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Auslandskorrespondentin - was jetzt?
Thread poster: steffle
steffle
Local time: 12:54
English to German
Jun 5, 2002

Hallo,



ich bin 19 Jahre hab vor einem Jahr meine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin E-D, F-D abgeschlossen. Zur Zeit bin ich als Au Pair in den USA. Freelance translator klingt recht interessant, aber ich hab leider keine Ahnung von dem ganzen Computerzeug. Ich wuerde gern noch weiter Sprachen lernen, oder eine Ausbildung machen, in der ich mit Sprachen arbeiten kann und an Erfahrung gewinne. Wie seid ihr denn so an eure Kenntnisse gekommen?

Kann mir jemand eine Schule empfehlen, an der ich meine Kenntnisse weiter verbessern kann oder wie ich, als Einsteiger, am besten an einen Translator Job komme, vielleicht sogar in den USA?

Freu mich auch wenn ihr mir von eurer Ausbildung erzaehlt.



danke



steffi



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Sarah Downing  Identity Verified
Local time: 06:54
German to English
+ ...
Bon Courage! Jun 5, 2002

Hi Steffi,



Selbst habe ich an der Uni Germanistik und Romanistik studiert und bin nachher nach Deutschland gezogen, um mit meinem deutschen Freund zusammenzusein. Meines Erachtens ist die beste Weise, eine Sprache zu lernen im Land zu leben, denn so lernt man viele Ausdrücke und Ausdrucksweisen, die man einfach nicht an der Uni lernen würde. Wenn Du also momentan Aupair bist, ist das, glaube ich, eine gute Methode (habe ich nämlich auch gemacht - man muß nur mit der Familie Glück haben)

Ich finde nicht, daß man als Freiberuflerin unbedingt Computerprofi sein muß - allerdings muß man die Grundkenntnisse von Office haben (nach meiner Erfahrung sind die meisten Aufträge in Word und einige in Powerpoint oder Excel - zum Glück muß man Powerpoint nicht so wirklich können, denn die Texte sind schon drin und man muß sie in der Regel nur überschreiben). Es gibt natürlich Aufträge für die html und so weiter erforderlich sind, aber so etwas macht nicht jeder.

Was Software und Arbeitswerkzeuge betrifft, braucht man als Grundausstattung Office, Acrobat Reader (kostenlos zum Herunterladen auf Adobes Website) und ein paar gute Wörterbücher - allgemeine sowie Fachwörterbücher - Hamblock und Wessels Großwörterbuch Wirtschaftsenglisch kann ich z.B. wärmstens empfehlen und für Technik ist Ernst sehr gut. Im Internet findet man eine ganze Menge und um eine gute Übersetzung anzufertigen muß man manchmal sehr viel recherchieren. Online-Wörterbücher sind z.T. recht gut - www.leo.org, www.dicdata.de, Eurodicautom, um nur ein paar zu nennen.

Als Freiberuflerin ist es anfangs etwas schwierig an Kunden zu kommen. Ich habe einfach in die Gelben Seiten und in das Telefonbuch nach Agenturen gesucht und mich dann bei denen per Email beworben. Am besten schreibt man in der Email, was man für vorherige Übersetzungserfahrung hat - auch wenn man keine konkrete Erfahrung hat, kann man zum Beispiel schreiben, daß man eine Zeitlang in dem Land gelebt hat (damals hatte ich noch wenig Erfahrung, außer das was wir an der Uni gemacht hatten, hatte jedoch ein Volontariat in einer Firma gemacht für die ich sehr viel übersetzt hatte - ich meine, Auslandsaufenthalter wären auch nicht unwichtig), was seine Fachbereicher sind (falls man schon überhaupt welche hat) - damals wußte ich auch noch nicht, aber nachdem man eine Zeitlang gearbeitet hat, kommt man darauf, was einem am ehesten liegt - der Vorteil daran, für Agenturen zu arbeiten ist zweifältig - erstens lernt man eine Menge Themen kennen (der Beruf an sich ist sehr schön, weil man ständig etwas Neues dazulernt)und zweitens ist es weniger risikant als wenn man sofort für Direktkunden arbeitet - man wird zwar weniger bezahlt, aber dafür bleibt die ganze Haftung nicht bei einem sitzen, falls ein Fehler einschleicht. Man sollte so \'was natürlich durch gründliches Korrekturlesen vermeiden - ja, ich glaube, jeder haßt so \'was - aber das ist ein notwendiges Übel -dennoch ist jeder Übersetzer nur ein Mensch und Menschen sind fehlbar ... Dann erwarten die meisten Agenturen auch, daß man im Anschreiben seinen Zeilen/Wortpreis angibt - also vorher gut informieren - je nach Land gibt es andere Preismodalitäten - hier in Deutschland z.B. wird\'s meist pro Zeile (meistens 55 Anschläge - Zeichen+Leerzeichen) - abgerechnet, in anderen Ländern wie, z.B. GB, wird, glaube ich, pro Wort abgerechnet.

