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disagree experts
Thread poster: Martin Hesse

Martin Hesse  Identity Verified
Local time: 19:57
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Oct 23, 2002

Was haltet ihr von Leuten, die überall ihre disagrees verkleckern, selbst aber keine Antwortmöglichkeiten abgeben? In den KudoZ-Fragen steht uns ja meist nur ein limitierter Kontext zur Verfügung, oft fühle ich mich wie Robin Hood im Nebel, mehr als ein educated guess kann da nicht bei rauskommen. Der Fragesteller hat mehr Kontext, ich sehe die Antworten nur als Entscheidungsgrundlage für den Asker und setze ein disagree nur dann, wenn die Antwort offensichtlich falsch ist (und selbst das nur selten).

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Endre Both  Identity Verified
Germany
Local time: 19:57
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Ich weiß nicht... Oct 23, 2002

...mir fällt so etwas nie auf. Sollte es aber mal passieren und die Ablehnung mit einer Begründung daherkommen, damit auseinandersetzen, wenn nicht, Abweichler für den Mangel an Begründung abbürsten, fertig .

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langnet  Identity Verified
Italy
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absolut... Oct 23, 2002

wenig.



Abbürsten bringt aber meiner Ansicht nach aber auch wenig. Am besten ist vielleicht einfach nur \"ignorieren\". Ein \"disagree\" ohne stichhaltige Begründung hat keinen Wert und trägt eigentlich nur zur Verwirrung des Fragestellers bei.



Allerdings sind mir mehrmals auch schon \"disagrees\" aufgefallen, die mit einer Begründung und nachfolgender eigenen Antwort daherkamen, wobei der Antworter dann von seiner \"Antwort\" so absolut überzeugt war, daß keiner mehr zu widersprechen wagte ))

Fazit: ein gesundes Selbstbewußtsein und die richtige Portion Selbstüberzeugung, gepaart mit der entsprechenden Fähigkeit, dies auch glaubwürdig \"`rüberzubringen\", erübrigen größtenteils jede weitere Diskussion ))))


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
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"Disagree"-Kommentare sind wichtig... Oct 23, 2002

...aber es gibt da durchaus Probleme mit der gegenseitigen Wahrnehmung. Grundsätzlich sollte ein \"disagree\" stichhaltig begründet sein.



Quote:


On 2002-10-23 13:15, M. Hesse wrote:

Was haltet ihr von Leuten, die überall ihre disagrees verkleckern, selbst aber keine Antwortmöglichkeiten abgeben?



Die Wortwahl (\"verkleckern\") ist schon interessant...

Ich gebe auch gelegentlich \"disagrees\" ab, ohne selbst eine Antwort einzugeben - und zwar immer dann, wenn bereits eine gute Antwort vorliegt. Wozu sollte ich in diesem Fall noch was dazu stellen?



Quote:


In den KudoZ-Fragen steht uns ja meist nur ein limitierter Kontext zur Verfügung, oft fühle ich mich wie Robin Hood im Nebel, mehr als ein educated guess kann da nicht bei rauskommen.



Sorry, aber das sehe ich völlig anders. Es ist richtig, dass Fragesteller oftmals von sich aus nicht genug Kontext vorgeben - aber genau dafür gibt\'s ja eine Funktion zur Rückfrage (die eine Email an den Fragesteller auslöst). Schwierig wird\'s, wenn auch der Fragesteller keinen Kontext hat - aber dann hat er auch keinen Überblick...



Quote:
Der Fragesteller hat mehr Kontext, ich sehe die Antworten nur als Entscheidungsgrundlage für den Asker und setze ein disagree nur dann, wenn die Antwort offensichtlich falsch ist (und selbst das nur selten).



Tja, das ist wirklich ein Problem - ich beobachte oft, dass ein \"neutral\" abgegeben wird, das eigentlich als \"disagree\" gemeint ist. Traut euch, Leute! Nur sollte dann als Kommentar nicht stehen \"weiß doch jeder\" o.ä.



Und wie immer meine dringende Bitte: wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, schickt eine kurze Mail an den Moderator - das funktioniert entspannter als der \"Schlagabtausch\" per Peer-Grading...

