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Frage an √úbersetzer, die gleichzeitig ein √úbersetzungsb√ľro leiten - Gewerbesteuer: ja oder nein?
Thread poster: orbis

orbis  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
Member (2002)
English to Ukrainian
+ ...
Nov 14, 2004

Liebe Kollegen,

es geht um folgendes: bei ORBIS-Sprachdiensten ist jetzt gerade das Finanzamt mit seiner n√§chsten 3-Jahre-Pr√ľfung dran, und die "strittigste" Frage ist die √ľber die Gewerbesteuer (sprich: ob ich als eine Freiberuflerin oder als eine Gewerbetreibende einzustufen bin - Gewerbesteuer: ja oder nein, und wenn ja, in welchem Umfang). Ich bin selbst eine √úbersetzerin und Dolmetscherin und √ľbernehme eine Vielzahl der Auftr√§ge. Gleichzeitig bin ich die Inhaberin eines √úbersetzungsb√ľros und vergebe die Auftr√§ge an andere Kollegen. Hat jemand bereits dieses Problem mit dem Finanzamt er√∂rtert? Wenn ja, wie wurde es gel√∂st?

Ich habe mit einigen Kollegen, die ich kenne, gesprochen - es gibt ganz verschiedene R√ľckmeldungen; bei einem kassiert man die Gewerbesteuer im vollen Umfang, bei dem anderen wird der Status "Freiberufler" - bei der gleichen Konstellation der Auftragsvergabe - anerkannt.

Mein Steuerberater besch√§ftigt sich seit Monaten damit - die vorherige Finanzamtpr√ľfung hat zu folgendem Ergebnis gebracht, da√ü die von mir pers√∂nlich wahrgenommenen Dolmetschertermine oder angefertigten √úbersetzungen keiner Gewerbesteuer unterlagen, und bei anderen "vergebenen" √úbersetzungen meine Arbeit (wie Formatierung, Korrekturlesen oder √§hnliches) prozentuell angerechnet wird (von 30 % bis 80% - je nach Auftrag), und der Restbetrag gewerblich versteuert wird. Damit konnte man noch halbwegs leben... Die jetzige Pr√ľferin ist jedoch mit solcher L√∂sung nicht einverstanden und m√∂chte das Ganze "gewerblich versteuern"...

Ich w√§re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie √ľber Ihre Erfahrungen diesbez√ľglich erz√§hlen w√ľrden.

Sorjana Semenjuk
ORBIS Sprachdienste


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
Member (2003)
Polish to German
+ ...
IMO und ensprechend den Erörterungen mit meinem Steuerberater Nov 14, 2004

w√§re eine solche Trennung nur dann m√∂glich, wenn man die beiden Bereiche in jeder Hinsicht strikt von einenader trennen w√ľrde.
Sofern diese buchungstechnisch unter einem Dach laufen, ist die gesamte Tätigkeit ein Gewerbebetrieb und somit gewerbesteuerpflichtig. Dass die Gewerbesteuer aber erst ab einer bestimmten Gewinnsumme anfällt, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Einige Informationen dar√ľber sind auf folgenden Seiten abrufbar:
http://www.e-lancer-nrw.de/ratgeber_old/2-1-1.html
http://www.steuerthek.de/handbuch/est/selbstaendig_abgrenzung_gewerbe.htm
http://www.frankfurt-main.ihk.de/starthilfe_foerderung/existenzgruendung/rechtsfragen/gewerberecht/freie/

Diese Links verdanke ich dem Kollegen James O'Reilly, der sie freundlicherweise in der Zahlungsliste "Zahlungspraxis" auf yahoo-groups zur Verf√ľgung gestellt hat.

Sch√∂nen Abend und sch√∂ne Gr√ľ√üe
Jerzy

[Edited at 2004-11-14 20:03]


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
English to German
+ ...
Es lebe ein guter Steuerberater! Nov 14, 2004

...und meiner scheint gut zu arbeiten (ist auch nicht ganz billig).

