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Da spiele ich auch nicht mehr mit
Thread poster: Aniello Scognamiglio

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Dec 1, 2006

Hallo alle miteinander!

Ich bitte euch diesen Artikel zu lesen:

http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/005-editorial/index.html

Wer von euch ist schon auf Linux umgestiegen? Wer hat es vor? Müssen neue CAT-Tools unter Vista erworben werden?

Bin sehr gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!!! Hoffentlich sind nicht alle schon im Weihnachtsurlaub

Danke, Aniello


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Heike Steffens  Identity Verified
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Also eeehrlich... Dec 1, 2006

Hallo Aniello,

das ist ja heftig! Ich hatte auch schon länger darüber nachgegrübelt, was mit Vista wohl auf uns zukommt, zumal ich gehört hatte, dass "alte" Programme da ohnehin keine Chance mehr hätten. Ich wollte daher zumindest abwarten, wie sich das Ganze wohl entwickeln würde (vor allem wollte ich warten, bis die "Kinderkrankheiten" überwunden sein würden), aber dieser Artikel schreckt mich nun vollends ab.

Ob überhaupt jemand dieses "tolle" Betriebssystem haben will?? Ich stelle mir auch größere Unternehmen vor, die nicht nur einen PC zu bestücken haben, sondern womöglich zig oder gar hunderte - das lässt sich ja gar nicht finanzieren, wenn daneben sämtliche Anwendungssoftware erneuert werden muss, weil die alte nicht mehr passt...

Und unsere CAT-Tools? Bin ebenfalls gespannt, ob mit Linux schon jemand in dieser Hinsicht Erfahrung hat. Ich kenne Linux (leider) nur vom Hörensagen und freue mich überhaupt nicht, wenn ich wirklich komplett umstellen müsste. Auch wenn man keine Angst vor technischen Neuerungen hat, so ist so etwas ja doch immer mit Anfangsschwierigkeiten verbunden, die wohl niemanden beglücken dürften. Und wie sieht's mit Macintosh aus? Ich war früher begeisterte Mac-Userin, wurde nur auf Dauer zu teuer, aber mittlerweile haben die ja auch an ihren Preisen gearbeitet... Aber da hat Mr. Gates auch die Finger im Spiel, oder?

Pazienza


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
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Gemach, gemach... Dec 1, 2006

Obwohl ich persönlich den Umstieg auf Linux plane (sogar sehr bald), würde ich den meisten doch erstmal empfehlen, solange es geht bei ihrer jetzigen Windows-Version zu bleiben. Man muss nicht gleich auf Vista umsteigen, nur weil die in Redmond meinen, eine neue Version sei fällig.

Man kann zwar sehr viel unter Linux zum Laufen kriegen, auch Windows-Programme, aber eben nicht alles... dazu zählen dann auch Spracherkennungssoftware oder eben Trados.

Gruß,

Sonja


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Soviel Zeit bleibt einem nicht... Dec 1, 2006

Sonja Tomaskovic wrote:

Obwohl ich persönlich den Umstieg auf Linux plane (sogar sehr bald), würde ich den meisten doch erstmal empfehlen, solange es geht bei ihrer jetzigen Windows-Version zu bleiben.

>>> Das würde ich auch jedem empfehlen!

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass man sich entscheiden muss. Und das ist nur eine Frage der Zeit! Eine lange Übergangszeit wird es sicherlich nicht geben. Wenn XP nicht mehr unterstützt wird (rate mal, was MS machen wird...) gibt es nur zwei Möglichkeiten. An diesem Punkt setzen meine Fragen ein.

Danke, Aniello



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Textklick  Identity Verified
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Jesses! Dec 1, 2006

Mir haben viele Bekannte/Kollegen über die Jahre empfohlen, auf Linux umzusteigen.

Eine überzeugende Logik, gebe ich zu.

Dagegen sprachen bisher die (frühere) Mängel an Kompatibilität mit MS-Applikationen, die Zeitgründe mit denen wir alle konfrontiert werden und - offen gesagt - die schiere Angst das mir ggf. alles zum Fenster hinausfliegt (die mit ziemlicher Sicherheit nicht begründet ist).

Wenn ich sowas lese, kann ich nur sagen: "Time for a quick rethink"?

Ein wichtiges Thema für ein "Powwow-Training"?