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Uwe Kirmse  Identity Verified
Local time: 19:57
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Disagree nur mit eigener Antwort? Oct 23, 2002

Wenn ich eine eigene Antwort gebe, schreibe ich nur selten ein \"disagree\", hauptsächlich dann, wenn ich meine, der Antwortende sollte diese Information bekommen. Ansonsten drückt eine eigene Antwort ja in den meisten Fällen schon aus, dass man den anderen nicht zustimmt. Man kann durchaus sehen, dass eine Antwort falsch ist, ohne selbst die richtige zu kennen. Wenn das \"disagree\" dann richtig begründet ist, dann erfüllt es seinen Zweck. Falls es tatsächlich einzelne Leute gibt, die nur ihre \"disagrees\" verteilen, ohne überhaupt etwas Konstruktives abzuliefern, dann ist das natürlich etwas anderes. In meinen Sprachpaaren ist mir da aber noch niemand aufgefallen.

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RWSTranslation
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Kontext Oct 23, 2002

Hallo,



wenn auch der Frager keinen Kontext hat, sollte eigentlich die erste Frage an den Auftraggeber gehen.



Nur !! so läßt sich eine passende Übersetzung finden.



Gleichzeitig werden Auftraggeber darauf hingewiesen, daß übersetzen mehr ist als das 1:1 Übersetzen von Wörtern. Das könnten nämlich Computer viel besser.



Viele Grüße



Hans Pich


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Klaus Herrmann  Identity Verified
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Zweischneidiges Schwert Oct 23, 2002

In der Regel bin der Meinung, dass ich eine bessere Alternative anbieten sollte, bevor ich andere Antworten mit einem Disagree bewerte. Das folgt dann der Logik, dass ich nur dann ein Disagree vergeben darf, wenn ich genau weiß, worum es geht, und wenn ich genau weiß, worum es geht, sollte ich auch einen entsprechenden Vorschlag machen können. Gleiches gilt natürlich sinngemäß auch für Agrees.



Allerdings gibt es eine ganz klare Ausnahme zu dieser Regel - wenn ich eindeutig erkennen kann, dass eine Antwort falsch ist, und diese Antwort u.U. auch noch gefährlich ist, setze ich ein Disagree darunter, auch ohne eine bessere Alternative bieten zu können.



Ansonsten sehe ich das ähnlich wie Uwe - wenn ich eine weitere Antwort zu den bereits vorhandenen abgebe, drückt das ja bereits ein hinreichendes Maß an mangelnder Zustimmung aus*. Und für Nuancen gibt es ja die Kommentarzeile.



* Außer vielleicht bei den Easy-Fragen - da finde ich es total faszinierend, dass eine wirklich einfache Frage gestellt wird, und dann kommen 7 Antworten und 21 Disagrees, die sich nur in subtilsten Feinheiten unterscheiden. Aber das ist wohl ein anderes Thema...


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Steffen Walter  Identity Verified
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Me-too-Effekt bei Easy-Fragen, Klaus... Oct 24, 2002

...Ja, das ist dann wohl oft Ausdruck des obigen, allseits bekannten gruppendynamischen Prinzips (\"ich möchte aber auch noch was sagen\"). Anstatt einer richtigen Antwort zuzustimmen und evtl. noch eine Nuancierung/geringfügige Verbesserung als Alternative anzugeben, wird hier m.E. oft versucht, KudoZ-Punkte abzugreifen, die eigentlich schon die erste oder zweite Antwort verdient hätte.



Zu den \"disagrees\": Meines Wissens ist es gar nicht möglich, \"disagrees\" ohne Kommentar abzugeben (bitte um Korrektur, falls ich hier falsch liege), nur sollte dieser dann auch entsprechend qualifiziert sein, um den/die Fragesteller/in nicht in noch größere Verwirrung zu stürzen. \"I don\'t like this one\" ist da ein bisschen dürftig. Wenn die Kommentarzeile nicht ausreicht: eigene Antwort posten.



Davon abgesehen nehme ich mich keinesfalls von gelegentlichen \"Ausrutschern\" aus. Manchmal passiert es mir auch, dass ich ein etwas unüberlegtes \"disagree\" abgebe, wo weiteres/längeres Nachdenken zu fundierteren Ergebnissen geführt hätte. Man ist halt nicht unfehlbar und muss immer die Geschwindigkeit und \"Erbarmungslosigkeit\" des Mediums Internet einkalkulieren.



Viele Grüße aus Berlin

Steffen


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 19:57
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+ ...
Rückfragen beim Auftraggeber Oct 24, 2002

Quote:


On 2002-10-23 21:11, DSC wrote:

Hallo,

wenn auch der Frager keinen Kontext hat, sollte eigentlich die erste Frage an den Auftraggeber gehen.

