KudoZ home » English to German » Finance (general)

the body and the tail

German translation: Kernbereich und Schwanzbereich

Advertisement

Login or register (free and only takes a few minutes) to participate in this question.

You will also have access to many other tools and opportunities designed for those who have language-related jobs
(or are passionate about them). Participation is free and the site has a strict confidentiality policy.
GLOSSARY ENTRY (DERIVED FROM QUESTION BELOW)
English term or phrase:the body and the tail
German translation:Kernbereich und Schwanzbereich
Entered by: Susanne Stöckl
Options:
- Contribute to this entry
- Include in personal glossary

09:19 Sep 17, 2007
English to German translations [PRO]
Bus/Financial - Finance (general)
English term or phrase: the body and the tail
In an important and fascinating book, Why Stock Markets Crash, geophysicist Didier Sornette argues that stock market distributions comprise two different populations, the body [...] and the tail [...]. Sornette‘s analysis of market drawdowns convincingly dismisses the assumption that stock returns are independent, a key pillar of classical finance theory.

Schon wieder geht es um Finanztheorie. Wie kann man "body" und "tail" sinnvoll übersetzen?
Susanne Stöckl
Austria
Local time: 04:43
Kernbereich und Schwanzbereich
Explanation:
Meine Interpretation:

Die Ausdrücke "body" und "tail" bezeichnen den Kernbereich (body; enthält die "Masse" der Wahrscheinlichkeit) und Schwanzbereich (tail) von Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen zur Modellierung von zufallsgesteuerten Prozessen (1, 2). Hier geht es speziell um die Beschreibung der Börsendynamik nach dem Modell von Sornette und Johanson, in welchem die sogenannten Drawdowns (drawdown=Kursverlust in Bezug auf lokales Maximum und Minimum, modelliert als Zufallsvariable; Def. s. 3) von zentraler Bedeutung sind. Die Autoren unterscheiden normale Drawdowns von extrem ausgeprägten (und damit sehr seltenen) und vermuten insbesondere, dass die beiden Drawdown-Varianten aus unterschiedlichen Grundgesamtheiten (populations) stammen (vgl. Kritik v. Feigenbaum, 4).


(1) Schiefe Verteilungen sind nicht symmetrisch, wie etwa die Gauß-Verteilung. Der hohen Konzentration im *Kern*bereich steht ein einseitiger langer *Schwanz* der Verteilung gegenüber.
http://www.virtualknowledgestudio.nl/staff/andrea-scharnhors...

(2) Thomas LUX, Universität Kiel / Didier Sornette, University of California Los Angeles
„Rationale spekulative Blasen und die stilisierten Fakten“
Diese Abweichungen zwischen historischen und impliziten Volatilitäten können teilweise auch als Korrekturen des Marktes aufgefaßt werden, die beispielsweise der Abweichung der tatsächlichen ***Verteilung der Aktienkurse (z.B. lange Schwänze)*** von der der Black-Scholes-Formel zugrunde liegenden Log-Normal-Verteilung Rechnung tragen.
http://pauli.uni-muenster.de/~lemm/econoWS99/options2/node13...

(3) Mit Hilfe des Drawdown-Konzeptes läßt sich eine weitere Quelle für positives Feedback-Verhalten im Kapitalmarkt finden. Der Drawdown stellt den Verlust von einem letzten lokalen Maximum zu dem nächsten lokalen Minimum einer Finanzzeitreihe dar und soll in Anlehnung an Mendes/Leal (2003) wie folgt definiert werden ...
http://dietmarpeetz.com/Hedge-Fonds.pdf

(4) James A. Feigenbaum. A Statistical Analysis of Log-Periodic Precursors to Financial Crashes

Seizing upon this observation, Sornette and Johansen concluded that there must be ***two populations of drawdowns.*** The majority of drawdowns have an exponential distribution, and these constitute the first population. Those drawdowns, like the 87 crash, which do not obey this exponential distribution constitute the second population. Sornette and Johansen further suggest that
the first population is produced by the normal behavior of a financial index obeying a GARCH process. In contrast, the second population is the result of the imitative behavior of investors, and it is this population that exhibits log-periodic oscillations prior to the drawdown.
http://www.gloriamundi.org/picsresources/jfsa.pdf
Selected response from:

sci-trans
Local time: 04:43
Grading comment
4 KudoZ points were awarded for this answer

