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Agentur storniert nach PO - und weigert sich zu zahlen!
Thread poster: DPS

DPS
Australia
Local time: 16:20
Member
German to English
+ ...
Mar 7, 2008

Hallo allerseits,

mir ist nach fast zehn Jahren im Geschäft soeben zum ersten Mal passiert, dass eine Agentur mehrere Tage nach erfolgter Auftragserteilung (formgerechte PO usw.) einen Auftrag storniert hat.

Vorgesehener Termin war der 17.3.; der Kunde der Agentur will nunmehr angeblich Lieferung bis zum 14.3. Mir ist es nicht möglich, bis zum neuen Termin zu liefern.

Die Agentur weigert sich nun, meine übliche Stornogebühr zu zahlen. Begründung (verbatim):

> leider ist es nicht möglich, eine Stornogebühr in Rechnung zu stellen,
> da dies weder mit dem Kunden noch mit den Übersetzern vereinbart wurde. Wir
> (und unser Kunde) hätten nur bereits übersetzte Teile bezahlt."

Meine AGB sehen eine Stornogebühr von 30% vor. Ich arbeite seit vergangenem Jahr wiederholt für diese (österreichische) Agentur. Ich bin der Agentur bereits mit meinen Preisvorstellungen entgegengekommen und nehme auch die eher längeren Zahlungsfristen hin.
Ich hatte in der Tat noch nicht mit der Bearbeitung des Auftrags angefangen, hatte aber einen anderen potentiellen Auftrag abgelehnt.

Was würdet Ihr in diesem Fall tun?
Es geht mir nicht um rechtlichen Rat. Ich will die Agentur nicht vor den Kadi zerren. Wie sollte ich mich verhalten?

Ich möchte eine Auseinandersetzung meiden, möchte mich aber auch nicht ausnutzen lassen.

LG,
Petra


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Nesrin  Identity Verified
United Kingdom
Local time: 07:20
English to Arabic
+ ...
German forum Mar 7, 2008

Hi Petra,

I think it may be a good idea to take this discussion to the German forum http://www.proz.com/forum/27 , as I think there's a forum rule that states that English should be used in the forums, except in the non-English forums. Otherwise you can just repost in the "Money Matters" forum but this time in English.


Nesrin

PS here it is: http://www.proz.com/siterules/forum/7#7

[Edited at 2008-03-07 15:51]


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Wolfgang Jörissen  Identity Verified
Belize
Member
Dutch to German
+ ...
Moving this thread... Mar 7, 2008

Nesrin wrote:

I think it may be a good idea to take this discussion to the German forum http://www.proz.com/forum/27 ,


Schon passiert


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:20
English to German
+ ...
Danke, Wolfgang... Mar 7, 2008


Schon passiert

...war mir durchgerutscht.

LG Ralf


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Heinrich Pesch  Identity Verified
Finland
Local time: 09:20
Member (2003)
Finnish to German
+ ...
Ich würde die geleistete Arbeit in Rechnung stellen Mar 8, 2008

Sofort bei Stornierung hätte ich die aktuelle Datei als Beleg geschickt und die bis dato geleisteten Teile eingefordert.
Bisher hatte ich ähnliche Fälle zwei mal, und beide Male habe ich mein Geld bekommen.
Gruß
Heinrich

[Bearbeitet am 2008-03-08 10:22]


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tontoon
Turkey
Local time: 09:20
German to Turkish
+ ...
Sehr unprofessionell Mar 8, 2008

Also das verhalten des Auftraggebers ist sehr ungewöhnlich und unprofessionell. Ich würde die nochmals diskutieren und ihnen erklären, dass das so nicht geht und versuchen eine Lösung zu finden, beide Parteien akzeptieren können.
Übrigens wüsste ich gern woher Sie das Wort Kadi haben? Wie Sie drauf gekommen sind? Fand ich gut.


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DPS
Australia
Local time: 16:20
Member
German to English
+ ...
TOPIC STARTER
Es ist mir eine Lehre... Mar 8, 2008

'Unprofessionell' ist eine eher beschönigende Umschreibung. Mir kamen zunächst ganz andere Begriffe in den Sinn.
Mein Problem ist, dass - während ich nicht an der Rechtmäßigkeit und Durchsetzbarkeit meiner Forderung zweifele - eben dies zu einem jähen Ende der Geschäftsbeziehung führen würde. Gebe ich nach, ist ein Präzedenzfall geschaffen. Ich kann hier nicht gewinnen.

Ich hatte im vorliegenden Fall mit der Übersetzung zwar noch gar nicht begonnen, hatte aber aufgrund der PO eine andere Anfrage abgelehnt (die zwischenzeitlich anderweitig vergeben wurde). Somit habe ich finanzielle Einbußen erlitten. Zudem ist das Vertrauensverhältnis mit dem Kunden in Ö gestört. Wie kann ich künftig Aufträge dieses Kunden annehmen und ggf. andere ablehnen, wenn ich fürchten muss, dass wieder entschädigungslos storniert wird?

Kann ich mir das Recht heraus nehmen, selbst nach Annahme einer PO zu stornieren, wenn ein 'besserer' Auftrag eingeht? Oder wenn ich aus Krankheitsgründen ablehnen muss?

