Zwei Zahlungsprobleme
Thread poster: Carolin Haase

Carolin Haase  Identity Verified
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Nov 29, 2006

Hallo!

ich habe zwei Kunden (Agenturen im Ausland), die mir Zahlungsschwierigkeiten bereiten. Ich hoffe, ihr könnt mir den einen oder anderen Ratschlag geben, da ich noch ziemlich neu im Geschäft bin.

1. Kunde zahlt immer etwas spät, aber noch im Rahmen; bislang fielen auch nie Überweisungsgebühren an. Ich habe zudem auf meinen Rechnungen vermerkt, dass der Auftraggeber eventuell anfallende Gebühren zu übernehmen hat. Allerdings weiss ich nicht, ob das rechtens ist, dennoch hat es bislang funktioniert.
Dieses Mal war ein sehr dringender und umfangreicher Job zu erledigen; Kunde war zufreiden, PM und Geschäftsführer ebenfalls. Rechnungsbetrag lag knapp über 500 Euro. Nun erhielt ich vergangene Woche nach einwöchiger Überziehung meiner 30tägigen Zahlungsfrist eine Überweisung- allerdings nicht in voller Höhe des Rechnungsbetrags, sondern mit einem Abzug für Bankgebühren.
Mail an Geschäftsführer ohne Reaktion; heute habe ich eine Rechnung über den Fehlbetrag geschrieben. Es geht mit dabei weniger um die 14 fehlenden Euro, sondern vor allem ums Prinzip. Kann der Auftaggeber mir plötzlich einfach Bankgebühren in Rechnung stellen? Und wie sollte ich weiter vorgehen? Ich habe das ungute Gefühl, dass ich meine paar Euro wohl nie erhalten werde...

2. Ein Kunde aus den USA (Neukunde) schickt mir einen Scheck per Post, obwohl in der Rechnung, die durch eine Unternehmensinternes System "upgeloaded" wurde, ausdrücklich der Vermerk "wire transfer" stand- also klar kein Scheck, sondern eine Überweisung. Mails an den Hauptsitz des Unternehmens bislang auch ohne Reaktion. Meine Bank würde für die Bearbeitung des Schecks 40 Euro verlangen (etwas mehr als 10% des Rechnungsbetrags) und die Bearbeitungszeit würde knapp vier Wochen in Anspruch nehmen. Was nun?

Über Tipps, Hinweise und Erfahrungen freue ich mich.

Ach ja, auch wenn ich noch relativer Neuling bin, werde ich für die beiden Agenturen wohl nicht mehr arbeiten wollen...................

Danke und Grüße,

Carolin


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holzner
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Zahlungsmodalitäten vorher vereinbaren Nov 29, 2006

Hallo Carolin!

Ich habe diesbezüglich auch schon viel Lehrgeld bezahlt, deshalb weiß ich genau, wie ärgerlich so etwas ist.

ad 1)
Dass dir der Kunde die Bankgebühren in Rechnung stellt, ist zwar eine Frechheit, allerdings nicht rechtswidrig. Wenn du erst auf der Rechnung erwähnst, dass der Kunde alle Gebühren zu bezahlen hat, ist das etwas spät - so etwas sollte gleich im Angebot angeführt und vom Kunden (schriftlich) bestätigt werden.
Da der Kunde jedoch eine Woche zu spät gezahlt hat, hast du das Recht, die Verzugszinsen dafür einzuklagen. Es kommt eben darauf an: Wenn es dir nur ums Prinzip geht und du wegen ein paar Euro vor Gericht gehen und nie wieder für diesen Kunden arbeiten willst, kannst du das machen, aber realistisch gesehen bringt es nichts. Mit einer schlechten Bewertung auf ProZ oder anderen Übersetzerforen kannst du ihm wesentlich mehr Schaden zufügen.

ad 2)
Wie schon oben erwähnt: Zahlungsmodalitäten (wann, auf welche Weise, wer zahlt Gebühren) müssen immer VOR der Auftragsbestätigung geklärt werden. Auch die Anzahl der Wörter bzw. Zeilen sowie den Gesamtpreis würde ich im Angebot anführen und mir bestätigen lassen - man kann nie vorsichtig genug sein!

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.


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RWSTranslation
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immer wieder ... Nov 29, 2006

Hallo,

Carolin Haase wrote:

...; heute habe ich eine Rechnung über den Fehlbetrag geschrieben.


keine gute Idee, denn eigentlich musst Du jetzt auch noch die zweite zusätzliche Rechnung hier versteuern. Korrekt wäre eine Mahnung gewesen.


Es geht mit dabei weniger um die 14 fehlenden Euro, sondern vor allem ums Prinzip. Kann der Auftaggeber mir plötzlich einfach Bankgebühren in Rechnung stellen?


Er stellt Sie ja nicht in Rechnung, sondern Sie wurden vom überwiesenen Betrag abgezogen. Manchmal ziehen auch die Empfängerbanken einfach was ab, obwohl der Auftraggeber angegeben hatte, die kompletten Gebühren zu übernhmen. Dher zuerst mal bei der eigenen Bank anfragen, ob die vielleicht was abgezogen haben und sich dies dann auch schriftlich bestätigen lassen.


Und wie sollte ich weiter vorgehen? Ich habe das ungute Gefühl, dass ich meine paar Euro wohl nie erhalten werde...


Sehe ich leider auch so. Am besten bei Folgeaufträgen die Überweisungsgebühren im Preis einkalkulieren und dem Kunden ggf. anbieten, dass er einen Rabatt erhält, wenn er die Überweisungsgebühren komplett übernimmt (Falls dann nicht doch die eigene Bank wieder quertreibt). Wo sitzt dieser Kunde eigentlich ?


2. Ein Kunde aus den USA (Neukunde) schickt mir einen Scheck per Post, obwohl in der Rechnung, die durch eine Unternehmensinternes System "upgeloaded" wurde, ausdrücklich der Vermerk "wire transfer" stand- also klar kein Scheck, sondern eine Überweisung. Mails an den Hauptsitz des Unternehmens bislang auch ohne Reaktion. Meine Bank würde für die Bearbeitung des Schecks 40 Euro verlangen (etwas mehr als 10% des Rechnungsbetrags) und die Bearbeitungszeit würde knapp vier Wochen in Anspruch nehmen. Was nun?


Hier im Forum wurde die Citibank als günstigere Alternative für Scheckeinrichungen aus den USA vorgeschlagen. Vielleicht da mal anfragen und ein zweites Konto eröffnen.

Viele Grüße
Hans

[Bearbeitet am 2006-11-29 19:03]


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