Ich praktiziere auch schon seit Jahren Beides, wobei allerdings 90 Prozent meiner Tätigkeit selbst angefertigte Übersetzungen sind. Gewerbesteuer musste ich noch nie zahlen und ist auch nach Auskunft meines Steuerberaters nicht notwendig. Ob dies allerdings - wie Jerzy schon anmerkt - am geringen Umfang der Vermittlungstätigkeit liegt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Auch m√∂glich (und sogar sehr wahrscheinlich) ist, dass dies von den Finanz√§mtern unterschiedlich gehandhabt wird, da die Gewerbesteuer eine lokale Steuer ist und der Gemeinde zuflie√üt, in der dein Betrieb ans√§ssig ist. Insofern n√ľtzen dir unsere Aussagen wenig, einzig kompetente Ansprechpartner sind dein eigener Steuerberater und der zust√§ndige Sachbearbeiter des FA.

Wenn hohe Betr√§ge drohen, lohnt auch ein Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort, der sich mit Steuerfragen auskennt (wichtig!), und das FA zu verklagen, um die Angelegenheit ein f√ľr allemal f√ľr deinen Betrieb regeln zu lassen. Das ist im Zweifel billiger, als sp√§ter pl√∂tzlich f√ľr mehrere Jahre hohe Nachzahlungen und eventuell eine Strafe zu riskieren.


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 14:09
Member (2003)
Finnish to German
+ ...
Sollte von der Gesellschaftsform abhängen Nov 15, 2004

F√ľr deutsche Verh√§ltnisse kann ich nat√ľrlich nicht einstehen, aber hier w√ľrde ich in der Situation f√ľr das √úb-B√ľro eine Aktiengesellschaft gr√ľnden, die f√ľr sich besteuert wird, und als Freelance w√ľrde ich als Freiberufler bzw. als Personengesellschaft fungieren, bei der die Eink√ľnfte gesamt als pers√∂nliches Einkommen versteuert werden. Wie auch das Gehalt, das ich mir evtl. von der AG bezahlen lie√üe.
Schließlich gibt es viele Leute, die verschiedene Firmen besitzen unter verschiedenen Formen, GmbH, KG usw. Sollte kein Problem sein.


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Yolande Haneder  Identity Verified
Local time: 13:09
German to French
+ ...
Gesellschaftsform Nov 15, 2004

Die Gesellschaftsform hangt aber von anderen Sachen ab, und nicht nur von der Frage, ob man die Steuern als Einzelperson oder Gesellschaft zahlen will. Eine Gesellschaft zu Gr√ľnden ist sehr Kostenintensiv ben√∂tigt einen ziehmlich hohen Anfangskapital. Zur der obigen Frage kann ich nicht antworten. In √Ėsterreich hangt es davon ab, ob man Angestellte hat. Aber in Deutschland scheint es ganz anders zu sein, und es ist warscheinlich besser auf den jeweiligen Steuerberatern zu h√∂ren.

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Steffen Walter  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
Member (2002)
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+ ...
Vorsicht, Heinrich ... Nov 16, 2004

Heinrich Pesch wrote:
Sollte von der Gesellschaftsform abhängen ...


Ohne jetzt einen konkreten Rat geben zu k√∂nnen, h√§ngt die Frage Gewerbe oder nicht wohl in erster Linie von der Art der T√§tigkeit ab (d.h. √úbersetzer-/Dolmetschert√§tigkeit auf eigene Rechnung vs. Vermittlung, also Handeln als B√ľro bzw. Agentur) und erst sekund√§r von der Rechts-/Gesellschaftsform. Wie Sorjana oben beschrieben hat, kannst Du ein B√ľro oder eine Agentur auch als freiberuflicher Einzelk√§mpfer f√ľhren, ohne daf√ľr irgendeine Gesellschaft gr√ľnden zu m√ľssen (was u.U. eine kostspielige, nicht f√ľr jeden Akteur in unserer Branche tragf√§hige L√∂sung sein kann).

(Meine Aussage gilt f√ľr Deutschland.)

Steffen

[Edited at 2004-11-16 09:18]


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 14:09
Member (2003)
Finnish to German
+ ...
Ich dachte, der Frager sucht nach einer Lösung... Nov 18, 2004

um die einzelnen T√§tigkeiten steuerlich trennen zu k√∂nnen. Deshalb fiel mir ein, dass ich daf√ľr eine AG gr√ľnden w√ľrde, Anfangskapital reicht 10 000 Euro. Aber deutsche Verh√§ltnisse kenne ich "gl√ľcklicherweise" nicht.