Ansonsten sind Internet-Mailinglists auch ganz nützlich - U-jobs kann ich als Beispiel nennen. Der Vorteil an solchen Sachen liegt darin, daß man dadurch vielleicht auch Kollegen kennenlernt - am Anfang ist es unentbehrlich eine(n) erfahrene(n) Kolleg/en/in zu haben, den oder die man fragen kann. Durch manche Kollegen bekommt man auch gelegentliche Aufträge und persönlich finde ich das sehr schön mit Kollegen zusammenzuarbeiten.

Was Schulen betrifft kenne ich mich leider nicht ganz so gut aus - ich kann nur sagen, daß in Deutschland nach meiner Erfahrung die meisten Agenturen schon erwarten, daß man einen Abschluß auf irgendeine Art hat.

Ansonsten empfehlenswert ist es eine Homepage zu haben, die man als \"Referenz\" angeben kann - eine kleine Zusammenfassung von dem was man bieten kann.

Ich hoffe, Dir hiermit geholfen zu haben. Solltest Du weitere Fragen haben, kannst Du mir die gerne über meine proz Email (in meinem Profil) mailen - klick einfach auf meinen Namen.

Grüsse,

Sarah


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Mats Wiman  Identity Verified
Sweden
Local time: 12:54
Member (2000)
German to Swedish
+ ...

MODERATOR
Gut! Jun 5, 2002

Ich kann mich der vorhergehende Kollegin nur anschließen. Die Ratschläge sind laut meiner Erfahrung sehr gut.



Danke für ein gutes \'prozisches\' Beispiel!



MW

[ This Message was edited by: on 2002-06-05 20:20 ]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 12:54
English to German
+ ...
Spot on. Jun 5, 2002

Kann mich Mats nur anschließen.

Im \"Being independent\"-Forum gab\'s heute Abend eine sehr ähnliche Anfrage - damit ich den Kram nicht nochmal auf Deutsch schreiben muss: www.proz.com/?sp=bb/viewtopic&eid_c=20821&topic=3187&forum=18



Viel Glück!

Ralf


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Maya Jurt  Identity Verified
Switzerland
Local time: 12:54
Member (2002)
French to German
+ ...
Ja, wenn es so einfach wäre... Jun 5, 2002

Sorry, ein Misston im Dialog. Ich weiss wirklich nicht, warum meine Kollegen denken, das jedermann, der Übersetzer werden will, das auch tun kann.

Ëine gründliche Ausbildung als Übersetzer ist gut.

Eine langjährige Erfahrung in verschiedenen Bereichen ist besser.

Für den guten Übersetzer braucht es ein Sprachtalent.

Und eine Neugierde, immer mehr dazu zu lernen.

Und Bescheidenheit. Den Willen, sich von anderen profis korrigieren zu lassen. Um dazu zu lernen. Und das ist rar.



Asl 19Jährige würde ich erst ein Studium abschliessen - nicht unbedingt Übersetzerschule. Sprachen lernen. Vielleicht kommt die Berufung nach 20 Jahren Erfahrung in anderen Bereichen .

Das wäre mein Weg zum Erfolg.







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Sarah Downing  Identity Verified
Local time: 06:54
German to English
+ ...
Es geht nicht unbedingt ums Alter ... Jun 5, 2002

Quote:


On 2002-06-05 22:39, mayagyan wrote:

Sorry, ein Misston im Dialog. Ich weiss wirklich nicht, warum meine Kollegen denken, das jedermann, der Übersetzer werden will, das auch tun kann.

Ëine gründliche Ausbildung als Übersetzer ist gut.

Eine langjährige Erfahrung in verschiedenen Bereichen ist besser.

Für den guten Übersetzer braucht es ein Sprachtalent.

Und eine Neugierde, immer mehr dazu zu lernen.

Und Bescheidenheit. Den Willen, sich von anderen profis korrigieren zu lassen. Um dazu zu lernen. Und das ist rar.



Asl 19Jährige würde ich erst ein Studium abschliessen - nicht unbedingt Übersetzerschule. Sprachen lernen. Vielleicht kommt die Berufung nach 20 Jahren Erfahrung in anderen Bereichen .

