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Wer unterschreibt das?
Thread poster: Aniello Scognamiglio

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
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Mar 7, 2005

*** I understand that I may not contact xyz's clients, directly or indirectly, at any time during our business relationship and for a period of 3 (three) years after terminating said relationship.***

Das ist meines Erachtens ein "dicker Hund" und ich werde das NDA-Formular SO natürlich nicht unterschreiben, auch wenn es dann nicht zu einer Zusammenarbeit mit dem Kunden kommen sollte.

Wie geht Ihr mit solchen (potentiellen) Kunden um?

Für jeden Erfahrungsbericht jetzt schon Danke!

Aniello


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Hilary Davies Shelby
United States
Local time: 09:34
German to English
Ich nicht Mar 7, 2005

Hallo Aniello!

Ich bin auch 2-3-mal gebeten worden, solche NDAs zu unterschreiben und das mache ich grundsaetzlich nicht. So leid es mir auch manchmal tut, bin ich nicht bereit zu erklaeren, dass ich innerhalb den naechsten 3 Jahren keine Projekte von Kunden in meinen Fachbereichen akzeptieren werde!

Ich bitte die Agentur/den Kunden immer, diesen Satz zu aendern. Bisher habe ich aber keinen Glueck gehabt; die Zusammenarbeit ist dann leider nicht zustandegekommen.

Viel Glueck!

Hilary.


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Marinus Vesseur  Identity Verified
Canada
Local time: 07:34
English to Dutch
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Durchstreichen und unterschreiben Mar 7, 2005

Merkwürdigerweise scheint diese Unsitte um sich zu greifen. Ich hatte auch so einen einseitigen 'Werkvertrag' zu unterschreiben für eine Agentur aus Österreich. Ich habe durchgestrichen was mir nicht gefiel, unterschrieben und habe seitdem davon nichts mehr gehört, aber die Aufträge kommen wie bisher.

Ist überhaupt die Frage ob diese Wettbewerbsklauseln vor Gericht Stand halten. Wäre mal eine interessante Frage an unsere Kollegen, die sich damit auskennen.

Gruß, Marinus.


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
English to German
+ ...
TOPIC STARTER
Gute Idee Mar 7, 2005

Marinus Vesseur wrote:

Merkwürdigerweise scheint diese Unsitte um sich zu greifen.

>>> Übersetzer aller Länder wehrt euch!!!

Ich hatte auch so einen einseitigen 'Werkvertrag' zu unterschreiben für eine Agentur aus Österreich. Ich habe durchgestrichen was mir nicht gefiel,

>>> Gute Idee, aber hat die Agentur dann noch mit dir zusammengearbeitet?

Ist überhaupt die Frage ob diese Wettbewerbsklauseln vor Gericht Stand halten.

>>> Das kommt drauf an. Vor Jahren (da war ich noch festangestellter IT-Trainer) hatte ich eine ähnliche Klausel im Vertrag. Ich durfte 1 Jahr nach dem Ausscheiden aus der Firma nicht für die Konkurrenz tätig werden. Dafür bekam ich aber 3000 DM netto/Monat. Ist doch verständlich, dass ich einverstanden war, oder?

Gruß, Marinus.


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Tell IT - Helene Salzmann-Mingardi
Switzerland
Local time: 16:34
Member (2004)
Italian to German
+ ...
Gute Frage! Mar 7, 2005

Wegen meiner Weigerung, eine solche Klausel zu unterschreiben, bin ich um eine Zusammenarbeit ärmer. Und dabei waren die Aufträge wirklich nicht üppig! Heute bin ich froh, dass ich es so gehalten habe....
Schönen Abend noch, Helene


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RWSTranslation
Germany
Local time: 16:34
Member (2007)
German to English
+ ...
Wettbewerbsklausel Mar 7, 2005

Hallo,

ohne hier auf den konkreten Fall Bezug zu nehmen.

Wie ist das eigentlich in der Praxis ?
Wenn ich für einen anderen als Subunternehmeer tätig bin, gehe ich eigentlich davon aus, dass ich meine Kenntisse über die Kunden meines Auftraggebers, die ich aus der Zusammenarbeit gewinne nicht dazu benutze um eigene Geschäftsbeziehungen zu den Auftraggebern meines Kunden aufzubauen.

Wenn ich dies so handhabe, habe ich auch kein Problem eine entsprechende Wettbewerbsklausel zu unterschreiben, oder ?

