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Kunde bezahlt Rechnung nicht
Thread poster: Tatjana Kirchhöfer

Tatjana Kirchhöfer  Identity Verified
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Dec 5, 2007

Hallo liebe Kollegen,

wir haben letztens einen Auftrag ausgeführt und an den Kunden zurückgeschickt. Es sind nun 14 Tage vergangen und es ist immer noch kein Geld auf dem Konto eingegangen. Er hat auch in keinster Weise auf unsere Mail mit Attachment reagiert. (Vorher hatte er bei Rückfragen sofort geantwortet).

Was tun Sie in solchen Situationen?

Grüße,

Tatjana


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Erik Hansson  Identity Verified
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14 Tage? Dec 5, 2007

Hallo Tatjana,

Bezahlung innerhalb von 14 Tagen ist zwar angenehm, aber kommt leider äußerst selten vor. Ich denke nicht, daß du dir jetzt Sorgen machen mußt (das würde ich erst nach 2 Monaten machen). Ein kurzes Telefonat klärt manchmal vieles auf.

Viele Grüße
Erik

**********************************
Erik Hansson ( SFÖ )
Technical translator DE-SV
Hansson Übersetzungen GmbH
www.hansson.de
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Matthias Quaschning-Kirsch  Identity Verified
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Was ich tue? Dec 5, 2007

Tscher wrote:

Was tun Sie in solchen Situationen?

Abwarten und Tee trinken. 14 Tage sind doch kein Grund zur Beunruhigung. Die gesetzliche Zahlungsfrist hier beträgt 30 Tage, also ist nach 6 Wochen immer noch Zeit genug, sich Sorgen zu machen.

Gruß
Matthias


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Textklick  Identity Verified
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Noch keine Angst Dec 5, 2007

Erik Hansson wrote:

Hallo Tatjana,

Bezahlung innerhalb von 14 Tagen ist zwar angenehm, aber kommt leider äußerst selten vor.


Eben.

Höchstens mal bei dir, Erik

Und wenn der Kunde seine Rechnungen stets am Monatsende bzw. nach 30 Tagen zu bezahlen pflegt? Wessen Zahlungsbedingungen sind massgebend? Vertrag unterschrieben?

Ich würde nach 30 Tagen anrufen - der persönliche (gesprochene) Kontakt ist mbMn immer besser.

Bonne chance

Chris


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Steffen Walter  Identity Verified
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Zahlungsziel? Dec 5, 2007

Textklick wrote:
Und wenn der Kunde seine Rechnungen stets am Monatsende bzw. nach 30 Tagen zu bezahlen pflegt? Wessen Zahlungsbedingungen sind massgebend? Vertrag unterschrieben?

Ich würde nach 30 Tagen anrufen - der persönliche (gesprochene) Kontakt ist mbMn immer besser.


Genau, Chris

Die Grundfrage hier: Welches Zahlungsziel war vereinbart bzw. auf der Rechnung angegeben?

Und noch viel wichtiger (geht nicht aus dem ersten Beitrag hervor): Wurde nicht nur der Auftrag, sondern auch eine Rechnung an den Kunden geschickt? (die Frage klingt zugegebenermaßen dumm, aber auch solche Fälle - keine Rechnung gestellt/übermittelt - hat es schon gegeben)

Steffen

[Edited at 2007-12-05 10:31]


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Nadiya Kyrylenko  Identity Verified
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Kein Grund zur Sorge Dec 5, 2007

30 Tage warten, nach 2 Monaten Mahnung 1 mit Festsetzung der Zahlungsfrist. Dann nach 3 Monaten Mahnung 2. Wenn du einen Vertrag oder eine Auftragsbestätigung hast, kannst du Vollstreckung in die Wege leiten (z. B. über das Gericht).

Nach 14 Tagen zahlen nur ganz wenige!
Besser ist, rufe den Kunden erst an. Ich tue das auch nach 2 Monaten, ehe ich die erste Mahnung rausschicke.


