft abgeschlossen)

Und: wie sieht das eigentlich bei Rechtschutzversicherungen aus, wenn Deine Sache (zum Beispiel bei einem tatsächlich von Dir verursachten Schaden) keine Erfolgsaussichten hat?

Ich habe auch da schon des öfteren Geschichten gehört, in denen die Versicherungsnehmer hinterher meinten, sie hätten sich das Geld besser sparen sollen.

Hoffen wir mal, dass uns allen sowohl Schadensfälle als auch Rechtsstreitigkeiten erspart bleiben...

Herzliche Grüße
Travie



Harry_B wrote:

Ich habe zwei Jahre bei einer Versicherung (als Schreibkraft) gearbeitet, und seitdem sehe ich die Problematik etwas anders:

Wenn ein Haftpflichtschaden gemeldet wird, haben die Versicherungsjuristen (ca. 50% der Angestellten) folgende Aufgaben:

1.) Prüfen, ob der Fall vielleicht schon durch das Kleingedruckte ausgeschlossen ist.
2.) Prüfen, ob der Versicherte so grob fahrlässig gehandelt hat, dass es deshalb nicht versichert ist.
3.) Prüfen, ob der Versicherte so wenig fahrlässig gehandelt hat, dass ihn deshalb kein Verschulden trifft, weshalb dann auch die Versicherung nicht zahlen muss.
4.) Nur in den 20% der Fälle, in denen keiner der Punkte 1 bis 3 zutrifft, zahlt die Haftpflichtversicherung.

Daraufhin habe ich lieber eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen, weil die mir in allen 4 Fällen hilft und nicht nur in den letzten beiden..


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Risiko abwägen Oct 27, 2004

Hallo Travie,
Travie wrote:
Hallo Harry,

sicher hast Du recht damit, dass Versicherungen meist alles tun, um nicht bezahlen zu müssen.

Aber bist Du Dir tatsächlich so sicher, keine Fehler zu begehen?

Ich bin mir sicher, dass die Schäden, die versicherbar sind und die ich eventuell bezahlen müssen werde, viel kleiner sein werden als die Beiträge, die ich mit Sicherheit zahlen müsste.
Um die Risiken abzusichern, die direkt mit Deiner Tätigkeit verbunden sind, hilft Dir m.E. eine Rechtschutzversicherung nicht.

Da würde ich dir zustimmen, wenn ich zum Beispiel Bau- und Prüfanleitungen für AKWs und Flugzeuge übersetzen würde - oder wenigstens für deren Software.
Die könnte Dir helfen, wenn Deine Haftpflichtversicherung sich plötzlich auf die Hinterbeine stellt (vorausgesetzt beide Versicherungen sind nicht bei der gleichen Gesellschaft abgeschlossen)

Dem Smiley nach meinst du die Voraussetzung nur als Scherz, trotzdem muss ich da widersprechen: In meiner Zeit als studentische Schreibkraft habe ich in den Büros von 30 Firmen gearbeitet, die Hälfte davon waren große Gesellschaften. In der Regel weiß dort die rechte Hand nicht was die linke tut, weshalb ein solcher Interessenskonflikt auch nicht zum Tragen kommen würde.
Und: wie sieht das eigentlich bei Rechtschutzversicherungen aus, wenn Deine Sache (zum Beispiel bei einem tatsächlich von Dir verursachten Schaden) keine Erfolgsaussichten hat?

Meiner Erfahrung nach beurteilt eine Rechtschutzversicherung meine Erfolgsaussichten viel objektiver als ein Anwalt, der gerade Arbeit braucht und sein Honorar auf jeden Fall bekommt, auch wenn er meinen Prozess verliert..
Ich habe auch da schon des öfteren Geschichten gehört, in denen die Versicherungsnehmer hinterher meinten, sie hätten sich das Geld besser sparen sollen.

Diese Geschichten finde ich sehr glaubwürdig, weil die Versicherungen im Allgemeinen ja gar nicht beabsichtigen, das eingezahlte Geld wieder an die Versicherungsnehmer auszuzahlen; von irgendetwas müssen sie ja auch leben. Angeblich sind das nur 20% der Beiträge (was ja schon schlimm genug wäre) aber ich habe den Eindruck, dass es dennoch eine Lücke von 60% gibt, die irgendwo anders verschwinden, vielleicht im Kleingedruckten?
Hoffen wir mal, dass uns allen sowohl Schadensfälle als auch Rechtsstreitigkeiten erspart bleiben...

So optimistisch bin ich nicht. Gerade deshalb möchte ich vermeiden, dass ich zusätzlich zum (meistens) nicht von der Versicherung gedeckten Schaden auch noch die Kosten für die Versicherung tragen muss.

Auch meine Rechtschutzversicherung (für Mietrecht) hatte ich nur in der Zeit, in der mein Vermieter versuchte, mich aus der Wohnung zu schikanieren, weil er sie umbauen und Zuschüsse einstreichen wollte.
Als er das nach 2 Jahren aufgegeben hat, habe ich auch die Versicherung gekündigt. Insgesamt habe ich dabei einen kleinen Gewinn gemacht, aber dafür hätte ich ebenso gut Roulette spielen können.

Zusammengefasst glaube ich, dass eine Versicherung sich nur dann rechnet, wenn man bei sich ein höheres Risiko erkennen kann als bei den meisten anderen Versicherten. Dabei sind mir selbst nur zwei Fälle dieser Art begegnet: a) mein agressiver Vermieter, b) wenn bei einer Krankenversicherung möglichst viele Kinder kostenlos mitversichert sind.

Herzliche Grüße,
Harry


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RWSTranslation
Germany
Local time: 10:47
Member (2007)
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Risiko Oct 27, 2004

Hallo,

für die Abwägung des Risikos ist es sicher hilfreich sich mal Gedanken darüber zu machen, welches Risiko man tatsächlich hat.

Ein Fall für die Vermögenshaftpflicht wäre z.B. das aufgrund eines Übersetzungsfehlers eine Broschüre, oder ein Mailing neu gedruckt werden müssten.

In so einen Fall wäre also erstmal zu prüfen, ob nicht zuerst ein Nachbesserungsrecht bestanden hätte, ob auch der Auftraggeber seinen Pflichten nachgekommen ist, ob der Fehler grob fahrlässig war, ....

Falls dann am Ende tatsächlich ein Schadensersatzanspruch verbleibt kann dieser natürlich recht hoch sein. Der Neudruck einer 4-farb Broschüre kann schnell mal einen 5 stelligen EUR-Betrag ergeben. Ein Mailing an 50.000 Adressen ist sicher auch nicht ganz billig.

Und abschliessend ist zu prüfen, was denn so eine Versicherung überhaupt kostet.

Viele Grüße
Hans


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