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1 Wort falsch Übersetzt - Rechtfertigung für Preisnachlass?
Thread poster: holzner
holzner
Local time: 22:56
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Dec 28, 2006

Hallo!

Ich habe für eine Übersetzungsagentur eine Übersetzung von etwa 500 Wörtern angefertigt. Es handelte sich um die Übersetzung einer Speisekarte, bei der mir ein kleiner Fehler unterlaufen ist - ich habe von einer Speise angenommen, sie sei eine andere und habe sie deshalb falsch übersetzt (= eines von 500 Wörtern). Der Endkunde hat sich bei der Übersetzungsagentur beschwert und verlangt nun einen geradezu unverschämten Preisnachlass, den die Übersetzungsagentur natürlich auf mich abwälzen möchte.

Ich sehe allerdings nicht ein, warum ich auf einen erheblichen Teil des Honorars verzichten soll, nur weil eines von 500 Wörtern falsch übersetzt wurde. Noch dazu bezahlte mir die Agentur einen Hungerlohn von nur 0,03 Euro pro Wort.

Hat der Endkunde überhaupt das Recht, einen Teil der Übersetzung nicht zu bezahlen? Wenn ja, wäre es nicht eigentlich die Pflicht einer Übersetzungsagentur eine Übersetzung Korrketur lesen zu lassen?


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erika rubinstein  Identity Verified
Local time: 22:56
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Ich denke nicht, dass die Übersetzungsagentur verpflichtet ist, Korrektur zu lesen. Dec 28, 2006

Besser wäre es. Aber ein Übersetzer ist verpflichtet, immer eine korrekte Arbeit abzuliefern, egal wie der Preis ist. Sonst soll man solche Preise auch nicht annehmen.
Wenn wirklich nur ein einziges Wort falsch ist, ist es allerdings kein Grund, mit dem Preis runterzugehen. Als Dienstleister hat man vom Gesetz her das Recht auf Nachbesserung. Sie müssen in diesem Fall, das Wort richtig übersetzen. Wenn nicht gerade über 50 % des Textes falsch ist, muss man dem Übersetzer eine Chance geben, das ganze richtig zu machen. Erst wenn er beim zweiten Mal die Übersetzung nicht verbessert hat, kann man auf einer Preisminderung bestehen.


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 22:56
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Schwer zu sagen so ohne Infos, trotzdem ein paar Gedanken Dec 28, 2006

holzner wrote:
Der Endkunde hat sich bei der Übersetzungsagentur beschwert und verlangt nun einen geradezu unverschämten Preisnachlass, den die Übersetzungsagentur natürlich auf mich abwälzen möchte.


Wie hoch ist denn der "unverschämte" Preisnachlass?


Noch dazu bezahlte mir die Agentur einen Hungerlohn von nur 0,03 Euro pro Wort.


Wieso "noch dazu" und "Hungerlohn"?! Schließlich hast Du den Preis doch akzeptiert bei Auftragsannahme. Hat Dich jemand gezwungen?


Hat der Endkunde überhaupt das Recht, einen Teil der Übersetzung nicht zu bezahlen?


Na sicher doch. Wenn er einen Auftrag vergibt, erwartet er, wie jeder Käufer einer Ware oder Dienstleistung 100%ige Qualität. Und die hat er nicht bekommen. Du gehst doch auch ins Geschäft und reklamierst, wenn Du was gekauft hast und irgendwas nicht funktioniert. Was soll die Frage?


Wenn ja, wäre es nicht eigentlich die Pflicht einer Übersetzungsagentur eine Übersetzung Korrketur lesen zu lassen?


Sollte man meinen - machen aber die meisten erfahrungsgemäß nicht. Und sie vereinbaren auch mit Freelancern meist, dass diese eine solche Qualität zu liefern haben, dass keine Nachbesserungen erforderlich sind.

Meine Meinung:

1. Tief durchatmen und keinen Terror bei der Agentur machen (man spürt bei Deinem Posting förmlich Deine Empörung, die m.E. völlig ungerechtfertigt ist, da ja DU den Fehler gemacht hast, und sei er noch so klein).