Viele Grüße

Hans


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member (2003)
Polish to German
+ ...
Ich würde hier mit Hans halten Mar 7, 2005

und den Teufel nicht an die Wand malen, wo gar keiner ist.
Was hier alleine für mich zu Debatte stehen könnte, ist die Dauer, für die man sich verpflichtet, die Kunden des Kunden nicht zu kontaktieren.
Aber die Tatsache, dass man Kunden des Kunden nicht abwerben sollte, liegt wohl auf der Hand - da sind wir uns einig, oder?
Ich bin zwar kein Jurist, aber eine Wettbewerbsverbostklausel wird IMO vor jedem Gericht standhalten könne, denn schließlich wurde sie nicht jetzt extra nur für uns Übersetzer erfunden.
Soweit ich weiß, unterliegt jeder Geschäftsführer einem ähnlichen Wettbewerbsverbot. Auch die Dauer nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis dürfte ähnlich sein - wobei ich mich dunkel noch an einen Vertrag erinnern kann, wo es 5 Jahre waren. Aber das wäre IMO dann nur Verhandlungssache. Das Wettbewerbsverbot als solches dagegen nicht.

Schönen Gruß
Jerzy


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Rainer Pawellek  Identity Verified
Local time: 16:34
Member (2002)
English to German
+ ...
Ruhig unterschreiben! Mar 7, 2005

Zumindest wenn es um Arbeitsverträge geht, weiß ich genau, daß solche Klauseln (Wettbewerbsverbote nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen) immer dann unwirksam sind, wenn nicht gleichzeitig eine Entschädigung vereinbart wurde.

Schließlich läßt man sich ja dadurch elementare Grundrechte "abkaufen", unter anderem das Recht auf freie berufliche Entfaltung. Und das kostet nun mal was.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß für Verträge mit Selbständigen andere juristische Maßstäbe gelten.

(Davon mal abgesehen, scheint der fragliche Auftraggeber ein echter Individualist zu sein - wer plant heutzutage noch in Zeiträumen von _DREI_ Jahren...?)


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member (2002)
English to German
+ ...
Einfügung: *bekannte* Mar 7, 2005

Grundsätzlich ist gegen einen Konkurrenzausschluss nichts einzuwenden. 3 Jahre halte ich für etwas lang, aber wichtiger finde ich, die "Kunden" sinngemäß durch "mir bekannte Kunden" zu beschränken, um Überraschungen vorzubeugen.

Ansonsten bin ich auch altmodisch genug, um mich Hans und Jerzy anzuschließen.


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member (2002)
English to German
+ ...
Dann verklag ich mich mal auf meine Kaffeepause Mar 7, 2005


Ich kann mir nicht vorstellen, daß für Verträge mit Selbständigen andere juristische Maßstäbe gelten.

Was ist denn z. B. mit Vertragsfreiheit? Ich kann mit nicht vorstellen, dass für Verträge zwischen Unternehmen/Kaufleuten die gleichen Maßstäbe gelten wie für einen Arbeitsvertrag.


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Hilary Davies Shelby
United States
Local time: 09:34
German to English
Das Problem is nicht... Mar 7, 2005

DSC wrote:

Hallo,

ohne hier auf den konkreten Fall Bezug zu nehmen.

Wie ist das eigentlich in der Praxis ?
Wenn ich für einen anderen als Subunternehmeer tätig bin, gehe ich eigentlich davon aus, dass ich meine Kenntisse über die Kunden meines Auftraggebers, die ich aus der Zusammenarbeit gewinne nicht dazu benutze um eigene Geschäftsbeziehungen zu den Auftraggebern meines Kunden aufzubauen.

Wenn ich dies so handhabe, habe ich auch kein Problem eine entsprechende Wettbewerbsklausel zu unterschreiben, oder ?

Viele Grüße

Hans


dass ich versuchen wuerde, die Kunden abzuwerben (sowas wurde ich grundsaetzlich nicht machen). Das Problem ist, z.B. dass es bei einigen Fachbereichen nicht soviele Firmen gibt, die in diesen Bereichen taetig sind. Nehmen wir als Beispiel Computerspiele. Soviele deutsche Computerspielhersteller gibt es eigentlich nicht. Wenn ich durch Agentur X einmal fuer Firma Y arbeite und einen solchen Klausel unterschreibe, kann ich dann 3 Jahre lang mich nicht bei Y bewerben. Und dabei gibt es vielleicht nur 3 Firmen!

Was passiert aber, wenn ich einen solchen Klausel mit Agentur X unterschreibe, und mir dann Agentur Z auch ein Projekt fuer Firma Y anbietet? Darf ich dann dieses Projekt annehmen?


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member (2003)
Polish to German
+ ...
Wir wandern ab in die Regionen der Berufsethik... Mar 7, 2005

Hilary Davies wrote:
Das Problem ist nicht, dass ich versuchen wuerde, die Kunden abzuwerben (sowas wurde ich grundsaetzlich nicht machen). Das Problem ist, z.B. dass es bei einigen Fachbereichen nicht soviele Firmen gibt, die in diesen Bereichen taetig sind. Nehmen wir als Beispiel Computerspiele. Soviele deutsche Computerspielhersteller gibt es eigentlich nicht. Wenn ich durch Agentur X einmal fuer Firma Y arbeite und einen solchen Klausel unterschreibe, kann ich dann 3 Jahre lang mich nicht bei Y bewerben. Und dabei gibt es vielleicht nur 3 Firmen!

