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Welcher Ausbildungsweg besser?
Thread poster: xxxPielm
xxxPielm
Local time: 01:29
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Jul 13, 2007

Hallo an alle,

ich habe folgende Frage:

Ich bin gelernte Steuerfachangestellte und arbeite seit Jahren als freie Mitarbeiterin für Steuerkanzleien. Ich möchte jedoch unbedingt Wirtschaftsübersetzer lernen, und für mich kommen nach ausführlicher Internetrecherche drei Möglichkeiten in Frage.

1. Fernstudium an der Akad zum Bachelor of Arts (International Business Communication)
Dieser Lehrgang beinhaltet Wirtschafts-, Kultur- und Sprachwissenschaften (Niveau Übersetzerausbildung)

2. An der EURO FH Fernstudium zum Bachelor of Arts in Europäischer Betriebswirtschaftslehre mit hohem Sprachanteil (Englisch) und darauf dann Englisch zum Übersetzerniveau perfektionieren.

3. An der Open University das Fernstudium Bachelor of Arts in modern Languages. Dieses Studium erscheint mir inhaltlich überwiegend linguistisch. Wirtschaftslehre ist hier nicht beinhaltet.

Ich tendiere zu Punkt 1, es wäre aber schön, wenn Ihr "alte Hasen" mir rückblickend Eure Meinung dazu äußern könntet.

Würdet Ihr - wenn Ihr nochmals von vorne beginnen könntet - eher Sprache studieren und Euch in Fachgebiete einarbeiten, oder doch eher ein Fachgebiet (wie hier z.B. Wirtschaft) studieren und dann die Sprache aufsatteln?

Ich danke schon mal für eventuelle Antworten.

Elke


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Fabio Descalzi  Identity Verified
Uruguay
Local time: 20:29
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Vorschlag Jul 13, 2007

Hallo Elke:

Danke, dass du mal fragst.
Bez. Studium kann ich kaum beraten.
Trotzdem werde ich kurz mal was vorschlagen: ergänze mal dein Profil. Denn die Leute, die dir beraten werden, gucken auch da - ich sehe "nichts", nur deinen Username und "zzzOtherzzz" bez. Sprachen.
Dann werden die Hilfsbereiten mehr von dir erfahren, und desto besser bereit sein, gezielt zu helfen.

Mit freundlichen Grüßen aus Montevideo,
Fabio


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xxxPielm
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TOPIC STARTER
Danke Jul 13, 2007

Hallo Fabio,

danke für Deine Antwort.

Ich habe meine Region mal ergänzt, damit man weiß, wo ich lebe. Viel kann ich aber nicht eintragen, da ich ja dem Übersetzermarkt noch nicht zur Verfügung stehe, und die anderen Fragen hauptsächlich die Übersetzertätigkeit betreffen.

Mein Interesse gilt in erster Linie den Sprachen Englisch und Französisch.

Viele Grüße nach Montevideo

[Bearbeitet am 2007-07-13 14:45]


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Fabio Descalzi  Identity Verified
Uruguay
Local time: 20:29
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German to Spanish
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Doch zur Verfügung! Jul 13, 2007

Hallo Elke:

Du magst noch keine Diplom-Übersetzerin sein. ABER: wenn deine Sprachkenntnisse solide genug sind, dann stehst du doch zur Verfügung.
Natürlich hilft das Studium; aber das Leben- und Arbeitserfahrung zählt hier ja viel!

Stell dir vor: ich bin schon 39 und erst seit März 2007 mache ich einen Übersetzerkursus (und nicht an der Uni). Trotzdem habe ich Fachübersetzungen haufenweise!
Warum? a) Ich habe Sprachen gelernt (Schule, Goethe-Institut, usw.) und geübt, b) ich habe eine wertvolle Arbeitserfahrung in der Bauindustrie in zwei Ländern (Uruguay und Deutschland), c) durch Internet habe ich es geschafft, mit Kunden in Kontakt zu treten.
Was für Kunden? Diplom-Übersetzer und Übersetzungsagenturen! Die wissen genau, was sie wollen und was sie brauchen!
Also: keine Angst, mal eine oder zwei Sprachenkombinationen zu zeigen. Und auch etwas in "About me" eintragen: I am an experienced commercial secretary, etc. etc....
Dann wird sich einer mal wagen, Genaueres vorzuschlagen...

Viel Glück!
Fabio


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xxxPielm
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Sprachniveau Jul 13, 2007

Hallo Fabio,

meine Sprachkenntnisse sind leider noch lange nicht auf Übersetzungsniveau.

Ich finde es toll, wie Du zu dem Beruf gekommen bist. Ich möchte jedoch ganz gezielt auf den Beruf hinarbeiten - also durch eine Ausbildung. Einen Bachelor möchte ich deshalb machen, weil der international bekannt und/oder anerkannt ist, und ich weiß noch nicht, ob ich immer in Deutschland bleiben möchte.

