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Auftrag aus Kanada - Was ist besser: Scheck oder Paypal?
Thread poster: Jutta Deichselberger

Jutta Deichselberger  Identity Verified
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Nov 16, 2004

Hallo allerseits!

Ich habe eine Übersetzung für ein kanadisches Büro durchgeführt und frage mich gerade (bevor ich meine Rechnung stelle), wie ich wohl am sinnvollsten zu dem Geld komme. Eine Überweisung fällt aufgrund der hohen Gebühren von vorneherein aus. Alternativ fallen mir noch Scheck und Paypal ein. Kann mir jemand sagen, ob ich mir von den Kanadiern einfach einen (Verrechnungs-)Scheck (ausgestellt auf Euro; wir hatten Europreise vereinbart) zuschicken lassen und den Scheck hier bei meiner Bank einlösen kann? Bei meiner Bank war man leider nicht in der Lage, mir zu sagen, ob dafür Bankgebühren anfallen, und wenn ja, in welcher Höhe (zumindest warte ich noch auf den Rückruf der Sachbearbeiterin). Kennt sich da jemand aus (ein Schätzwert reicht mir schon – hängt ja auch von der Bank ab)?

Vielleicht ist ja auch Paypal die beste Möglichkeit. Ich habe mich da schon vor längerer Zeit registrieren lassen, hatte aber noch keine Gelegenheit, es auszuprobieren. Ich habe ein ganz normales Paypal Basiskonto (also kein Premium Account!). Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann kann ich bis zu 850 Euro monatlich kostenfrei aus der ganzen Welt überwiesen bekommen und bis zu 750 Euro monatlich von meinem Paypal-Konto auf mein Bankkonto überweisen. Oder habe ich irgendwas Kleingedrucktes übersehen, und die Sache hat doch einen Riesen Haken??? Das klingt alles so gut, dass ich schon wieder ganz skeptisch werde...
Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Paypal, bzw. wie wickelt Ihr Aufträge aus außereuropäischen Ländern ab, ohne dass exorbitante Gebühren anfallen???
Vielen Dank schon mal für alle Beiträge!


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 14:52
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Was wurde denn bei Auftragserteilung ausgemacht? Nov 16, 2004

Hallo,
welche Zahlungsmodalitäten wurden denn bei Erteilung des Auftrags vereinbart?

Gruß Ralf


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Jutta Deichselberger  Identity Verified
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Nichts... Nov 16, 2004

Hallo Ralf,

wir haben nichts ausgemacht, leider...
Die haben mich etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Wir haben aufgrund der Zeitverschiebung gegen Mitternacht miteinander telefoniert und ich war hundemüde und habe es gerade noch auf die Reihe gekriegt, einen vernünftigen Preis auszuhandeln. An die Zahlungsmodalitäten habe ich da leider nicht mehr gedacht. Ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Agentur Paypal oder Scheck gar nicht akzeptiert, aber mich würde auf alle Fälle prinzipiell mal interessieren, ob irgendwas gegen Zahlungen per Scheck oder Paypal spricht, bevor ich meine Rechnung schreibe bzw. mich mit dem Büro nochmal wegen der Zahlungsmodalitäten in Verbindung setze... Ist immer besser, wenn man sich vorher schlau gemacht hat (und das nächste Mal denke ich hoffentlich gleich daran, nicht nur über den Preis an sich, sondern auch über die Zahlungsmodalitäten zu sprechen - auch wenn man mich kalt erwischt...).


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 14:52
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Ich würde PayPal bevorzugen Nov 16, 2004

Ich habe zwar von einigen Kollegen schon mal gehört, dass es zu Problemen gekommen sein soll, das ist aber schon ein paar Jahre her.

Ich arbeite sehr gern mit PayPal, gerade bei kleineren Beträgen für Aufträge, die ich (Sitz in Deutschland) gelegentlich für einen US-Kollegen anfertige. Es gab noch nie Probleme und die Zahlung erfolgt noch am selben Tag, sobald der Kollege die Zahlung veranlasst. Und die Gebühren sind lächerlich gering.

Bei einem Scheck kannst du Pech haben und bei der Einreichung dennoch irgendwelche hohen Gebühren bezahlen. Die Banken sind sehr erfinderisch, warum gerade dieser Scheck jetzt besonders teuer ist, und das Gegenteil kannst du ihnen sowieso nicht beweisen.


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Endre Both  Identity Verified
Germany
Local time: 14:52
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Rechnungsbetrag ausschlaggebend Nov 16, 2004

Herbert Fipke:
Ich arbeite sehr gern mit PayPal (...) Und die Gebühren sind lächerlich gering.


Die Paypal-Gebühren können sich durchaus zu einem beträchlichen Betrag summieren. Bei der letzten Nachrechnung bin ich auf ca. 6% des überwiesenen Betrags gekommen: 3,9% Basisgebühr (beim Premium-Konto; beim Basiskonto, das keine Kreditkartenzahlungen ermöglicht, ist die Gebühr niedriger) + 2% durch ungünstigen Wechselkurs.

Bei Beträgen über 100-200 Euro wird das schnell teurer als ein Scheck.

