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słowniki prawnicze polsko-niemieckie
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Pawe? Guga?a
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Oct 8, 2002

Drodzy Koleżanki i Koledzy Tłumacze

Dopiero niedawno dowiedzia┼éem si─Ö o istnieniu tej strony i dzisiaj troch─Ö sie rozejrza┼éem. Jestem pod wra┼╝eniem! Przedstawiam si─Ö artykulikiem na temat oceny s┼éownik├│w polsko- niemieckich, kt├│ry przed jakims czasem sp┼éodzi┼éem. Tekst jest dosyc d┼éugi, ale mam nadziej─Ö, ┼╝e zainicjuje dyskusje nad s┼éownikami fachowymi, tym bardziej, ze niedawno ukaza┼éy sie dwa nowe (Pie┼äkos, K├Âbler)



W├Ârterbuch als Hilfe beim ├ťbersetzen juristischer Texte (Analyse zweier neuer polnisch-deutscher Rechtsw├Ârterb├╝cher)



Problemstellung



Das ├ťbersetzen von juristischen Texten bringt viele Schwierigkeiten mit sich, die zu einem gro├čen Teil auf die Systemgebundenheit der Rechtsterminologie, d.h. die Bindung der Rechtssprache an ein bestimmtes Rechtssystem, zur├╝ckzuf├╝hren sind. ├ťbersetzt wird nicht nur aus einer Sprache in eine andere, sondern die ÔÇ×rechtlichen Inhalte einer Rechtsordnung und damit einer Kulturgemeinschaft werden in eine andere Rechtsordnung ├╝bertragenÔÇť (Sandrini 1999: 15) F├╝r die Komplexit├Ąt des ├ťbersetzungsvorgangs ist somit die Frage entscheidend, inwieweit die jeweiligen Rechtssysteme sich ├Ąhnlich sind. So wird die ├ťbersetzung eines polnischen Textes ins Englische in der Regel mehr terminologische Schwierigkeiten bereiten als die ├ťbersetzung desselben Textes ins Deutsche, da die meisten englischsprachigen L├Ąnder dem Rechtskreis des common low angeh├Âren, dem viele Begriffe des kontinentalen Rechtskreises fremd sind. De Groot (1991: 203) schreibt hierzu folgendes:



ÔÇ×Geh├Âren beide Rechtsordnungen demselben Rechtskreis an, kann eine relative N├Ąhe der Rechtsinhalte angenommen werden; bei unterschiedlichen Rechtskreisen f├╝hren Tradition und Rechtsauffassung zu v├Âllig verschiedenen Rechtsl├Âsungen mit entsprechenden Auswirkungen auf die ├ťbersetzbarkeit.ÔÇť



Aber auch beim ├ťbersetzen zwischen benachbarten Rechtssystemen, wie dem polnischen und dem deutschen kann man nicht von einer v├Âlligen ├äquivalenz der Begriffe ausgehen.



Mit dem deutschen Rechtssystem meine ich die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Man muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass auch in ├ľsterreich, in der Schweiz, in Liechtenstein und zum Teil in Italien (S├╝dtirol) Deutsch als Amtssprache und damit auch als eigenst├Ąndige Rechtssprache gebraucht wird.



Nicht einmal bei solchen, in beiden Rechtsordnungen existierenden, Begriffen wie wina / Schuld, ma┼é┼╝e┼ästwo / Ehe, zbrodnia / Verbrechen, wyst─Öpek / Vergehen herrscht eine vollst├Ąndige inhaltliche ├ťbereinstimmung. Die Differenzen bestehen entweder auf der Ebene der gesetzlichen Definition, die Begriffe werden durch die Rechtslehre und die Rechtsprechung unterschiedlich ausgelegt, oder an sie sind andere Rechtsfolgen gekn├╝pft.



Laut ┬ž12 (1) StGB sind Verbrechen ÔÇ×rechtswidrige Taten, die im Mindestma├č mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder dar├╝ber bedroht sind; im polnischen kodeks karny dagegen wird der Begriff zbrodnia wie folgt definiert (Art. 7 ┬ž 2): ÔÇ×Zbrodni─ů jest czyn zabroniony zagro┼╝ony kar─ů pozbawienia wolnosci na czas nie kr├│tszy od lat 3 albo kar─ů surowsz─ůÔÇť ÔÇť In Deutschland kann man also schneller als in Polen Verbrecher werden!

In deutscher und in polnischer Rechtslehre werden z.B. unterschiedliche Schuldarten differenziert (vgl. Gardocki 1998: 74 , Creifelds 1996: 1082)

Z.B. unterschiedliche Ehescheidungsgr├╝nde (vgl. Art. 56 KRO und ┬ž 1564 ff. BGB)



So f├╝hrte z. B. eine unterschiedliche Auslegung des Begriffes bewegliche Sache vor dem Hintergrund des strafrechtlichen Analogieverbotes in Deutschland und in Frankreich zu unterschiedlichen L├Âsungen hinsichtlich der Frage, ob Elektrizit├Ąt als Sache oder etwa eher als Zustand zu betrachten ist. W├Ąhrend die Entziehung der Elektrizit├Ąt nach der franz├Âsischen Rechtsprechung die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale des Diebstahls erf├╝llt, entschied man sich im deutschen Recht f├╝r die Einf├╝hrung einer neuen Strafvorschrift.

Zu fragen ist nur, inwieweit solche systemgebundenen Unterschiede bei einer ├ťbersetzung transparent gemacht werden m├╝ssen. Mit anderen Worten: Inwieweit ist das ├ťbersetzen von juristischen Texten Rechtsvergleichung und welche Kompetenzen sind hierf├╝r erforderlich?



de Groot (1999: 11) f├╝hrt hierzu einen plastischen Vergleich von Isaac Kisch an: ÔÇ× ein guter ├ťbersetzer [ist] eigentlich ein von au├čen nach innen gekehrter Komparatist und ein guter Komparatist eigentlich ein von innen nach au├čen gekehrter ├ťbersetzer.ÔÇť



Nun, im Idealfall sollte es ein zweisprachig aufgewachsener Diplom├╝bersetzer sein, der in den beiden L├Ąndern ein rechtswissenschaftliches Studium abgeschlossen hat.



So werden beim Gerichtshof der Europ├Ąischen Gemeinschaften nur Jurist-├ťbersetzer eingestellt die ÔÇ×eine angemessene juristische Ausbildung und gr├╝ndliche Kenntnisse in mehreren Amtssprachen des Gerichtshofes aufweisenÔÇť (Art. 22 VerfO EuGH). Laut Pascale Berteloot, Leiterin der Terminologieabteilung beim EuGH, handelt es sich in seltenen F├Ąllen um Juristen mit einer zus├Ątzlichen Ausbildung als ├ťbersetzer (Berteloot 1999: 109)



Aber auch dann k├Ânnen seine F├Ąhigkeiten hinterfragt werden, denn ein Jurist ist in den meisten F├Ąllen Experte auf einem Rechtsgebiet, und es ist gar nicht so selbstverst├Ąndlich, dass ein guter Strafrechtler in der Sprache des Finanzrechts genauso gut bewandert ist.