2. Lass etwas Zeit vergehen, beruhige Dich und biete dann dem PM der Agentur in sachlichem Ton an, den Fehler auszumerzen und zu erreichen, dass er den Kunden überzeugt, dass der Fehler wirklich nur unbedeutend ist und einen hohen Preisnachlass nicht rechtfertigt.

3. Wenn das nicht klappt: schlucken, nehmen was Du kriegst und nicht wieder für diese Agentur arbeiten.

In jedem Fall an die eigene Nase fassen und es beim nächsten Mal besser machen. Sich hier im Forum öffentlich aufzuregen bringt überhaupt nichts: was bitte erwartest Du von den Lesern Deiner wutschnaubenden Message?

[Edited at 2006-12-28 15:33]


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Steffen Walter  Identity Verified
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Völlig unverhältnismäßiger Versuch Dec 28, 2006

Das Ansinnen der Agentur ist ein völlig unverhältnismäßiger Versuch, den Preis zu drücken. Was es bei 3 Cent pro Wort allerdings noch zu mindern gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Davon abgesehen sollte die Agentur bei Anwendung halbwegs vernünftiger Standards schon einen internen Korrektur-/Lektoratsschritt vorsehen.

Ich würde ganz entschieden auf Bezahlung in voller vereinbarter Höhe bestehen.

Viele Grüße
Steffen

P.S. Randbemerkung: Diesen Auftrag hätte ich gar nicht erst angenommen, da der Aufwand bei einem solch niedrigen Wortpreis in keinem Verhältnis zum Nutzen steht und tendenziell eher bei Billig(st)anbietern mit solchen Schwierigkeiten zu rechnen ist.

P.P.S. Als "wutschnaubend" (wie von Steffen Pollex bezeichnet) ist diese Nachfrage bei mir nicht angekommen.

[Edited at 2006-12-28 15:25]


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Stephanie Wloch  Identity Verified
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Unterschied zwischen Omelett und Tortilla Dec 28, 2006

Ich frage mich, ob mit der Entdeckung eines Fehlers nicht die Nachbesserungsfrist einsetzt.

Aber davon abgesehen: geht es um grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz? Es müsste doch ein schwerwiegender Grund vorliegen, wenn bei dem Hungerlohn noch ein Nachlass ausgereizt werden soll.

Und was hätte der Fehler denn nun bewirkt? Wurde ein Fleischgericht zur Gemüse-Tortilla umgemodelt, die vegetarische Gäste verprellt hätte?

Wie Steffen schon richtig anmerkt, sparen Billigstanbieter beim Lektorat und Qualitätskontrolle ganz gewaltig, verzichten wahrscheinlich sogar ganz drauf. Beschwert sich der Kunde, wird sofort dem Übersetzer der schwarze Peter zugeschoben.

Project Manager:“Das hat der Übersetzer verbockt, wir nicht!“
Kunde: “Das interessiert mich nicht, wer das gemacht hat. Ich bezahle nicht für Fehler!“
PM:“Wir werden uns den Burschen vorknöpfen. Sie bekommen 30% Rabatt. Zufrieden?“
Kunde (grummelt):“Warum stellt ihr denn solche Idioten ein, die ein Omelett nicht von einer Tortilla unterscheiden können!“
Fehlende Wertschätzung und Preistreiberei sind eben der Nährboden für überzogene Kritik.
Eine gute Motivation neue Auftraggeber zu suchen!:-)
Gruß Steffi


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Was wettert Ihr hier bloß alle wegen "Hungerlohn"? Dec 28, 2006

Tuliparola wrote:

"...., wenn bei dem Hungerlohn noch ein Nachlass ausgereizt werden soll.


Es ist allein Sache des Übersetzers, ob er einen Auftrag zu dem angebotenen Preis annimmt oder nicht.

Hat er ihn aber angenommen, so hat er 100% zu liefern, egal ob er einen "Hungerlohn" oder keinen "Hungerlohn" akzeptiert hat. So einfach ist das.

Diese beiden Sachen sollte man doch klar voneinander trennen und nicht versuchen, nun die (hier offensichtlich) nicht 100%ige Arbeit des Übersetzers mit dem "Hungerlohn" zu rechtfertigen, den er ja nicht hätte akzeptieren müssen.