Nur !! so läßt sich eine passende Übersetzung finden.



Volltreffer, Hans. Mir fällt sehr oft auf, dass bei Kontext-Rückfragen der Kommentar kommt: \"mehr weiß ich auch nicht\". Egal, ob Direktauftrag oder Agentur - ich habe oft den Eindruck, dass Übersetzer Angst haben, Rückfragen zu stellen, weil der Eindruck entstehen könnte, man beherrschte sein Fach nicht. Ganz im Gegenteil - eine gut gestellte Rückfrage ist für mich Ausdruck von Professionalität.

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Uwe Kirmse  Identity Verified
Local time: 19:57
Polish to German
+ ...
Professionalität Oct 24, 2002

Quote:


On 2002-10-24 07:50, Lemster wrote:

...Ganz im Gegenteil - eine gut gestellte Rückfrage ist für mich Ausdruck von Professionalität.

Für dich! Für mich auch. Aber die meisten Auftraggeber sind gar nicht in der Lage, das zu verstehen. Auch Erklärungen helfen da meistens nicht viel. Ein Übersetzer, der irgendetwas abliefert, ohne lästige Rückfragen zu stellen, ist da auf jeden Fall bequemer. Schließlich soll der Übersetzer doch nur übersetzen, und das kann man schließlich Wort für Wort, also wozu die dummen Rückfragen. Insofern bleibt auch die DIN 2345 eine schöne Illusion.

Das ganze gilt natürlich abgesehen von Ausnahmen. Ihr braucht mich nicht durch positive Einzelbeispiele davon zu überzeugen, dass es anders ist. Und wenn jemand das Glück hat, dass meine Darstellung die Ausnahme ist - gratuliere


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Endre Both  Identity Verified
Germany
Local time: 19:57
Member (2002)
English to German
Unbequeme Rückfragen Oct 24, 2002

Ich finde diese augenscheinlich recht verbreitete Angst vor dem Kunden ebenfalls fehl am Platz und stelle dementsprechend viele Rückfragen. Aber: wir müssen uns auf den Kunden einstellen und nicht umgekehrt.



Wenn ich den Eindruck bekomme, der Auftraggeber ist über meine Fragen nicht erfreut, sende ich ihm zwar alle meine Fragen genauso wie an meinen hilfsbereitesten Kunden, aber ich biete ihm an, nicht oder nur auf ausgewählte Fragen zu antworten. Ich mache ihn darauf aufmerksam, dass in Ermangelung schlüssiger Erklärungen die vorläufigen Übersetzungen (die ich, falls sinnvoll, zu den Fragen mitliefere und auf deren zweifelhafte Eignung ich immer hinweise) in den endgültigen Text einfließen werden.



Damit bin ich meiner Verantwortung gerecht geworden, ohne meinem Kunden über die Maßen zur Last gefallen zu sein.



Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen Auskunftsfreudigkeit und Qualitätsanspruch gibt; d.h. wer Fragen nicht mag, meckert auch nicht hinterher, denn Qualitätssicherung auf dem Gebiet der Übersetzung ist bei solchen Kunden meist nicht vorgesehen. Sollte trotzdem mal jemand hinterher unzufrieden sein, kann man ruhigen Gewissens auf den unbeantworteten Fragenkatalog zurückverweisen.



Kurzum: ich habe weder den Drang noch die Möglichkeit, meinen Auftraggebern Qualität aufzuzwingen. Über die gelieferte (lieferbare!) Qualität darf es jedoch keine Missverständnisse geben.


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Dariusz Kozłowski  Identity Verified
Poland
Local time: 19:57
German to Polish
Rückfragen Oct 24, 2002

Quote:


On 2002-10-24 08:45, uwe wrote:

Quote:


On 2002-10-24 07:50, Lemster wrote:

...Ganz im Gegenteil - eine gut gestellte Rückfrage ist für mich Ausdruck von Professionalität.

Für dich! Für mich auch. Aber die meisten Auftraggeber sind gar nicht in der Lage, das zu verstehen. Auch Erklärungen helfen da meistens nicht viel. Ein Übersetzer, der irgendetwas abliefert, ohne lästige Rückfragen zu stellen, ist da auf jeden Fall bequemer. Schließlich soll der Übersetzer doch nur übersetzen, und das kann man schließlich Wort für Wort, also wozu die dummen Rückfragen. Insofern bleibt auch die DIN 2345 eine schöne Illusion.

