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DTP: Was kostet denn eigentlich eine Seite bzw. Stunde?
Thread poster: Andrej

Andrej  Identity Verified
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Jan 25, 2007

Hallo Kolleginnen und Kollegen, immer oefter bekomme ich Kundenanfragen, die neben der eigentlichen Uebersetzung auch mit DTP zu tun haben. Im Allgemeinen ist es kein Problem, ich moechte jedoch gerne wissen, was wuerdet Ihr fuer eine "physische Seite" im DTP-Bereich verlangen, damit ich auch den Kunden keine Dumping-Angebote unterbreite.

Dabei handelt es sich um ein "durchschnittliches Dokument", also z.B. 50 Seiten, ein paar Tabellen, mehrere Bilder usw. Das DTP-Programm spielt hier wohl keine Rolle, egal, ob es um Quark, PageMaker, FrameMaker oder InDesign geht, oder?

Wenn es auch welche Erwaegungen bezueglich der Preise auf Stundenbasis gibt, die wuerde ich auch gerne besprechen.

Besten Dank im Voraus!


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RWSTranslation
Germany
Local time: 09:10
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Kalkulation Jan 25, 2007

Hallo,

da gibt es keine pauschale Antwort. Man muss schon korrekt kalkulieren:

Seitenpreis = Stundenpreis (Lohn) * Anzahl der Seiten / Stunde + anteilige Nebenkosten (Hard- und Software / Büro, Steuern, ...)


Evtl. passt man dann diesen Preis noch an, weil man z.B. mangels Erfahrung wahrscheinlich noch nicht so viele Seiten / Stunde schafft und dieses dann nicht auf den Preis umlegen will.

Viele Grüße

Hans


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Alison Schwitzgebel
France
Local time: 09:10
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Genau... Jan 25, 2007

DSC wrote:

da gibt es keine pauschale Antwort. Man muss schon korrekt kalkulieren:



Als Platin Mitlglied kannst Du unter -> Jobs -> Rates einige der von Proz Mitglieder eingegebene Stundensätze sehen. Unter -> Jobs findest Du auch den Rate Calculator (eher für pro Wort Preise, aber schon interessant).

HDH

Alison


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Andrej  Identity Verified
Local time: 11:10
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TOPIC STARTER
Kalkulieren muss man immer (koennen), ein Meinungsaustausch ist aber auch wichtig. Jan 25, 2007

Hallo,

da gibt es keine pauschale Antwort.


Kalkulieren Sie z.B. immer wieder so, wenn Sie mal einen Uebersetzungsauftrag bekommen? Jede/r Uebersetzer/in hat ja auch eine (flexible) Preisspanne fuer Uebersetzungen, z.B 0.08 bis 0.12 Euro/Wort oder 0.10 bis 0.15 usw. So koennte ich mir vorstellen, dass es allgemeine Preisvorstellungen auch im DTP-Bereich gibt, oder? Ich frage nicht nach ganz genauen Preisen, ich frage, was denn das im Allgemeinen kostet, also von ... bis ..., und zwar mehr oder weniger durchschnittlich. Man braucht also eine Basis, damit man weiter ueber den Preis in einem konkreten Fall entscheiden kann.

Ich habe natuerlich auch bestimmte Vorstellungen, wie teuer meine DTP-Arbeit sein kann, moechte jedoch auch gerne andere Meinungen bekommen. Ich will keine Arbeit fuer falsche Preise machen oder unbedacht Dumping treiben, deswegen ist es auch wichtig, ein ungefähres Preisniveau zu wissen. Ist es ein falscher Arbeitsansatz?


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Nicole Schnell  Identity Verified
United States
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DTP oder DTP? Jan 25, 2007

Andrej wrote:

Das DTP-Programm spielt hier wohl keine Rolle, egal, ob es um Quark, PageMaker, FrameMaker oder InDesign geht, oder?



Es gibt sehr wohl eine Spanne und DTP kann nicht einfach pauschal verrechnet werden.