Was passiert aber, wenn ich einen solchen Klausel mit Agentur X unterschreibe, und mir dann Agentur Z auch ein Projekt fuer Firma Y anbietet? Darf ich dann dieses Projekt annehmen?




Du unterschreibst mit der Firma X eine ausdrückliche Vereinbarung, an deren Kunden Z nicht aktiv mit deinr persönlichen Werbung heranzugehen. Die Firma Y hat dieses Abkommen mit der Firma X aber nicht. Die Firma Y hat de Kunden Z aus welchem Grund auch immer für sich gewinnen können. Da für dich dann die Firma Y Kunde ist, tritt die Firma Z in den Hintergrund.
Wie Klaus richtig angemerkt hat, sollte man diesen Satz um "bekannte bzw. bekannt gewordene Kunden" ergänzen.
Eine aktive "Bewerbung" eines solchen Kunden Z der Firma X während man mit Firma X zusammenarbeitet ist für mich eine höchst fragwürdige Praxis, die mit meinem Verständnis für die Berufsethik nicht zu vereinbaren ist.

Es gibt aber durchaus Situationen, die verfahrener sind, als dein Beispiel mit den drei Spielefirmen.
Was tut man, wenn der Kunde deines Kunden (also in diesem Falle Firma Z) direkt an einen herantritt und sozusagen die Pistole auf die Brust setzt, indem sie dir sagen, mit dir würden sie gerne weiterhin zusammenarbeiten, aber nicht mehr mit Firma X, weil die insgesamt unzufriedenstellende Leistungen geboten hat. Sozusagen friß Vogel oder stirb. Was nun? Was würdet ihr dann machen?

Gruß
J.


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Claire Bourneton-Gerlach  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member
German to French
+ ...
Wann kommt es vor? Mar 7, 2005

Jerzy Czopik wrote:

Was tut man, wenn der Kunde deines Kunden (also in diesem Falle Firma Z) direkt an einen herantritt und sozusagen die Pistole auf die Brust setzt, indem sie dir sagen, mit dir würden sie gerne weiterhin zusammenarbeiten, aber nicht mehr mit Firma X, weil die insgesamt unzufriedenstellende Leistungen geboten hat. Sozusagen friß Vogel oder stirb. Was nun? Was würdet ihr dann machen?

Gruß
J.


normalerweise erfährt der Endkunde die Daten "seines" Übersetzers nie. Wie kann er dann an ihn herantreten?


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Tell IT - Helene Salzmann-Mingardi
Switzerland
Local time: 16:34
Member (2004)
Italian to German
+ ...
Kundenklau Mar 7, 2005

DSC wrote:

Hallo,

ohne hier auf den konkreten Fall Bezug zu nehmen.

Wie ist das eigentlich in der Praxis ?
Wenn ich für einen anderen als Subunternehmeer tätig bin, gehe ich eigentlich davon aus, dass ich meine Kenntisse über die Kunden meines Auftraggebers, die ich aus der Zusammenarbeit gewinne nicht dazu benutze um eigene Geschäftsbeziehungen zu den Auftraggebern meines Kunden aufzubauen.
Völlig einverstanden. Kundenklau ist daneben. Bei mir hieß es aber auch, ich dürfe in keinem Konkurrenzverhältnis zu dieser Agentur stehen - in welcher Form auch immer. Das fand ich dann doch etwas "monopolistisch".


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
Germany
Local time: 16:34
Member (2003)
English to German
+ ...
Um "geringfügige" Änderung bitten Mar 7, 2005

Klaus Herrmann wrote:
Grundsätzlich ist gegen einen Konkurrenzausschluss nichts einzuwenden. 3 Jahre halte ich für etwas lang, aber wichtiger finde ich, die "Kunden" sinngemäß durch "mir bekannte Kunden" zu beschränken, um Überraschungen vorzubeugen.


Genau, der springende Punkt ist doch, dass ich hier gebeten werde, mein eigenes Grab zu schaufeln. Denn ich soll unterschreiben, mit keinem von XXXs Kunden in Kontakt zu treten. Woher weiß ich aber nun, wer XXXs Kunden sind? Muss ich nun bei jedem neuen Kunden erst XXX fragen, ob ich mit ihm arbeiten darf?

Wenn die Klausel nun auf diejenigen Kunden beschränkt wäre, mit denen ich durch XXX zusammenarbeite, könnte ich das Ding ruhigeren Gewissens unterschreiben.

Ich hatte einmal einen noch extremeren Fall, da war von allen "potentiellen" Kunden der Agentur die Rede!

Ich habe übrigens genau diese Klausel erhalten und eben per E-Mail angefragt, ob denn dieser Absatz gestrichen oder zumindest geändert werden könne. Mal sehen, was sie antworten.

Euch allen noch einen schönen Abend
Stefanie


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