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Was f√ľr Steuern und Versicherungen zahlt man als Selbst√§ndige?
Thread poster: Astrid Elke Witte

Astrid Elke Witte  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
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Nov 14, 2004

Ich arbeite ab dem 03.01.2005 als Selbst√§ndige, wei√ü aber nichts dar√ľber, weil ich bisher immer, seit ich in Deutschland wohne, bei einer Rechtsanwaltskanzlei angestellt bin.

Auf dem Lohnzettel gibt es immer eine Vielzahl Abgaben - verschiedene Steuern und Versicherung - zu zahlen. Ich habe gehört, daß man nicht alle Abgaben als Selbständige zahlt - aber welche noch zu zahlen, und an wen, habe ich keine Ahnung. Wer kann helfen?


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Siegfried Armbruster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
Member (2004)
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Warum hier? Nov 14, 2004

Sorry,
vielleicht kommt meine Antwort arrogant oder verletzend r√ľber aber...
frage in deinem Bekanntenkreis nach einem guten Steuerberater und frage den, gehe zur IHK und frage nach einem Existenzgr√ľnderseminar. Man/Frau kann dir dort wirklich qualifiziert helfen.
Wenn du dann nach einer grundlegenden Beratung noch spezielle Fragen hast die andere √úbersetzer betreffen (also wie wir dies oder das machen) dann Frage hier wieder nach. Hier kannst du nur die Meinung und Erfahrung deiner Fachkollegen, also von √úbersetzern bekommen. Und ich glaube dass es am meisten bringt wenn wir es so machen wie unsere Kunden auch - sich an einen Spezialisten wenden.

Also wie gesagt, ich m√∂chte nichts abweisendes r√ľberbringen, aber die Informationen in diesem Forum entsprechen nur den Erfahrungen von uns, k√∂nnen deshalb auch schon etwas √§lter sein etc...

Ansonsten noch einen schönen Sonntag.

Siegfried


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Ruxi
German to Romanian
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An sarmb... Nov 14, 2004

Ich denke Sie haben den Beitrag nicht verstanden.So wie ich verstehe meldet sich Astrid hier als √úbersetzerin (hat auch ein sch√∂nes Profil) und wird ab 2005 selbst√§ndig √ľbersetzen.
Sie ist neu, darum stellt sie die Frage.Ausserdem ist sie auch seit kurzem in Deutschland.
Warum mu√ü man so feindlich sein mit Anf√§nger? Die haben nicht gleich Geld f√ľr ein Finanzberater und diese sind auch nicht an jeder Stra√üenecke zu finden,nur so f√ľr Fragen.


Astrid
Ich kann dir leider nichts antworten, möchte auch gerne erfahren.
Ich denke irgendwo hier im Forum m√ľ√üte man eine kleine Anf√§ngerdatenbank einrichten wo die neue √úbersetzer Antworten auf finanzielle Angelegenheiten die sie betrifft bekommen und nicht immer fragen m√ľ√üen.
Als √úbersetzer wird man sprachlich sehr ausgebildet, aber ob auch in finanzielle Sachen?Man m√ľ√üte eine Enzyklopedie sein alles zu kennen: Sprachen, ein oder mehrere Bereiche und dazu noch Finanz- und Steuerwesen.

Viel Gl√ľck Astrid,
Ruxi


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
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IHK Nov 14, 2004

Hallo Astrid,
ich stimme Siegfried grunds√§tzlich zu - nicht, weil dir hier niemand helfen m√∂chte oder kann, sondern weil wir viel zu wenig √ľber dich wissen, um dir wirklich qualifizierte Hinweise zu geben. Was f√ľr den einen oder anderen richtig ist, kann f√ľr deine spezifische Situation falsch (oder zumindest ung√ľnstig) sein. Mein Eindruck ist auch, dass dir Detailinfos momentan (noch) nicht so viel bringen, weil du erst einmal einen √úberblick brauchst.

Wenn du ab Januar starten willst, wird's h√∂chste Zeit, dich qualifiziert zu informieren. Die Angebote der IHK f√ľr Existenzgr√ľnder sind ein guter Anhaltspunkt - als ich dieses Angebot vor einigen Jahren in Anspruch nahm, gab's sogar eine Schulung eines auf Existenzgr√ľnder spezialisierten Unternehmensberaters.