Ich möchte mir nicht gerne von Anfang an durch mangelhafte Arbeit einen schlechten Ruf in der Branche einhandeln. Ich denke, wenn ich mitten im Studium oder gegen Ende des Studiums mit Übersetzungsaufträgen beginne, ist das noch früh genug. Mir ist allerdings schon klar, dass die wirkliche Qualität der Übersetzungen erst im Lauf der Jahre durch die Berufserfahrung entsteht.

Ich wünsche Dir jedenfalls viele erfreuliche Aufträge und einen schönen Abend.

Elke


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 01:29
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Was willst du denn später machen? Jul 14, 2007

Hallo Elke,

ich persönlich bin ohne Übersetzererfahrung, aber mit viel fachlichem Wissen, in den Beruf "gestolpert", und habe dann später mein Übersetzerwissen erarbeitet und erlernt.

Für mich hat sich das als vorteilhaft erwiesen, es gibt aber mind. genauso viele Übersetzer, die es andersherum gemacht haben (also zuerst Übersetzen erlernt/studiert, und sich dann fachlich weitergebildet haben). Es ist auch immer so eine Frage, in welchem Fachbereich du später tätig sein möchtest.
Wenn du z.B. noch nie etwas mit Astrophysik am Hut hattest, später aber als Übersetzerin in diesem Bereich tätig sein willst, wird es wohl sehr viel Anstrenung und Zeit brauchen, sich in die Materie einzuarbeiten. (Das ist jetzt natürlich ein extremes Beispiel.) Es ist aber sicher nicht unmöglich.

Insofern wirst du dir wohl oder übel die Frage stellen müssen, welches Fachwissen du später in deine Übersetzertätigkeit mit einbringen willst, und ob sich das Fachwissen auch "so" aneignen lässt oder eher einer spezielle Vorbildung bedarf.

Eine andere Frage wäre z.B. auch, ob du eher eine Festanstellung oder eine selbstständige Tätigkeit anstrebst. Das erstere ist auch für studierte Übersetzer eher schwierig, da es in diesem Bereich einfach nicht so viele Stellen gibt und man mit vielen Übersetzern konkurriert.

Was die von dir genannten Studiengänge angeht, möchte ich nur ganz kurz darauf eingehen.

Der IBC der AKAD verbindet eine Übersetzerausbildung mit einer Grundausbildung in Wirtschaft/BWL, was sicherlich nicht schlecht ist, wenn du später im weitesten Sinne wirtschaftliche Themen angehen willst. Man hat also beides: Übersetzer- und Fachkompetenz.
Was die beruflichen Aussichten angeht, so sehe ich das zumindest für eine potenzielle Festanstellung eher mit gemischten Gefühlen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass Arbeitgeber vermehrt Personen mit Hochschulabschluss an Stellen einsetzen, die bisher mit Personen besetzt waren, die "nur" eine Berufsausbildung hatten. Für den IBC sehe ich daher eigentlich eher das Bild der "Europasekretärin mit FH-Abschluss" vor meinem inneren Auge aufblitzen. Ich möchte den Beruf der Europasekretärin nicht abwerten, im Gegenteil: Ich sehe den Wert des Bachelorabschlusses eher als niedriger an, als man das gerne sehen/zugeben möchte.

Der Studiengang europäische BWL bei der Euro-FH ist ja eigentlich nur BWL mit Sprachanteilen (z.B. dem LCCI) und einigen Kursen, die auf Englisch gelehrt werden. Übersetzerkompetenz ist da gar nicht dabei, und muss dann wohl oder übel noch zusätzlich erlernt/belegt werden.

Dasselbe gilt für den BA Modern Languages der OU. Übersetzerkompetenz wird nicht gelehrt (zumindest konnte ich das jetzt in keiner der Beschreibungen finden), und sonst ist es wohl eher geisteswissenschaftlich ausgelegt (Geschichte, Philosophie und Literatur/Landeskunde).

Gruß,

Sonja


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xxxPielm
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TOPIC STARTER
Danke!!! Jul 14, 2007

Hallo Sonja,

ganz herzlichen Dank für Deine Stellungnahme.

Ich möchte später als Übersetzerin (Wirtschaft, Werbung, ggf. Wirtschaftsrecht) ausschließlich selbständig arbeiten, da ich es seit Jahren gewohnt bin, auf selbständiger Basis zu arbeiten, und mir dies auch gefällt.

Ich vermute mal, dass ich anfangs den Einstieg über eine Übersetzungsagentur versuchen werde. Ich kenne mich da noch zu wenig aus, um genau zu wissen, wie der Hase läuft.

Ich schwanke eigentlich nur noch zwischen IBC der Akad und Europäische Wirtschaftslehre der EURO FH. In der Beschreibung der Open U. habe ich zwar schon irgendwo gelesen, dass man Übersetzerkompetenz erwerben würde, aber ich denke, dieses Studium ist mir für mein Ziel zu geisteswissenschaftlich.

Mit Deiner Aussage hast Du mich in diesem Punkt bestätigt, was mir schon eine Hilfe ist.

Ganz liebe Grüße aus dem schönen Bayern
Elke


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