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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
English to German
+ ...
AG-Gr√ľndung??? Nov 18, 2004

Heinrich Pesch wrote:

Anfangskapital reicht 10 000 Euro.


Lieber Heinrich,
das ist sicher auch eine L√∂sung, aber - mal Hand aufs Herz - welche(r) Kollege/in kann sich das schon leisten? Ganz zu schweigen von dem Verwaltungsaufwand, den eine AG mit sich bringt. Dazu braucht man Angestellte, die sich darum k√ľmmern. Und wenn man Angestellte hat, hat sich diese Frage ohnehin erledigt, weil die dann sehr wahrscheinlich f√§llige Gewerbesteuer nur zu den geringsten Problemen geh√∂rt, die man dann hat...

Ich glaube, es geht hier eher darum, dass eine Einzelk√§mpferin verhindern will, wie ein "richtiges" Unternehmen besteuert zu werden, dann kann sie n√§mlich gleich aufgeben, weil sie von Januar bis Ende Juli nur f√ľr den Staat arbeitet und von August bis Ende September nur mit Verwaltung besch√§ftigt ist. Lediglich das letzte Quartal steht dann zur Verf√ľgung, um irgendeinen Gewinn zu erwirtschaften, um sich wenigstens mal eine Tasse Kaffee leisten zu k√∂nnen. Nein Danke, dann lieber Marktwirtschaft ohne "sozial"...

Ich kann nur jedem Kollegen empfehlen, die einzigartige M√∂glichkeit zu nutzen, die unser Beruf mit sich bringt: Internationale Kundschaft und die damit verbundene M√∂glichkeit, internationale Finanzstr√∂me zu erzeugen, wie das jedes vern√ľnftig denkende Gro√üunternehmen auch tut.


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
English to German
+ ...
GmbH Nov 18, 2004

Hallo,
ich denke, Heinrichs Beispiel einer finnischen AG d√ľrfte nach deutschem Gesellschaftsrecht eher einer GmbH entsprechen.

Da Kapitalgesellschaften ohnehin gewerbesteuerpflichtig sind, kann man eine solche Struktur durchaus zur "Verpackung" gewerblicher T√§tigkeiten verwenden; bei gleichzeitiger Aus√ľbung einer freiberuflichen T√§tigkeit neben der GmbH ist nat√ľrlich auf saubere Trennung der Aktivit√§ten und Zahlungsstr√∂me zu achten.

Ich f√ľhre mein B√ľro als GmbH - Angestellte brauche ich daf√ľr keineswegs. Der weitere Kostenfaktor im Unterschied zur freiberuflichen T√§tigkeit (abgesehen von der GewSt) liegt in den weiter gehenden Buchf√ľhrungs- und Bilanzierungspflichten. Andererseits beinhaltet diese Struktur auch Gestaltungsm√∂glichkeiten, die einem Freiberufler nicht zur Verf√ľgung stehen.

Letztendlich muss man die mittel- bis langfristigen Einsparungspotenziale und Kostenbelastungen jeder Alternative gegeneinander aufrechnen und dann entscheiden.

Gruß Ralf


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
English to German
+ ...
Das ist doch mal ein Thema f√ľr ein PowWow! Nov 18, 2004

Ralf Lemster wrote:
Ich f√ľhre mein B√ľro als GmbH - Angestellte brauche ich daf√ľr keineswegs. Der weitere Kostenfaktor im Unterschied zur freiberuflichen T√§tigkeit (abgesehen von der GewSt) liegt in den weiter gehenden Buchf√ľhrungs- und Bilanzierungspflichten. Andererseits beinhaltet diese Struktur auch Gestaltungsm√∂glichkeiten, die einem Freiberufler nicht zur Verf√ľgung stehen.

Letztendlich muss man die mittel- bis langfristigen Einsparungspotenziale und Kostenbelastungen jeder Alternative gegeneinander aufrechnen und dann entscheiden.