Wenn zum Beispiel nur Tabellen, Headlines und Textblöcke überschrieben werden müssen, berechne ich meinen Standardstundensatz, zuzüglich zu den Kosten der Übersetzung.

Häufig erhalte ich allerdings Aufträge, für die komplizierte Logos nachgebaut werden müssen, wenn z.B. die Logos als Tiffdateien oder EPS eingebaut wurden, die nicht überschrieben werden können. Oder wenn Fonts verwendet wurden, die keine Umlaute enthalten und das ganze Layout mit neuen Schriften nachempfunden werden muss. Oder teure Layoutprogramme erforderlich sind, die nicht zur Standardausrüstung eines Übersetzers gehören (InDesign kostet schließlich USD 700, QuarkExpress USD 800). Dann berechne ich 70 Dollar die Stunde.

Schließlich muss die Broschüre/die Anzeige/das Direktmail sofort in Druck gehen können.

Im schlimmsten Fall (Software nicht vorhanden/das Layout wurde auf Mac erstellt, ich verwende jedoch einen PC) muss ich an eine örtliche DTP-Firma auslagern. Dann berechne ich deren Stundensätze weiter, zuzüglich meinen Standardstundensatz für meinen Zeitaufwand.



[Edited at 2007-01-25 10:29]


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
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Pauschaler Seitenpreis ist nicht sinnvoll Jan 25, 2007

Andrej wrote:

Das DTP-Programm spielt hier wohl keine Rolle, egal, ob es um Quark, PageMaker, FrameMaker oder InDesign geht, oder?


Oh ja. Das falsche Programm für eine gegebene Aufgabe kann extrem teuer werden. Und wenn der Auftrag bereits in Programm X vorliegt, dieses aber z. B. nicht vernünftig mit Tabellen umgehen kann, kommt man u. U. schnell in Teufels Küche. Oder wenn man nicht die Freiheit hat, Text auf einen verfügbaren Platz einzukürzen. Oder oder oder. Pauschal kann man nur sagen, dass man keine Pauschale sagen kann.


Wenn es auch welche Erwaegungen bezueglich der Preise auf Stundenbasis gibt, die wuerde ich auch gerne besprechen.


Im professionellenDTP-Bereich wird dem Endkunden ab 50 € pro Stunde in Rechnung gestellt, gute Layoutsetzer können durchaus mehr kosten. Bei Angeboten unter 40 € im Satzbereich würde ich mir (als Endkunde) die Qualifikationen des Anbieters sehr genau ansehen. Genau wie bei den Übersetzern tummeln sich auch bei den DTPlern viele Leute, die Wollen und Können eher unscharf trennen. (Aber das ist nur meine persönliche Meinung).


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
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Umlaute? Kein Problem Jan 25, 2007

Nicole Schnell wrote:
Oder wenn Fonts verwendet wurden, die keine Umlaute enthalten und das ganze Layout mit neuen Schriften nachempfunden werden muss.

Aber aber. Da würde ich eher die Ümlaute und das ß nachbauen


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Wenjer Leuschel  Identity Verified
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Über Preise redet man kaum Jan 25, 2007

Hallo Andrej,

über Preise redet man kaum. Es sei denn, daß man konkret mit dem Kunden verhandelt. Außerdem kommt es wirklich darauf an, wie der Aufwand aussieht. Mit QuarkXpress für Werbemateriale habe ich schon oftmal 20 bis 40 Euro pro Seite kassiert, aber mit FrameMaker für stinknormale Bedienungsanleitungen genügt 3 Euro pro Seite schon.

Es kommt auch auf die Vorlagen an. Bearbeitung mit chlechten Vorlagen ist kein gutes Geschäft. Dafür nimmt man eben mehr. Besonders wenn man fast alles neu entwerfen muß, dann berechnet man auch noch Designkosten dazu. Seitenentwurf (Layout-Design) kostet ja auch ungemein.