Das wäre mein Weg zum Erfolg.











Ich möchte keineswegs einen Streit anfangen, aber da scheinen Sie etwas falsch zu verstanden haben Maya. Ich habe nirgendwo behauptet, daß jedermann übersetzen kann. Ich selbst habe Leute gekannt, die gedacht haben, das sei der Fall und das nervt - der Beruf ist eben nicht gerade einfach!

Ich finde auch, daß ein Studium wichtig ist, möchte aber auch nicht behaupten, daß man ohne Studium nicht erfolgreich sein kann - schließlich gibt\'s auch gute Übersetzer, die nicht studiert haben.

Langjährige Erfahrung ist schön und gut, aber wie bekommt man das ohne zu übersetzen?! Wieviele gute Übersetzer gibt es eben, die noch nicht so alt sind - manchmal stolpert man sozusagen in den Beruf \'rein.

Schließlich ist dieser Beruf \"learning by doing\" und wie ich oben erwähnt habe, ist es aus diesem Grund ratsamer erst einmal nur für Agenturen zu arbeiten, zumal man auch dadurch so viele Themenbereicher kennenlernt.

Sprachtalent und Neugier kann man ja auch mit 19 haben. Es geht eigentlich nicht ums Alter.

Grundsätzlich jedoch gebe ich Ihnen in ein paar Punkten recht: Ausbildung ist wichtig aber nicht das A und O (oder \"be all and end all\", wie man auf englisch sagt). Erfahrung ist, würde ich behaupten, noch wichtiger. Sprachtalent ist ein Muß - man muß nicht nur seine Quellsprache verstehen, sondern sich auch in seiner Zielsprache gut ausdrücken können.

Wenn man einmal in dem Beruf drin ist, wird man, nach meiner Erfahrung, immer neugieriger - das Gewinnen von neuem Wissen macht immer mehr Spaß und das geht Hand in Hand mit dieser Bescheidenheit, von der Sie gesprochen haben, weil man eben dieses Wissen von anderen Profis gewinnen kann. Ob diese Einstellung wirklich so rar ist, wage ich zu bezweifeln, denn wer nicht gewissermaßen wissenshungrig ist, ist meines Erachtens im falschen Beruf.

Grüsse,

Sarah



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wrtransco
Local time: 06:54
German to English
+ ...
Wenn dir dein Job genug Zeit lässt - Jun 6, 2002

NYU bietet Online-Kurse an. Du könntest so einen Master of Science in Translation bzw. ein Graduate Certificate in Translation erwerben. Das würde dir auch Gelegenheit geben, um festzustellen, ob das überhaupt für dich in Frage kommt.



http://www.scps.nyu.edu/dyncon/acfl/



Alles Gute!


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Vauwe
Local time: 12:54
English to German
+ ...
Experience Jun 6, 2002

Ich möchte mich der Meinung von Maya anschließen. Sprachen lieben und beherrschen, ist nicht ausreichend für diesen Job. Dies ist die Grundvoraussetzung, aber es gehört unbedingt eine fachliche Ausbildung dazu, sei es im technischen, juristischen, medizinischen, literarischen etc. Bereich. In meiner 16-jährigen Tätigkeit als Übersetzer und Korrektor habe ich unzählige \'katastrophale\' Übersetzungen von Freelancern gesehen, die nicht einmal die Rechtschreibung beherrschten und nur unzureichende Fachkenntnisse besaßen, obwohl sie von Übersetzerschulen kamen. Insofern sind das Alter und die Erfahrung schon entscheidend, um nicht Übersetzungen zu liefern, die später auf \'Witzseiten\' im Internet veröffentlicht werden.

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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 12:54
English to German
+ ...
Das dauert sicher noch ein Weilchen Jun 6, 2002

Im Moment, kurz nach Abschluss des Studiums, dürfte es problematisch werden, so an Übersetzeraufträge heranzukommen, dass man davon leben kann. Aber versuch\'s, eine Mark hier und da dazuzuverdienen ist ja nicht verkehrt, und das übt ja auch.



