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Lachnummer „Rechtschreibreform“
Thread poster: Thomas Hartwig
Thomas Hartwig  Identity Verified
Local time: 09:39
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Feb 22, 2007

"Immer mehr machen die Lachnummer „Rechtschreibreform“ nicht mehr mit. Sie wollen nicht selbst zum Witz werden."

Aus:
http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=796#7816

Gibt es unter den geschätzten Teilnehmern dieses Forums noch Menschen, die riskieren, "zum Witz zu werden"?

Fragt sich, einigermaßen besorgt:

Thomas


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belitrix
Local time: 09:39
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+ ...
Rechtschreibreform + Lachnummer Feb 22, 2007

Sicherlich ist die Rechtschreibreform eine "Lachnummer", wenn es darum geht, "sss" oder "fff" oder ähnlichen Unsinn zu schreiben.

Dennoch empfinde ich es als eine Erleichterung, wenn man einige Regeln sieht, die doch einen Fortschritt darstellen.

1. Bei kurzem Vokal = ss
Siehe : Hass

2. Bei langem Vokal und bei Umlauten wie z.B. heiß, Maß etc. "ß"

3. Vor allem finde ich, dass es eine positive Entwicklung ist, den Schwachsinn:
mit vielem Dank im voraus

durch
mit vielem Dank im Voraus

zu ersetzen.

"Im Allgemeinen" und "im Besonderen" und "in Bezug auf" ist eine echte Erlösung für einen, der jemals Geschäftsleitungsbriefe getippt hat oder solche übersetzen musste.

Duden mit den entsprechenden Leitlinien und Beispielen waren unverzichtbar.

P.S. Leider schaffen es die meisten Leute immer noch nicht, zwischen "das" und "dass" zu unterscheiden. Sollte man hier die Rechtschreibreform weiterführen, denn das Verständnis scheint hiervon nicht betroffen zu sein?


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Thomas Pfann  Identity Verified
United Kingdom
Local time: 08:39
Member (2006)
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Schnee von gestern? Feb 22, 2007

Neulich hab ich nach langer Faulheit endlich mal wieder Sport getrieben - danach hab ich jeden Knochen gespürt und mich plötzlich sehr alt gefühlt.

Jetzt fühl ich mich aber wieder jung, denn an die Zeit vor der "neuen" Rechtschreibung kann ich mich nur noch sehr vage erinnern.

Wer nach den alten Regeln schreiben möchte, soll dies meinetwegen tun, aber die Diskussion über Sinn und Unsinn der neuen Rechtschreibung finde ich nach all den Jahren reichlich ermüdend und sinnlos.


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Claudia Krysztofiak  Identity Verified
Germany
Local time: 09:39
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Ein immer wieder überschätztes Thema Feb 22, 2007

Es soll in Bonn auch immer noch eine kleine Gruppe von Leuten geben, die fordern, die Regierung müsse wieder zurückkommen.

Man kann die Rechtschreibreform für gut oder schlecht halten, sie ist Realität. Heutige Kinder wachsen mit der neuen Rechtschreibung auf und finden die alten Schreibweisen zum Teil fremd.

Sie hat, wie wohl alles auf dieser Welt, gute und schlechte Seiten.


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belitrix
Local time: 09:39
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+ ...
Ich halte den Beitrag für inkompetent und würde den Nutzer sperren. Feb 22, 2007

Es ist unglaublich, welchen Schwachsinn diese Leute von sich geben. Leider hatte ich meine erste Antwort spontan erstellt und nicht erst auf dieser Seite nachgelesen.

Man sollte dieses Forum für Neu- oder Altnazis bzw. für Dödels sperren!!!<

Ich beziehe mich hierbei auf folgende Adresse
http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=796#7816

und die dort genannten Inhalte.

Alle anderen Kommentare auf dieser Seite sind wohl ok.

[Bearbeitet am 2007-02-22 14:21]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 09:39
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+ ...
Sperre? Feb 22, 2007

Hallo belitrix,
völlig unabhängig davon, wie man zur Rechtschreibreform (oder zu den Versuchen, diese zurückzudrehen) steht, frage ich mich, was Du mit dieser Aussage bezweckst:


Man sollte dieses Forum für Neu- oder Altnazis bzw. für Dödels sperren!!!<

Ich beziehe mich hierbei auf folgende Adresse
http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=796#7816

und die dort genannten Inhalte.


