Mobile menu

Wie verrechnet man Excel Wortlisten am besten? How calculate the price for Excel lists of terms?
Thread poster: silvia glatzhofer
silvia glatzhofer  Identity Verified
Local time: 09:12
English to German
+ ...
Jan 8, 2005

Innerhalb kürzester Zeit liegt jetzt schon der 2. Auftrag hier, bei dem einfach nur einzelne Wörter in einer Excel Liste zu übersetzen sind. Abgesehen davon, dass die Übersetzungen gar nie alle passen können (ich hab keine Ahnung vom Kontext) und dass dem Kunden eventuell der Kauf eines WBs anzuräten wäre, möchte ich gerne wissen, wie ich das am besten verrechne. Da die einfachen Verbindungsworte ja wegfallen und die Wortsuche bzw. Übersetzung wegen des fehlenden Kontexts schwieriger ist als bei Fließtexten, tendiere ich dazu, anstatt wie üblich 55 Zeichen/Zeile 45Zeichen/Zeile zu verrechnen. Dafür muss ich aber erst mal alles ins Word kopieren, um die Zeichen zu zählen. Natürlich geht es auch nach Zeit. Aber vielleicht hat ja einer von euch eine ganz gefinkelte Methode auf Lager?

Direct link Reply with quote
 

Fernando Toledo  Identity Verified
Germany
Local time: 09:12
Member (2005)
German to Spanish
Zeilenpreis für einen Glossar? Jan 8, 2005

Also, wenn ich richtig verstanden habe, machst Du ein Glossar, denn was sonst ist eine Liste mit einzeln Wörter?

Mein Rat: Arbeite 30 Minuten, sieht mal wie viele Wörter du schaffst und extrapoliert dieses Resultat entweder als Stundenlohn oder als Preis PRO WORT!

Grüße

Toledo


[Edited at 2005-01-08 21:20]


Direct link Reply with quote
 

Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
English to German
+ ...
Ganz ohne Kontext? Jan 9, 2005

Ohne Kontext reicht auch eine Maschinenübersetzung, weil die Berücksichtigung des Kontexts ja das Einzige ist, was der Mensch besser macht.

Außerdem sollte man natürlich ein ergänzendes Angebot für eine vernünftige Übersetzung machen, die vom Kunden auch ein Minimum an Zuarbeit oder Zusammenarbeit erfordert...

[Edited at 2005-01-09 15:48]


Direct link Reply with quote
 

Marinus Vesseur  Identity Verified
Canada
Local time: 00:12
English to Dutch
+ ...
Tabellen mit konzentrierte Textinhalte Jan 9, 2005

Toledo wrote:

Mein Rat: Arbeite 30 Minuten, sieht mal wie viele Wörter du schaffst und extrapoliert dieses Resultat entweder als Stundenlohn oder als Preis PRO WORT!



[Edited at 2005-01-08 21:20]


Ein guter, praktischer Vorschlag. Neuerdings hatte ich auch so ein Auftrag. Man konnte dabei nicht behaupten, dass es keinen Kontext gab, denn die anderen Worte in der Liste liessen eine Deutung des Fachgebiets zu, mal abgesehen vom Spezialgebiet des Kunden (vorausgesetzt man weiß wer der Kunde ist). Das Problem, das ich dabei oft habe, ist, dass der Kunde es für einen minderwertigen Auftrag hält, eine Art Beigabe, dass ich ihm z.B. eine Liste der gängigen Korrespondenzbegriffe zur Gebrauchsanleitung übersetze. Und leider hat meine Agentur da nachgegeben und nur den üblichen Satz abgerechnet. Tatsächlich hat es mindestens 2 mal so lange gedauert als beim "normalen" übersetzen und die Liste enhielt mehr als 2000 Worte. Das nächste Mal schaue ich mir alle "Mach' das noch mal eben dazu"-Tabellen ganz genau an. Und wende dabei Toledo's Tipp an.
Gruß, Marinus.





[Edited at 2005-01-09 16:12]


Direct link Reply with quote
 

Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 09:12
English to German
+ ...
So mache ich das auch Jan 9, 2005

Toledo wrote:

Mein Rat: Arbeite 30 Minuten, sieht mal wie viele Wörter du schaffst und extrapoliert dieses Resultat entweder als Stundenlohn oder als Preis PRO WORT!