Ich m├Âchte mich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit die sprachlichen und ÔÇô h├Ąufiger wohl ÔÇô fachlichen Unzul├Ąnglichkeiten eines jeden ├ťbersetzers durch die Zuhilfenahme von zweisprachigen Rechtsw├Ârterb├╝chern kompensiert werden k├Ânnen. Vor diesem Hintergrund analysiere ich zwei vor kurzem erschienene polnisch-deutsche Rechtsw├Ârterb├╝cher. Au├čer ihrer Struktur, d.h. dem Aufbau der Umtexte, des W├Ârterverzeichnisses und der einzelnen W├Ârterbuchartikel gilt mein Interesse insbesondere der ├äquivalenzproblematik und den von den Autorinnen vorgeschlagenen terminologischen L├Âsungen.



Vorstellung der zu untersuchenden W├Ârterb├╝cher



Den Gegenstand meiner Analyse bilden folgende zwei W├Ârterb├╝cher:



1. Kilian, A. (2000): W├Ârterbuch der Rechts- und Wirtschaftssprache, polnisch-deutsch



Dieses W├Ârterbuch umfasst ├╝ber 32 000 Stichw├Ârter und z├Ąhlt 466 Seiten. Der Band Deutsch-Polnisch erg├Ąnzt laut Autorin den 1996 erschienen Band Polnisch-Deutsch und lehnt sich stark an dessen Gestaltung an.



Es ist ├╝brigens bemerkenswert, dass der chronologisch als erster erschienene deutsch-polnische Band als Teil 2 auf den Markt gebracht wurde, was wohl nur verkaufsstrategische Bedeutung gehabt haben mag.



2. Kienzler, I. (2000): Słownik prawniczo-handlowy polsko-niemiecki



Dieses W├Ârterbuch umfasst, was schon auf den ersten Blick etwas suspekt erscheint, laut Vorwort ungef├Ąhr 90 000! Fachausdr├╝cke aus den Gebieten Rechtswesen und Wirtschaft sowie Verwaltung und Finanzen. (Wenn man bedenkt, dass das Gro├čw├Ârterbuch Deutsch-Polnisch von Piprek und Ippoldt ÔÇ×lediglichÔÇť 200 000 Ausdr├╝cke enth├Ąlt, dann k├Ânnte man den Eindruck haben, dass die Rechts- und Wirtschaftssprache die H├Ąlfte des polnischen Wortschatzes ausmacht) Es z├Ąhlt 703 Seiten.



Benutzergruppe, Funktion



Das W├Ârterbuch von Kilian spricht explizit keine Benutzergruppe an. Es wird lediglich als ÔÇ×zuverl├Ąssiges Hilfsmittel im polnisch-deutschen Rechts- und WirtschaftsverkehrÔÇť bezeichnet. Im Vorwort wird auf besondere Probleme verwiesen, die zur Zeit gro├čer rechtlicher und wirtschaftlicher Transformation in Polen die Erfassung eines m├Âglichst verbindlichen und trotzdem aktuellen Begriffsbestandes erschweren. Es wird nicht erl├Ąutert, nach welchen Kriterien die Auswahl der Lemmata vorgenommen wurde, daf├╝r werden jedoch anerkannte deutsche und polnische Rechtsexperten genannt, die den Wortbestand der einzelnen Fachgebiete ├╝berpr├╝ft haben.



Man k├Ânnte sich allerdings fragen, ob z.B. der im W├Ârterbuch lemmatisierte Begriff fucha (etwas ungl├╝cklich als Schwarzarbeit widergegeben), etwa rechtlich bedeutsamer ist als z.B. der im W├Ârterbuch fehlende, in der Pr├Ąambel der polnischen Verfassung von 1997 gebrauchte juristische Neologismus zasada pomocniczo┼Ťci / Subsidiarit├Ątsprinzip oder das infolge der Ratifizierung des Konkordats mit Vatikan g├Ąngige Begriff ma┼é┼╝┼ästwo konkordatowe



Das Vorwort enth├Ąlt ferner keine Informationen dar├╝ber, mit welchem deutschen Rechtssystem die polnischen Begriffe verglichen werden ÔÇô erst aus der n├Ąheren Betrachtung des Abk├╝rzungsverzeichnisses sowie der einzelnen Artikel wird ersichtlich, dass es sich wohl um die bundesdeutsche Rechtsordnung handelt.



Dagegen wird im W├Ârterbuch von Kienzler auf die ÔÇ×fortschreitende Intensivierung des Rechts- und Handelsverkehrs zwischen Polen und den deutschsprachigen L├ĄndernÔÇť verwiesen. Die Autorin bem├╝ht sich, zwischen bundesdeutschen, ├Âsterreichischen und schweizerischen Begriffen zu unterscheiden, wobei jedoch nicht konsequent genug verfahren wird.

So werden z.B. f├╝r den Begriff adwokat folgende Entsprechungen angegeben: Rechtsanwalt, Anwalt (austr., schwajc.) Advokat. Die daraufhin angef├╝hrten, ├╝brigens nicht ganz richtigen, Mehrwortausdr├╝cke, ber├╝cksichtigen schon allerdings nur die bundesdeutschen Begriffe (adwokat oskar┼╝onego / Anwalt des Beklagten* (Gemeint ist wohl: Anwalt des Angeklagten (der Verteidiger) Der Beklagte ist ein zivilprozessrechtlicher Begriff, dem im Polnischen der Begriff pozwany entspricht.), zaliczkowe honorarium adwokata / Anwaltskostenvorschuss usw.). Dem Begriff adwokatura entsprechen nach Kienzler die Begriffe Anwaltschaft, Rechtsanwaltschaft und Advokatur ÔÇô auf die Angabe der jeweiligen Rechtsordnung wird an dieser Stelle verzichtet.

Im Vorwort adressiert die Autorin ihr W├Ârterbuch an ÔÇ×Manager, Juristen, Wirtschaftler und KaufleuteÔÇť und sieht dessen Aufgabe darin ÔÇ×den vielseitigen Sprachbed├╝rfnissen von Unternehmern so weit wie m├Âglich entgegenzukommenÔÇť. Die Auswahl der Lemmata wird nicht begr├╝ndet.



