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resisted in good faith

German translation: gegen die in gutem Glauben vorgegangen wurde

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GLOSSARY ENTRY (DERIVED FROM QUESTION BELOW)
English term or phrase:resisted in good faith
German translation:gegen die in gutem Glauben vorgegangen wurde
Entered by: Nicole Schnell
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16:28 Jan 16, 2008
English to German translations [PRO]
Law/Patents - Law: Contract(s) / Liefer- und Abnahmevertrag
English term or phrase: resisted in good faith
Vertrag zwischen einem US-Lieferanten und einem deutschen Abnehmer, aus dem Abschnitt "Höhere Gewalt":

It includes, but shall not be limited to, forces of nature, acts of God, strikes, lockouts, acts of the public enemy, wars, blockades, acts of terrorism, insurrections, riots, epidemics, landslides, lightning, earthquakes, fires, storms, floods or washouts, acts, restraints or requirements of any government or government agency, civil disturbances, explosions, breakage or accident to machinery or lines of pipe, unavailability of raw materials or supplies, strandings, perils of the sea, ***the binding order of any court or governmental authority which has been resisted in good faith by all reasonable means***, and other cause, whether of the kind enumerated or otherwise, not reasonably within the control of the party claiming suspension.

Was genau bedeutet das hier?

Riesigen Dank im Voraus!
Nicole Schnell
United States
Local time: 02:49
gegen die in gutem Glauben vorgegangen wurde
Explanation:
ich verstehe das wie Klaus Urban, also:
...rechtsverbindliche gerichtliche Entscheidungen oder Anordnungen von staatlicher Seite, gegen die mit allen zulässigen Rechtsmitteln und in gutem Glauben vorgegangen wurde...

Und wenn man sich den unausgesprochenen Zusatz

"wobei eine diesbezügliche Entscheidung noch aussteht"
dazudenkt, dann fällt das schon unter den Begriff hoehere Gewalt.
Selected response from:

Johanna Timm, PhD
Canada
Local time: 02:49
Grading comment
Genauso hat das der Editor (spezialized in legal translations) bestätigt.

Riesigen Dank, Johanna und Kollegen!
4 KudoZ points were awarded for this answer

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Summary of answers provided
3in gutem Glauben entgegengestellt
Bernhard Sulzer
3s.u.
Klaus Urban
3gegen die in gutem Glauben vorgegangen wurde
Johanna Timm, PhD
2rechtsirrtümllichxxxhazmatgerman
2nach Ausschöpfung ... (s.u.)Schtroumpf


Discussion entries: 8





  

Answers


25 mins   confidence: Answerer confidence 3/5Answerer confidence 3/5
in gutem Glauben vorgegangen
s.u.


Explanation:

"... Anordnung eines Gerichts oder einer Behörde, gegen die in gutem Glauben mit allen rechtlichen Mitteln vorgegangen wurde."

So verstehe ich das.

Klaus Urban
Local time: 11:49
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PRO pts in category: 195
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1 hr   confidence: Answerer confidence 2/5Answerer confidence 2/5
nach Ausschöpfung ... (s.u.)


Explanation:
Hallo Nicole, bin zwar nicht in meinem Sprachelement, aber rate gern mit ;-)
Könnte es nicht sein, dass Urteile ERST nach Ausschöpfung aller guten Glaubens vertretbaren Einwände und Rechtsmittel als höhere Gewalt gelten? Also nicht nur, weil der Lieferant sich aus Faulheit nicht wehrt.

Schtroumpf
Local time: 11:49
Works in field
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PRO pts in category: 8
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2 hrs   confidence: Answerer confidence 3/5Answerer confidence 3/5
gegen die in gutem Glauben vorgegangen wurde


Explanation:
ich verstehe das wie Klaus Urban, also:
...rechtsverbindliche gerichtliche Entscheidungen oder Anordnungen von staatlicher Seite, gegen die mit allen zulässigen Rechtsmitteln und in gutem Glauben vorgegangen wurde...