Ansonsten glaube ich natürlich auch, dass ein Wort wohl kaum super verheerende Auswirkungen hat. Hängt allerdings auch vom Fachgebiet ab:

wenn ich in der Medizin der Krankenschwester schreibe, sie soll den falschen Knopf drücken oder das falsche Präparat verabreichen, weil ich als Übersetzer (abgewandeltes Zitat holzner) "angenommen (habe), es sei ein anderes", verstirbt mir eventuell der Patient. Das ist dann schon was anderes als "ein Fleischgericht zur Gemüse-Tortilla" zu machen. So lax darf man das wohl kaum sehen.

Ich habe als Übersetzer nicht "anzunehmen", wenn ich etwas nicht genau weiß, sondern zu recherchieren und zu klären, notfalls auch beim Klienten selbst. Das ist Teil des Berufsauftrags. Ich behaupte schließlich mit Auftragsannahme, dass ich Spezialist auf dem gewünschten Gebiet bin und will auch angemessen bezahlt werden.

Ansonsten bleibe ich für solche Fälle bei meinem bereits oben geäußerten Rat: erstmal einen halben Tag ins Land gehen lassen und dann mit den Leuten noch mal das Gespräch suchen. Beide Seiten sollten sich erst mal abkühlen - dann kann man mit den meisten doch eine gegenseitig akzeptable Lösung finden.


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erika rubinstein  Identity Verified
Local time: 22:56
Member (2011)
English to Russian
+ ...
Mit Steffen P.! Dec 28, 2006

Sagen uns doch bitte, was Sie falsch übersetzt haben, dann kann man auch beurteilen, wie schwer der Fehler idst, und ob man Nachlass gewähren soll oder nicht.
Zum Geld: Hätten Sie das Wort für o,12 € etwa besser übersetzt?


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Marian Pyritz  Identity Verified
Germany
Local time: 22:56
Member (2004)
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Schwein statt Rind Dec 28, 2006

holzner wrote: Ich sehe allerdings nicht ein, warum ich auf einen erheblichen Teil des Honorars verzichten soll, nur weil eines von 500 Wörtern falsch übersetzt wurde. ... nur 0,03 Euro pro Wort.


Also entweder kann ich nicht rechnen, oder es geht hier um ein Übersetzerhonorar von 15,- Euro. Da lohnt sich bei einem Preisnachlass kaum die Überweisung.

Auf jeden Fall kann die falsche Übersetzung einer Speise auf der Speisenkarte durchaus ernste Folgen haben, z.B. bei Schwein statt Rind...


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Claudia Krysztofiak  Identity Verified
Germany
Local time: 22:56
English to German
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Unabhängig vom Preis Dec 28, 2006

sollte ein Übersetzer immer bemüht sein, gute Arbeit zu liefern.
Aber unabhängig vom Preis kann jeder Fehler machen und unabhängig vom Preis steht einem Übersetzer das Recht der Nachbesserung zu.

Was der Kunde mit der Agentur kungelt, ist Sache dieser beiden Vertragspartner. Wenn sie ihr Geld nicht bekommt, ist das ihr Problem und kann natürlich dazu führen, dass sie nicht mehr mit Dir zusammenarbeitet.

Die Agentur hat die Übersetzung beauftragt und offenbar auch angenommen. Sie hat auf den Fehler hingewiesen und Du hast ihn hoffentlich sofort korrigiert und den Text nochmal geprüft. Wenn das der einzige Mangel an dem Text war, würde ich in keinem Falle eine Preisminderung hinnehmen.

@Steffen Pollux

Na sicher doch. Wenn er einen Auftrag vergibt, erwartet er, wie jeder Käufer einer Ware oder Dienstleistung 100%ige Qualität. Und die hat er nicht bekommen. Du gehst doch auch ins Geschäft und reklamierst, wenn Du was gekauft hast und irgendwas nicht funktioniert. Was soll die Frage?


Und im Geschäft sagen die mir auch, dass ich dann erstmal brav abwarten muss, bis das Teil aus der Reparatur zurückkommt. Und vor der zweiten Nachbesserung gibt's weder Preisnachlass noch Geld zurück gegen Ware, es sei denn die AGB des Händlers (oder seine Kulanz) sagen etwas anderes. Daher durchaus eine berechtigte Frage und eben nicht "Na sicher doch".