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Jan Lohfert
Germany
Local time: 04:06
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Zahlungserinnerungen und Mahnungen Dec 5, 2007

Davon ausgehend, dass mit dem Auftrag eine Rechnung geschickt wurde, würde ich auch sagen:

1. Nach 5 Wochen vorsichtig und höflich an Bezahlung erinnern. Am besten telefonisch. Sonst eine formlose Zahlungserinnerung.

2. Nach sechs Wochen erste und rechtlich einwandfreie Mahnung vesenden! Darin müssen einige Eckdaten enthalten sein, damit es überhaupt eine Mahnung ist. So ist das zumindest in Deutschland geregelt. Es muss z.B. eine Zahlungsfrist angegeben sein etc. Dafür gibt's Vordrucke.

3. Nach weiteren zwei bis drei Wochen würde ich die zweite und letzte Mahnung mit Gerichtsandrohung abschicken. Damit ist natürlich im Allgemeinen keine Grundlage mehr für eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit gegeben.

Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn mehr, drei offizielle Mahnungen abzuschicken. Das ist seit 2000 in Dtld. auch nicht mehr erforderlich.

Wer zwei Mahnungen bekommt und zahlen möchte/kann, der zahlt auch spätestens bei der zweiten.


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Tatjana Kirchhöfer  Identity Verified
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zahlungsfrist 14 tage Dec 5, 2007

danke für die schnellen Antworten..

Es wurde eine Rechnung sowohl per Mail als auch per Post zugeschcikt, zusammen mit der Übersetzung (war eine beeidigte, daher zusätzlich mit der Post, auf Wunsch des Kunden)..

Als Zahlungsfrist waren 14 Tage angegeben..

Was mich noch interessieren würde, ist die durchschnittliche Bezahlungszeit bei Euren Kunden..


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Birgit Richter  Identity Verified
Germany
Local time: 04:06
Member (2006)
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Kaufmännisches Mahnen Dec 5, 2007

http://www.dortmund.ihk24.de/produktmarken/recht/rechtsauskuenfte/Kaufmaennisches_Mahnen_052005.pdf

Auf dieser Webseite finden sich auch weitere Merkblätter, insbesondere zum auch zum gerichtlichen Mahnbescheid, falls das kaufmännische Mahnen nicht zum Erfolg führen sollte.


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Katrin Hollberg  Identity Verified
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Local time: 04:06
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Durchschnitt Dec 5, 2007

Tscher wrote:
durchschnittliche Bezahlungszeit bei Euren Kunden..


Liebe Tatjana,

ob es einen repräsentativen Durchschnitt gibt, wage ich zu bezweifeln. Falls ja, sicherlich eher 30 Tage als zwei Wochen, aber das sollte einen nicht davon abhalten, seine "persönliche" Zahlungsfrist näher am Abgabetermin anzusetzen. - Ich denke, das muss jede(r) Freiberufler(in) für sich selbst entscheiden, wie dringend er/sie auf den Zahlungseingang angewiesen ist und seine Geschäftsbedingungen dementsprechend anpassen. In anderen Geschäftsfeldern ist es ja durchaus auch üblich, "Zahlung ab sofort" zu verlangen/zu vereinbaren, insbesondere wenn viel Materialverarbeitung mit im Spiel ist.

Meine Zahlungsfrist liegt gleichfalls bei 14 Tagen. Die meisten meiner Kunden (die sich aus unterschiedlichen Segmenten zusammensetzen: Unternehmen, andere Freelancer, Übersetzungsbüros...) halten diesen Termin auch weitestgehend ein. Wenn es mal ein paar Tage drüber geht, nehme ich das auch eher gelassen hin.

Wenn der Kunde frühestens nach 30 Tagen zahlt, kündigt er das in der Regel vorab an/bzw. es ist speziell so vereinbart und, dann stoße ich mich natürlich auch nicht dran. Bislang musste ich aber noch nie jemanden anmahnen.