Offensichtlich...

Danke, Aniello

Viele Grüsse
Chris

Was CAT-Tools und Linux anbelangt wird sich Marc Prior noch melden, so hoffe ich. (s.a. http://www.proz.com/post/279953#279953)







[Edited at 2006-12-01 23:53]


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
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Trados lief unter Vista Beta Dec 2, 2006

Hier ein Kollege hatte das ausprobiert.
Ich selbst bin erst diesen April auf XP umgestiegen, weil ich ein Notebook gekauft hatte. Meine alte Maschine läuft unter Win2000 noch einwandfrei mit allen nötigen Programmen.
Wordfast ist eine Visual Basic Anwendung, die seit Word95 mit allen Word-Versionen kompatibel ist und viele Kollegen arbeiten noch immer mit Word95.
Microsoft hat letzten Endes eine Menge Gutes erreicht, im Vergleich zum EDV-Chaos von vor 20 Jahren.
Linux wird immer mehr eine echte Alternative für privaten Einsatz. Von uns Übersetzern "braucht" niemand Vista oder irgendein neues System.
Gruß
Heinrich


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Matthias Quaschning-Kirsch  Identity Verified
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Weg mit Windows? Dec 2, 2006

Seit einiger Zeit verwende ich Windows nur noch für Übersetzungsarbeiten, weil ich wegen Trados und diverser Wörterbücher drauf angewiesen bin. Alles andere spielt sich auf einem Linux-Rechner ab, der gleichzeitig als File- und Druckserver für die besagte und nur gelegentlich angeworfene Dose und den Rest der heimischen Belegschaft fungiert.
Ich bin noch nicht dazu gekommen, auszuprobieren, ob und wie sich Trados&Co. in einer virtuellen Maschine einsetzen lassen, aber ich fürchte, mit dem Thema werde ich mich auseinandersetzen müssen.
Natürlich kann man auch darüber nachdenken, sich einen Rechner einzumotten, damit man notfalls immer ein funktionierendes XP mit Software hat. Aber das sind natürlich alles nur temporäre und nicht unbedingt verläßliche Lösungen. Was ich langfristig mache, werde ich wohl erst wissen, wenn mir (z.B. weil für die alten Systeme und Programme keine Hardware mehr zu bekommen ist) keine andere Möglichkeit bleibt, als über Neuerungen nachzudenken.
Bis dahin ist dann hoffentlich klar, ob bei Winzweich alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, ob Linux meine Arbeitsumgebung mag, ob das, was mir meine Kunden dann liefern, sich auf meinem System bearbeiten läßt, ob ich mich bis dahin noch nicht totgeärgert habe und was an dergleichen Unwägbarkeiten mehr ist.

Trotzdem allen einen schönen Advent!
Matthias

[Bearbeitet am 2006-12-02 07:47]


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
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Aufatmen verfrüht Dec 2, 2006

Heinrich Pesch wrote:

Microsoft hat letzten Endes eine Menge Gutes erreicht, im Vergleich zum EDV-Chaos von vor 20 Jahren.

>>> Oh, ja, das Unternehmen hat viel Gutes für sich selbst erreicht. Die Lizenzvereinbarungen (EULA) zu Vista (siehe auch Artikel) würde ich als ... (das darf ich hier nicht schreiben, sonst bekomme ich vielleicht Probleme) bezeichnen. Es bleibt nur zu hoffen, dass MS immer mehr Marktanteile verliert. Je stärker der Gegenwind, desto...

Linux wird immer mehr eine echte Alternative für privaten Einsatz.
>>> Ist es schon längst. Aber viele (ich schließe mich ein) sind aus verschiedenen Gründen (noch) nicht umgestiegen. Ein guter Bekannter von mir rät mir schon seit Jahren zum Umstieg.

Von uns Übersetzern "braucht" niemand Vista oder irgendein neues System.

>>> Wenn du dich da mal nicht täuschst! Wenn es sooooo einfach wäre, Heinrich, hätte ich einfach nur den Link gepostet...! Wenn deine Kunden Vista einsetzen werden (und glaub mir, das wird in vielen Fällen so sein, weil viele Kunden aus verschiedenen Gründen mittelfristig keine andere Wahl haben) und es Kompatibilitätsprobleme mit XP und Konsorten geben wird, was machst du dann?

