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Zeilen vs. Wortzahl
Thread poster: Johanna Timm, PhD

Johanna Timm, PhD  Identity Verified
Canada
Local time: 06:09
Member (2002)
English to German
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Nov 6, 2001

In Nordamerika werden Texte bekannterweise per Wort abgerechnet, während man in Deutschland per Zeile arbeitet.

Wie ist das Verhältnis? Hat jemand eine praktische Umrechnungsmethode?

Vielen Dank- johanna



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Werner George Patels, M.A., C.Tran.(ATIO)
Local time: 09:09
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Mein Vorschlag Nov 6, 2001

Nimm eine bereits übersetzte und repräsentative Datei, ermittle die Wortanzahl und berechne Deinen üblichen Tarif. Dann nimmst Du die gesamte Zeichenanzahl (inkl. Leerzeichen) und dividierst diesen Wert durch 55 (= Anzahl der Normzeilen). Den zuvor ermittelten Preis auf der Basis der Wortanzahl dividierst Du dann durch die Anzahl der Normzeilen und so erhältst Du einen Richtwert für die Zeilenberechnung, der ungefähr Deinem üblichen Worttarif entspricht.



Ein Tarif von US$0.10 pro Wort entspricht auf dieser Grundlage ca. US$0.85 pro 55 Zeichen bzw. Normzeile.


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TTilch  Identity Verified
Local time: 15:09
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Umrechnung für Texte Englisch>Deutsch Nov 6, 2001

Wenn man aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, passen auf eine Normzeile in der Regel ca. 9 Wörter. Teile deinen Zeilenpreis also einfach durch neun, und du hast den entsprechenden Wortpreis.



Bei anderen Sprachkombinationen musst du versuchen, die durchschnittliche Wortzahl pro Zeile zu ermitteln.



Viele Grüße



Tanja


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Johanna Timm, PhD  Identity Verified
Canada
Local time: 06:09
Member (2002)
English to German
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TOPIC STARTER
Nov 6, 2001

Danke schön!

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Ulrike Lieder  Identity Verified
Local time: 06:09
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Durch 9 teilen Nov 6, 2001

Ich teile ganz einfach die Wortzahl durch 9 bzw. multipliziere umgekehrt die Zeilenzahl mit 9 (habe ich von einem Kollegen in Deutschland gelernt).

HTH!

Ulrike


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Johanna Timm, PhD  Identity Verified
Canada
Local time: 06:09
Member (2002)
English to German
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TOPIC STARTER
Nov 6, 2001

Klingt praktisch!

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Giuliana Buscaglione  Identity Verified
Austria
Local time: 15:09
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Von Zeilen zu Wörter Nov 7, 2001

Eine \"internationale Seite\" besteht aus 250 Wörter oder 25 Zeilen, also habe ich meinen Zeilensatz durch zehn geteilt... mir bleibt aber das ungewisse Gefühl, ungenau und womöglich weniger bezahlt zu werden...



Giuliana
[addsig]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 15:09
English to German
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Durchschnittliche Zeichenzahl pro Wort (Trados) Nov 7, 2001

Hi Johanna!

Als Trados-User hast du sogar eine Funktion - bei der Analyse von Texten wirft die Workbench in der Log-Datei die durchschnittliche Anzahl der Zeichen pro Wort aus. Bei DE-EN bzw. EN-DE liegt das meist bei 6,5-7,5 Zeichen pro Wort; die angegebenen Umrechnungs-Koeffizienten von 9-10 Wörtern pro Zeile liegen IMHO etwas zu hoch (Leerzeichen nicht vergessen!).


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RWSTranslation
Germany
Local time: 15:09
Member (2007)
German to English
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Wörter-> Zeilen mit Trados Nov 21, 2001

Hallo,



mit Trados kann man die Zeilen recht einfach ermitteln:



Anzahl der Worte * (Anz. der Zeichen pro Wort + 1 Leerzeichen) = Anzahl der Zeichen des Texts / 55 = Anzahl der Normzeilen.



Umgekehrt ist es schwieriger, da nach unseren Statistiken die Anzahl der Wort je nach Quellsprache, Textsorte und Author stark schwankt.



Im Schnitt haben wir 6,5 - 8 Worte in einer deutschen Zeile und 7 - 9 Worte in einer englischen Zeile.



Viele Grüße



Hans


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Dietrich Herrmann, MD, PhD, MBA  Identity Verified
Germany
Local time: 15:09
Member (2007)
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Werners Vorschlag mit leichter Änderung Nov 21, 2001

Ich mache das auch so wie Werner, nur muss man mit den Leerzeichen aufpassen. WORD gibt ja in der Dateistatistik die Anzahl der Zeichen sowohl mit wie auch ohne Leerzeichen aus (deutlicher Unterschied). Nachdem ich vom Redakteur einer Zeitschrift \"angemeckert\" worden bin, mache ich es wie folgt: ((Anzahl der Zeichen ohne Leerzeichen) + 0,5*(Differenz zwischen \"mit\" und \"ohne\" Leerzeichen))/(Anzahl der Zeichen pro Normzeile)= Anzahl der Normzeilen (da die Normzeile durchaus variiert - manchmal ist sie 55 aber 50 Zeichen lang). Klingt etwas kompliziert, ist es aber nicht. Die \"Anzahl der Zeichen mit Leerzeichen\" berücksichtigt ja auch sämtliche Zeilenschaltungen zwischen Absätzen etc. und benachteiligt den Kunden. Diese Berechnung hat seitdem immer Gnade vor den gestrengen Augen der Redakteure gefunden.