Hyperstruktur



Unter der Hyperstruktur verstehe ich nach Wiegand (1989: 75-91) die gesamte Strukturierung des W├Ârterbuches. Sie besteht aus Umtexten (Vorspann und Nachspann) und dem W├Ârterverzeichnis, das wiederum in W├Ârterbuchartikel gegliedert ist. Die Zusammenh├Ąnge zwischen den einzelnen W├Ârterbuchstrukturen wurden von Schaeder (1996: 117) folgenderma├čen dargestellt:



ÔÇ×Die Gesamtstruktur eines W├Ârterbuchs l├Ąsst sich als dessen Hyperstruktur analysieren und beschreiben. Die Hauptbestandteile eines W├Ârterbuchs bestehen wiederum aus kleineren Bestandteilen, so z.B. das W├Ârterverzeichnis aus W├Ârterbuchartikeln. Die Gesamtstruktur des W├Ârterverzeichnisses l├Ąsst sich als dessen Makrostruktur analysieren und beschreiben. W├Ârterbuchartikel bestehen wiederum aus kleineren Bestandteilen, n├Ąmlich neben dem Lemma aus Angaben und Strukturanzeigern. Die Gesamtstruktur eines W├Ârterbuchartikels l├Ąsst sich als dessen Mikrostruktur analysieren und beschreiben.ÔÇť



Umtexte



Alle mir bekannten W├Ârterb├╝cher enthalten nicht nur das W├Ârterverzeichnis, sondern sie setzen sich aus mehreren Umtexten zusammen, die verschiedene Aufgaben zu erf├╝llen haben. Zu den h├Ąufigsten Umtexten geh├Âren das Vorwort, Hinweise f├╝r den Benutzer, Abk├╝rzungen und Zeichenerkl├Ąrungen, Bibliographie sowie wichtigere grammatische Regeln, nicht selten mit Hinweisen zur richtigen Aussprache.

Die analysierten W├Ârterb├╝cher weisen folgende Hyperstrukturen auf:



Kilian:



im Vorspann: Vorwort

Hinweise f├╝r die Benutzer

Allgemeine Abk├╝rzungen

Abk├╝rzungen der Fachausdr├╝cke

Abk├╝rzungen der Gesetze

W├Ârterverzeichnis



kein Nachspann



Kienzler:



im Vorspann: Vorwort



Es ist bemerkenswert, dass das wohl aus dem Polnischen ├╝bersetzte deutsche Vorwort an manchen Stellen von der polnischen Fassung auffallend abweicht, was sonst nicht ├╝blich ist.



Abk├╝rzungen und Zeichenerkl├Ąrungen im W├Ârterbuch



W├Ârterverzeichnis



im Nachspann: Die gebr├Ąuchlichsten polnischen Abk├╝rzungen



Die Hinweise f├╝r den Benutzer bei Kilian enthalten eine wesentliche Information ├╝ber den Aufbau der Mikrostruktur ÔÇô die sachlich zusammenh├Ąngenden Begriffe wurden in Nester gegliedert, was die Suche nach dem Umfeld eines Stichwortes erleichtern soll. Hier finden sich auch Erl├Ąuterungen zur Mediostruktur des W├Ârterbuchs. Das W├Ârterbuch enth├Ąlt zwar drei Abk├╝rzungsverzeichnisse, ihre Konzeption l├Ąsst jedoch einiges zu w├╝nschen ├╝brig. Die Verzeichnisse enthalten n├Ąmlich vermischt polnische und deutsche Abk├╝rzungen, die jeweils in nur einer Sprache erl├Ąutert werden. Meiner Meinung nach w├Ąre es w├╝nschenswert, zumindest f├╝r die gebr├Ąuchlichsten Fachausdr├╝cke und Gesetze ├ťbersetzungsvorschl├Ąge anzugeben.



Eine solche L├Âsung findet man im W├Ârterbuch von Kienzler. Die Autorin gebraucht im W├Ârterbuch zwar nur polnische Abk├╝rzungen, ihre Bedeutung wird aber in zwei Sprachen wiedergegeben. Das gilt auch f├╝r die gebr├Ąuchlichsten polnischen Abk├╝rzungen im Nachspann, wobei man jedoch mit einigen ├ťbersetzungsvorschl├Ągen nicht einverstanden sein kann:



FU, F.U. Firma Usługowa (w nazwie firmy) Leistungsfirma* (bei Firmenbezeichnung); besser: Dienstleistungsbetrieb, Dienstleistungsfirma

k.p.a, kpa kodeks post─Öpowania administracyjnego Administrationsprozessordnung*; besser: Verwaltungsverfahrensgesetz, Verwaltungsprozessordnung



Vor dem Hintergrund hoher sprachlicher Kompetenz der Dolmetscher und ├ťbersetzer, die von manchen Fachw├Ârterbuchautoren stillschweigend ├╝bergangen werden und trotzdem die wohl kritischste Gruppe der Fachw├Ârterbuchbenutzer darstellen, kann ein Rechtsw├Ârterbuch auf tiefgreifende Erl├Ąuterungen zur Grammatik und Aussprache ohne weiteres verzichten. Erforderlich w├Ąren dagegen andere, speziell f├╝r juristische Fachw├Ârterb├╝cher konzipierte Umtexte. Denkbar w├Ąren z. B. eine hierarchische Aufstellung deutscher und polnischer Rechtss├Ątze, eine Schilderung des Gerichtsbarkeitsaufbaus oder der Verwaltungsorganisation in den beiden Staaten. W├╝nschenswert w├Ąre ferner ein Verzeichnis lateinischer Ausdr├╝cke, die von den polnischen Juristen, wom├Âglich aufgrund einer hohen Rangstellung des r├Âmischen Rechts an den juristischen Fakult├Ąten in Polen, anscheinend h├Ąufiger als in Deutschland gebraucht werden. So wird z. B. f├╝r den bei Kilian lemmatisierten gesetzlichen Begriff nadzwyczajna zmiana stosunk├│w (w├Ârtlich: au├čerordentliche Ver├Ąnderung der Verh├Ąltnisse) (art. 3571 kc), dem im deutschen Recht etwa der Begriff Wegfall der Gesch├Ąftsgrundlage entspricht, das in beiden W├Ârterb├╝chern fehlende ÔÇô unter den Juristen g├Ąngige ÔÇô Synonym klauzula rebus sic stantibus gebraucht.





Makrostruktur des W├Ârterverzeichnisses und die Mediostruktur des W├Ârterbuchs



Wiegand (1989: 372) definiert die Makrostruktur als



ÔÇ×eine Ordnungsstruktur, deren Tr├Ągermenge eine (nichtleere, endliche) Menge von Leitelementtr├Ągern eines lexikographischen Nachschlagewerkes ist.ÔÇť



Beide W├Ârterb├╝cher folgen dem semasiologischen Ordnungsprinzip, dessen Grundlage nicht der Wortinhalt, sondern der Wortk├Ârper darstellt. Die alphabetische Anordnung der Lemmata in den zu untersuchenden W├Ârterb├╝chern unterscheidet sich jedoch wesentlich voneinander.