Der Preis von 30 Euro ist natürlich für Druckvorlagen professioneller Qualität. Bei solcher Arbeit ist immer hin und her Kleinigkeiten mit dem Kunden abzustimmen. Manchmal ganz nervlich. Bei dem Preis 3 Euro oder etwas niedriger handelt es sich um Dinge, die man ruckzug erledigen kann.

Also, bist du nun geholfen?

Grüße aus Taiwan,
Wenjer


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Nicole Schnell  Identity Verified
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@ Klaus :-) Jan 25, 2007



Aber aber. Da würde ich eher die Ümlaute und das ß nachbauen



Klasse, Klaus! Dann weiß ich ja, an wen ich mich das nächste Mal wenden werde. Was sind denn Deine Raten pro Target-Punkt?

Das hat mich inspiriert. Meine bisherige Vorstellung von einer Graphiker-Hölle war permanentes Einscannen..


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
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Als nicht-professioneller DTP-ler muss ich Klaus nur recht geben Jan 25, 2007

Dokumente in Pagemaker für Macintosh sind schon was gaaaaaanz anderes, als Framemaker auf PC.
Ich setze die NIE, nur bearbeite, was vom Kunden kommt. Und da kommt so manches, z. B. Tabellen in Pagemaker (dieses Programm kann KEINE Tabellen machen), die einfach aus aneinander gereihten mit Tabulator ausgerichteten abgebrochenen und in Zeilen verteilten Wörtern. Ein Graus, wenn man so etwas übersetzen muss, denn dann hat man Wortanfang und -ende ganz schön weit auseinander.

Die Bedienung der Programme reicht von umständlich (InDesign) über mäßig bedienerfreundlich (Quark oder Framemaker) bis ganz einfach (Pagemaker), das aber nicht darum, weil das Programm so gut ist, sondern weil es fast nichts kann - aus der Sicht von jemanden, der nichts setzen, sondern gesetzte Dokumente bearbeiten muss.

Wenn ich mit leerem Blatt anfangen soll, um ein ganz neues Dokument für den Kunden zu erstellen, gehe ich nach Word. Einfacher geht es kaum - dafür tu ich mir DTP nicht an. Dass das Ergebnis nicht so professionell sein wird, steht natürlich außer jeder Frage. Aber der Kunde zahlt dann in aller Regel ja nur für die Übersetzung, für die Erstellung des zielsprachigen Dokuments ja nur bedingt durch den Zeilenpreis.

Wenn mir also ein "DTP"-Job ins Haus steht, sprich wenn ich ein Kundendokument weiter bearbeiten soll, berechne ich das in der Regel über einen höheren Wortpreis. Den Zuschlag muss man selbst "erfüllen" - beim ersten Job dieser Art fällt man in der Regel auf die Nase, denn die Zeit, die man sich vorstellt, dazu zu brauchen, wird meisten hoffnungslos überschritten. Wenn es dann häufiger vokommt, geht es und wird kalkulierbar.

LG
Jerzy


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Ah, das Missverständnis. Jan 25, 2007



Wenn ich mit leerem Blatt anfangen soll, um ein ganz neues Dokument für den Kunden zu erstellen, gehe ich nach Word. Einfacher geht es kaum - dafür tu ich mir DTP nicht an.



Ich stimme Jerzy 100% zu. Schriftsatz hat jedoch nichts mit Kreation zu tun. Das überlassen wir doch lieber den Profis (den Layoutern, den Graphik Designern, den Art Direktoren, in genau dieser aufsteigenden Reihenfolge).

Bevor wir Preisgestaltung diskutieren, sollten wir vielleicht erst einmal definieren, was DTP eigentlich ist.


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Andrej  Identity Verified
Local time: 11:10
Member (2005)
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TOPIC STARTER
Bin sehr dankbar fuer Eure Beitraege! Jan 26, 2007

Danke, Kolleginnen und Kollegen, jetzt sehe ich, dass ich mich auch in eine richtige Richtung bewege!

[Edited at 2007-01-26 09:42]


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