Nur die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin halte ich für einen guten Anfang, aber bei weitem nicht ausreichend. Mit Sprachausbildung allein kommt man heute nicht weit. Kann ja fast jeder und ist eigentlich mehr eine Grundvoraussetzung, um vorwärtszukommen, als eine Besonderheit, mit der man seine Brötchen verdienen könnte (Erdfahrungswerte). Du brauchst unbedingt einen fachlichen Hintergrund, wo Du Dich dann dementsprechend sprachlich zum Profi weiterbilden kannst. Ich habe zum Beispiel mehr als 10 Jahre im Banken-, Finanz- und Wirtschaftsprüfungsbereich hinter mir, bevor ich mich entschlossen habe, mich mehr auf die sprachliche Seite zu verlegen, weil das Geschäft ansich ziemlich langweilig ist und ich auch nicht mehr ala Angestellter herumdümpeln wollte. Und noch immer bin ich lange nicht so gut, wie z.B. Ralf, der ein absoluter Finanzprofi ist in meinen Augen. Wenn jetzt auch hier da mal Aufträge kommen, die einen oder ein paar Tausender abwerfen, kann ich mich doch von den Sprachen allein immer noch nicht ernähren und bleibe deshalb mit einem Bein im Bankensektor, wenn auch in einem für Euch ziemlich exotisch anmutenden Land. Aber es ist hier viel interessanter, als in Deutschland und als mancher glauben mag. Und das wichtigste: bin mein eigener Herr, keine Chefs, nur Partner.



Für einen Übersetzer ist es, denke ich, unerlässlich, das Ohr ständig an der Branche zu haben, in der er arbeitet. Ansonsten veraltet die Terminologie, und es kommt nur Schrott raus. Das merke ich z.B. in der Kombination Russisch-Deutsch-Russisch oder Englisch-Russisch-Englisch manchmal bei meinen russischstämmigen Kollegen, die sich mangels Gelegenheit auf total überholte Berufserfahrung und Terminologie aus Sowjetzeiten verlassen müssen und vieles deshalb nicht in der Bedeutung \'rüberbringen können, die z.B. ein englischer Finanzbegriff in sich trägt. Oder, und das kann absolut tödlich sein, sie haben wirklich nur Sprachen studiert und picken aus irgendwelchen Wörterbüchern die erstbeste dort empfohlene Übersetzung \'raus, die häufig voll danebenliegt. Wenn ich dies kritisiere und meine eigenen, auf Sprachkenntnis und Erfahrung basierenden, richtigen Vorschläge anbringe und verteidige, werde ich häufig mit Vorwürfen von \"Macho\", über \"Russenhasser\" bis zu \"schizophren\" konfrontiert und angefeindet, insbesondere von den Frauen. Schade, dass die meisten von Euch die Sachen im russischen Forum nicht lesen können. Trotzdem halte ich es für meine Pflicht, andere zu korrigieren, auch wenn\'s wehtut. Es ist keinem geholfen, wenn eine schlampige oder unmoderne Variante \"aus Nettigkeit\" durchgeht und der Kollege Frager dann beim Klienten in der Tinte sitzt.



Ähnliches habe ich auch in der Praxis (auf Seminaren in Kiew, Moskau, Petersburg etc.) erleben dürfen, und es betrifft nicht nur die SU, sondern viele Fälle, wo nur Sprach-, aber keine Fachkenntnis vorhanden ist. Konkret: 1993-94 auf einem Seminar einer westlichen Zentralbank für die ukrainische Nationalbank in Kiew hatten die \"Westler\" ihren eigenen Dolmetscher dabei: nur Linguist, keinen Dunst von Finanzen, und sicher auch ein unzureichendes Russisch mit miserabler Aussprache (französischer Akzent, der ja auch in jeder anderen Sprache leider immer durchkommt). Ende vom Lied: nach zwei Tagen wurde er gefeuert wegen Inkompetenz, die Jungs haben einfach nicht kapiert, was er sagen wollte.



Ich selbst habe solche Seminare und Workshops bei der Bundesbank und KPMG auch als Dolmetscher begleiten dürfen, und das hat mir sehr geholfen, meinen fachlichen Wortschatz aufzubauen und dranzubleiben. Immer war ich aber auf diesem Gebiet (Finanzen, Volks- und Betriebswirtschaft)auch praktisch engagiert.



Soweit zu Kombinationen mit Russisch, wo ich mich wirklich als 100% professionell einschätze. Nun, und was Englisch angeht, lerne ich viel von anderen, obwohl ich mich auch da für sehr fähig halte, nur eben noch nicht 100%. Da habe ich mir in meiner Anfangszeit auf Proz sehr harsche (teilweise berechtigte, aber im Ton vergriffene, teilweise absolut unberechtigte Kritik und Schmähungen anhören dürfen. Beides unterstreicht nur was Maya sagt: Neugier, Fachwissen, Dranbleiben, alles kommt mit der Erfahrung. Nicht unbedingt braucht man ein Sprachenstudium, da wird doch, m.E., viel unnötiger Ballast vermittelt: Geschichte der Sprache etc. Das ist ganz nett für die Allgemeinbildung, finde ich, aber professionell bringt es einem nix und hält nur auf (ist die Meinung auch von Leuten, die das hinter sich gebracht haben). Ich lerne z.B. jetzt noch kasachisch so gut es geht. Wenn\'s nix bringt, schaden tut\'s auch nicht. Sicher werde ich darin kein Profi, aber Talent ist da, und es ist einfach klasse, wenn man in einem fremden Land nicht so taub und stumm durch die Gegend läuft, wie die anderen Ausländer.