Auf der Website des Bundesministeriums f√ľr Wirtschaft und Arbeit gibt's einen eigenen Bereich f√ľr Existenzgr√ľnder, inklusive eines Infotelefons.

Und was die steuerliche Seite anbelangt: ein Steuerberater lohnt sich meistens - meiner ist alles andere als billig, zahlt sich aber jedes Jahr aus. Das ist nat√ľrlich ein Kostenfaktor - gerade am Anfang, aber du kannst ja auch beim Finanzamt nachfragen.

Viel Gl√ľck!

Gruß Ralf


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
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Nicht feindlich - nur realistisch Nov 14, 2004

Hallo Ruxi,
Sie ist neu, darum stellt sie die Frage.Ausserdem ist sie auch seit kurzem in Deutschland.

Astrid ist schon seit einigen Jahren Mitglied bei ProZ.com - und wenn ich mich richtig erinnere, immer in Deutschland.

Warum muß man so feindlich sein mit Anfänger?

Auch wenn ich den Beitrag wahrscheinlich etwas anders formuliert hätte: feindlich ist das absolut nicht - eher realistisch.

Auch wenn alle Beitr√§ge, Infos und Erfahrungsberichte immer gut gemeint sind: Die Gefahr einer Fehlinformation ist nicht zu untersch√§tzen. Um ihr wirklich helfen zu k√∂nnen, m√ľsste Astrid wesentlich mehr Informationen bereit stellen:

- Persönliche Details
Familienstand, Steuerklasse, Kinder (auch die m√∂glicherweise geplanten...), bisherige Krankenkasse, existierende Altersvorsorge (inkl. der vorgesehenen Weiterf√ľhrung), bestehende vs. ben√∂tigte Versicherungen, evtl. auch Immobilienbesitz...

- Geschäftsmodell
Anlaufkosten/Investitionen (Hardware, Software, W√∂rterb√ľcher, etc.), laufende Kosten, Zielkundenanalyse, Konkurrenz, gesch√§tztes Umsatzvolumen - nicht zu vergessen: Preiskalkulation...

- Sonstige wichtige Informationen
Steuerliche Besonderheiten (Arbeitszimmer in der Wohnung bzw. im Hause, M√∂glichkeiten staatlicher F√∂rderung (Existenzgr√ľnderprogramme, zinsg√ľnstige Finanzierung, Ansparabschreibung, etc.)

Ich persönlich hätte ein Problem, diese Details in einem öffentlichen Forum "auszupacken". Nur - ohne diese Hintergrundinformationen bringen alle gut gemeinten Ratschläge nicht viel, weil sie zwangsweise an der Oberfläche bleiben.

Es gibt eine Reihe guter und qualifizierter Informationsquellen - die √∂rtliche IHK ist immer ein guter Startpunkt. Und nat√ľrlich kann die Beratung am Anfang auch Geld kosten; das ist aber genau so eine Investition in eine unternehmerische T√§tigkeit wie die Anschaffung eines PC. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht unterscheidet sich eine selbstst√§ndige √úbersetzert√§tigkeit nicht (oder nur marginal) von anderen freiberuflichen Dienstleistern - also m√ľssen wir auch die unternehmerischen Rahmenbedingungen schaffen.

Gruß Ralf


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Klaus Herrmann  Identity Verified
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IHK, Gewerbe und Freiberufler Nov 14, 2004

Ralf Lemster wrote:
Es gibt eine Reihe guter und qualifizierter Informationsquellen - die örtliche IHK ist immer ein guter Startpunkt.


Ein guter Tipp aus zweierlei Gr√ľnden:

1. Auch wenn man h√§ufig anderes liest und gerne √ľber die Zwangsmitgliedschaft bei der IHK geklagt wird - bisher habe ich bei der IHK immer sehr kompetente Ansprechpartner angetroffen. Das setzt allerdings ein Gewerbe (=geplante T√§tigkeit als Agentur) voraus, keine freiberufliche T√§tigkeit (=geplante T√§tigkeit als "reiner" √úbersetzer) . Wobei die Informationsveranstaltungen -gerade zur Existenzgr√ľndung- nat√ľrlich allen Interessenten offenstehen.

2. Soweit ich wei√ü, ist die IHK nur f√ľr Gewerbetreibende zust√§ndig, nicht f√ľr Freiberufler? Unterstellt dass mein Kenntnisstand da korrekt ist, w√§re das ein ganz einfaches Beispiel, dass man derartige Fragen nicht pauschal beantworten kann.