Kilian richtet sich nach dem nestalalphabetischen Anordnungsprinzip, d.h. die Sublemmata werden unter semantischen Gesichtspunkten gruppiert, wobei die alphabetische Reihenfolge durchbrochen wird. Homonyme werden als getrennte Stichw├Ârter angef├╝hrt und mit arabischen Ziffern gekennzeichnet. Die Fettdruckmarkierung der polnischen Begriffe tr├Ągt zus├Ątzlich zur ├ťberschaubarkeit der einzelnen Artikel bei:



forma f 1. (pr. cyw.: czynno┼Ť─ç prawna) Form eines Rechtsgesch├Ąfts; ~ aktu notarialnego notarielle Form (notarielle Beurkundung); ~ dla cel├│w dowodowych (lat. ad probationem) f├╝r die Beweiszwecke erforderliche Form; ~ dla wywo┼éania okre┼Ťlonych skutk├│w prawnych (lat. ad eventum) die zur Herbeif├╝hrung bestimmter Rechtsfolgen erforderliche Form; [...] ~ z dat─ů pewn─ů (art. 81 kc) Rechtsform mit feststehendem Datum (amtliche Beglaubigung des Datums); [...]

forma f 2. Form, Art; ~ konkursu Stellenausschreibung in Form eines Wettbewerbs; ~ opracowania Bearbeitungsform;[...]

forma f 3. (pr. karne) Form; ~my popełnienia przestępstwa Arten der Tatbegehung; stadialne ~my popełnienia przestępstwa (przygotowanie, usiłowanie, dokonanie) Verwirklichungsstufen der Straftat (Vorbereitung, Versuch, Ausführung, Vollendung); [...]



Als potentieller Nachteil der nestalalphabetischen Anordnung werden Auffindungsprobleme bei unzureichender Mediostruktur genannt. Kilian bedient sich grunds├Ątzlich eines Pfeils, der auf folgendes zu verweisen hat:



- ohne das Stichwort zu ├╝bersetzen, auf dessen korrekte juristische Bedeutung (z.B. auditing → audyt, apatryda → bezpa┼ästwowiec



- nach der ├ťbersetzung des Stichwortes, auf einen weiteren einschl├Ągigen oder mit diesem Stichwort zusammenh├Ąngenden Begriff (z.B. azyl m Asyl → status uchod┼║cy)



- nach der ├ťbersetzung des Stichwortes, auf die Fundstelle eines auf diesem Stichwort beruhenden Nestes (z.B. nadu┼╝ycie w┼éadzy przez funkcjonariusza publicznego Amtsmissbrauch → funkcjonariusz publiczny)



Trotz dieser wohldurchdachten Verweisstruktur hat man bei einigen Begriffen Schwierigkeiten, sie im W├Ârterbuch aufzufinden. Der bereits erw├Ąhnte Mehrwortausdruck nadzwyczajna zminana stosunk├│w ist unter dem Stichwort nadzwyczajny auffindbar. Die Begriffe zmiana und stosunek werden bei Kilian zwar lemmatisiert, doch man sucht an diesen Stellen vergeblich nach einem Verweis auf den Begriff nadzwyczajna zmiana stosunk├│w. Schlimmer ist dies noch im Falle von akt ma┼é┼╝e┼äski. Wenn man unter akt nachschl├Ągt, findet man die deutsche Entsprechung als Trauschein wiedergegeben. An dieser Stelle wird auf den Begriff ma┼é┼╝e┼ästwo nicht verwiesen. Unternimmt man trotzdem den Versuch, unter ma┼é┼╝enstwo nachzusehen, so stellt man mit Erstaunen fest, dass akt ma┼é┼╝e┼ästwa nun Heiratsurkunde hei├čt.

Ein ├Ąu├čerst n├╝tzliches Novum gegen├╝ber allen sonstigen polnisch-deutschen und deutsch-polnischen W├Ârterb├╝chern ist bei Kilian die Angabe der gesetzlichen Quellen, was sowohl seitens der Sprachwissenschaft und der praktizierenden ├ťbersetzer (St─Öpnikowska 1997: 161, 190) als auch seitens der Rechtswissenschaft (de Groot 1991: 306) postuliert wurde. Zwar kann man dem entgegenhalten, dass derartige Angaben infolge der andauernden Entwicklung des polnischen Rechts schnell an Aktualit├Ąt verlieren, doch ihr gro├čer praktischer Nutzen besteht darin, dass der Anwendungsbereich der jeweiligen Begriffe dadurch kontextualisiert wird, und man in Zweifelsf├Ąllen auf die einschl├Ągigen Termini in Gesetzen m├╝helos zugreifen und durch komparative Analyse mit h├Âherer Wahrscheinlichkeit ein besseres ├äquivalent finden kann.



So verweist Kilian auf die einschl├Ągigen Vorschriften des 2000 durch Kodeks Spo┼éek Handlowych ersetzten Kodeks Handlowy. Selbst wenn eine Anpassung der Vorschriften aus Zeitgr├╝nden nicht m├Âglich war, so w├Ąre ein Hinweis auf eine so bedeutende Neuregelung im Bereich des Wirtschaftsrechts im Vorwort des W├Ârterbuches wohl angebracht gewesen.



├ťbrigens ist es nicht so oft der Fall, dass ein Gesetzbuch aufgehoben wird und stattdessen ein neues in Kraft tritt. Das polnische Zivilgesetzbuch wurde nach dem Umbruch des politischen Systems durch die Aufhebung ├╝berfl├╝ssiger und die Aufnahme neuer ÔÇô mit entsprechenden Indizes versehener ÔÇô Artikel novelliert.



Z.B. die neuen Vorschriften ├╝ber die Versteigerung und Ausschreibung (art. 701, 702, 703, 704), Grenzen der Vertragsfreiheit (art. 3531), oder Au├čerordentliche ├änderung der Verh├Ąltnisse (rebus sic stantibus) (art. 3581).