Advertisement


Summary of answers provided
4Kernbereich und Schwanzbereichsci-trans


Discussion entries: 1





  

Answers


3 days6 hrs   confidence: Answerer confidence 4/5Answerer confidence 4/5
Kernbereich und Schwanzbereich


Explanation:
Meine Interpretation:

Die Ausdrücke "body" und "tail" bezeichnen den Kernbereich (body; enthält die "Masse" der Wahrscheinlichkeit) und Schwanzbereich (tail) von Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen zur Modellierung von zufallsgesteuerten Prozessen (1, 2). Hier geht es speziell um die Beschreibung der Börsendynamik nach dem Modell von Sornette und Johanson, in welchem die sogenannten Drawdowns (drawdown=Kursverlust in Bezug auf lokales Maximum und Minimum, modelliert als Zufallsvariable; Def. s. 3) von zentraler Bedeutung sind. Die Autoren unterscheiden normale Drawdowns von extrem ausgeprägten (und damit sehr seltenen) und vermuten insbesondere, dass die beiden Drawdown-Varianten aus unterschiedlichen Grundgesamtheiten (populations) stammen (vgl. Kritik v. Feigenbaum, 4).


(1) Schiefe Verteilungen sind nicht symmetrisch, wie etwa die Gauß-Verteilung. Der hohen Konzentration im *Kern*bereich steht ein einseitiger langer *Schwanz* der Verteilung gegenüber.
http://www.virtualknowledgestudio.nl/staff/andrea-scharnhors...

(2) Thomas LUX, Universität Kiel / Didier Sornette, University of California Los Angeles
„Rationale spekulative Blasen und die stilisierten Fakten“
Diese Abweichungen zwischen historischen und impliziten Volatilitäten können teilweise auch als Korrekturen des Marktes aufgefaßt werden, die beispielsweise der Abweichung der tatsächlichen ***Verteilung der Aktienkurse (z.B. lange Schwänze)*** von der der Black-Scholes-Formel zugrunde liegenden Log-Normal-Verteilung Rechnung tragen.
http://pauli.uni-muenster.de/~lemm/econoWS99/options2/node13...

(3) Mit Hilfe des Drawdown-Konzeptes läßt sich eine weitere Quelle für positives Feedback-Verhalten im Kapitalmarkt finden. Der Drawdown stellt den Verlust von einem letzten lokalen Maximum zu dem nächsten lokalen Minimum einer Finanzzeitreihe dar und soll in Anlehnung an Mendes/Leal (2003) wie folgt definiert werden ...
http://dietmarpeetz.com/Hedge-Fonds.pdf

(4) James A. Feigenbaum. A Statistical Analysis of Log-Periodic Precursors to Financial Crashes

Seizing upon this observation, Sornette and Johansen concluded that there must be ***two populations of drawdowns.*** The majority of drawdowns have an exponential distribution, and these constitute the first population. Those drawdowns, like the 87 crash, which do not obey this exponential distribution constitute the second population. Sornette and Johansen further suggest that
the first population is produced by the normal behavior of a financial index obeying a GARCH process. In contrast, the second population is the result of the imitative behavior of investors, and it is this population that exhibits log-periodic oscillations prior to the drawdown.
http://www.gloriamundi.org/picsresources/jfsa.pdf


sci-trans
Local time: 04:43
Native speaker of: German
PRO pts in category: 32
Notes to answerer
Asker: Vielen Dank für die ausführliche Auskunft und die Mühe, mir das so toll zu erklären!! Jetzt fange ich an, mich auszukennen! ich habe mich nur irgendwie nicht getraut, "tail" mit "Schwaz" zu übersetzen. Klingt irgendwie komisch, aber das heißt offenbar wirklich so.

Login to enter a peer comment (or grade)




Return to KudoZ list


KudoZ™ translation help
The KudoZ network provides a framework for translators and others to assist each other with translations or explanations of terms and short phrases.



See also:



Term search
  • All of ProZ.com
  • Term search
  • Jobs
  • Forums
  • Multiple search