Einen schönen Sonntag noch
Klaus

[Edited at 2004-11-14 10:22]


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Ralf Lemster  Identity Verified
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Local time: 08:48
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Informationen sind auch f√ľr Freiberufler verf√ľgbar Nov 14, 2004

Hallo Klaus,
2. Soweit ich wei√ü, ist die IHK nur f√ľr Gewerbetreibende zust√§ndig, nicht f√ľr Freiberufler?

Das ist richtig - zumindest werden Freiberufler nicht zur Zwangsmitgliedschaft "verdonnert". (Da ich mein Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH f√ľhre, bin ich trotzdem drin...)

Ungeachtet dessen stehen die Existenzgr√ľnder-Seminare der IHK auch angehenden Freiberuflern offen - zumindest ist das meine Erfahrung aus Frankfurt. Klar h√∂rt die Beratung irgendwann auf, sobald klar wird, dass du dich nicht zum "zahlenden Mitglied" entwickeln wirst - deswegen hab' ich ja auch gleich den Link zum BMWA reingepackt.

LG Ralf


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Jerzy Czopik  Identity Verified
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Local time: 08:48
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Zur Bestätigung Nov 14, 2004

Um das von Ralf ausgef√ľhrte etwas zu untermauern, m√∂chte ich das folgende Beispiel aus meiner eigenen Praxis anbringen.
Seit wir das Haus gekauft haben, in dem wir jetzt wohnen und wo ich mein Arbeitszimmer habe, lassen wir uns von einem Steuerberater beraten. Vorher rechnte ich die Steuern alleine aus.
Letztes Jahr habe ich ein neues Auto gekauft. Zun√§chts wusste ich, dass ich nur die H√§lfte der beim Kauf f√§lligen Mehrwertsteuer habe sofort absetzen k√∂nnen. Auch die MWSt. von den laufenden Autokosten durfte nur zur H√§lfte in Abzug gebracht werden. Darauf stellte ich meine monatliche USt-Abrechnung auf. Dort habe ich auch die obligatorische Privatnutzungsregelung mit einem Prozent vom Listenpreis ber√ľcksichtigt. H√§tte ich den Steuerberater nicht, h√§tte ich nicht nur die H√§lfte der MWSt. vom Autokauf (erheblicher Betrag) verloren, aber auch noch monatlich eine zu hohe Abgabe auf Privatnutzung abgef√ľhrt, weil die Informationen so undurschichtig-widerspr√ľchlich waren. In diesem konkreten Fall waren es mehrere Tausend Euro...

Das deutsche Steuersystem ist mehr als undurchsichtig. Daher kann ich aus pers√∂nlicher Erfahrung die Zusamenarbeit mit einem Steuerberater nur empfehlen. Diese muss auch nicht so teuer sein, denn wenn man sich nicht gerade f√ľr die angesehenste Kanzlei vor Ort entscheidet, sondern mit einem Steuerberater verhandelt, kann durchaus positives herauskommen. Die Steuerberaters√§tze sind n√§mlich gesetzlich geregelt, jedoch in einem Rahmen von - bis... Die Kunst beseht darin, jemanden zu finden, der n√§her an das "von", als an das "bis" berechnet.

Sonnt√§gliche Gr√ľ√üe
Jerzy

[Edited at 2004-11-14 10:36]


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Claire Bourneton-Gerlach  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
Member
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IHK und Freiberufler... Nov 14, 2004

Klaus Herrmann wrote:

Soweit ich wei√ü, ist die IHK nur f√ľr Gewerbetreibende zust√§ndig, nicht f√ľr Freiberufler?



Als ich mich vor ca. 5 Jahren zu einem (kostenlosen) Info-Tag* der IHK Schwarwald-Baar anmelden wollte, wurde mir die Teilnahme verweigert, weil meine Tätigkeit als Freiberuflerin kein Gewerbe sei.

* zum Thema Existenzgr√ľndung

[Edited at 2004-11-14 10:30]


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Derek Gill Fran√üen  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
German to English
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Starthilfe Nov 14, 2004

Ralf Lemster wrote:
Was f√ľr den einen oder anderen richtig ist, kann f√ľr deine spezifische Situation falsch (oder zumindest ung√ľnstig) sein.
nd was die steuerliche Seite anbelangt: ein Steuerberater lohnt sich meistens - meiner ist alles andere als billig, zahlt sich aber jedes Jahr aus.[/quote]

Der Sache nach muss ich Ralf und Sarmb zustimmen (dasselbe gilt m.E. f√ľr die vielen Fragen, was bei Zahlungsverz√∂gerungen zu unternehmen sei). Ich zweifele aber nicht an der Qualit√§t der Antworten hier; im Gegenteil - das Wissen einiger Kollegen beeindr√ľckt mich z.T. sehr.