Im Falle des W├Ârterbuchs von Kienzler f├Ąllt es mir schwer eindeutig festzustellen, nach welchem Anordnungsprinzip die Autorin verfahren ist. Angestrebt wird anscheinend die nischenalphabetische Anordnung der Lemmata, wobei ich unter einer Nische nach Wiegand (1989: 38 folgendes verstehe:



ÔÇ×... eine Menge von wenigstens zwei, h├Âchstens aber endlich vielen, striktalphabetisch geordneten W├Ârterbuchartikeln [den Nischenartikeln], die zu genau einem Textblock gruppiert sind.ÔÇť



Nach Mayer (1993:1) gelangt man zu einer Nische



ÔÇ×... indem man Lemmata, die in einer vertikalen Reihe aufeinanderfolgen, zu einem ARTIKEL zusammenfasst, d.h. W├Ârter mit gleicher Buchstabenfolge drucktechnisch zusammenstellt, wobei der erste Bestandteil der Sublemmata h├Ąufig durch eine Tilde ersetzt wird. Die alphabetische Reihenfolge wird bei diesem Vorgehen nicht beeintr├Ąchtigt.ÔÇť



Bei Kienzler wird der Begriff forma auf folgende Weise als Lemma angesetzt:



form/a f Form f

~a dla cel├│w dowodowych Form f f├╝r Beweiszwecke

~a czynno┼Ťci prawnej Form f des Rechtsgesch├Ąfts

~a szczeg├│lna czynno┼Ťci prawnej besondere Form des Rechtsgesch├Ąfts

~a ochrony s─ůdowej Form f des gerichtlichen Schutzes

~a państwa Staatsform f

panujaca ~ państwa herrschende Staatsform

~a podniesienia lub zgłoszenia zarzutu Form f der Erhebung des Einwands / der Einrede / der Einwendung / der Exzeption

~a popełnienia przestępstwa Form f der Begehung der Straftat / der strafbaren Handlung

~a pod rygorem niewa┼╝no┼Ťci unter Androhung der Nichtigkeit

~a rz─ůdu Regierungsform f

~a szczególna dla wywołania skutków prawnych besondere Form zwecks Herbeiführung bestimmter Rechtsfolgen

~a testamentu Form f eines Testamentes

~a umowy Form f des Vertrags / Vertragsform f [...]



F├╝r mich ist nicht nachvollziehbar, warum die Begriffe in einer solchen Reihenfolge pr├Ąsentiert werden. Das alphabetische Anordnungsprinzip wird hier an vielen Stellen durchbrochen. Die semantischen Gr├╝nde kommen nicht in Frage, denn solche bedeutungsverwandten Begriffe wie forma czynno┼Ťci prawnej, forma pod rygorem niewa┼╝nosci und forma szczeg├│lna dla wywo┼éania skutk├│w prawnych werden durch Begriffe getrennt, die einem anderen Rechtsgebiet angeh├Âren (forma pope┼énienia przest─Öpstwa, forma pa┼ästwa). F├╝r die Autorin, die durch den Schr├Ągstrich bedeutungsgleiche Begriffe trennt, sind Einwand, Einrede, Einwendung und Exzeption synonym zu verwenden, was von mangelnden Kenntnissen der deutschen Rechtsordnung zeugt.



Mikrostruktur der W├Ârterbuchartikel



Die Mikrostruktur eines W├Ârterbuches wird von Wiegand/Kucera (1981:116) wie folgt definiert:



ÔÇ×Unter der Mikrostruktur eines W├Ârterbuches versteht man die Anzahl der Informationsklassen sowie die Menge der Ordnungsrelationen, in denen die Informationsklassen des W├Ârterbuchartikeltyps stehen, der allen W├Ârterbuchartikel(exemplaren) eines W├Ârterbuchs zugrunde liegt.ÔÇť



Die Mikrostruktur von Fachw├Ârterb├╝chern ist in der Regel nicht so stark entwickelt wie die eines allgemeinsprachigen W├Ârterbuches.

Im W├Ârterbuch von Kilian werden bei dem polnischen Ausgangsbegriff das Genus und die Wortart angegeben, wenn es sich um kein Substantiv handelt. In Klammern stehen in Kursivschrift die Angaben ├╝ber das Rechtsgebiet und die Stilschicht sowie bei polysemen Begriffen die Spezifizierung des Begriffs ( z.B. nakaz 1. (polecenie), 2. (norma dzia┼éania)). Bei den deutschen ├äquivalenten findet man keine grammatischen Angaben. Kollokationen und Beispiele werden in beiden Sprachen formuliert. Nur in deutscher Sprache dagegen wird die spezifische Bedeutung des polnischen Rechtsbegriffs erl├Ąutert (z.B. karencja kredytowa (bank) Karenzfrist bei Kreditgew├Ąhrung (Zeitraum vom Zeitpunkt der Kreditgew├Ąhrung bis zur R├╝ckzahlung der ersten Rate)). Die Begriffe werden oft mit vielen typischen Anwendungsbeispielen belegt, was die Wahl des entsprechenden ├äquivalents wesentlich erleichtert. Dies ist auch wohl einer der gr├Âβten Vorteile gegen├╝ber dem W├Ârterbuch von Kienzler, das manchmal den Eindruck einer W├Ârterliste erweckt. Selten findet man hier passende Anwendungsbeispiele sowie die bei den Juristen g├Ąngigen Zusammensetzungen und Kollokationen.



Schlussbemerkungen



Die Analyse der beiden W├Ârterb├╝cher hat gezeigt, dass es m├Âglich ist, ein W├Ârterbuch zu erstellen, das den Anforderungen sowohl der Fachw├Ârterbuchlexikographie als auch der praktizierenden ├ťbersetzer zum groβen Teil gerecht wird. Denn das W├Ârterbuch von Kilian ist meiner Meinung nach trotz mancher M├Ąngel ein zuverl├Ąssiges Hilfsmittel beim Anfertigen juristischer ├ťbersetzungen.

Zugleich werden jedoch die Grenzen eines jeden Rechtsw├Ârterbuchs sichtbar. Zum einen werden sie vor dem Hintergrund der st├Ąndigen Rechtsentwicklung durch den zeitlichen Faktor bestimmt; zum anderen entscheidet letztendlich der situative Rahmen einer jeden ├ťbersetzung ├╝ber die Wahl des entsprechenden ├äquivalents. So ist es in einem W├Ârterbuch wohl nicht m├Âglich, f├╝r den Begriff radca prawny anstatt des Begriffes Rechtsberater oder Justitiar den Begriff Rechtsanwalt (also adwokat) als ├äquivalent anzugeben. Wenn man aber bedenkt, dass die Rechtsberater in Polen auβer in Familien- und Strafsachen genauso wie die Anw├Ąlte die Befugnis haben, ihre Mandanten gerichtlich zu vertreten, so w├Ąre die Anwendung dieses dem deutschen Kunden nichtssagenden Begriffs in manchen Situationen (z.B. in einem Angebot an den Kunden, ihn bei seiner Wirtschaftst├Ątigkeit in Polen rechtlich zu unterst├╝tzen) f├╝r die Rechtsberater geradezu benachteiligend.



