Nach meinem Verständnis sieht die Sache wie folgt aus:
Vereinfacht ausgedrückt produziert eine Solarzelle um so mehr Strom bzw. elektrische Leistung, je stärker die Sonneneinstrahlung (grob: "Intensität") ist. Dieser Zusammenhang lässt sich quantitativ mit den Größen "Bestrahlungsstärke" (flächenbezogene Leistung der auf die Solarzelle einfallenden elektromagnetischen Energie in W/m²), Stromstärke (I), Klemmenspannung (U), Innenwiderstand der Zelle (Ri) und Lastwiderstand (R) erfassen.
Bei gegebener Bestrahlungsstärke, konstant gehaltener Zellentemperatur und Last (R) stellt sich ein stationärer Zustand mit der Sromstärke I, der Klemmenspannung U und der damit von der Solarzelle abgegebenen elektrischen Leistung P (= I x U) ein.
Variiert man nun R, erhält man die sogenannte "Strom-Spannungs-Kennlinie" - I(U) - der Solarzelle.
Dabei sind zwei Grenzfälle zu unterscheiden:
(1) R = Null (Kurzschluss)
Die Spannung ist Null, die Stromstärke ist maximal (Kurzschlussstrom).
(2) R = unendlich (offener Stromkreis)
Die Spannung ist maximal (Leerlaufspannung; maximale Ladungstrennung, kein Ausgleichsstrom durch die Last), die Stromstärke ist Null.
Der von Zelle abgegebene Strom ist weitgehend lastunabhängig im Bereich R << Ri, fällt aber mit zunehmendem R nach Überschreiten einer kritischen Grenze (R ~ Ri, d.h. wenn der Lastwiderstand in etwa so groß ist wie der Innenwiderstand der Zelle) relativ steil ab. Aus P = I x U folgt, dass die aus der Strom-Spannungs-Kennlinie ableitbare Leistungskennlinie P(R, Ri) zunächst quasi linear ansteigt, in der kritischen Zone (R = Ri) ein Maximum (maximum power point, MPP) erreicht und danach (mit weiter zunehmendem R) ebenfalls gegen Null geht.
Um einer Solarzelle die maximal mögliche Leistung zu entnehmen, muss sie also stets im Betriebspunkt (MPP) gefahren werden, d.h. die Last R muss an den von der Lichtintensität abhängigen Innenwiderstand Ri angepasst werden (Stichwort "Nachführung").
Quellen
Bestrahlungsstärke W / m² auftreffende Strahlungsleistung durch bestrahlte Fläche; DIN 5031 T1, 5496
Fischer R. und Vogelsang K. Größen und Einheiten in Physik und Technik
2.2.4.1 Aufnahme der Strom-Spannungs-Kennlinien bei unterschiedlichen Temperaturen ...
Die Kennlinien werden für eine ***Bestrahlungsstärke*** von Ee = 1000 W/m² und unterschiedlichen Temperaturen aufgenommen.
http://www.etech.haw-hamburg.de/labore/al-labor/Versuche/LEP...
1.3 Die Strom-Spannungs-Charakteristik eines Solarmoduls ist bei 2 unterschiedlichen ***Bestrahlungsstärken***
aufzunehmen und graphisch darzustellen. Die Leerlaufspannungen, Kurzschlussströme und die Innenwiderstände
Ri bei Anpassung, bei geringer und bei hoher Belastung sind zu bestimmen.
http://www.iep.ovgu.de/iep_media/grundpraktikum/elektrik/E_0...
4.2.) Strahlungsleistungsdichte (Bestrahlungsstärke)
http://mikro.ee.tu-berlin.de/hlb/praktika/dateien/pv_theorie...
http://public.tfh-berlin.de/~wseifert/lmr/vtlab2/solar.doc