Das ist mE der einzig sinnvolle Weg, dafür eine vernünftige Bezahlung zu erwirtschaften.

Off-Topic-Anmerkung:
Ich rechne ohnehin nie nach Zeilen ab, da diese Abrechnunsgart im Ausland meist nur Kopfschütteln auslöst und nach meiner Erfahrung auch keine vernünftige, schnell für beide Seiten erkennbare Basis darstellt. Die Wortanzahl (immer Ausgangstext, wohlgemerkt) ist für alle Beteiligten jederzeit nachvollziehbar und der Kunde weiß vorher, was es nachher kostet. Darauf hat er schließlich auch einen Anspruch.
Wenn ich einen Auftrag zu vergeben habe, möchte ich auch sofort eine nachvollziehbare Summe hören und nicht "mal sehen, was dabei rauskommt" (die Regel bei Kollegen, die nach Zeile/Zieltext arbeiten). Das finde ich höchst unprofessionell.

Gerade in der Kombination Englisch-Deutsch, wo der Zieltext fast immer länger ist, als das Original, fühlen sich Kunden leicht übervorteilt, wenn sie nach Zeile/Zieltext bezahlen sollen.

Zufriedene Kunden sind mir lieber als die paar Euro, die mir dabei bei dem ein oder anderen Auftrag mal verloren gehen sollten.

Achja: Besteht ein Kunde auf Zeilenabrechnung (ja, es gibt noch Dinosaurier), kalkuliere ich beim Angebot grundsätzlich den Wortpreis und rechne danach in Zeilen um. Das mache ich schon deswegen, weil ich sofort weiß, wie lange ich für 2500 Wörter brauche, 300 Zeilen Ausgangstext sagt mir dagegen gar nichts.


Direct link Reply with quote
 

Fernando Toledo  Identity Verified
Germany
Local time: 09:12
Member (2005)
German to Spanish
Du Glücklicher! Jan 9, 2005

Herbert Fipke wrote:

...(ja, es gibt noch Dinosaurier), kalkuliere ich beim Angebot grundsätzlich den Wortpreis und rechne danach in Zeilen um. Das mache ich schon deswegen, weil ich sofort weiß, wie lange ich für 2500 Wörter brauche, 300 Zeilen Ausgangstext sagt mir dagegen gar nichts.


Du arbeitest in der Kombination EN>DE, ich aber DE>ES, wieviel soll ich pro Wort nehmen bei Wörter wie: Donaudampfschifffahrtskapitänskajütengeneralüberholungsagenturangestelltenanwerbungsbonuszahlungsrückstand.

Die Zeilen zählen hat schon seine Gründe...zumindest wenn Deutsch die Ausgangssprache ist.

Grüße


Direct link Reply with quote
 

Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 09:12
Member (2003)
Polish to German
+ ...
Trados schafft Abhilfe Jan 9, 2005

da mit Trados eine Excel-Analyse ohne weiteres möglich ist.
Im Ergebnis bekommt man nicht nur die Wortanzahl, aber auch die durchschnittliche Wortlänge in Zeichen (solche Ungetümerm, wie von Toledo angeführt, sind immerhin äußerst selten) und die Anzahl der Zeichen (ohne Leerzeichen) im gesamten Text.
Außerdem hat Excel eine Funktion, die die Anzahl der Zeichen in einer Zelle berechnen kann.
Dies ist "=LÄNGE()". In die Klammer muss dann die Bezeichnung der Zelle nebenan hinein. Am besten mit dem "fx" Symbol einfügen und dann gleich in die benachbarte Zelle klicken, danac Enter betätigen. Anschließend die Zelle mit dieser Funktion im Excel fortpflanzen und unten eine Summe einfügen. Rest wie bei Word.

Wie auch immer Du es aber rechnen wirst - solche Aufträge verlangen i.d.R. die doppelte Zeit, da stimme ich mit meinen Vorrednern überein.
Im Übrigen spielt es keine pimäre Rolle, ob man nach Wort, Zeile oder Seite abrechnet - diese lassen sich mit entsprechendem Geschick und bei größeren Texten des gleichen Sachgebiets einfach umrechnen. Bei Terminologielisten ist aber ein Stundenpreis wohl die sicherste Alternative.