Dennoch gibt es hinsichtlich sowohl der Versicherungen als auch der Steuer so viele und z.T. sehr pers√∂nlichen Details, die dabei ber√ľcksichtigt werden m√ľssen, dass du m.E. mit geeignetem fachlichen Rat am Besten geholfen sein wirst. Folglich sollte es am Anfang darum gehen, dass der Steuerberater (oder Versicherungsmakler) sich ein umfassendes Bild deiner pers√∂nlichen Situation macht.

Trotzdem ist die Meinung der √úbersetzer und Dolmetscher in diesem Forum aber hilfreich, denn sie k√∂nnen dir eine Idee davon geben, was es √ľberhaupt gibt. Das ist m.E. gut nachvollziehbar - bevor ich Beratung einhole, versuche ich mich auch erst einmal ein wenig √ľber die Sache zu informieren. So kann man nachher unn√∂tige Fragen vermeiden und so auch Geld sparen (sie rechnen meist stundenweise ab).

Mach dir Gedanken √ľber Krankenversicherung, Rechtsschutzversicherung, Berufshaftpflichtversicherung, Beufsunf√§higkeitsversicherung, Rentenversicherung, Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, etc. (diese Liste ist bei Weitem nicht vollst√§ndig). Angesichts dessen ist die Einholung professioneller Hilfe ratsam. IHK ist eine gute Startadresse (siehe auch: http://www.google.de/search?hl=de&q=versicherung%20selbstst√§ndige&meta= AND http://www.google.de/search?hl=de&q=Steuern%20Selbstst√§ndige&meta= ).

Verliere nicht die Nerven dabei, es ist machbar!


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 08:48
Member (2002)
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+ ...
Eine Frage des Ansatzes? Nov 14, 2004

Claire Bourneton-Gerlach wrote:
Als ich mich vor ca. 5 Jahren zu einem (kostenlosen) Info-Tag* der IHK Schwarwald-Baar anmelden wollte, wurde mir die Teilnahme verweigert, weil meine Tätigkeit als Freiberuflerin kein Gewerbe sei.

* zum Thema Existenzgr√ľndung



Aber du konntest doch vor der Existenzgr√ľndung noch nicht wissen, ob du vielleicht eine Agentur (=Handel -> gewerbliche T√§tigkeit) gr√ľnden w√ľrdest?

[Edited at 2004-11-14 10:42]


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Astrid Elke Witte  Identity Verified
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Local time: 08:48
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TOPIC STARTER
Ich dachte meine Frage war ganz einfach Nov 14, 2004

Hallo an alle,

ich wollte eigentlich nur eine einfache Frage stellen.

Ich wohne in Deutschland seit sieben Jahren, aber habe in den letzten sechs Jahren als Angestellte bei einer Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet. Ich habe auch während dieser Zeit als Freiberufler gearbeitet, aber mußte lediglich zusätzlich jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben, und sonst nur die Übersetzungen machen.

Bei der Rechtsanwaltskanzlei habe ich einen Lohnzettel bekommen, und, laut dem Lohnzettel, habe ich immer 3 Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidarit√§tszuschlag) bezahlt. Ich wei√ü, da√ü ich die drei Steuern k√ľnftig an das Finanzamt zahlen mu√ü.

Bei den Versicherungen ist es nicht so einfach. Es gibt eine ganze Menge davon, und nur eine ("KV-Beitrag") ist an die Krankenkasse zu zahlen. Ich wollte nur wissen, an wen ich die anderen zahlen ("PV-Beitrag", "RV-Beitrag" und "AV-Beitrag"). Ich dachte, jeder, der schon völlig selbständig arbeitet, muß wissen.

Existenzgr√ľndung betrifft mich im Moment nicht. Ich m√∂chte einfach weiter arbeiten, zu Hause (nur nicht mehr auch bei der Kanzlei), und das gesetzliche Geld an die richtigen Beh√∂rden zahlen.