Das ganze gilt natürlich abgesehen von Ausnahmen. Ihr braucht mich nicht durch positive Einzelbeispiele davon zu überzeugen, dass es anders ist. Und wenn jemand das Glück hat, dass meine Darstellung die Ausnahme ist - gratuliere






Uwe, ich kann mich deiner Meinung nur anschließen, es ist mir auch desöfteren vorgekommen, daß die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen, nicht einmal gegeben war. Im Hintergrund hing dann z.B. über meinem Kopf eine unausgesprochene zwar, aber doch ganz gut spürbare Drohung: „Entweder kannst du es, oder kannst nicht.” Schluß. Punkt. Ohne „wenn” und „aber”. Natürlich gibt es Ausnahmen, besonders, wenn der Kunde über (viel) Erfahrung von der Zusammenarbeit mit den Übersetzern verfügt.



Was aber dabei noch im Auge behalten werden sollte: manchmal wird ProZ in einigen speziellen Situationen und Bereichen, wo z.B. wenige Quellen existieren und der direkte Kontakt zum Kunden nicht gegeben ist (z.B. simplerweise dadurch, daß die zuständige Person außer Haus beim Endkunden in der Besprechung ist u.ä.), zur einzigen Möglichkeit, von der mit KudoZ zur Verfügung stehenden Team-Erfahrung gebrauch zu machen. Und das hat mir mehrmals geholfen. Insbesondere, wenn man weiß auf wessen Antworten Verlaß ist.



Grüße

Dariusz Kozlowski



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Geneviève von Levetzow  Identity Verified
Local time: 19:57
Member (2002)
French to German
+ ...
Fairness Oct 24, 2002

.... Ihr habt alle das Problem schon wunderbar eingekreist. Es wird uns aber immer wieder begegnen, 1) weil wir alle unterschiedliche Umgangsformen haben (mir gefällt es nicht, ich finde es nicht schön, ist auch in meinen Augen kein Argument und klingt besonders barsch), 2) weil hinter diesen agrees oder disagrees sehr häufig persönliche Antipathien oder Sympathien stehen, ob wir es wollen oder nicht. Wie ein Immobilienmakler - ein besonders gelungenes Exemplar der Art - mir mal sagte \"Ich bin auch nur ein Mensch\" (leider kann ich schriftlich den Rheinischen Tonfall dabei nicht vermitteln). Sind wir auch, mit all unseren Fehlern .

Steffen hat aber etwas aufgegriffen, was mich besonders ärgert, weil ich es als absolut unfair empfinde. Jemand gibt eine richtige Antwort, 2 Stunden später wird die Antwort mit einer minimalen Verbesserung aufgegriffen und als eigenes Produkt verkauft, anstatt einfach mit seinem Verbesserungsvorschlag zuzustimmen. Ich spreche dabei nicht von den Antworten, wo wir alle zeitgleich antworten.

Vor 2 Tagen hatte ich eine Frage im DE-FR, René hatte eine Antwort gegeben, Antoine hat darunter DIE Antwort (es war keine Nuance, sondern etwas vollkommen anders, es ging um die Übersetzung von Blutverdünner ins FR) gegeben. Und René macht ihm den Vorschlag, das als eigene Antwort zu geben, wegen der Punkte.

Ein solches Verhalten lobe ich mir...



Herzliche Grüsse an alle



Geneviève


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 19:57
Member (2002)
English to German
+ ...
Rückfragen und Fachkompetenz Oct 24, 2002

Schwer zu glauben, dass Rückfragen meine Kompetenz als Übersetzer in Frage stellen sollen. Die Kunden, die lieber nicht mit Rückfragen belästigt werden möchten, reagieren genervt, aber als inkompetent hat mich deswegen noch niemand bezeichnet - höchstens als zu genau. In einem Gespräch mit dem Vorgesetzten meines Ansprechpartners (Leiterin der Doku-Abteilung) erzählt der mir, ich solle besser weniger nachfragen, weil ich in seiner Firma schon den Ruf habe, immer alles genau wissen zu wollen. Nach dem Motto \"SCH****, wenn der anruft, gibt\'s wieder Arbeit\". Wer ist denn da jetzt unprofessionell?