Paweł Gugała



Bibliographie



W├Ârterb├╝cher



Kienzler, I. 2000: Słownik prawniczo-handlowy polsko-niemiecki

Kilian, A. 2000: Słownik języka prawniczego i ekonomicznego, tom 1 polsko-niemiecki



Rechtsquellen:



B├╝rgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896 (RGBl. S.195)

Kodeks karny z dnia 2 sierpnia 1997 (Dz.U. r. Nr 88, poz. 553)

Kodeks rodzinny i opiekuńczy z dnia 25 lutego 1964 (Dz. U. Nr 9 poz. 59)

Strafgesetzbuch vom 10. M├Ąrz 1987 (BGBl. I. S 945, 1160)





Sekund├Ąrliteratur

Berteloot, P. 1999: Das konzipieren ├╝bersetzungsgerechter juristischer Dokumente, in: de

Busse, D., 1992: Recht als Text

Creifelds, C., 1996: Rechtsw├Ârterbuch

Czach├│rski, W., 1999: Zobowi─ůzania

Gardocki, L., 1998: Prawo karne

de Groot, R./ Schulze, R. (Hgg.), 1999: Recht und ├ťbersetzen

de Groot, R. 1999: Das ├ťbersetzen juristischer Terminologie, in: de Groot, R./ Schulze, R.

de Groot, R./ Schulze, R. (Hgg.), 1999: Recht und ├ťbersetzen, 101-115

Meyer, B. 1993: Die Makrostruktur in zweisprachigen W├Ârterb├╝chern franz├Âsisch-deutsch

Pietrzykowski, K. (Hg.), 1999: Kodeks cywilny. Komentarz

Sandrini, P. (Hrsg.), 1999: ├ťbersetzen von Rechtstexten

Sandrini, P., 1996: Terminologiearbeit in Recht

(Hgg.), 1999: Recht und ├ťbersetzen, 11-47

Schaeder, B., 1996: W├Ârterbuchartikel als Fachtexte, in: Kalverk├Ąmper, H./Baumann, K.D. (Hgg.): Fachliche Textsorten. Komponenten, Relationen, Strategien, 69-102

Stepnikowska, A., 1998: Stand, Probleme und Perspektiven der zweisprachigen juristischen Fachlexikographie

und deutsch-franz├Âsisch, in: Lebende Sprachen, 1/93, 1-5

Wiegand, H. E./ Kucera, A. 1981: BROCKHAUS-WAHRIG: Deutsches W├Ârterbuch auf dem Pr├╝fstand der praktischen Lexikographie, I. Teil, in: Kopenhagener Beitr├Ąge zur Germanistischen Linguistik, 18, 94-217

Wiegand, H. E. 1989: Aspekte der Makrostruktur im allgemeinen einsprachigen W├Ârterbuch. Alphabetische Anordnungsformen und ihre Probleme, in: HSK, Bd. 5.1., 371-499







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Magda Dziadosz  Identity Verified
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Bardzo nam miło, Oct 8, 2002

┼╝e do┼é─ůczy┼ée┼Ť do nas i zechcia┼ée┼Ť podzieli─ç si─Ö swoj─ů wiedz─ů, ale chyba lepiej by┼éoby t─Ö informacj─Ö zamie┼Ťci─ç na forum niemieckoj─Özycznym, gdy┼╝ tu, na forum polskim porozumiewamy si─Ö raczej po polsku - s─ů w┼Ťr├│d nas i tacy co niemieckiego ni w z─ůb, a koledzy i kole┼╝anki germani┼Ťci na pewno czytuj─ů forum niemieckie.



A zatem, witaj─ůc nowego cz┼éonka (i tak silnej) grupy germianist├│w, pozdrawiam i ┼╝ycz─Ö mi┼éego prozowania.



Magda





[ This Message was edited by: on 2002-10-08 16:55 ]


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 20:01
Member (2003)
Polish to German
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Przy┼é─ůczam si─Ö Oct 8, 2002

do nie-germanistki i postuluj─Ö r├│wnie┼╝ o nieza┼Ťmiecanie polskiego forum obcymi b─ůd┼║ co b─ůd┼║ j─Özykami.



Jam ci te┼╝ nie germanista, cho─ç j─Özykiem tym si─Ö pa┼é┼éam. Mimo braku lingwistycznego i prawniczego wykszta┼écenia musz─Ö przyzna─ç, ┼╝e uwagi Paw┼éa co do s┼éownik├│w prawniczych oraz samego t┼éumaczenia tekst├│w prawniczych i zwi─ůzanych z prawem trafiaj─ů w dziesi─ůtk─Ö.

Moim zdaniem t┼éumaczenia prawnicze nale┼╝─ů do tych o najwy┼╝szej skali trudno┼Ťci - oczywi┼Ťcie nie mam tu na my┼Ťli jakich┼Ťtam wyrok├│w s─ůdowych, ale i te maj─ů czasami w sobie pu┼éapki. Sytuacj─Ö utrudnia fakt, ┼╝e prawnicy po jednej i drugiej stronie granicy maj─ů tendencje do przesadzania...



Jerzy


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Jacek Krankowski  Identity Verified
English to Polish
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Nie ukrywam Oct 8, 2002

ze pomimo 27 punktow KudoZ zdobytych w parze jezykowej Deu>Pol, mam i ja niejakie trudnosci z rozumieniem tej analizy. Pomimo to ciesze sie, ze zostala ona tu wlasnie zamieszczona, gdyz dotarlo do mnie slowo Pieńkos, a jest to temat, ktory chcialbym kontynuowac ze wzgledu na, jakby tu powiedziec, wszechobecnosc autora. Pawle, czy kiedy wyrobisz sobie jakies pojecie o nowym slowniku prawniczym Pieńkosa, moglbys sie z nami podzielic wrazeniami po polsku? Moje wrazenia ograniczaja sie bowiem do materii angielsko-polskiej, a musze powiedziec, ze zaproponowana tam formula leksykograficzna (kompilacja dotychczas istniejacych slownikow) nie nalezy do moich ulubionych. Ciekaw jestem jak jest w niemieckim.



Pozdrawiam i ja druga, oprocz angielskiego, grupe jezykowa, ktora jest wsrod nas mocno obecna. Moze i inne zaczna kiedys zabierac glos. Ja jestem zwolennikiem robienia tego na polskim forum.