Die geringere Laufzeit (und Bearbeitungsaufwand) gegenüber einem Scheck ist natürlich zu berücksichtigen.

Endre

[Edited at 2004-11-16 21:18]


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Herbert Fipke  Identity Verified
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Local time: 14:52
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Wechselkursrisiko besteht immer Nov 17, 2004

Endre Both wrote:

+ 2% durch ungünstigen Wechselkurs.



Das ist schon klar, aber das Wechselkursrisiko wälzen die Banken in jedem Fall auf den Empfänger ab, auch bei einem Scheck. Insofern ist es etwas schräg, dies hier dazu zu zählen. Und mit 3,9 Prozent kann ich sehr gut leben.

Bei extrem kleinen Beträgen (die mir eigentlich immer mehr Kopfzerbrechen machen) lasse ich meist beim Kunden einen gewissen Betrag auflaufen, damit sich die Sache lohnt.

Hätte ich regelmäßig größere Beträge aus den USA zu bekommen, würde ich mir die Einrichtung eines Online-Kontos in den USA überlegen. Die sind oft umsonst und man kann auch die dann dort fällige Besteuerung flexibel handhaben (gegenseitiges Steuerabkommen).


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Endre Both  Identity Verified
Germany
Local time: 14:52
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Gebühr vs. Wechselkursrisiko Nov 17, 2004

Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt: die 2% beziehen sich auf eine (etwas versteckte) Gebühr über das Wechselkursrisiko hinaus. Diese Gebühr entsteht dadurch, dass Paypal bei der Umrechnung zwischen Währungen immer eine um ca. 2% ungünstigeren Wechselkurs als eine normale Bank bietet (wobei es natürlich auch bei Banken Ausreißer geben kann, die beim Umtausch ordentlich hinlangen).

Wenn ich also von der Sparkasse für USD 100,- den Betrag von EUR 80,- gutgeschrieben bekomme, kann ich bei Paypal für die gleiche Dollarsumme nur mit ca. EUR 78,40 rechnen. Diese Gebühr ist von Wechselkursschwankungen unabhängig, hat also mit Wechselkursrisiko nichts zu tun.

Allerdings entsteht diese Gebühr nur beim Umtausch -- wenn man also die eingegangenen Dollarbeträge über Paypal-Zahlungen in der gleichen Währung wieder ausgibt (anstatt sie z.B. auf sein deutsches Konto überweisen zu lassen), spart man sich die 2%.

Endre


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Jutta Deichselberger  Identity Verified
Local time: 14:52
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TOPIC STARTER
Jetzt weiß ich etwas mehr... Nov 17, 2004

Hallo allerseits,

danke für die interessanten Infos. Ich bin inzwischen auch schon ein bisschen weitergekommen. Die Bank hat mir nämlich mitgeteilt, dass ein auf Euro ausgestellter Scheck aus Kanada mich 1,5 Promill Gebühren kostet, mindestens aber 30€. Bei einer aus dem außereuropäischen Ausland eingehenden Überweisung fallen von Seiten meiner Bank 5 € + die Bankgebühren der ausländischen Bank (die sich häufig um die 25€ belaufen) an. Was die Gebühren angeht, die bei einer Überweisung von meinem Paypal-Konto auf mein Girokonto anfallen, war der gute Mann ziemlich überfordert...
Ich habe in dem Wust von Infomaterial, dass die Agentur mir gleichzeitig mit den zu übersetzenden Texten geschickt hat, jetzt auch deren Zahlungsbedingungen entdeckt (hatte vorher beim besten Willen keine Zeit, dass genau durchzuschauen). Es wird wohl auf eine Überweisung herauslaufen, deren Gebühren ich voll übernehmen muss. Immerhin war ich, als ich den Auftrag mitten in der Nacht angenommen habe, in meinem Tran noch schlau genug, Preise in € und nicht in CAD zu vereinbaren, sonst müsste ich jetzt auch noch das Währungsrisiko tragen...

Vielleicht ist es das Korrekteste und Sinnvollste, bei einem außereuropäischen Auftrag zu vereinbaren, dass man nur die Gebühren der eigenen Bank, aber nicht auch noch die Gebühren der ausländischen Bank übernimmt. Ich hoffe, dass ich bald mal Gelegenheit habe, einen kleineren Auftrag über Paypal abzuwickeln, dann weiß ich auch, was mich das konkret kostet.

Schöne Grüße
Jutta


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Endre Both  Identity Verified
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Je nach Bank unterschiedliche Gebühren bei Schecks Nov 17, 2004

traduc03 wrote:
Die Bank hat mir nämlich mitgeteilt, dass ein auf Euro ausgestellter Scheck aus Kanada mich 1,5 Promill Gebühren kostet, mindestens aber 30€.


Recht happig bei geringen Beträgen -- bei meinen zwei Banken zahle ich für Summen bis zu einigen Tausend Euro eine Pauschale von EUR 7,- bzw. EUR 12,-.

Was die Überweisungskosten angeht: es wird immer wieder versucht, diese auf den Auftragnehmer abzuwälzen. Dabei hat er auf die Kosten der Gegenseite keinen Einfluss und sollte sich diese daher auch nicht unbesehen aufbürden lassen.