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Werner George Patels, M.A., C.Tran.(ATIO)
Local time: 09:09
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Leerzeichen sind zu berücksichtigen!!! Nov 21, 2001

Für die Berechnung einer Normzeile sind sämtliche Leerzeichen und andere \"redaktionelle\" Zeichen ebenfalls zu berücksichtigen - das ist nun einmal die Norm.



Wenn ein Kunde darauf besteht, die Leerzeichen auszulassen, so ist dies gegebenenfalls so zu vereinbaren, das Ergebnis wäre aber keine Normzeile mehr.


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RWSTranslation
Germany
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WinWord Zählung Nov 22, 2001

Bei WinWord ergibt sich ein weiteres Problem.



Die statistischen Angaben schwanken je nach verwendeter WinWord Version teilweise erheblich. Dies liegt nach unserer Erfahrung daran, daß einige WinWord Versionen auch verborgene Zeichen berücksichtigen, andere nicht. Unterschiede gibt es bei der Berücksichtigung von Fußnoten, Textmarken, Textfeldern, ....



Insgesamt ein ziemlich ungenaues verfahren, zumindest wenn es Dokumente mit einem Minimum an Formatierung sind.



Viele Grüße



Hans


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Werner George Patels, M.A., C.Tran.(ATIO)
Local time: 09:09
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Deshalb ist die Wortmethode am Besten!!!! Nov 22, 2001

Richtig Hans! Und aus diesem Grund ist die Wortmethode auch eindeutig besser (und professioneller) als die Zeilenmethode. Ich hoffe, dass die deutschsprachigen Länder irgendwann einmal zu Vernunft kommen und auf die Wortmethode umsteigen (und ich habe schon einige dort drüben \"bekehrt\").



Quote:


On 2001-11-22 14:40, DSC wrote:

Bei WinWord ergibt sich ein weiteres Problem.



Die statistischen Angaben schwanken je nach verwendeter WinWord Version teilweise erheblich. Dies liegt nach unserer Erfahrung daran, daß einige WinWord Versionen auch verborgene Zeichen berücksichtigen, andere nicht. Unterschiede gibt es bei der Berücksichtigung von Fußnoten, Textmarken, Textfeldern, ....



Insgesamt ein ziemlich ungenaues verfahren, zumindest wenn es Dokumente mit einem Minimum an Formatierung sind.



Viele Grüße



Hans



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RWSTranslation
Germany
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Worte statt Zeilen Nov 23, 2001

Hallo Werner,



nun ja jedoch ist gerade bei Übersetzungen aus dem Deutschen zu berücksichtigen, daß wir oft riesige Wortungetüme schaffen können. Gerade die Techniker unter uns neigen dazu. Das bedeutet, daß ein Text mit vielen langen Worten (meiner Erfahrung nach ein Text der oft auch schwerer zu verstehen ist) zu einem günstigeren Preis übersetzt wird als einer mit kürzeren Worten.



Die in Deutschland üblichere Zeilenzähung basiert jedoch auf dem Gesamtumfang des Textes, egal wie lang die Worte sind.



Des weiteren stellt sich natürlich in Deutschland dann immer noch die Frage, ob auf den Quelltext oder auf den Zieltext abgerechnet wird.



In Deutschland hat sich die Abrechnung auf den Zieltext durchgesetzt, weil in den meisten (in Bezug auf die Auftragsvolumina) Sprachkombinationen der Zieltext umfangreicher wird. Dies bedeutet, daß ich bei gleichem Gesamtpreis einen niedrigeren Zeilenpreis anbieten kann. Ungünstigerweise werden bei grossen industriekunden immer noch die Aufträge von den Einkaufsabteilungen vergeben. Hier zählt oft nur der Zeilenpreis, da das Know-How im Bereich Übersetzung in diesen Abteilungen oft nicht vorhanden ist.



Ungücklicherweise haben wir jedoch festgestellt (persönliche Erfahrung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit), daß die guten/erfahrenen Übersetzer oft kürzere Texte produzieren als die unerfahrenen, die häufiger Umschreibungen für eigentlich zu verwendende Fachtermini benutzen.



Insgesamt gesehen also ein Problem mit unterschiedlichsten Anforderungen und Standpunkten.



Insgesamt würde ich es bevorzugen, wenn die Aufträge zu Festpreisen kalkuliert werden könnten. Dies setzt jedoch voraus, daß der Auftragnehmer das zu übersetzende Dokument auch wirklich bekommt. Dann kann man auch konkret vergleichen.



Viele Grüße



Hans


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Dietrich Herrmann, MD, PhD, MBA  Identity Verified
Germany
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Member (2007)
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Danke an die Profis Nov 23, 2001

Nachdem ich nun wieder auf dem Fuß laufen kann, in den ich mir vor Wut gebissen habe, werde ich Dank Eurer Hinweise in Zukunft die Leerzeichen strikt mit dazu zählen. Werners Argument ist absolut stichhaltig, da es durchaus unterschiedliche Auffassungen zur sog. Normzeile gibt - mal sind es 50, 55 oder auch 60 Z/Z, mit jeweils unterschiedlichem Zeilenpreis. Ich werde sicherlich verstärkt auf den Preis/Wort verweisen.

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