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Mahnverfahren: Konkrete Fragen zum Antrag
Thread poster: Leena vom Hofe

Leena vom Hofe  Identity Verified
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Jan 15, 2007

Hallo alle Zusammen!

Ich muss nun leider (nach mehreren Mahnungen und Fristen) ein Mahnverfahren gegen eine Agentur einleiten. (Ich weiß, elendes Thema, aber ich hab hier ganz konkrete Fragen zum Antrag, die ich nicht beantworten konnte)

Ich habe nur einmal mit dieser Agentur zusammengearbeitet, es gab keine Reklamation, aber leider auch kein Geld. Da es sich um knapp über 1000 Euro handelt, möchte ich natürlich nicht drauf verzichten, zumal mir dort einiges vorgelogen wurde, so dass inzwischen auch noch ein bisschen Ärger mit dazu kommt.

Mein Problem ist jetzt: diese Agentur (eine GbR) hat Unternehmenssitze in Köln, Düsseldorf, Frankfurt und München (ich habe mit dem Kölner Büro zusammengearbeitet damals). Auf der Internetseite steht die Düsseldorfer Niederlassung an erster Stelle und auch im Impressum steht diese Adresse. Ich schickte allerdings meine Rechnung an die Kölner Anschrift... Ist das dann die Adresse, die ich im Mahnbescheids-Antrag angeben muss? Oder sollte ich die in D-dorf angeben. Ist ja auch wichtig wegen der Zuständigkeit des Gerichts, die laut Antrag im Bezirk des Antragsgegners liegt. (Köln wäre mein Bezirk)

Zu dem Antrag habe ich auch noch Fragen:

- wie habt Ihr (wenn Ihr Erfahrungen damit habt) die Verzugszinsen eingesetzt? Ich würde natürlich schon gern welche berechnen, weil ich auf das Geld schon zwei Monate warte.

Ich habe herausgefunden, dass ich bei Geschäften mit Nicht-Verbrauchern 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (von 1,95 im alten und 2,7 im neuen Jahr) berechnen darf. Im Antrag ist dafür ein Kästchen vorgesehen, man muss nur angeben, ob jährlich, monatlich oder täglich und dazu habe ich nichts gefunden. Ist das per anno?

Ach, so ein Ärger...

Vielleicht kann mir ja jmd von Euch mit diesen Fragen weiterhelfen.

Drückt mir die Daumen, dass ich mein Geld bekomme!

Danke und viele Grüße
Leena


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Capesha  Identity Verified
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hier ein Tip für dich Jan 15, 2007

google doch mal unter Jurathek. Dies ist ein Forum, das professionelle Hilfe bietet. Bitte beachte nur die Etikette. du musst den Fall darstellen als "Person A" und "Person B" etc. Ansonsten gilt dies als Rechtsberatung und das Forum bekommt Ärger.

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Leena vom Hofe  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Danke Capesha! Jan 15, 2007

Danke Dir,

ich hab da mal angefragt und wart mal ab, ob mir jemand ein paar Tipps geben kann.

Einen schönen Abend!
Leena


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RWSTranslation
Germany
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Schuldner Jan 15, 2007

Hallo,

ich meine, dass die erste Frage wäre, wer überhaupt der Schuldner ist. Eine GbR ist ja keine juristische Person. Wer hat den Auftrag erteilt, wo wohnt diese Person, War es ein Mitglied der GbR oder eine angestellte Person, Durfte die Person überhaupt den Auftrag erteilen, kannst Du nachweisen, dass der Auftrag erteilt wurde, ....

Ich denke, es wäre auch eine Option, darüber nachzudenken einen Anwalt einzuschalten.

Viele Grüße

Hans


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Capesha  Identity Verified
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drücke die Daumen Jan 15, 2007

Hallo nochmal,
dort bekommst du sicherlich heute abend noch eine Antwort. Es schreiben dort viele Rechtspfleger und Jurastudenten etc, mit.

Ansonsten stimme ich DSC zu: ein Anwalt wäre nicht schlecht in diesem Fall.


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Katrin Hollberg  Identity Verified
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Vor dem Einschalten eines Anwalts... Jan 16, 2007

(hi Leena...wenn auch keine große Hilfe für Deinen ärgerlichen Fall:)

würde ich es an Deiner Stelle erst auch noch einmal hier versuchen (telefonisch?):
http://www.mahnverfahren.nrw.de/bezirk/aghag/intro.htm

Ich hatte zu Studentenzeiten mal einen ähnlich blöden Fall, konnte aber damals kostenlose Rechtsberatung via Uni einholen, und da ich genügend Beweise hatte (teilweise waren Gelder an mich gegangen, bis die letzte Zahlung ganz ausblieb), konnte ich den Fall schließlich ohne Mahnverfahren abschließen, habe aber auch deutlich Nerven gelassen.