Hallo Ralf,
Du solltest dabei ber√ľcksichtigen, dass es dir aufgrund deines speziellen beruflichen Hintergrunds erheblich leichter f√§llt, die Vorteile der verschiedenen Rechtsformen gegeneinander abzuw√§gen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Mein Vorschlag f√ľr euer demn√§chst (hoffentlich) in Frankfurt geplantes PowWow:

Thema und Ziel des Vortrags: Wie minimiere ich Steuern und Geschäftskosten?
Eine Gegen√ľberstellung der Rechtsformen Freiberufler und GmbH mit Hinblick auf die jeweiligen Vorteile und Nachteile, m√∂glicherweise mit "transistion zones", ab wann oder bei welchen T√§tigkeiten sich eine GmbH lohnt unter Ber√ľcksichtigung der Tatsache, dass die meisten Kollegen steuerrechtlich absolute Laien und damit auf einen Steuerberater angewiesen sind. Und wenn das Ganze dann noch verst√§ndlich und unter Verwendung m√∂glichst weniger Fachausdr√ľcke (vor allem ohne Theorie) geschehen k√∂nnte...

...das wäre ein Traum von mir...

[Edited at 2004-11-18 14:05]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
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+ ...
Professionelle Berater Nov 18, 2004

Hallo Herbert,

Du solltest dabei ber√ľcksichtigen, dass es dir aufgrund deines speziellen beruflichen Hintergrunds erheblich leichter f√§llt, die Vorteile der verschiedenen Rechtsformen gegeneinander abzuw√§gen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Klar stehe ich etwas näher an der Thematik als andere - trotzdem hätte ich die relevanten Entscheidungen ohne fundierte rechtliche und steuerliche Beratung nicht treffen können.


Eine Gegen√ľberstellung der Rechtsformen Freiberufler und GmbH mit Hinblick auf die jeweiligen Vorteile und Nachteile, m√∂glicherweise mit "transistion zones", ab wann oder bei welchen T√§tigkeiten sich eine GmbH lohnt unter Ber√ľcksichtigung der Tatsache, dass die meisten Kollegen steuerrechtlich absolute Laien und damit auf einen Steuerberater angewiesen sind.

Ich glaube nicht, dass man diese Frage pauschal wird beantworten k√∂nnen - daf√ľr sind die individuellen Voraussetzungen zu differenziert.

Und wenn das Ganze dann noch verst√§ndlich und unter Verwendung m√∂glichst weniger Fachausdr√ľcke (vor allem ohne Theorie) geschehen k√∂nnte...

...das wäre ein Traum von mir...

Wird wohl leider einer bleiben. Es geht leider bei dieser Thematik nicht ohne Beschäftigung mit den relevanten (steuer-)rechtlichen Rahmenbedingungen.

Eine wirklich fundierte Antwort wirst du nur √ľber eine individuelle Beratung erhalten. Dass das Geld kostet, ist mir klar - das uralte Lied von Kosten und Nutzen.

Gruß Ralf


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
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+ ...
Unternehmer kann man offensichtlich wirklich nicht "studieren"... Nov 18, 2004

Ralf Lemster wrote:

Ich glaube nicht, dass man diese Frage pauschal wird beantworten k√∂nnen - daf√ľr sind die individuellen Voraussetzungen zu differenziert.

Eine wirklich fundierte Antwort wirst du nur √ľber eine individuelle Beratung erhalten. Dass das Geld kostet, ist mir klar - das uralte Lied von Kosten und Nutzen.


Ist schon klar, deswegen bezahle ich ja auch jedes Jahr eine vierstellige Summe an meinen Steuerberater. Ich dachte nur, es gäbe jemand, der mir (uns) das mal irgendwie an einem typischen Beispiel so erklären könnte, dass man das auch versteht, ohne mindestens ein Vordiplom in BWL, VWL oder Steuerrecht zu haben...


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TTilch  Identity Verified
Local time: 13:09
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Auslegungssache Nov 24, 2004

Hallo,

orbis wrote:
Gewerbesteuer: ja oder nein, und wenn ja, in welchem Umfang).