Danke, Heinrich!

Heinrich


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Matthias Quaschning-Kirsch  Identity Verified
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Umstieg Dec 2, 2006

Aniello Scognamiglio wrote:
Aber viele (ich schließe mich ein) sind aus verschiedenen Gründen (noch) nicht umgestiegen. Ein guter Bekannter von mir rät mir schon seit Jahren zum Umstieg.

Zu dem Thema würde ich sagen: Wer nicht gerade auf Spezialsoftware angewiesen ist (und es gibt durchaus auch Firmen, die ohne auskommen), hat eigentlich keine Rechtfertigung, weiterhin Windows zu verwenden.
Das gilt vor allem für Otto Normalverbraucher zuhause. Das übliche (also Surfen. E-Mail, ab und zu ein Briefchen und der normale Multimediakram) läßt sich mit Linux genauso gut erledigen. Hinzu kommt, daß die diversen grafischen Benutzeroberflächen das System inzwischen selbst für Dösbaddel wie mich verwendbar machen.
Für meine Kunden- und Projektverwaltung habe ich einfach mal eine Access-Datenbank selbst aufgesetzt. Die wird demnächst nach OpenOffice migriert. Dann wird, so hoffe ich, endlich auch der direkte pdf-Export für meine Rechnungen funktionieren. Wie gesagt: Zum Übersetzen selbst brauche ich Windoof leider noch, aber für alles andere gibt es längst bessere Alternativen.
Es ist leider mit Arbeit verbunden, und das ist wohl das Hauptproblem, das viele davon abhält, es zu versuchen. Schon manches Mal wäre ich froh gewesen, wenn es mehr Kolleg/inn/en gäbe, die mir in diesem Bereich Erfahrungen voraus haben, von denen ich profitieren könnte. Aber auch das kann eigentlich nur besser werden.

Gruß
Matthias


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xxxMarc P  Identity Verified
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Aber jetzt mal wirklich ehrlich Dec 2, 2006

Aniello Scognamiglio wrote:

Wer von euch ist schon auf Linux umgestiegen?


Ich fing 1999 an, Linux auszuprobieren. 2003 nahm ich meinen letzten Windows-PC außer Betrieb.

Die "Linux for Translators" Yahoo-Gruppe besteht seit dem 16. Mai 2002. Überhaupt brachte 2002 in mehrerer Hinsicht den Durchbruch: es erschienen die erste CAT-Software für Linux (OmegaT; inzwischen gibt es eine Auswahl zwischen mehreren CAT-Produkten), die erste Star-Office-Version mit brauchbarer Kompatibilität zu Microsoft Office, und Crossover Office, mit dem man Microsoft Office auf Linux benutzen kann.

Es gibt natürlich Einschränkungen. Spracherkennungssoftware zum Beispiel fehlt komplett. Die einzig brauchbare OCR-Software ist sogar sehr gut, kostet aber vierstellig. PDF-Dateien zu bearbeiten ist problematisch (lesen und Text extrahieren dagegen kein Problem). Wer WiFi braucht, muss seine Hardware und Software sorgfältig auswählen. Ein Programm ist (umosonst) erhältlich, mit dem man seine Ust-Voranmeldungen ans Finanzamt senden kann; außer mir kenne ich aber keinen einzigen Benutzer. Usw. usw.

Aber: es lässt sich durchaus machen. Allerdings: Ich bekomme häufig Anfragen von Interessierten, die mit sichtlicher Erleichterung die Einschränkung von Linux zu Kenntnis nehmen. Sie scheinen froh zu sein zu erfahren, dass Linux noch nicht perfekt ist (als wäre es Windows) und dass sie doch nichts "verpassen". Tatsache ist, mit nur wenigen Ausnahmen sind Windows-Benutzer durchaus bereit, mit den Makeln ihrer Systeme weiter zu leben. Diese gehören einfach dazu, wie der Stau zum Autofahren.