Ich kann nicht nachvollziehen, welche der ProZ.com-Forumsregeln konkret verletzt wurde; insofern sehe ich keine Veranlassung für eine Sperre.

Allgemein würde ich es begrüßen, wenn auch kontroverse Diskussionen ohne persönliche Angriffe geführt werden können.

Gruß Ralf


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belitrix
Local time: 09:39
German to Italian
+ ...
Wir sollten frei sein für Veränderungen - egal wie alt die Knochen sind. Feb 22, 2007

Thomas Pfann wrote:

Neulich hab ich nach langer Faulheit endlich mal wieder Sport getrieben - danach hab ich jeden Knochen gespürt und mich plötzlich sehr alt gefühlt.

Jetzt fühl ich mich aber wieder jung, denn an die Zeit vor der "neuen" Rechtschreibung kann ich mich nur noch sehr vage erinnern.

Wer nach den alten Regeln schreiben möchte, soll dies meinetwegen tun, aber die Diskussion über Sinn und Unsinn der neuen Rechtschreibung finde ich nach all den Jahren reichlich ermüdend und sinnlos.


-----


So alt können die Knochen nicht werden, dass man nicht noch im Kopf noch was ändern will - es sei denn da geht auch nix mehr!

Ich finde Stängel anstatt "Stengel" als Ableitung von "Stange" etc. gut, weil ich viele Jahre nicht kapiert hatte, worum es hier eigentlich geht.

Natürlich denke ich auch, dass bezüglich der Rechtschreibung möglichst viel Anarchie herrschen sollte, da sich so vielleicht doch nicht die Altphilologen durchsetzen, die uns schon jahrzehntelang gängeln und dies ohne jede Vernunft.

Es ist schon wichtig, dass bezügl. der Rechtschreibung aufgeräumt wird, aber der Duden musste sich schon immer dem landläufigen Gebrauch unterordnen. Lassen wir diesem freien Lauf!!!


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tectranslate ITS GmbH
Local time: 09:39
German
+ ...
Die Reform und ihre Folgen Feb 23, 2007

belitrix wrote:
...
Dennoch empfinde ich es als eine Erleichterung, wenn man einige Regeln sieht, die doch einen Fortschritt darstellen.

1. Bei kurzem Vokal = ss
Siehe : Hass

2. Bei langem Vokal und bei Umlauten wie z.B. heiß, Maß etc. "ß"
...

Das ist eine der Regelungen, die ich an sich für SEHR begrüßenswert, weil logisch und leicht zu merken, halte. Da aber leider die meisten Deutschen Rechtschreibung für unnötigen Luxus zu halten scheinen und sich höchstens oberflächlich mit ihr beschäftigen, hat m.E. diese Änderung zum Aussterben des Eszet geführt, das momentan allerorten zu beobachten ist.

Geht mal in den Supermarkt und versucht weiße Schokolade zu kaufen. Oder vielleicht steht Euch der Sinn nach einer heißen Tasse? Außerdem ist ein sprunghafter Anstieg im Ausbau von Trassen in Deutschland festzustellen, wie z.B. der Friedrichstrasse oder der Bahnhofstrasse.

Als ich neulich an Amazon.de geschrieben habe, sie sollen doch mal bitte die Artikelbezeichnung von (James Bond) "Liebesgrüsse aus Moskau" zu "Liebesgrüße aus Moskau" korrigieren, habe ich eine Standard-Mail bekommen, die besagte, man könne meine Änderung "nicht verifizieren".

Armes Deutschland.

Viele Grüße (ach nee, Grüsse heisst dass ja jetsst)
Benjamin

[Edited at 2007-02-23 12:14]


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Thomas Hartwig  Identity Verified
Local time: 09:39
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TOPIC STARTER
Die ach so logische ss-Schreibung Feb 23, 2007

Zur ss-Schreibung siehe z. B.:

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~ma8/eszet.html

oder

http://www.ifto.uni-jena.de/~hcw/Sprache/essay_ak.html
(15. Absatz)

oder

http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/rsr/ssiboleth.shtml


Ein Kuß im Bus - ist damit nun Schluß?