Damals hieß es, man muss 1o.2x (aktuelle Regelung ist mir leider nicht geläufig) den säumigen Zahler ordentlich angemahnt haben, dann kann theoretisch jeder ein Mahnverfahren einleiten. Reagiert der säumige Zahler darauf auch nicht, kann von Amts wegen vollstreckt werden.
Stellt sich die Gegenseite aber quer und legt rechtzeitig Einspruch ein, kann das Ganze auch noch unangenehmer werden, solltest Du angesichts des säumigen Betrags auch kurz überdenken und in Relation stellen.

Die eigentliche Schwierigkeit sprichst Du bereits an. Wer ist denn nun für Dich zuständig? Wahrscheinlich musst Du Dich beim Amtsgericht auch durchfragen (Man hat mich damals auch hin- und herverwiesen. Am Ende habe ich gar kein Verfahren einleiten müssen, gottseidank).
Parallel zur Anfrage beim Amtsgericht in NRW (um die Zuständigkeiten zu erfragen) würde ich "Dein" Spezi-Unternehmen auch in Düsseldorf telefonisch kontaktieren. Manchmal erfährt man dabei Erstaunliches (In meinem alten Fall erfuhr ich beim Anruf in München, dass mein NRW-Ansprechpartner gerade geschasst worden war, der Fall war aber leider noch verzwickter als bei Dir..., denn Du hast ja wohl für die Niederlassung des Unternehmens gearbeitet und nicht für eine Einzelperson, oder??). -

//Wählt der Gläubiger das gerichtliche Mahnverfahren, kann er einfach, schnell und kostengünstig einen sog. Mahnbescheid und in der Folge einen Vollstreckungstitel, den sog. Vollstreckungsbescheid, erwirken. Mit letzterem kann er gegen den Schuldner im Rahmen der Zwangsvollstreckung vorgehen. Ein langwieriges und teures Gerichtsverfahren kann also vermieden werden.//Zitat: http://www.pankow-wirtschaft.de/oswpankow/C/ii/seite3.jsp

und ebenda:
//Für das Mahnverfahren ist, unabhängig vom Streitwert, grundsätzlich das Amtsgericht zuständig, bei dem der Gläubiger der Geldforderung seinen Wohnsitz bzw., sofern es sich beim Gläubiger um eine GbR/ OHG/ KG/ GmbH/ AG handelt, seinen Geschäftssitz hat.
Allerdings haben die Landesregierungen das Recht, einem Amtsgericht die Bearbeitung der Mahnverfahren mehrerer Bezirke zuzuweisen.//

Das Amtsgericht wird Dir am Telefon auch keine Rechtsberatung liefern, aber zumindest könntest Du den für Deinen Fall gültigen Sitz erfahren...ansonsten wird es wohl ohne zusätzliche Rechtsberatung schwierig, an Dein Geld zu kommen. - Ich lasse mir übrigens vom AG immer bestätigen, dass er die Übersetzung auch erhalten hat und wenn auch nur per Email, dann hab ich wenigstens etwas dokumentiert über den Verlauf des Auftrags.//siehe auch Kommentar von Hans...// - Viel Erfolg bei allem Ärger)


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Leena vom Hofe  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Ein paar Hintergründe Jan 16, 2007

Guten Morgen Katrin! Und alle anderen!

Danke für Eure Antworten!

Hier noch ein paar Hintergründe:

zum Mahnverfahren habe ich mich schon erkundigt, der Antrag liegt hier auf meinem Schreibtisch. (deswegen auch die Fragen zur Verzinsung etc...)
Capesha, in dem Forum hat noch niemand geantwortet...)

Nun zu der Firma:

Ich habe von einer Angestellten (ich gehe mal davon aus, dass sie dort angestellt ist) der GbR den Auftrag bekommen. (Habe natürlich alles gespeichert und ausgedruckt)

Habe zwei mal ordentlich gemahnt und einmal einen Anruf von der Besitzerin des Ladens bekommen, sie würde die Rechnung vor Weihnachten noch überweisen (das war Anfang Dezember, da waren sie allerdings schon 20 Tage im Verzug). Sie würden dann ihren Jahresabschluss machen und ihre Freelancer bezahlen... ich bin natürlich etwas ungehalten gewesen, weil ich die Bezhalung meiner Rechnungen auch nicht bis zum Jahresabschluss hinauszögern kann...
Sie sagte weiterhin in diesem Telefonat "wenn ich Ihre Rechnung nicht wiederfinde, dürfte ich Sie dann noch mal anrufen?"... Scheint ein super organisierter Laden zu sein!