- Aus meinem Angestelltendasein kenne ich aber noch die andere Seite: Große weltweit operierende Unternehmen nehmen es sich tatsächlich heraus, teilweise erst nach 60-90 Tagen zu zahlen, was ich recht unverschämt finde. Wenn man aber mal hinter die komplizierten Strukturen dahinter geblickt hat, verwundert einen auch das nicht einmal mehr (Stichwort: Outsourcing der Buchhaltung in andere Länder...mit entsprechendem (freundlich ausgedrückt) "Reibungsverlust"). Gottseidank ist mir das unter meinen Kunden bislang nie passiert. Ich würde es auch nicht abwartend hinnehmen.

In deinem Fall kann ich mich aber den anderen nur anschließen...warte mal ein paar Tage ab! Wenn sich nach einer Woche immer noch nichts gerührt hat, empfehle ich zunächst ein freundliches Erinnerungsmail. Wahrscheinlich klärt sich dann schon alles bald.

Viele Grüße - Katrin


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Tatjana Kirchhöfer  Identity Verified
Germany
Local time: 04:06
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+ ...
TOPIC STARTER
danke Dec 5, 2007

vielen lieben Dank für Eure zahlreichen Antworten!

dann warte ich einfach mal ab, was passiert!


Gruß,
Tatjana


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Olga Dmitrieva  Identity Verified
Germany
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in AGB schauen Dec 6, 2007

Hallo Tatjana,

hat dein Kunde AGB auf seiner Homepage? Schau sie dir mal an, da steht meistens das Zahlungsziel für alle Rechnungen - 30 oder sogar 60 Tage. Wenn dem so ist, dann gilt diese Frist und nicht die, die du auf deiner Rechnung angibst.

Also einfach abwarten bzw. anrufen und kurz nachfragen.


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Michaela Müller
Germany
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Zahlungsfrist und AGB Dec 6, 2007

Olga, wo hast Du denn diese Information her?

Olga Dmitrieva wrote:

hat dein Kunde AGB auf seiner Homepage? Schau sie dir mal an, da steht meistens das Zahlungsziel für alle Rechnungen - 30 oder sogar 60 Tage. Wenn dem so ist, dann gilt diese Frist und nicht die, die du auf deiner Rechnung angibst.



Ich würde raten, nicht einfach Behauptungen in den Raum zu stellen, solange man kein Rechtsanwalt ist oder Quellen nennen kann. Sonst entstehen nämlich ganz leicht Gerüchte, die dann wieder schwer auszuräumen sind.

Ohne hier eine Rechtsberatung abzugeben: Rechnungen über erbrachte Leistungen sind eigentlich sofort fällig, nach 30 Tagen gerät der Schuldner in Verzug.
Hier ein Link zu einer Entscheidung in Bezug auf die Zahlungsfrist in AGB: http://www.kremer-legal.com/2006/09/28/olg-koln-zahlungsfrist-von-90-tagen-in-schuldner-agb-rechtswidrig/
Genauer ist es im BGB beschrieben.

Da Tatjana jedoch anscheinend ein Zahlungsziel gesetzt hatte, gilt allein ihr Zahlungsziel von 14 Tagen.

Bei Direktkunden setze ich in der Regel ebenfalls ein Zahlungsziel von 14 Tagen. Leider tendieren die meisten meiner Kunden trotzdem dazu, erst ca. 2 Wochen später zu zahlen - auch dann, wenn die Rechnung nicht gleich zusammen mit dem Auftrag verschickt wurde und eigentlich ausreichend Zeit gelassen wurde. Das finde ich besonders dann interessant, wenn man bei diesen Kunden das Geld sofort auf den Tisch legen muss, wenn man deren Leistungen in Anspruch nimmt.

Deshalb erinnere ich ca. 3 bis 5 Tage (für den Fall, dass die Überweisung erst am Fälligkeitstag erfolgte) nach Ablauf der Zahlungsfrist auch telefonisch oder per E-Mail an die fällige Zahlung oder sende eine Mahnung (je nach Kunde).
Übertreiben muss man es bestimmt nicht, aber untertreiben auch nicht. Wenn man so liest oder hört, wie hoch die Außenstände mancher Kollegen durch längst fällige Rechnungen sind, dann fragt man sich, wo deren Geschäftssinn ist. Letzten Endes sorgt jeder ordentliche Geschäftsmann dafür, dass er sein Geld auch möglichst fristgerecht bekommt. Natürlich kann eine Rechnung manchmal in Vergessenheit geraten, aber deshalb fragt man ja beim Kunden nach.