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Magda Dziadosz  Identity Verified
Poland
Local time: 20:01
Member (2004)
English to Polish
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Koledzy, pom├│┼╝cie Oct 8, 2002

Zaciekawiona powy┼╝szymi uwagami, postanowi┼éam zg┼é─Öbi─ç tre┼Ť─ç artyku┼éu Paw┼éa, chocia┼╝ troszeczk─Ö - nie zam niemieckiego, od czego wszak┼╝e Web - powr├│ci┼éam do mi┼éej (naszym) sercom strony Chemicznej Deski, i o to co mi ten robot przet┼éumaczy┼é:



to ├ťbersetzen z jurydyczny teksty przynosi wiele trudno┼Ťci z sama , ta do jednemu prawnuk cz─Ö┼Ť─ç na ta Systemgebundenheit ten Rechtsterminologie , dh. ta wi─ůzanie ten Rechtssprache przy niejaki oznacza┼é Rechtssystem zur├╝ckzuf├╝hren jeste┼Ťmy. ├ťbersetzt wird nie tylko z niejaki j─Özyk w niejaka inny , lecz ta ÔÇ×rechtlichen zawarto┼Ť─ç niejaki ustr├│j prawny i z tym niejaki Kulturgemeinschaft stawa─ç si─Ö w niejaka inny ustr├│j prawny ├╝bertragenÔÇť.



Widz─Ö, ┼╝e niejako nie dam rady. Czy kto┼Ť m├│g┼éby mi niejako cho─ç stre┼Ťci─ç uwagi Paw┼éa?



Magda

[ This Message was edited by: on 2002-10-08 22:38 ]


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Jacek Krankowski  Identity Verified
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niejakie trudnosci Oct 9, 2002

jakie ja mam z rozumieniem tekstu Pawla po niemiecku dorownuja trudnosciom, jakie ma maszyna, wiec nie bede probowal...

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Pawe? Guga?a
Local time: 20:01
German to Polish
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TOPIC STARTER
streszczenie dla Magdy Oct 9, 2002

Droga Madgo,



kierowany ch─Öci─ů zrehabilitowania si─Ö za moje niefortunne dokonanie wyboru j─Özyka, streszczam specjalnie dla Ciebie w kilku zdaniach tezy mojego ÔÇ×elaboratuÔÇŁ.



W pierwszej cz─Ö┼Ťci pisze o trudno┼Ťciach t┼éumaczenia tekst├│w prawniczych spowodowanych tym, ┼╝e dany j─Özyk prawny jest ┼Ťci┼Ťle powi─ůzany z konkretnym systemem prawnym, wi─Öc nie mo┼╝na m├│wi─ç o pe┼énej adekwatno┼Ťci ekwiwalent├│w poj─Ö─ç prawnych. (Np. poj─Öcia zbrodnia czy wyst─Öpek s─ů inaczej rozumiane przez prawnik├│w niemieckich i polskich).



Nast─Öpnie zastanawiam si─Ö nad kompetencjami idealnego t┼éumacza tekst├│w prawnych dochodz─ůc do ÔÇô poniek─ůd oczywistego ÔÇô wniosku, ┼╝e ka┼╝dy nawet najlepiej przygotowany merytorycznie i j─Özykowo t┼éumacz, boryka si─Ö z wieloma trudno┼Ťciami i ma pewne braki.



Zastanawiam si─Ö wi─Öc dalej, w jaki spos├│b s┼éowniki prawnicze mog─ů pom├│c t┼éumaczowi w wykonywaniu swego ci─Ö┼╝kiego zawodu. Analizuj─Ö w tym celu dwa dosy─ç popularne s┼éowniki prawnicze polsko-niemieckie: A. Kilian i I. Kienzler. Badam ich struktur─Ö, dob├│r hase┼é, sensowno┼Ť─ç wykaz├│w skr├│t├│w itp.



Na tej podstawie dochodz─Ö do nast─Öpuj─ůcych wniosk├│w:



Słownik A. Kilian spełnia, mimo nielicznych potknięć, wymogi stawiane dobremu słownikowi prawniczemu, ponieważ:

- dokonano prawidłowego doboru haseł

- nie mamy do czynienia tylko z list─ů hase┼é, ale z cz─Östo wyczerpuj─ůcymi wyja┼Ťnieniami i wieloma przyk┼éadami u┼╝ycia danego zwrotu r├│wnie┼╝ w kontekstach,

- pozytywnym novum słownika jest odsyłanie do przepisów prawnych, co wręcz zachęca do pracy z tekstami paralelnymi

- s┼éownik by┼é konsultowany z polskimi i niemieckimi autorytetami prawnymi (autorka jest r├│wnie┼╝ doktorem prawa, co jest gwarantem tego, ┼╝e nie pojawia si─Ö u niej takie niedorzeczno┼Ťci jak w drugim z analizowanych s┼éownik├│w)



S┼éownik I. Kienzler jest ci─Ö┼╝ki i ┼éadnie wygl─ůda na p├│┼éce (z kt├│rej go nie zdejmuj─Ö).



Dla angielskoj─Özycznych t┼éumaczy polecam wsp├│┼éczesn─ů ÔÇ×bibli─ÖÔÇŁ przek┼éadu prawniczego:



Sarcevic S., 1997, New Approach to Legal Translation. The Hauge: Kluwer Law International







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Magda Dziadosz  Identity Verified
Poland
Local time: 20:01
Member (2004)
English to Polish
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Wielkie dzi─Öki! Oct 10, 2002

Aż zadroszczę tak dobrego słownika PL>D, zwłaszcza tych odniesień do aktów prawnych.





Magda


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Dariusz Koz┼éowski  Identity Verified
Poland
Local time: 20:01
German to Polish
S┼éowniki prawnicze DE<->PL + nowo┼Ťci: Pie┼äkos, K├Âbler, Oct 10, 2002

Witam Pawle,



tym razem na łamach prozowych.

Dzi─Ökuj─Ö za wnikliw─ů analiz─Ö, kt├│ra potwierdza moj─ů praktyk─Ö i intuicyjny wcze┼Ťniej wyb├│r - znacznie cz─Ö┼Ťciej si─Ögam do Kilian (b─ůd┼║ co b─ůd┼║ s┼éownik \"firmowany\" przecie┼╝ przez renomowane niemieckie wydawnictwo prawnicze C.H.Beck od kilku lat obecne tak┼╝e na polskim rynku) ni┼╝ do Kienzler.



Bardzo si─Ö ciesz─Ö, ┼╝e do naszego grona do┼é─ůczy┼éa kolejna osoba, na kt├│rej pomocy w kwestiach prawniczych mo┼╝na b─Ödzie polega─ç.



Natomiast interesuje mnie również (podobnie jak Jacka) twoje zdanie na temat \"Pieńkosa\", którego dopiero niedawno zauważyłem w księgarni, ale ledwie co go miałem w ręce, więc zdania wyrobić sobie nie mogłem.

Poza tym zaciekawi┼éa mnie druga pozycja, ktor─ů wspominasz: K├Âbler, o kt├│rej s┼éysz─Ö w og├│le po raz pierwszy. Czy jeste┼Ť w stanie poda─ç jaki┼Ť odno┼Ťnik z informacjami o tej nowince, ew. sam dysponujesz jakimi┼Ť wra┼╝eniami?



