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Anfragen aus Fernosten
Thread poster: Aniello Scognamiglio

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Jan 19, 2006



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Ralf Lemster  Identity Verified
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Preise halten Jan 19, 2006

Hallo Aniello,

Meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit Billiglohnländern (keine Abwertung!)? Lasst ihr solche Anfragen gleich "links liegen", weil es schon aus Preisgründen keinen Sinn hat, oder geht ihr mit den Preisen runter (was meines Erachtens nicht sinnvoll ist)?

Wenn die Anfrage professionell gestellt ist (vollständige Unternehmensdaten mit Ansprechpartner, Informationen zum konkreten Projekt bzw. zu einer potenziellen Zusammenarbeit), beantworte ich sie unabhängig vom Standort, aber natürlich mit meinem üblichen Preisniveau. Das bedeutet, dass der Großteil sich entweder gar nicht meldet oder mit einer Absage kommt - aber auch da gibt's Ausnahmen.

Eine Preisreduzierung kommt allein schon aufgrund des höheren Risikos (Transferrisiken, Rechtsrisiken, etc.) nicht in Frage.

LG Ralf


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Peter Bouillon  Identity Verified
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Jan 19, 2006



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Lydia Molea  Identity Verified
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Jan 19, 2006



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Klaus Herrmann  Identity Verified
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Kunden entscheiden lassen Jan 19, 2006

Aniello Scognamiglio wrote:
Lasst ihr solche Anfragen gleich "links liegen", weil es schon aus Preisgründen keinen Sinn hat...

Diese Entscheidung soll der (potentielle) Kunde selbst treffen, ich möchte das nicht für ihn vorwegnehmen. Also biete ich meine üblichen Preise an.

Eine der wenigen Agenturen, für die ich arbeite, sitzt in China. Ich arbeite zu meinen normalen Konditionen, und die Zusammenarbeit ist (zumindest aus meiner Perspektive) exzellent. Allerdings ist diese Agentur auch sehr qualitätsorientiert. Anektotisch: Der Endkunde (bzw. dessen deutsche Niederlassung) sitzt in Spuckweite, nämlich in Köln. Der Spareffekt für den Endkunden dürfte im nach Stundensätzen abgerechneten DTP liegen. Anfangs war ich sehr skeptisch, ob chinesische DTPler vernünftigen deutschen Satz bieten können. Überraschenderweise ist die Qualität der DTP-Arbeiten aber besser als so einiges, was sich manche hierzulande trauen, abzuliefern.

Andersrum formuliert: Standardpreise anbieten, es können sich sehr interessante Geschäftsbeziehungen ergeben. Und die, die nicht antworten, braucht man nicht mal auf eine Sperrliste setzen .

[Edited at 2006-01-19 10:34]


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Wenjer Leuschel  Identity Verified
Taiwan
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Politik Jan 19, 2006

Also, Aniello,

wenn du mich nach meiner Politik fragen würdest, würde ich dir gleich sagen, es kommt darauf an, ob die Firmen mir bekannt seien.

Wenn die Firmen mir bekannt sind, mache ich erst ein Angebot. Aber Billiglohn interessiert mich nicht. Wenn sie mich kennen, wissen sie auch, von mir dürfen sie kein Billiglohn erwarten.

Es gibt aber Ausnahmenfälle, wo ich die Leute sehr gut kenne und wo ich nur aus Gefallen etwas kurz für sie erledige. Da kassiere ich fast nichts. Aber dafür geben sie mir andere Gelegenheiten, richtig zu verdienen. (Na ja, man verdient in der Regel immer mehr, als was man tatsächlich bekommt. Deswegen muß man ja auch mal was richtig bekommen.)

Ich wundere mich nur über eins: Normalerweise bekommt man etwas, das man aus westlichen Sprachen in die fernöstlichen Sprachen zu übersetzen hat, seltener umgekehrt. Wenn es der umgekehrte Fall sein soll, machen wir immer so, daß die Texte zunächst aus dem Chinesischen ins Englische übersetzt werden und daß sie dann zum Übersetzen in die anderen europäischen Sprachen weiterleiten. Solche Übersetzungen gehen eigentlich eher über westliche Agenturen als über einheimische Agenturen. Wie kommt das, daß du von fernöstlichen Agenturen angefragt wirst?

Viele Grüße,
Wenjer

Aniello Scognamiglio wrote:

Hallo KollegInnen und Kollegen,

immer häufiger werde ich von Unternehmen aus China, Indien usw. angeschrieben, die mit mir zusammenarbeiten wollen. Wenn mir eine Anfrage interessant erscheint, unterbreite ich ein Angebot.