Sorry falls die Episödchen langweilen, aber ich habe dieser Dame einmal einen wirklich bösen Fehler im Original zurückgemeldet (wenn man die Anleitung im Original befolgt, ist die Schutzerde weg, und Bedienpersonal kann theoretisch tot umfallen). Die Reaktion? \"Halten Sie sich (und besonders mich...) nicht mit Kleinkram auf\". Wer war denn da gerade inkompetent?



Um diese Geschichtchen auf den Punkt zu bringen - und als Antwort an Endre - letztlich habe ich diesem Kunden vorgeschlagen, dass sie vielleicht besser einen anderen Übersetzer suchen sollten, wenn Qualität nicht weiter wichtig ist. Ich werde nicht hingehen und schreiben, man kann die Erde ruhig wieder abklemmen, macht doch nichts. Hinterher fragt keiner, warum Du das geschrieben hast. Da kann man zehnmal belegen können, wieso, ich hab\'s euch doch gesagt. Der Ruf ist ruiniert. Abgesehen davon möchte ich nicht dafür verantwortlich sein, wenn jemand einen derartigen Fehler nicht erkennt und sich einen elektrischen Schlag holt.

[ This Message was edited by: on 2002-10-24 15:23 ]


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Susanne Rosenberg  Identity Verified
Germany
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Sinn und Nutzen von Disagrees ./. Abgreifen von KudoZ Oct 24, 2002

Immer wieder muss ich mich wundern, dass in mitunter sehr überbewertender Weise über KudoZ, Agrees und Disagrees diskutiert wird.



Für mich besteht der Sinn in der Beantwortung von KudoZ-Fragen keinesfalls in dem Abgreifen möglichst vieler KudoZ-Punkte – und ich sehe das System auch nicht als Möglichkeit, mich persönlich profilieren zu können.



Da in meiner „aktiven“ Sprachkombination nur sehr wenig Fragen gestellt werden, schaue ich gelegentlich in einige lebhaftere „Interessens“-Sprachkombinationen hinein – vor allem, um von euren Gedankenansätzen inspiriert zu werden und ganz einfach um noch etwas dazuzulernen. Obwohl ich mich in keiner Weise für eine Expertin in diesen Sprachkombinationen halte, äußere ich mich dann zu einer Frage, wenn ich der Meinung bin, dass ich dem Fragenden ein Stückchen weiterhelfen kann – und sei es nur durch einen kleinen Denkanstoß, der vielleicht einen Kollegen in die richtige Richtung bzw. auf die richtige Antwort bringen könnte. Ob ich dafür KudoZ-Punkte ernte, ist für mich völlig nebensächlich – ich sehe das System eben auch als Plattform für kleinere „Brainstormings“, bei denen keiner verpflichtet ist, stets „die einzig wahre Lösung“ zu liefern. (Nein, selbstverständlich bin ich nicht der Meinung, dass jede KudoZ-Frage in ellenlange Diskussionen ausufern sollte, aber manchmal kann ein kleiner Hinweis schon recht hilfreich sein J)



Ganz wichtig ist natürlich, insbesondere bei derlei „halbfertigem Input“, dass der Antwortende auf evtl. vorhandene Zweifel oder Unsicherheiten hinweist. Ein „Disagree“ zu einem solchen Beitrag ist daher einerseits äußerst wichtig, um evtl. Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, andererseits jedoch auch keine Schande für den Antwortenden, solange dieser nicht behauptet hat, seine Antwort sei 100% sicher. Ein „Danke“ für ein solches „Disagree“ - aus dem zumindest der Antwortende, vielleicht aber auch der eine oder andere Kollege, etwas lernen kann – ist in meinen Augen eher angebracht als ein Dankeschön für ein ohne weitere Kommentare bzw. Ergänzungsvorschläge - oder aus Gefälligkeit oder Sympathie - abgegebenes „Agree“.



Tut mir leid, mein Beitrag ist wohl doch ein wenig länger geworden als zunächst geplant – dabei wollte ich doch eigentlich nur sagen, dass ich keinen Grund sehe, die Kommentare der Kollegen (ob Agrees oder Disagrees) allzu persönlich zu nehmen – weder als Lob des eigenen Egos noch als Angriff auf die Fachkompetenz. Sicher, die halbe Übersetzerwelt schaut zu, aber keiner von uns wird von sich behaupten wollen, unfehlbar zu sein – wir sind eben alle nur Menschen .



Schönen Abend noch



Susanne


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