Pozdrawiam

DK







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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 20:01
Member (2003)
Polish to German
+ ...
A ja dziękuję Pawłowi za dobór języka Oct 10, 2002

To bardzo z┼éo┼Ťliwe z mojej strony, wiem, ale c├│┼╝, takie jest ┼╝ycie...

Wreszcie bowiem przewa┼╝aj─ůca b─ůd┼║ co b─ůd┼║ w naszym polsko-korzennym gronie grupka anglosas├│w dosta┼éa bobu i poczu┼éa si─Ö jak ja, gdy wzmiankowana grupka anglosas├│w ubawia si─Ö g├│rnolotnymi (mniej lub bardziej) elaboratami w j─Özyku Szekspira, a mnie pozostaje albo gimnastyka s┼éownikowo-internetowo-domy┼Ťlna, albo rezygnacja z przyjemno┼Ťci. Musz─Ö przy tym zauwa┼╝y─ç, ┼╝e z regu┼éy z braku czasu wybieram t─Ö drug─ů mo┼╝liwo┼Ť─ç i przeleciawszy tekst, po stwierdzeniu, ┼╝e ni rusz go nie kapuj─Ö bez obcej pomocy, rezygnuj─Ö z jakiejkolwiek reakcji.



Dla zdziwionych wyst─Öpowaniem powy┼╝szej kombinacji j─Özykowej w moim profilu chcia┼ébym doda─ç, ┼╝e traktuj─Ö j─ů jako przyjemne uzupe┼énienie mojej dzia┼éalno┼Ťci przy ┼Ťcis┼éym doborze tekst├│w...



Na zakończenie jeszcze kilka uwag do wywodów Pawła na temat słowników i sztuki tłumaczenia w ogóle.

Ca┼ékowicie zgadzam si─Ö z Twoj─ů tez─ů co do koniecznych predyspozycji t┼éumacza zajmuj─ůcego si─Ö tekstami prawnymi. Zasadniczo zgadzam si─Ö tak┼╝e z ocen─ů s┼éownika Kilian. Niemniej jednak nawet ten s┼éownik ze swoimy odsy┼éaczami do akt├│w prawnych nie broni przed wpadkami.

Doskona┼éym przyk┼éadem s─ů niemieckie terminy \"Garantie\" i \"Gew├Ąhrleistung\", kt├│re odpowiednio oznaczaj─ů \"gwarancja\" i \"r─Ökojmia\". Taka jest ich przynajmniej oficjalna interpretacja. Co z tego, je┼Ťli strona niemiecka obstaje przy \"Gew├Ąhrleistung\", a strona polska - wcale nie bez uzasadnienia - chce \"gwarancji\". Ostatecznie stan─Ö┼éo na \"gwarancji\" - po d┼éugich i bolesnych pertraktacjach, w kt├│rych udzia┼éu nie bra┼éem...



Jerzy


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Jacek Krankowski  Identity Verified
English to Polish
+ ...
Jerzy, nie kryguj sie z tym angielskim Oct 11, 2002

- radzisz sobie np. jezykowo w \"imperialistycznym\" gronie moderatorow, podobnie jak Uwe, nalezac do jednej czwartej moderatorow, ktorzy w ogole sie odzywaja na tym forum. Pozostali albo to olewaja albo nie uczestnicza wlasnie ze wzgledow jezykowych. Doskonale to rozumiem, bo ja sam jesli nie mam 95-procentowej pewnosci poprawnosci tego, co mowie - przechodze na jezyk, w ktorym taka pewnosc mam.



Co do \"dania bobu\" Anglosasom, to moje zachecanie do zabierania glosu na polskim forum chociazby w obcym jezyku ma na celu wlasnie przelamanie wszelkich barier dostepu. Wyklad Pawla interesuje np. przede wszystkim germanistow, wiec gdyby Pawel nie mial czasu na streszczanie go po polsku, i tak uwazam, ze byloby to ciekawe (choc juz nie dla mnie czy Magdy).


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Dariusz Koz┼éowski  Identity Verified
Poland
Local time: 20:01
German to Polish
"bitwa" na angielski, niemiecki i diabeł wie, jaki jeszcze, na polskim forum ;-) Oct 11, 2002

Quote:


On 2002-10-11 07:52, jacek wrote:

1.

w \"imperialistycznym\" gronie moderatorow, [...]

2.

Pozostali albo to olewaja albo nie uczestnicza wlasnie ze wzgledow jezykowych.

[...]

3.

Wyklad Pawla interesuje np. przede wszystkim germanistow, wiec gdyby Pawel nie mial czasu na streszczanie go po polsku, i tak uwazam, ze byloby to ciekawe (choc juz nie dla mnie czy Magdy).





Witam Jacku,



(1)s─ůdz─Ö [intuicyjnie raczej ], ┼╝e rzeczywi┼Ťcie Jerzy rozumie wi─Öcej ni┼╝ si─Ö do tego przyznaje Natomiast przypuszczam, ┼╝e nie tylko jemu mo┼╝e sprawia─ç \"pewn─ů\" trudno┼Ť─ç ┼Ťledzenie bardziej/bardzo zaawansowanych j─Özykowo w─ůtk├│w/ wypowiedzi \"w j─Özyku Szekspira\".

(2)

Mimo to \"nie dajemy się\" i próbujemy - nie zawsze z oczekiwanym efektem pełnego zrozumienia \"komunikatu\".

(3)

My┼Ťl─Ö, ┼╝e gdyby sam Pawe┼é nie zamie┼Ťci┼é w jakim┼Ť rozs─ůdnym czasie swojego streszczenia, zapewne kt├│ry┼Ť z nas \"Niemc├│w\" pr─Ödzej, czy p├│┼║niej zareagowa┼éby na pro┼Ťb─Ö Magdy. A tak poza tym jego artyku┼é uwa┼╝am za na tyle interesuj─ůcy, ┼╝e mimo om├│wienia konretnych przyk┼éad├│w s┼éownik├│w \"niemieckoj─Özycznych\", mo┼╝e by─ç ciekawy nie tylko dla germanist├│w.



Na zako┼äczenie (┼╝eby by┼éo jasne : ja osobi┼Ťcie nie traktuj─Ö wypowiedzi po angielsku, czy w innym j─Özyku na tym forum jako jakiego┼Ť znacznego problemu - natomiast bywa, ┼╝e \"czuj─Ö si─Ö nieswojo\", je┼Ťli nie rozumiej─ůc w pe┼éni lub domy┼Ťlaj─ůc si─Ö zaledwie tre┼Ťci wypowiedzi, nie mog─Ö jej w pe┼éni doceni─ç lub ew. z tego powodu nie mog─Ö wzi─ů─ç udzia┼éu w dyskusji na polskim forum.



No i to by było na tyle tytułem moich trzech centów



Serdeczne pozdrowienia

DK

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