Wenn ich also z. B. weiß, dass der Kunde meine Texte bereits zur Umsatzsteigerung nutzt, dann kann ich doch erwarten, dass er mich vorher bezahlt hat. Sonst ist das einfach nur frech und unverschämt. Mein Zahlungsziel steht immer auf der Auftragsbestätigung, die mein Kunde mit seiner Unterschrift akzeptiert - er weiß also vorher genau Bescheid, zu welchen Bedingungen ich den Auftrag ausführe.


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Olga Dmitrieva  Identity Verified
Germany
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Oh je, dann hat mir der Kunde Geschichten erzählt?.. Dec 6, 2007

Michaela Müller wrote:

Olga, wo hast Du denn diese Information her?



Michaela, die Informationen habe ich von meinen Kunden. Aber anscheinend kann man solche ABG einfach ignorieren, auch wenn man unterschreibt, den Auftrag zu AGB des Kunden ausführen zu haben. Vielen Dank für die Informationen und sorry für die Verwirrung - man lernt immer was dazu.


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 04:06
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Ich wäre auch vorsichtig Dec 6, 2007

Michaela Müller wrote:

Wenn man so liest oder hört, wie hoch die Außenstände mancher Kollegen durch längst fällige Rechnungen sind, dann fragt man sich, wo deren Geschäftssinn ist.


Nach meiner (persönlichen) Erfahrung dürften hohe Außenstände wohl eher damit zusamenhängen, dass:

1. insgesamt in der Wirtschaft (nicht nur in unserer Branche) es offenbar zum "guten Ton" geworden ist oder immer mehr wird, seinen Verpflichtungen nicht nachzukommen und stattdessen dem Gläubiger zu überlassen, wie er zu seinem Geld kommt;

2. es für den Schuldner, so hat mir das mein Anwalt erklärt, ausreichend ist, sich zurück zu lehnen und einfach nicht zu bezahlen, um den Gläubiger ins Leere laufen zu lassen; der Gläubiger bekommt keinerlei Unterstützung - das Gesetz in unserem "Rechtsstaat" schützt diejenigen, die Zahlungen verschleppen oder gar nicht leisten.

So sieht das aus. Wenn sich also zu einem Auftragsvolumen von 500 Euro 400 Euro Gerichtskosten, plus Lauferei, plus Telefon, plus Schreiberei..... gesellen, gehe ich davon aus, dass die meisten sich diesen Stress nicht machen und lieber auf ihre Forderung verzichten.

Ich rede hier nicht ins Blaue hinein - ich habe selbst so einen Fall in meiner Klientel. Läuft seit Januar 2006.

Ich wäre also äußerst vorsichtig damit, hier von oben herab die "mangelnde Professionalität" derjenigen zu belächeln, die die Arbeit machen und dann an ihr Geld nicht heran kommen. Die haben eigentlich gar keine Zeit dazu, ihren Erlösen jahrelang hinterher zu jagen und dabei eventuell mehr aufzuwenden, als sie am Ende heraus bekommen.

Stattdessen ist es angeraten, sich wirklich mal damit mit zu befassen, wie unsere Rechtsordnung organisiert ist und zu wessen Nutzen.

Dazu muss man kein Rechtsanwalt sein (und man braucht auch keinen einzuschalten - der hilft nix und kostet bloß), sondern es reicht aus, einmal als Betroffener dumm da zu stehen und ständig den Zahlemann für unsere Justiz zu machen, ohne Ergebnisse zu sehen.

Jemand, der dieses Gemauschel noch nicht erlebt hat, kann gar nicht mit reden.

[Edited at 2007-12-06 16:57]


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