Wer mehr wissen will, dem empfehle ich meine Artikel dazu:

www.proz.com/howto/13
www.proz.com/howto/12

Marc



[Edited at 2006-12-02 08:24]


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
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Gemach, gemach... die Zweite Dec 2, 2006

Ich erinnere mich daran, dass vor Einführung von XP auch jede Menge Horrorgeschichten erzählt wurden. Manche stimmten, andere nicht. Auf jeden Fall haben die meisten auf XP umgesattelt und stöhnen nicht mehr darüber, dass das System den Einzelnen nun mehr überwacht als es bei Vorgängerversionen der Fall war.
Mit Erscheinen des Betriebssystems kamen dann auch etliche Hilfsprogramme auf den Markt, die einige dieser dubiosen Überwachungsfunktionen abschalteten. Nichts spricht dagegen, dass das auch bei Vista der Fall sein wird. Letztlich ist es so, wie Heinrich sagt: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Ich persönlich habe mich für den Umstieg auf Linux entschieden, weil ich Kontrolle in jeglicher Form nicht mehr möchte... ich lasse mir nicht gerne von Microsoft vorschreiben, wann ich welche Software wie zu aktualisieren habe. Dann muss ich aber ehrlich zugeben, benötige ich Trados nicht und habe mich in den letzten Jahren darin geübt, Alternativen zu verwenden und Kunden, die diese nicht akzeptieren, abzuweisen. Ich wage zu behaupten, dass die Mehrheit das nicht tun wird.

Gruß,

Sonja


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 14:59
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Linux, hmmm... Dec 2, 2006

Das ist ja schön un dgut, und mag ja noch super funktionieren. Allerdings lese ich so oft hier und auch wo anders, dass wir Übersetzer doch keine Computer-gurus sind und nur übersetzen wollen. Da beschweren sich doch manche, CAT wäre so kompliziert usw...
Wie sieht das aus mit Linux? Wenn ich einen Windows-Rechner kaufe, stecke ich den an, schalte ein und das war´s dann auch. Ich muss nichts mehr tun, der Rest läuft von alleine. So war es mit meinen beiden Notebooks mit WinXP (Home bzw. Pro), so war es mit meinem Dell-Desktop. So ist es auch offensichtlich mit anderen Rechner, denn meine Nachbarn, die eigentlich immer Apple-User waren, haben jetzt bereits zwei XP-Rechner ohne jede Kenntnisse in dieser Richtung in Betrieb nehmen können.
Anderseits erwarten Experten, dass Ende 2007 Vista auf ca. 15-17% aller Rechnern laufen wird. Bei XP waren es glaube ich 14% innerhalb des ersten Jahres. Ähnliche Horrogeschichten über Aktivierung und dergleichen wurden uns auch bei der Einführung von Windows XP, Office XP und Office 2003 aufgetischt.
Was kann MS schon ausspionieren, wenn ich den Rechner vom Netz nehme? Oder wenn ich die entsprechende Kommunikation sperre? Naja, soll nicht heißen, dass ich sofort auf Vista umsteigen werde - XP wird den Dienst sicherlich noch einige Jahre gut tun können. MS hat die Unterstützung für Win 95/98 auch nicht mit dem Erscheinen des Win 2k oder gar XP eingestellt, nur wesentlich später.
Daher würde ich erstmals nicht gleich den schwarzen Peter auf die Wand malen, sondern schön abwarten, was passiert.
Bis jetzt fahre ich mit WinXP so gut, dass ich keinen Grund für irgendwelche Änderungen sehe.

Schöne vorweihnachtliche Grüße
Jerzy


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xxxMarc P  Identity Verified
Local time: 14:59
German to English
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Da spiele ich auch nicht mehr mit Dec 2, 2006

Jerzy Czopik wrote:

Allerdings lese ich so oft hier und auch wo anders, dass wir Übersetzer doch keine Computer-gurus sind und nur übersetzen wollen. Da beschweren sich doch manche, CAT wäre so kompliziert usw...


Also: eine gewisse Bereitschaft, den Umgang mit dem eigenen Arbeitsgerät zu erleren, sollte doch jeder Profi mitbringen, oder? Ich erlebe es inzwischen ziemlich oft, dass mancher "Newbie" nicht weiß, wie er Dateien auf seiner Festplatte aus dem einen Verzeichnis ins andere kopiert. Oder Dateien in ein Zip-Archiv packt. Oder überhaupt etwas macht, ohne erst einmal mit der Maus wild herumzuklicken. Solche Leute sind mit Linux maßlos überfordert. Mit Windows ebenfalls.