Ach ja, der Kadi: Das sagt Wikipedia:
"Qāḍī bedeutet Richter. Das Wort wurde Ende des 17. Jahrhunderts aus der Märchensammlung Tausendundeine Nacht entlehnt. Der Begriff des Kadi wurde durch die Redewendung „vor den Kadi ziehen/gehen“ in die deutsche Sprache übernommen.

Tut mir Leid, dass ich diesen Beitrag in der Hitze des Gefechts ins falsche Forum (und in der falschen Sprache) eingestellt hatte. Die Wogen haben sich dieweil geglättet. Ich habe mich entschieden, was die weitere Zusammenarbeit mit diesem Kunden angeht.... Ich mache mir ganz bestimmt keinen Stress mit diesem Fall. Es ist mir aber eine Lehre generell und konkret im Umgang mit diesem Kunden.

Danke und schönes Restwochenende,
P.


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Richard Schneider  Identity Verified
Germany
Local time: 08:20
Member (2007)
English to German
+ ...
Viel Aufregung um nichts Mar 10, 2008

Dass Endkunden Termine vorverlegen, kommt selten vor, ist aber manchmal unvermeidbar.

Dass die Agentur sich bemüht, dem Wunsch des Kunden zu entsprechen, ist verständlich. Dabei geht sie umsichtig und fair vor.

Sie fragt zunächst die Übersetzerin, ob es ihr möglich ist, früher zu liefern. Antwort: Nein.

Da noch genug Zeit bleibt, den Auftrag an jemand anders zu vergeben, storniert die Agentur den Auftrag und bietet an, die bereits geleistete Arbeit zu bezahlen.

Die Übersetzerin erklärt, dass sie noch gar nicht angefangen hat. Trotzdem verlangt sie 30 % der Auftragssumme für ... - ja, wofür eigentlich?

Die Agentur vergibt den Auftrag (vermutlich) an jemand anders, liefert die Übersetzung zum vom Kunden gewünschten Termin und alle sind glücklich. - Nur nicht die ursprünglich beauftragte Übersetzerin.

Dieser sei gesagt: Solche Sachen passieren. Kein Grund zur Panik.

Das einzig Ungewöhnliche an der ganzen Geschichte ist der Versuch der Übersetzerin, fürs Nichtstun 30 Prozent des Honorars zu kassieren.

Mit ihrer Forderung dürfte sie für allerlei Heiterkeit in der Agentur gesorgt haben.


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:20
English to German
+ ...
So lächerlich finde ich das nicht Mar 10, 2008

Hallo Richard,
ich sehe das etwas anders, und zwar aus Sicht des Auftraggebers.


Die Übersetzerin erklärt, dass sie noch gar nicht angefangen hat. Trotzdem verlangt sie 30 % der Auftragssumme für ... - ja, wofür eigentlich?

Als Entschädigung für zwischenzeitlich abgelehnte Aufträge.

Klar kommt es immer wieder zu Terminverschiebungen. Aber wenn ich einen fest gebuchten Auftrag stornieren muss, halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, zu fragen, ob hierdurch Kosten entstehen.

Gruß Ralf


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Richard Schneider  Identity Verified
Germany
Local time: 08:20
Member (2007)
English to German
+ ...
Geschäftsrisiko vs. Vollkasko-Mentalität Mar 10, 2008

Geplatzte Geschäfte gehören zum normalen Alltagsrisiko von Freiberuflern und Unternehmern. Leute mit Vollkasko-Mentalität sollten besser Beamte werden.

Von Ausfallhonoraren für Übersetzungen habe ich in 15 Jahren Berufspraxis noch nie etwas gehört. Entsprechende Bestimmungen in AGBs dürften unwirksam und somit vor Gericht nicht durchsetzbar sein.

In unserer Branche ist es stattdessen üblich, die bis zur Stornierung tatsächlich entstandenen Kosten zu erstatten.


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 08:20
English to German
+ ...
Eine Frage des Umgangs miteinander Mar 10, 2008

Richard,

Geplatzte Geschäfte gehören zum normalen Alltagsrisiko von Freiberuflern und Unternehmern. Leute mit Vollkasko-Mentalität sollten besser Beamte werden.

Ich gehe jetzt nicht auf die Frage ein, wem Du die unterstellst, möchte Dich aber um Beachtung der Forumsregeln bitten. Für persönliche Angriffe ist hier kein Platz.

Von Ausfallhonoraren für Übersetzungen habe ich in 15 Jahren Berufspraxis noch nie etwas gehört.

Dann wird's vielleicht Zeit?
Ich finde, es ist eine Frage des professionellen Umgangs miteinander, einen durch entgangenes Geschäft entstandenen Schaden - zumindest teilweise - auszugleichen. Damit habe ich als Auftraggeber absolut kein Problem und vertrete das auch gegenüber meinen Kunden.

Es zwingt Dich ja keiner, das entsprechend geltend zu machen; im Regelfall verbuche ich das auch unter Kulanz.

In unserer Branche ist es stattdessen üblich, die bis zur Stornierung tatsächlich entstandenen Kosten zu erstatten.

Das ohnehin.

Gruß Ralf


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