Schönen Gruß
Jerzy


Direct link Reply with quote
 
Silje2
Local time: 09:12
German to French
+ ...
Wortzahl ist kein exaktes Maß für die tatsächliche Textlänge.... Jan 10, 2005

Hallo,

auch ich habe mich inzwischen (zähneknirschend)an die Abrechnung nach Wörtern gewöhnt...

Allerdings kann ich immer noch nicht verstehen, wie sich so ein schon von der Natur der Sache her ungenaues Maß überhaupt jemals durchsetzen konnte!

Ich habe mir angewöhnt, selbst kleine Statistiken über Textlängen zu führen und dabei festgestellt, dass (zumindest bei den Sprachen Französisch und Spanisch) beim Verhältnis der Wortzahl zur tatsächlichen Textlänge erhebliche Schwankungen bestehen. Sie erreichen je nach Textart bis zu 25%. Eventuell ist das bei englischen Texten ja nicht ganz so ausgeprägt.

Deutsche Texte nach Wörtern abzurechnen macht imho gar keinen Sinn, da man den Kunden (die ja oft nicht mit der Thematik vertraut sind) klar machen muss, warum die deutschen Wortpreise so viel höher sind.

Sicherlich stellen Abrechnungen nach Zeilen des Zieltextes für den Kunden eine Unsicherheit dar, - aber schließlich sind ja auch noch andere Abrechnungsmodi denkbar...

Grüße
Silje


Herbert Fipke wrote:

Toledo wrote:

Mein Rat: Arbeite 30 Minuten, sieht mal wie viele Wörter du schaffst und extrapoliert dieses Resultat entweder als Stundenlohn oder als Preis PRO WORT!


Das ist mE der einzig sinnvolle Weg, dafür eine vernünftige Bezahlung zu erwirtschaften.

Off-Topic-Anmerkung:
Ich rechne ohnehin nie nach Zeilen ab, da diese Abrechnunsgart im Ausland meist nur Kopfschütteln auslöst und nach meiner Erfahrung auch keine vernünftige, schnell für beide Seiten erkennbare Basis darstellt. Die Wortanzahl (immer Ausgangstext, wohlgemerkt) ist für alle Beteiligten jederzeit nachvollziehbar und der Kunde weiß vorher, was es nachher kostet. Darauf hat er schließlich auch einen Anspruch.
Wenn ich einen Auftrag zu vergeben habe, möchte ich auch sofort eine nachvollziehbare Summe hören und nicht "mal sehen, was dabei rauskommt" (die Regel bei Kollegen, die nach Zeile/Zieltext arbeiten). Das finde ich höchst unprofessionell.

Gerade in der Kombination Englisch-Deutsch, wo der Zieltext fast immer länger ist, als das Original, fühlen sich Kunden leicht übervorteilt, wenn sie nach Zeile/Zieltext bezahlen sollen.

Zufriedene Kunden sind mir lieber als die paar Euro, die mir dabei bei dem ein oder anderen Auftrag mal verloren gehen sollten.

Achja: Besteht ein Kunde auf Zeilenabrechnung (ja, es gibt noch Dinosaurier), kalkuliere ich beim Angebot grundsätzlich den Wortpreis und rechne danach in Zeilen um. Das mache ich schon deswegen, weil ich sofort weiß, wie lange ich für 2500 Wörter brauche, 300 Zeilen Ausgangstext sagt mir dagegen gar nichts.


Direct link Reply with quote
 
silvia glatzhofer  Identity Verified
Local time: 09:12
English to German
+ ...
TOPIC STARTER
interesting so far Jan 10, 2005

Achja: Besteht ein Kunde auf Zeilenabrechnung (ja, es gibt noch Dinosaurier), kalkuliere ich beim Angebot grundsätzlich den Wortpreis und rechne danach in Zeilen um.