Naja, und dann ist nix passiert , so dass ich noch eine Mahnung geschrieben habe. Dann habe ich angerufen (in der Woche vor Weihnachten) worauf mir versichert wurde, die Rechnung würde noch in dieser Woche überwiesen... Ich habe dann gesagt, dass ich das hoffe, und sonst einen Anwalt einschalten würde.

Daraufhin kommt (am nächsten Tag!) ein Brief bei mir an:

Wie man mir bereits mitgeteilt habe, sei meine Rechnung unleserlich bei ihnen eingegangen und würde sowieso nicht den Formvorschriften entsprechen... ich solle die Rechnung noch mal schicken!

Ich habe also die Rechnung als Duplikat erneut eingeschickt, weil ich das Original ja bereits am 16. Oktober eingesandt hatte (der "gute" Eingang dieser Rechnung, sowie der Übersetzung wurde mir am 17.10 in einer Mail bestätigt)und eine Frist gesetzt, die mittlerweile deutlich überschritten ist. Außerdem habe ich angegeben, dass man sich gerne mit mir in Verbindung setzen kann, wenn es weitere Probleme gibt...

Ah! Ich kann mich da schon sehr drüber ärgern! Naja...

Das sind also die Hintergründe...

Ganz schön ärgerlich!

Wenn ich einen Anwalt einschalten sollte, könnte ich die Kosten auf die Agentur "abwälzen"? Und kann ich nicht auch einfach ein Inkassounternehmen einsetzen? (dann wär ich den ganzen Ärger los... so schön bequem...

Was meint Ihr zu der Sache?

Danke und viele Grüße
Leena


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Steffen Walter  Identity Verified
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http://www.mahnung-online.de/ Jan 16, 2007

Hallo Leena,

schau Dir doch mal http://www.mahnung-online.de/ an (einen Mahnservice einer Anwaltskanzlei). Diesen hat vor ein paar Jahren eine Übersetzerkollegin erfolgreich in Anspruch genommen.

Viele Grüße
Steffen


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Vito Smolej
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Local time: 13:34
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"Oder hat's die Katze gefressen?" Jan 16, 2007

Wie man mir bereits mitgeteilt habe, sei meine Rechnung unleserlich bei ihnen eingegangen ....


In einem meiner solchen Fälle wollte man (nach dem Verfallsdatum) die Rechnung auf dem Papier haben - allen anderen war PDF Datei, ordentlich verpackt und verschlüsselt, genug...

Erinnert mich soooo an die Ausreden, die man in SBahn von geschnappten Schwarzfahrern zu hören bekommt.

Eins kann man doch sagen: die etwaige Verluste in solchen Fällen sind (auch) das Schulgeld - desto größer, desto lernreicher die Schulstunde ... -.


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Leena vom Hofe  Identity Verified
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teure schule... Jan 16, 2007

Hallo Vito...

so fühlt es sich für mich auch an...oder wie ein Schüler, der dreimal erzählt sein Opa sei gestorben, er könne deswegen nicht in die Schule kommen...

Ich habe mittlerweile von einer Kollegin einen Link bekommen zur "Yahoo-Group Zahlungspraxis"...(da die Firma hier im BlueBoard leider nicht vertreten ist...) und siehe da! Etliche Einträge zu dem Laden!

Ich persönlich sehe das nicht ein, so teures Lehrgeld zu entrichten! Die rechnen doch damit, dass man das nicht weiter verfolgt...und ungewöhnlich scheint das bei dieser Firma ja nicht zu sein!

Ich habe jetzt die Antworten auf meine Fragen vom Amtsgericht bekommen... und schau mal wie es weitergeht!

Allerdings wüsste ich von Euch noch zu gern, was Ihr von Inkasso-Büros haltet, bzw. was die Vor- und Nachteile sind (Eurer Meinung nach). UNd warum Ihr ein solches nicht beauftragen würdet, bzw. beauftragen würdet...

So weit ich weiß, wäre das doch auch eine Möglichkeit, oder? (wie ich schon sagte, so schön bequem..)

Viele Grüße
Leena


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RWSTranslation
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Glück Jan 16, 2007

Leena vom Hofe wrote:

....

Daraufhin kommt (am nächsten Tag!) ein Brief bei mir an:

Wie man mir bereits mitgeteilt habe, sei meine Rechnung unleserlich bei ihnen eingegangen und würde sowieso nicht den Formvorschriften entsprechen... ich solle die Rechnung noch mal schicken!

...
Danke und viele Grüße
Leena


Hallo,

Glück im Unglück, damit hat Dein Auftraggeber zumindest schon mal selbst einen Hinweis gegeben, dass er da eine Rechnung auch erwartet. Anonsten ist es eine durchaus beliebte Argumentation überhaupt die Beauftragung zu bestreiten.

Viel Erfolg

Hans


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