Wie sieht das aus mit Linux? Wenn ich einen Windows-Rechner kaufe, stecke ich den an, schalte ein und das war´s dann auch. Ich muss nichts mehr tun, der Rest läuft von alleine.


So ist es bei Linux ebenfalls, wenn man ein vorinstalliertes Linuxsystem kauft. Solche PCs, sowohl Desktops als auch Notebooks, gibt es auch im Handel zu kaufen. Die Software ist auch nicht weniger bedienerfreundlich als Windows, wie jeder KDE- oder GNOME-Benutzer bestätigen kann.

Das tut aber natürlich keiner. Nein, man zieht es vor, "irgendwelche" Linux, die einem mal als Geschenk mit einer PC-Zeitschrift in den Schoß gefallen ist, auf "irgendwelche" PC-Hardware, die man zufällig im Keller rumstehen hat, drauf zu knallen. Das ist für eine Kostprobe auch nicht unbedingt schlecht. Das Ergebnis mit einem vorinstallierten Windows-System vom Handel zu messen heißt aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Was kann MS schon ausspionieren, wenn ich den Rechner vom Netz nehme?


Schöne, heile Welt! Wie willst du aber ohne Netzzugang hier auf ProZ posten, geschweige denn deine Aufträge liefern?

Oder wenn ich die entsprechende Kommunikation sperre?


Nicht unbedingt eine schlechte Idee. Sagtest du aber nicht eben, dass wir Übersetzer doch keine Computer-Gurus sind und nur übersetzen wollen? Von diesem Gedanken hast du dich schon ein ganzes Stück entfernt, denn auf die Idee dieser Kommunikationssperre muss Ottonormalverbraucher erst einmal kommen, dann auch umsetzen (können). Für die Klick-mal-eben-Gemeinde ist das schon eine Herausforderung.

Zudem verzichtest du auf Sicherheitsupdates von Microsoft, es sei denn, du installierst sie manuell (schon wieder eine Herausforderung für Ungeübte). Eine ziemlich ernste Angelegenheit, denn Windows hat diese Sicherheitsupdates bitter nötig. Im Gegensatz kannst du ein Linux-System, einmal installiert, unbekümmert jahrelang laufen lassen.

Nicht, dass es bei Linux keine Sicherheitsupdates gibt. Sie sind aber in Vergleich zu denen von Microsoft trivial. Die Aktualisierung funktioniert übrigens auf die gleiche Art und Weise: ein gut entwickeltes Linuxsystem meldet sich regelmäßig unbemerkt "nach Hause", holt sich und installiert die notwendigen Updates. Die kann man auch manuell installieren, wenn man will. Letztendlich kommt man aber daran nicht vorbei, seinem Systemhersteller vertrauen zu müssen. Und ich vertraue viel eher Novell als einer Firma, die bekanntlich fiese Tricks benutzt, um andere Wettbewerber auszuschalten und deren Software unbrauchbar zu machen, oder die eigene Kundschaft gezielt auszuspionieren.

Bis jetzt fahre ich mit WinXP so gut, dass ich keinen Grund für irgendwelche Änderungen sehe.


Genau aus diesem Grunde bleibe ich bei Linux.

Tatsache ist: wenn Linux heute schon auf 95% der Desktops installiert wäre, würden nur Wenige auf die Idee kommen, zu Windows zu wechseln. Die Mängel von Windows, vor allem im Sicherheitsbereich, sind atemberaubend. Viele finden es inzwischen völlig normal, dass sich ein Wildfremder übers Netz Zugang zu ihren PCs verschafft hat, oder teure Updates kaufen zu müssen, bloß um die Kompatibilität mit anderen Systemelementen zu behalten. Man lernt eben mit den Nachteilen leben, die man schon kennt, als sich neuen, unbekannten Problem zu stellen.

Marc


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David Earl  Identity Verified
United States
Local time: 06:59
Member (2007)
German to English
<Seufz> Dec 2, 2006

Ein Ding empfinde ich in dem Artikel wundernswert: Wer hat es geschriben? Vielleicht lese ich falsch, aber der Chefredakteur von Linux-user.

Ich sage längst nicht, dass es nicht stimmt. Eher, es passt zu den Gedanken von M$, dass der Endbenutzer das Betriebsystem nicht besitzt, sondern von M$ lizenziert.