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orbis  Identity Verified
Germany
Local time: 22:56
Member (2002)
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Ich verstehe es nicht ganz.... Dec 28, 2006

Punkt a)
Klar, man soll nach "bestem Wissen und Gewissen" übersetzen;
Punkt b)
Klar, man soll Recht haben, die Übersetzung nachzubessern;
Punkt c)
Wir sprechen über 15 Euro; bei - als Beispiel erwähnten 30 % Preisnachlaß - sprechen wir über 10,50 Euro; wenn ich für 0,03 Euro/Wort übersetze, bin ich - ehrlich - bereit, auch 10,50 Euro für meine Arbeit zu bekommen - was soll's... Oder auch gar nichts. Eher eine gute Tat dem Kunden gegenüber. Dann kann man meine Arbeit auch nicht beanstanden - einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Die Aufregung verstehe ich nicht. Wovon spricht der Kunde? Wovon spricht die Agentur? Worüber regt sich der Übersetzer auf? Haben sie alle nichts besseres zu tun?


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ni-cole  Identity Verified
Switzerland
Local time: 22:56
German to French
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Korrekturlesen Dec 29, 2006

Ich schliesse mich den Meinungen von Steffen W. , Tuliparola und Claudia an.

Ich schliesse mich auch der Bemerkung von Claudia an: "unabhängig vom Preis sollte ein Übersetzer immer bemüht sein, gute Arbeit zu liefern." Wenn der Preis nicht stimmt, sollte man den Auftrag ablehnen (was ich hier gemacht hätte) und wenn man den Auftrag annimmt, heisst es, dass man mit dem Preis einverstanden ist. Manchmal arbeite ich auch (fast) gratis für NGOs - und gebe mir dann genausoviel Mühe, keine Frage.

Was mich in dieser Diskussion ein bisschen verwundert, ist die Meinung, dass Übersetzungsbüros nicht unbedingt Korrekturlesen sollen.

Wenn ich für Direktkunden arbeite, gebe ich meine Übersetzung immer für einer Kollegin zum Gegenlesen (damit meine ich, nicht nur Tippfehler und Rechtschreibung korrigieren, sondern auch Vollständigkeit, einheitliche Verwendung der Terminologie, Kohärenz usw.). Das hat natürlich seinen Preis, scheint mir aber - wie Steffen schon sagte - im Sinne einer Qualitätskontrolle unbedingt notwendig (Vier-Augen-Prinzip).

Wenn ich aber für ein Übersetzungsbüro arbeite, dann verzichte ich auf diesen Schritt, da das Übersetzungsbüro dafür verantwortlich ist - und die Agenturen, mit denen ich zusammenarbeite, tun dies auch. Schliesslich verdiene ich ja auch weniger, als wenn ich direkt für den Kunde arbeiten würde. Das heisst keinesfalls, dass ich deshalb weniger genau arbeite, sondern einfach, dass die Agentur auch ihren Teil leisten soll, die Verantwortung tragt und darum für die Endkontrolle zuständig ist.

Und wenn ich Aufträge weitergebe, übernehme ich selbstverstänlidch diese Endkontrolle - und bin auch nicht böse, wenn die Übersetzung mal einen Fehler hat.


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vera12191  Identity Verified
Germany
Local time: 22:56
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Ernste Folgen Dec 29, 2006

[quote]Marian Pyritz wrote:

Auf jeden Fall kann die falsche Übersetzung einer Speise auf der Speisenkarte durchaus ernste Folgen haben, z.B. bei Schwein statt Rind...

Mirian, die Folgen einer falschen Übersetzung der Speisekarte (z. B. Schwein statt Rind) können als ernsthaft erscheinen, wenn mann an Inder, Jüden oder Muslims denkt. Für Allregieker oder Diabetiker spielt eine korrekte Übersetzung auch eine lebenswichtige Rolle.