[Bearbeitet am 2007-02-24 11:58]


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Thomas Hartwig  Identity Verified
Local time: 09:39
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TOPIC STARTER
Die ach so logische ss-Schreibung (2) Feb 24, 2007

Ein Kuss im Buss - wass isst dass für ein Ärgerniss!

Klitzekleiner Hinweis: Bei der neuen ß/ss-Regelung muß man wissen, wo früher ein ß stand. --- In der Tat eine große Erleichterung!


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Karin Maack  Identity Verified
Germany
Local time: 09:39
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Aber nicht doch! Feb 24, 2007

Kinder, die es in der Schule lernen, wissen auch nicht, wie man die Wörter früher geschrieben hat!
S und ss und ß ist nicht schwer auseinander zu halten - man muss nur in der Lage sein, Hochdeutsch zu sprechen. Das tut dann im Übrigen auch der innerdeutschen Verständigung gut - zumindest der mündlichen.


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MMUlr  Identity Verified
Germany
Local time: 09:39
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+ ...
? oder ss - Vorteile / Nachteile Feb 25, 2007

tectranslate wrote:

Das ist eine der Regelungen, die ich an sich für SEHR begrüßenswert, weil logisch und leicht zu merken, halte. ...


Ich habe prinzipiell gerade diese - weil relativ klare - neue Regelung begrüßt ... aber ich hätte mir gewünscht, dass man zu 100% das ß durch ss ersetzt hätte, ähnlich wie in der Schweiz schon geschehen. Man hätte damit ein Sonderzeichen weniger, also im Sinne der "Computerfreundlichkeit" etwas erreicht.

Aber nun, nach einiger Zeit der Praxis, bemerke ich etwas Unangenehmes, ich verwechsle beim schnellen Tippen sehr rasch s oder ss. Ich will natürlich richtig schreiben, aber dummerweise kommt bei "das" plötzlich ein "dass" heraus - oder auch mal umgekehrt. Das ist nervend bzw. es wäre bei der alten Schreibweise nicht dazu gekommen, da s und ß so schön weit auseinanderliegen.

Gut, das ist nur eine winzige Kleinigkeit, die mir auffiel -
ansonsten ist es doch so, wie tectranslate und andere Vorredner schon sagten -, man muss sich schon, vorher wie nachher, mit der korrekten Sprache / Orthographie beschäftigen, um alles richtig zu machen. Das wird einem auch keine Rechtschreibrefom abnehmen können, nie!


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tectranslate ITS GmbH
Local time: 09:39
German
+ ...
Pro Eszet! Feb 26, 2007

MMUlr wrote:

tectranslate wrote:

Das ist eine der Regelungen, die ich an sich für SEHR begrüßenswert, weil logisch und leicht zu merken, halte. ...


Ich habe prinzipiell gerade diese - weil relativ klare - neue Regelung begrüßt ... aber ich hätte mir gewünscht, dass man zu 100% das ß durch ss ersetzt hätte, ähnlich wie in der Schweiz schon geschehen.

Bitte nicht! Das ß ist sinnvoll und wichtig: Jedesmal wenn ich in einer Schweizer Anleitung "Bitte beachten Sie die Masse des Geräts" lese, graust es mir. (Was nun? Geht's um Gewicht oder Abmessungen?)

Man hätte damit ein Sonderzeichen weniger, also im Sinne der "Computerfreundlichkeit" etwas erreicht.

Ich finde, der Computer sollte dem Menschen dienen und nicht andersrum. Außerdem schreiben wir das Jahr 2007 n.C. und die Forschung im Bereich der Elektronenrechner geht in Riesenschritten voran - es sollen angeblich bereits erste Modelle mit Farbbildschirmen verfügbar sein und auch die 640-kB-Speichergrenze sei durchbrochen, hört man...