Leider gibt's Menschen, die das mitmachen werden. Endfrage: macht man mit oder nicht? Oder eher besser: Machen die Kunden mit oder nicht, da man ihre Leitfaden einigermaßen mitfolgen muß.

Und vielleicht da liegt es. Kann man die Kunden auf den Gedanken bringen, dass sie bei dem "funktioniernden" Betriebsystem (Win][k, XP, wie auch immer) bleiben dürfen?

Was sagen die Netztechniker: "Never touch a running system". Wenn es nicht mehr läuft, dann Panik.


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Ruxi
German to Romanian
+ ...
Bin mit Jerzy Dec 2, 2006

Ich verstehe die ganze Sachen mit ständig etwas weg-werfen und etwas anderes nur der Namenswillen zu nehmen, auch nicht.
Ich habe ein Mal ein Rechner mit Linux gesehen. Ich kann sagen dass ich fast alles mit Windows kann, aber Linux konnte ich nicht mal lesen.
Ich habe dann verstanden man muß einfach programieren können um den Program zu bedienen. Man mußte tatsächlich jede Aktion wie ein Programm schreiben.
Das nenne ich schon user-feindlich.
Die ganze Phylosophie ist anders, weil es gar keine Fenster und Layouts und Ordner gibt, die Name,Menus usw. sind total anders.
Entschuldigung, wem nütze es minutenlang Programme für jede Aktion schreiben.
Wie viele Leute sind für so etwas so technisch begabt?
Windows wurde (und ich habe nichts mit Bill Gates zu tun), für jedermann gemacht, vom Kind bis Greis. Jeder kann es lernen und verstehen, auch wenn er nicht technisch begabt ist.
Das die meisten Anwendungen dafür gemacht wurden hat die gleiche Erklärung, denn wwahrscheinlich gibt es auch noch wenig Leute die im Linux programieren können.
Denselben Schock habe ich bei SQL (Oracle) erlitten. Nach dem ich Datenbanken so leicht in andere Programme machen konnte, war mir SQL eine einziges Programmiereung. Wehe man verlor ein Punkt oder eine Komma. Und wofür die ganze Mühe?
Ich kann die Sorgen wegen Sicherheit teilweise verstehen. Es gibt inzwischen eine Menge Hacker, Viren, Spams usw., aber auch Anwendungen dagegen. Und so schlimm ist es auch nicht wenn man welche benützt.
Irgendwann wird das auch mit Linux passieren denke ich, weil jede Sache die vom Mensch gemacht wird, von einem anderen auch zerstört sein kann. Nichts menschliches ist unschlagbar. Nur zur Zeit haben die Leute kein Interesse solche negative Sachen für Linux zu machen, da es so wieso zu wenige Benützer gibt.
Die IT Welt scheint im Moment diejenige die am schnellsten neue Sachen produziert zu sein. Aber neu ist doch nichts mehr. Was bringt denn so viel neues jede Version von eine Anwendung, inklusive Betriebsysteme? Ah ja, das man immer neues Hardware kaufen muß hinterher und auch manche Anwendungen immer erneuern muß.
Ich sehe immer auf der Strasse Berge von Rechner und Bildschirme und andere Geräte. 2-3 Jahre, dann auf der Starsse. Warum so viel geschmissenses Material, Arbeit und Geld?
Diese Tage mußte ich meine Waschmaschine weg schmeissen. Sie sieht wie neu aus, hat kein Kratzer. Hat die Lager aus dem Betrieb nicht gut gehabt und man kann das angeblich nicht reparieren/wechseln. Die ganze schöne Maschine geht zum Schrott wegen ein Teil den man wechseln könnte. Aber...meine alte, mekanische Waschmaschine funkioniert immer noch, nach 40 Jahre!
Windows ist gut und bequem, man kann sehen, verstehen, leicht arbeiten und die meisten Sachen haben wir entweder irgendwo anders gespeichert, oder geben wir nicht im Internet.
Wofür habt ihr denn so Angst? Was bringt euch so viel Unzufriedenheit? Na ja, ich gebe zu, perfekt ist es nicht, aber wir sind es auch nicht, nichts ist perfekt auf dieser Welt.
Ich habe noch nie Mac gesehen, denke aber Linux ist der schwerste Betriebsystem. Und wie gesagt, warum muß es so sein? Und was kommt nach Linux?

[Edited at 2006-12-02 17:22]


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