In Österreich ist einfach Zeilenabrechnung die Norm. Nix mit Dinos und so. Zeilen sind einfach auszurechnen und für jeden Kunden nachvollziehbar. Wenn ich ein Angebot für das Sprachenpaar E-D erstelle, rechne ich die Zeilen des Ausgangstextes aus und addiere ca. 10% für die dt. Zielsprachenversion dazu - kein Problem.
Bei diesen Excel Dateien handelt es sich offensichtlich um Termini für ein Buchhaltungs- bzw. Lagerverwaltungsprogramm. Der Aufwand ist riesig und die Wörter in Zeilen umgerechnet ergibt keinesfalls ein angemessenes Honorar. Offensichtlich scheint die Verrechnung nach Zeit doch am besten zu sein. Andere Kollegen meinten auch, die Zeile anstatt mit 55 mit 45 characters zu berechnen. Das find ich auch nicht so schlecht.


Direct link Reply with quote
 

Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 09:12
English to German
+ ...
Ich wollte meinem Off-Topic Thema gar nicht soviel Aufmerksamkeit gewidmet sehen... Jan 10, 2005

Die Problematik der Wortabrechnung zwischen den verschiedenen Sprachenpaaren liegt natürlich auf der Hand. Zum Beispiel wäre es mal interessant, was ein chinesischer Kollge dazu zu sagen hätte, deren Schrift ja gar nicht aus Wörtern besteht...

Anyway, um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen: Natürlich ist eine zeitliche Abrechnung bei einem solchen Glossarprojekt die einzige für den Übersetzer faire Abrechnungsbasis. Das Problem ist dabei nur, das die zeitliche Abrechnung aus Sicht des Kunden genauso unkalkulierbar wie die Zeile/Zieltextmethode ist. Er muss sich auf meine Aussage verlassen, was mE. grundsätzlich eine schlechte Position ist. Ohne das Vertrauensthema anzuschneiden, stehe ich grundsätzlich auf dem Standpunkt, dass jeder Kunde ein Anrecht darauf hat, bereits vorher zu wissen, was es hinterher kostet. Mit etwas Erfahrung ist das meist auch kein Problem, wir sind schließlich keine Klempner, die erst nach Aufbrechen einer Wand beurteilen können, wieviel Arbeit sich da wirklich anbahnt. Schließlich geht ja sogar das Baugewerbe mehr und mehr zu Festpreisen über, was natürlich auch den Übergang des Kostenrisikos vom Kunden auf den Anbieter bedeutet.
Das nenne ich allerdings gelebte Kundenorientierung, denn Kunden sind nicht dazu da, irgendein Risiko zu tragen.

Einfache Frage:
Bei wem würde ich eher ein Auto kaufen?
Händler A nennt mir den Endpreis ohne weitere Zusatzkosten wie ominöse Extras, Zulassungskosten, Überführung und blablabla, während
Händler B mit einem sensationellen Grundpreis aufwartet und hinterher kommt dann noch das dazu und das und dies und jenes...
Methode B ist mE. Kundenverarschung.

Und sollte mal etwas aus dem Ruder laufen (was natürlich immer mal vorkommen kann), gibt es immer noch die Möglichkeit, nachzuverhandeln. Ein seriöser Kunde wird sich dem nicht verschließen.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Zieltextabrechnung (egal, ob Wort, Zeile, Zeit oder wie auch immer) halte ich für unprofessionell. Aus schlecht kalkulierten Angeboten kann man schließlich auch was lernen und es wird kein zweites Mal passieren.


Direct link Reply with quote
 


There is no moderator assigned specifically to this forum.
To report site rules violations or get help, please contact site staff »


Wie verrechnet man Excel Wortlisten am besten? How calculate the price for Excel lists of terms?

Advanced search






CafeTran Espresso
You've never met a CAT tool this clever!

Translate faster & easier, using a sophisticated CAT tool built by a translator / developer. Accept jobs from clients who use SDL Trados, MemoQ, Wordfast & major CAT tools. Download and start using CafeTran Espresso -- for free

More info »
memoQ translator pro
Kilgray's memoQ is the world's fastest developing integrated localization & translation environment rendering you more productive and efficient.

With our advanced file filters, unlimited language and advanced file support, memoQ translator pro has been designed for translators and reviewers who work on their own, with other translators or in team-based translation projects.

More info »



All of ProZ.com
  • All of ProZ.com
  • Term search
  • Jobs