Viele Grüße
Benjamin


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Thomas Hartwig  Identity Verified
Local time: 09:39
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TOPIC STARTER
Günther Drosdowski über die Rechtschreibreformer Mar 6, 2007

"Ich bin, wie Sie vermutlich wissen, Mitglied in mehreren Gremien, aber weder in der Göttinger Akademie der Wissenschaften noch in der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung, weder im Beirat des DIN [Deutschen Instituts für Normung] noch im Gesamtvorstand der GfdS [Gesellschaft für deutsche Sprache] oder in einer anderen Kommission habe ich jemals eine so miserable und ineffiziente Zusammenarbeit und solche Unerquicklichkeiten erlebt wie in der Kommission für Rechtschreibfragen des IdS [Instituts für deutsche Sprache]. Mit allen nur erdenklichen Mitteln und Tricks hat man mich (übrigens auch Bernhard Weisgerber und andere Kommissionsmitglieder) zu isolieren und von der Mitarbeit auszuschließen versucht : Herr [Dieter] Nerius mußte seine Einladung an mich zu einem Arbeitsgespräch in Rostock auf Intervention der IdS-Kommission ([Wolfgang] Mentrup) rückgängig machen, auch gegen meine Teilnahme an der Orthographietagung in Rorschach ist von der IdS-Kommission (Mentrup) bei den zuständigen Schweizer Stellen interveniert worden, und auch von dem in Wien 1994 eingesetzten Redaktionskomitee für die Erarbeitung der endgültigen Fassung des Regelwerks und des Wörterverzeichnisses hat man mich fernzuhalten versucht, obwohl niemand außer mir über Erfahrungen in der Festlegung von Schreibweisen nach amtlichen Regeln und redaktionellen Routinen verfügte. Erst über die Schweizer Delegation bin ich dann doch noch in das Redaktionskomitee aufgenommen worden, wurde dann allerdings in geradezu skandalöser Weise von Herrn [Klaus] Heller in meiner Arbeit behindert: Herr Heller hat mich nicht ordnungsgemäß mit allen Unterlagen für die Sitzungen versorgt, er hat meine Stellungnahmen und Listen mit Korrekturen (das Regelwerk enthielt Versehen und Widersprüche, und das Wörterverzeichnis wimmelte nur so von Fehlern) gegen meinen ausdrücklichen Wunsch nicht abgelichtet und an die Mitglieder des Redaktionskomitees verteilt, er hat es noch nicht einmal für nötig gehalten, mich über den späteren Beginn von Sitzungen zu informieren, so daß ich in den Gängen des IdS [in Mannheim] meine Zeit vertrödeln mußte. Herrn [Gerhard] Stickel waren diese Dinge aus Schreiben von mir oder aus Sitzungen, an denen er vorübergehend teilnahm, vertraut (auch Frau Ministerialrätin Lipowsky hat sich bei ihm über die miserable Vorbereitung und ineffiziente Arbeit beschwert) – geändert hat sich bis zuletzt nichts."


Aus einem Brief von Günther Drosdowski, zitiert nach: http://forschungsgruppe.free.fr/korlen1.htm


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Thomas Hartwig  Identity Verified
Local time: 09:39
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TOPIC STARTER
"Die Rechtschreibreform - Gipfel der Inkompetenz" Mar 6, 2007

"Dieser Punkt ist ausführlich dokumentiert und braucht deswegen nur kurz angeschnitten zu werden. Jeder Laie merkt ja, daß hier etwas nicht stimmt, vgl. die Leserbriefseiten in Zeitungen. Bei den Machern der Rechtschreibreform handelt es sich nicht um namhafte Sprachwissenschaftler, sondern um dreiste, dahergelaufene Schnösel, die sich in einem Anfall von Zerstörungswut und Anmaßung ausgetobt haben. Mildere Formulierungen würden zwar netter klingen, würden aber den Sachverhalt nicht treffen. Kenntnisse im Lateinischen, Griechischen, in Phonetik, in sprachwissenschaftlichem Grundwissen unterschiedlichster Art: Fehlanzeige. Fingerspitzengefühl für Zusammenhänge und semantische Nuancen, einen Blickwinkel für Systeme: nicht vorhanden."

Aus: http://www.janhenrikholst.de/indey3.htm


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Lachnummer „Rechtschreibreform“

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