Astrid


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Ralf Lemster  Identity Verified
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Leider nicht... Nov 14, 2004

...aber das liegt nicht an der Frage.
Die Problematik ist die Komplexität der anwendbaren Gesetze und Vorschriften, sowie die potenziellen (langfristigen) Auswirkungen auch unbewusst getroffener Entscheidungen.

Bei der Rechtsanwaltskanzlei habe ich einen Lohnzettel bekommen, und, laut dem Lohnzettel, habe ich immer 3 Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidarit√§tszuschlag) bezahlt. Ich wei√ü, da√ü ich die drei Steuern k√ľnftig an das Finanzamt zahlen mu√ü.

Nicht mehr "Lohnsteuer", sondern "Einkommensteuer" - auch wenn die Steuerart die gleiche ist (die Lohnsteuer ist ja eine bestimmte Ausprägung der ESt), sind die Prozesse anders. Am besten beim Finanzamt nachhaken.

Bei den Versicherungen ist es nicht so einfach. Es gibt eine ganze Menge davon, und nur eine ("KV-Beitrag") ist an die Krankenkasse zu zahlen.

Und genau hier ist die Lage weniger einfach, als sie aussieht. Frag' deine Krankenkasse, welchen Tarif sie in Zukunft anwenden werden - gerade Ersatzkassen k√∂nnen (k√∂nnen, nicht m√ľssen...) f√ľr Freiberufler ziemlich teuer werden.

Ich wollte nur wissen, an wen ich die anderen zahlen ("PV-Beitrag", "RV-Beitrag" und "AV-Beitrag"). Ich dachte, jeder, der schon völlig selbständig arbeitet, muß wissen.

F√ľr sich selbst auf jeden Fall - aber f√ľr dich? Wirst du von der Krankenkasse als selbstst√§ndig anerkannt? Auch wenn das Thema "Scheinselbstst√§ndigkeit" bei weitem nicht mehr so hochgekocht wird, ist es unver√§ndert von Bedeutung, weil sich hieraus die Frage nach dem Weiterbestand der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht stellt - und hier reden wir √ľber erhebliche Betr√§ge.

Existenzgr√ľndung betrifft mich im Moment nicht. Ich m√∂chte einfach weiter arbeiten, zu Hause (nur nicht mehr auch bei der Kanzlei), und das gesetzliche Geld an die richtigen Beh√∂rden zahlen.

Auch wenn du's vielleicht nicht erkennst: das ist eine Existenzgr√ľndung, und ich kann dir nur raten, grunds√§tzliche Dinge wie die steuerliche Situation sowie die Regelung der Sozialversicherung gleich am Anfang richtig und im Detail zu kl√§ren.

Gruß Ralf


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Jerzy Czopik  Identity Verified
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Local time: 08:48
Member (2003)
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Freiberuflichkeit und Versicherungen Nov 14, 2004

Wieder nur aus eigener Praxis/Erfahrung, denn andere Hinweise kann ich ja nicht geben - das Versicherungswesen ist f√ľr mich ein Buch mit sieben Siegeln.
Als Freiberufler muss man aber nur krankenversichert sein. Dazu zählt auch noch die Pflegeversicherung. Eine Renten-/Arbeitslosenversicherung ist nicht bindend. Wo die Rentenversicherung glaube ich auf freiwilliger Basis weiter gezahlt werden/bestehen kann, ist dies mit der Arbeitslosenversicherng (wenn es denn so heißt) meines Wissens nicht so.
Jedenfalls zahle ich nur den Beitrag an unsere Krankenkasse. Das ist auch alles an Versicherungen, die ein "Muss" sind.
Die √ľbrigen (Berufshaftpflicht, Verm√∂genschaden-HP usw.) sind nicht zwingend.

Als ich vor 15 Jahren in die Freiberuflichkeit ging, musste ich folgende Abgaben zahlen (hat sich bis heute eigentlich auch nicht geändert):
- Krankenkassenbeitrag (jetzt kam noch die Pflegeversicherung hinzu, wird aber als ein Gesamtbeitrag von der Krankenkasse abgebucht)
- Umsatzsteuer
- Einkommensteuer

Das wäre vereinfacht auch wirklich alles - hat es aber in sich. Die USt. und EKSt. haben so viele Facetten, dass man damit gerne Tage (und Nächte) zubringen kann, bevor man alleine zu irgendwelchen Ergebnissen kommt - oder man geht halt zum Steuerberater.

Gruß
Jerzy


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