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RWSTranslation
Germany
Local time: 22:56
Member (2007)
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Übersetzungsbüros oder -agenturen sind ganz normale Auftraggeber Dec 29, 2006

ni-cole wrote:

....
Wenn ich aber für ein Übersetzungsbüro arbeite, dann verzichte ich auf diesen Schritt, da das Übersetzungsbüro dafür verantwortlich ist - und die Agenturen, mit denen ich zusammenarbeite, tun dies auch. Schliesslich verdiene ich ja auch weniger, als wenn ich direkt für den Kunde arbeiten würde. Das heisst keinesfalls, dass ich deshalb weniger genau arbeite, sondern einfach, dass die Agentur auch ihren Teil leisten soll, die Verantwortung tragt und darum für die Endkontrolle zuständig ist.


Hallo,
es gibt prinzipiell keinen Unterschied ob man für ein Übersetzungsbüro arbeitet oder für einen anderen Auftraggeber. Letzlich ist nur entscheidend, was zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbart wird.

Wenn der Auftraggeber eine "fertige" Übersetzung beauftragt, hat der Auftragnehmer diese also auch zu liefern. Wenn ein Korrekturlesen nach dem 4-Augenprinzip vereinbart wird, hat dieses auch zu erfolgen.
Falls dies nicht vereinbart wurde, muss man dies natürlich auch nicht tun. Auf jeden Fall ist immer hilfreich, wenn der Umfang des Auftrags entsprechend prüzise geklärt ist, damit es halt nachher keine Probleme gibt.

Auf jeden Fall gibt es keine Veranlassung davon auszugehen, dass ein Übersetzungsbüro oder eine Agentur dazu verpflichtet wäre die Übersetzung eines Lieferanten noch zusätzlich zu prüfen (außer dies wäre mit dem Auftraggeber des Büros bzw. der Agentur so vereinbart).

Viele Grüße

Hans


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holzner
Local time: 22:56
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TOPIC STARTER
Ergänzung: Dec 29, 2006

Zur Ergänzung:

Bei dem Übersetzungsfehler handelte es sich um nichts Gravierendes. Ich habe nicht Rinder- mit Schweinefleisch verwechselt sondern lediglich zwei fast identische Pastasorten. Ändert natürlich nichts daran, dass es falsch ist und einzig und allein meine Schuld ist, für die ich auch gerade stehen muss - keine Frage! Mir wurde allerdings nicht einmal die Möglichkeit gegeben, diesen Fehler zu korrigieren. Die Agentur schrieb mir lediglich ein Mail, indem man mich aufmerksam machte, dass der Kunde einen Übersetzungsfehler entdeckt und diesen auch gleich korrigiert hätte und nun einen "erheblichen" Preisnachlass forderte, den man natürlich auf mich abwälzen werde.

Es ist in dieser Diskussion oftmals das Argument gekommen, dass der niedrige Preis keine Rolle spielt. Ich will damit nicht sagen, dass ich die Übersetzung nicht nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt hätte (ganz im Gegenteil: bis auf dieses eine Wort war die Übersetzung sehr gut!), aber wer nur 3 Cent bezahlt, muss imho auch damit leben können, dass ein kleiner Fehler darin enthalten ist. Wenn ich mir einen Fernseher um 50 Euro kaufe, muss dieser natürlich auch funktionieren, ich darf mich allerdings nicht wundern, wenn er eine geringere Qualität aufweist als ein 500-Euro-Gerät... aber das ist das Typische an vielen Agenturen: Man erwartet sich eine 1a-Qualität, will aber nur einen Hungerlohn zahlen.

Ich habe der Agentur jedenfalls geantwortet, dass ich - obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wäre, mir die Möglichkeit auf eine Korrektur zu geben - auf die Bezahlung des falschen Wortes verzichte - also auf 3 Cent. Mal sehen, was zurück kommt...


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Andrej  Identity Verified
Local time: 00:56
Member (2005)
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Verstehe ich kaum, worum es geht. Dec 29, 2006

Da wurde meines Erachtens von vornherein wirklich nur EIN Fehler gemacht, und zwar man hat den 3-Cent-Auftrag angenommen. Wozu denn jetzt der ganze Streit um die Reduzierung? Da gibt es naemlich nichts zu reduzieren, ich wuerde dann die 15 Euro einfach der Agentur bzw. dem Kunden schenken und versuchen, den Alptraum zu vergessen und nie wieder so was zu machen.

Je billiger der Auftraggeber ist, desto mehr Probleme hat der Uebersetzer. Hab noch nie gesehen, dass dieses Gesetz widerlegt wurde.


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