Dein Ansatz, dass jeder die Kosten seiner eigenen Bank tragen soll, ist also durchaus fair.

Endre


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Herbert Fipke  Identity Verified
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Gebührenverteilung Nov 17, 2004

Endre Both wrote:
Dein Ansatz, dass jeder die Kosten seiner eigenen Bank tragen soll, ist also durchaus fair.


Das sehe ich ganz anders. Alle im Zusammenhang mit einem Auftrag entstehenden Kosten sollte der auftraggebende Kunde zahlen, will heißen, weder der ausführende Übersetzer, noch die vermittelnde Agentur (falls vorhanden) sollte auf den Kosten sitzen bleiben, sondern der Ursprungskunde hat diese zu übernehmen.

Wenn ich bei RyanAir einen Flug für 99 Cent buche, muss ich als auftraggebender Kunde ja auch die Steuern und Flughafengebühren zusätzlich bezahlen, im Angebot steht aber zunächst nur was von 99 Cent. Das gilt für jede andere Branche auch. Warum also nicht bei uns?

Da es aber oft nicht so ist (leider), schlage ich solche Kosten auf den Wortpreis drauf, und wenn das nicht geht, rechne ich entsprechend mehr Wörter ab. Macht ein Kunde deswegen Theater, arbeite ich nicht mehr für ihn. Ausnahmen davon mache ich nur bei Kunden, mit denen ich regelmäßig große Volumina abwickle, bei denen die Auftragskosten kaum eine Rolle spielen, da ich Rechnungsbeträge sammeln kann.

Letztendlich hängt es von einer glaubwürdigen Vorverhandlung ab, wer diese Kosten trägt und im intensiven Wettbewerb der Agenturen untereinander wird gerne zu niedrig angeboten und dann versucht, die Kosten auf das schwächste Glied abzuwälzen, um wenigstens etwas Profit zu retten.


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Jutta Deichselberger  Identity Verified
Local time: 14:52
Member (2004)
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TOPIC STARTER
Bankgebühren Nov 17, 2004

Hallo, Ihr zwei!

Ja, ich finde die 30 € für einen Scheck auch ziemlich happig!!!
Da die Bank aber ansonsten ganz okay ist und solche Sachen eigentlich nur alle Schaltjahre mal vorkommen, ist's nicht weiter tragisch...

Ich habe bislang immer nur mit europäischen Kunden zusammengearbeitet, und da stellt sich die ganze Problematik ja inzwischen nicht mehr. Mal sehen, wie das jetzt letztendlich ausgeht, ich kann nur hoffen, dass es mir ausreichend im Gedächtnis haften bleibt, dass ich das nächste Mal nicht nur über den Preis spreche, sondern auch über die Zahlungsmodalitäten!!! Ich wäre mit einer Aufteilung der Kosten (so dass jeder seine eigenen Gebühren trägt) eigentlich schon ganz zufrieden, auch wenn ich Herberts Argumentation gut folgen kann. Aber leider ist die Verhandlungsposition des Übersetzers oft nicht so gut, dass man seine Forderungen wirklich durchsetzen kann... Der Markt ist halt viel härter umkämpft als früher...

Schönen Tag noch!
Jutta


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Jutta Deichselberger  Identity Verified
Local time: 14:52
Member (2004)
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TOPIC STARTER
Glück gehabt... Nov 18, 2004

Da habe ich ja mal wieder echt Schwein gehabt: Seit gestern weiß ich, dass die Agentur auch ein deutsches Bankkonto hat. Der Rechnungsbetrag wird daher in Euro vom dt. Konto der Agentur aus überwiesen... Da habe ich mir - in diesem Fall - ja völlig umsonst das Hirn zermartert. Aber für die Zukunft habe ich einiges dazugelernt!!!!

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Burkhard Ziegler  Identity Verified
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Bankgebühren - diverse Probleme, all costs to sender (our client)? Nov 18, 2004

Ich habe nicht alles durchgelesen, möchte dazu nur sagen:

Schecks sind meiner Überzeugung nach sinnlos.

Soweit ich die Gebührenpolitik meiner Bank überblicken kann, sind die Grundgebühren für Schecks genauso hoch wie für internat. Überweisungen. Bei Schecks hat man es mit Zeitverzögerungen und der Gefahr des Verlusts, wenn der per Post - auch zwischen den Banken - hin- und hergeht, zu tun. Teilweise sind Schecks sogar teurer.

Also sind selbst Überweisungen noch günstiger.

Liebe Kollegen, handelt die Zahlungsmodalitäten bei Vertragsschluss genau aus.

Ich hatte schon wieder Ärger mit einem Kunden, der für einen mies bezahlten Auftrag (150 EUR) mir auch die Bankgebühren anlastete und selbst bei einer Überweisung innerhalb der EU diese als "alle Kosten zu Lasten Begünstigter" absandte, das kostete mich 20 EUR, wovon er 10 EUR übernahm (tolle Kulanz :-


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Auftrag aus Kanada - Was ist besser: Scheck oder Paypal?

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