Kurz und gut: ich würde Dir raten, ein paar Jahre professionell in Deiner Sparte oder wo auch immer zu ackern, um wirklich professionelles Rüstzeug auf einem speziellen Gebiet zu bekommen. Ohne das gehst Du als Übersetzer baden. Vielleicht willst Du das ja in ein paar Jahren auch gar nicht mehr: nur übersetzen kann auch ganz schön langweilig sein, denke ich. Aber so nebenher würde ich schon jetzt probieren und mich in Ruhe aufbauen, solange ich noch irgendwo anders mein Haupteinkommen habe.



Viel Erfolg

Steffen


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RWSTranslation
Germany
Local time: 12:54
Member (2007)
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+ ...
Einstieg Jun 14, 2002

Hallo,



neben den bereits vorgestellten Möglichkeiten einer fundierten Ausbildung, des Sammelns von Erfahrungen in verschiedneen Branchen, ... möchte ich auch noch darauf hinweisen, daß der Einstieg als Freelancer vom stillen Kämmerlein aus, nicht immer erfolgreich ist.



Wir erhalten zuhauf Bewerbungen von Freelancern, die angeben über jahrelange Berufserfahrung zu verfügen, und in unserer Probeübersetzung Fehler machen, die nicht mal von den bei uns ab und an eingesetzten Praktikanten begangen werden.



Ich empfehle daher für einen Einstieg immer auch Agenturen als Auftraggeber, die es ermöglichen in deren Büro mit anderen erfahrenen Übersetzern zusammen zu arbeiten. Ein erfahrener Lehrmeister ist durch nichts zu ersetzen.



Viele Grüße



Hans


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RWSTranslation
Germany
Local time: 12:54
Member (2007)
German to English
+ ...
Einstieg Jun 14, 2002



[ This Message was edited by: on 2002-06-27 17:24 ]


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Germán Porten  Identity Verified
German to Spanish
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vielen Dank für die Bereicherung ! Jun 18, 2002

Hallo !



Ich möchte mich ausführlich bei Sarah und den anderen Kollegen bedanken ! ...es sind gute Ratschläge auch wenn manchmal Diskussionen dabei entstehen. Meinerseits habe ich einige Probleme „als Einsteiger“ (hier, bei den Postings) weil es mir nicht so leicht fällt schnell „aus den Bauch“ zu schreiben. Wenn ich die gesamten Überlegungen weltweit betrachte und sie mit den hiesigen Verhältnissen vergleiche wird es mir ein wenig „Schwindlig“. Einerseits die Junge Steffle die sich ihrer Zukunft wendet, anderseits die Diskussion über Erfahrung versus Ausbildung. Dann kommt noch das Thema der Agenturen, der Preise und der Werbungen hinzu. Was Hans behauptet ist meiner Ansicht nach auch ein Thema für sich selbst, ...also:

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Wir erhalten zuhauf Bewerbungen von Freelancern, die angeben über jahrelange Berufserfahrung zu verfügen, und in unserer Probeübersetzung Fehler machen, die nicht mal von den bei uns ab und an eingesetzten Praktikanten begangen werden.

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Ich muß mich hier zum X-ten Mal wieder „Umstellen“ um mich den Gegebenheiten des Landes (oder sollte man es jetzt „des Marktes“ nennen) anzupassen. Wenn ich von hier aus weiter Arbeiten will müßte ich mich schon an internationale Agenturen wenden, von der Übersetzung alleine kann kaum jemand Leben. Ich würde mich freuen wenn ich nur wüßte daß jemand eine meiner Werbungen liest und sie mit anderen vergleicht, meistens enden alle im „Round File“ neben dem Schreibtisch wenn es sich nicht um 0,00NIX $/Wort handelt.



Ok, der erste Schritt ist getan ! ...auch wenn ich bei dem schnellen Aufsatz kein „astreines Hochdeutsch“ verwendet habe, hoffe ich in Zukunft weiter Teilnehmen zu können.



Ein Gruß aus Buenos Aires

German_ar



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