Das Ganze unterliegt der jeweiligen Auslegung der Finanzbeamten. Als "Gewerbe" wird in der Regel eingestuft, wenn die T√§tigkeit sozusagen von "jedermann" ausgef√ľhrt werden kann und daf√ľr keine besonderen (Studien-)Kenntnisse erforderlich sind. Diese Annahme musst du widerlegen, wenn du als "freiberuflich" eingestuft werden m√∂chtest (d. h. die Aufgabe kann nicht von jedermann √ľbernommen werden, weil es kein reines Annehmen & Durchreichen der Projekte ist usw.)

Sofern das Nachfolgende f√ľr dich zutrifft, w√ľrde ich versuchen, so zu argumentieren, dass der √ľberwiegende Teil der √úbersetzungen von dir selbst angefertigt wird und dass du nur Arbeits√ľbersch√ľsse bzw. Sprachkombinationen an Kollegen vergibst, weil du diese Auftr√§ge sonst ablehnen m√ľsstest, das Volumen aber nicht ausreicht, um interne Mitarbeiter anzustellen (das kann man auch als Freiberufler). Dabei ist zu betonen, dass du auch f√ľr diese Auftr√§ge die volle Verantwortung tr√§gst und "leitend" (wichtiges Stichwort!) t√§tig bist (indem du z. B. Vorgaben gibst, die angefertigten √úbersetzungen korrigierst und die Qualit√§t √ľberwachst usw.).

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Viele Gr√ľ√üe

Tanja


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MOS_Trans  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
Member
German to French
+ ...
Also, Nov 24, 2004

habe mich gerade ausgiebig mit der Thematik beschäftigt. Die Rechtsform ist entscheidend und ich wurde von mehreren Seiten wie folgt informiert :

Freiberufler kann nicht jeder werden, es gibt diesbez√ľglich eine offizielle Berufsliste (√úbersetzer geh√∂ren dazu). Wer einen dort eingetragenen Beruf aus√ľben m√∂chte, darf sich "Freiberufler" nennen, wenn er das m√∂chte. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer. Mein Steuerberater sagt, er sei Freiberufler, obwohl er mehrere Angestellte besch√§ftigt.

Die Alternative ist eine GbR (Gesellschaft b√ľrgerlichen Rechts), bilden Kleingewerbebetreibende, Praxisgemeinschaften, freie Berufe, Arbeitsgemeinschaften. Hier ist Gewerbesteuer f√§llig.

Dann gibt es noch alles m√∂gliche wie Partnergesellschaft (PartG), Kommanditgesellschaft (KG), Offene Handelsgesellschaft (OHG), Gesellschaft mit beschr√§nkter Haftung (GmbH), GmbH & Co KG) und Aktiengesellschaft (AG). Alles wenig interessant f√ľr √úbersetzer und Dolmetscher.

Das Bundesministerium f√ľr Arbeit hat zu dem Thema eine kostenlose Software herausgegeben
"PROmittelstand : Gr√ľndungsplaner-Unternehmensplaner-Informationsprogramme".
Bestelladresse :
Bundesministerium f√ľr Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
www.bmwa.bund.de


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 13:09
English to German
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Aktuelles Urteil Nov 27, 2004

Hallo an alle,
mein Steuerberater hat mich auf ein in diesem Zusammenhang relevantes Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 9. Juli 2004 hingewiesen. Hier ist der Leitsatz:


Ein Einzelunternehmer kann nebeneinander eine gewerbliche und eine freiberufliche T√§tigkeit (hier als Krankengymnast) aus√ľben. Die Gepr√§getheorie gilt beim Einzelunternehmer nicht. Die T√§tigkeiten sind steuerlich getrennt zu behandeln, wenn eine Trennung ohne besondere Schwierigkeiten m√∂glich ist oder diese anhand bekannter Daten gesch√§tzt werden k√∂nnen.


Bei Interesse kann ich gerne den vollst√§ndigen Wortlaut posten - oder kontaktiert mich √ľber mein Profil, dann schicke ich's per Mail.

Gruß Ralf


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Frage an √úbersetzer, die gleichzeitig ein √úbersetzungsb√ľro leiten - Gewerbesteuer: ja oder nein?

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