Nun kann und will ich keine Dienstleistungen zu fernöstlichen Honoraren erbringen (ich lebe und arbeite in Deutschland), weswegen ich auch konsequent deutsche Preise fordere.
In der Regel höre ich von solchen Firmen nichts mehr, was mich auch nicht überrascht.

Meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit Billiglohnländern (keine Abwertung!)? Lasst ihr solche Anfragen gleich "links liegen", weil es schon aus Preisgründen keinen Sinn hat, oder geht ihr mit den Preisen runter (was meines Erachtens nicht sinnvoll ist)?

Ich bin neugierig auf eure "Politik"!

Vielen Dank für eure Zeit,
Aniello

www.italengger.com[/quote]

[Edited at 2006-01-19 15:25]

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Wenjer Leuschel  Identity Verified
Taiwan
Local time: 03:06
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Richtig! Jan 19, 2006

Hallo Klaus,

so siehst du die Sache richtig. Selbst in Taiwan schieben wir auch die DTP-Arbeit nach China. Dort arbeiten sie sauberer und billiger. Sparen kann man an der Übersetzung nicht machen, aber an den zusätzlichen Arbeiten schon.

Viele vernünftige Zusammenarbeiten entstehen eigentlich aus dieser Sicht. Man muß die Anfragen nicht gleich kaltstellen. Nur durch Kommunikation entstehen ja Geschäftsbeziehungen.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

Grüße,
Wenjer

Klaus Herrmann wrote:

Aniello Scognamiglio wrote:
Lasst ihr solche Anfragen gleich "links liegen", weil es schon aus Preisgründen keinen Sinn hat...

Diese Entscheidung soll der (potentielle) Kunde selbst treffen, ich möchte das nicht für ihn vorwegnehmen. Also biete ich meine üblichen Preise an.

Eine der wenigen Agenturen, für die ich arbeite, sitzt in China. Ich arbeite zu meinen normalen Konditionen, und die Zusammenarbeit ist (zumindest aus meiner Perspektive) exzellent. Allerdings ist diese Agentur auch sehr qualitätsorientiert. Anektotisch: Der Endkunde (bzw. dessen deutsche Niederlassung) sitzt in Spuckweite, nämlich in Köln. Der Spareffekt für den Endkunden dürfte im nach Stundensätzen abgerechneten DTP liegen. Anfangs war ich sehr skeptisch, ob chinesische DTPler vernünftigen deutschen Satz bieten können. Überraschenderweise ist die Qualität der DTP-Arbeiten aber besser als so einiges, was sich manche hierzulande trauen, abzuliefern.

Andersrum formuliert: Standardpreise anbieten, es können sich sehr interessante Geschäftsbeziehungen ergeben. Und die, die nicht antworten, braucht man nicht mal auf eine Sperrliste setzen .

[Edited at 2006-01-19 10:34]


[Edited at 2006-01-19 15:21]


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Woodstock  Identity Verified
Germany
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Member (2005)
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Preise halten, höflich antworten Jan 19, 2006

Ich schließe mich der Mehrheit an. Manchmal werden Preise auch im Anschreiben vorgeschlagen, die für westliche Verhältnisse lachhaft sind, aber höfliche Absagen bzw. Angebote können nie schaden. Ich habe kürzlich einer Agentur gemailt, die einen unzumutbaren Preis vorgeschlagen hatte, dass ich bei einem solchen Wortpreis in Deutschland nicht leben kann. Thanks, but no thanks.

Wer weiß, vielleicht kommen sie eines Tages wieder auf einem zu... bzw. in Deutschland gibt's den Spruch, "man trifft sich immer zweimal im Leben" o.s.ä.


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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Leben in Deutschland Jan 19, 2006

Lydia Molea-Lanier wrote:
Mit den Preisen runterzugehen ist eigentlich unmöglich, da die Preise ja für "Leben in Deutschland" kalkuliert sind.

Die Preise basieren zwar einerseits auf dem "Leben in Deutschland", andererseits aber auch auf dem "Verkaufen in Deutschland", was manche Kunden vielleicht relevanter finden..


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Vielen Dank für den Gedankenaustausch! Feb 14, 2006

Ich bin euch noch eine kurze Antwort schuldig. Noch bevor ich dem chinesischen Unternehmen ein Angebot mit "westlichem Preisniveau" unterbreitet habe, hat Wenjer Leuschel die Firma vor Ort kontaktiert, um vorab an weitere Informationen zu kommen bzw. ein paar Dinge zu klären. Bezeichnenderweise war es nicht möglich, überhaupt einen Ansprechpartner bzw. Entscheidungsträger an die Strippe zu bekommen (nicht erreichbar).

Ich habe bis heute nichts von den Chinesen gehört.

Nochmals Danke, Wenjer, und viele Grüße!
Aniello


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