Und wenn man sich den unausgesprochenen Zusatz

"wobei eine diesbezügliche Entscheidung noch aussteht"
dazudenkt, dann fällt das schon unter den Begriff hoehere Gewalt.


Johanna Timm, PhD
Canada
Local time: 02:49
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PRO pts in category: 352
Grading comment
Genauso hat das der Editor (spezialized in legal translations) bestätigt.

Riesigen Dank, Johanna und Kollegen!
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26 mins   confidence: Answerer confidence 3/5Answerer confidence 3/5
in gutem Glauben entgegengestellt


Explanation:
oder:

...widerstanden hat

einer Verordnung oder der Behörde an sich, in angemessenem Rahmen, aus gutem Grund/in angemessener Weise - also nicht aus bei den Haaren herbeigezogenen Gründen - die würden dann nicht unter die Kategorie "höhere Gewalt" fallen

--------------------------------------------------
Note added at 27 mins (2008-01-16 16:56:11 GMT)
--------------------------------------------------

und nicht mit "unerlaubten Mitteln" entgegengestellt


--------------------------------------------------
Note added at 1 hr (2008-01-16 18:10:51 GMT)
--------------------------------------------------

corr.: einer Rechtsverordnung oder (behördlichen Verfügung) ...

deutsche Beispiele, die ich so sehe, erwähnen Rechtsverordnungen und behördliche Verfügungen, aber ohne den Zusatz (hier auf Englisch ) "which has been resisted in good faith by all reasonable mean"

englische/amerikanische Verträge beinhalten den Zusatz sehr wohl.

allerdings

--------------------------------------------------
Note added at 3 hrs (2008-01-16 20:14:10 GMT)
--------------------------------------------------

"resisted" scheint mir eine eher eine "passive/weniger aggressive Aktion" zu sein - nicht eine direkte Handlung gegen Verordnungen, etc. also nicht im Sinne von "die Verordnung an sich angreifen/zu Fall bringen," sondern zu zeigen, dass die Verordnung hier nicht anwendbar ist (man widersteht ihr/stellt sich gegen die Verordnung)






--------------------------------------------------
Note added at 4 hrs (2008-01-16 21:15:13 GMT)
--------------------------------------------------

"wehren" vielleicht auch:
Verordnungen eines Gerichts oder einer staatlichen Behörde, gegen die man sich mit angemessenen Rechtsmitteln wehrt...


http://www.rechtscentrum.de/search.php?db=arbeitsrecht&mode=...

Wenn sich der gekündigte Arbeitnehmer allerdings gegen die Kündigung wehrt und im Sinne von § 138 Abs. 2 ZPO ausführlich Tatsachen vorträgt, die einen Rechtfertigungsgrund für sein Handeln darstellen oder sonst das Verhalten in einem milderen Licht erscheinen lassen können, muss der Arbeitgeber seinerseits Tatsachen vorbringen und ggf. beweisen, die die vom Arbeitnehmer vorgetragenen Rechtfertigungsgründe erschüttern (BAG, Urteil vom 19.12.1991 - 2 AZR 367/91 -, n. v., zitiert nach juris mit Nachweisen der ständigen Rechtsprechung; BAG, Urteil vom 06.08.1987 - 2 AZR 226/87 -, NJW 1988, 438).




Bernhard Sulzer
United States
Local time: 05:49
Specializes in field
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PRO pts in category: 63

Peer comments on this answer (and responses from the answerer)
neutral  xxxhazmatgerman: Das "wehren" hier bezieht sich doch nicht auf das Gericht, sondern auf die privatrechtlich ausgesprochene Kündigung. "Entgegengestellt" paßt m.E., aber "gutgläubig"?
15 hrs
  -> ja, das stimmt, wollte aber nur zeigen, wie das Wort "wehren" als deutsche Version von "resist" im Rechtszusmhg. benutzt wird, im Sinne von "sich gegen was auch immer zu stellen." Freilich nicht das beste Beispiel für den Kontext hier. ;-)
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1 hr   confidence: Answerer confidence 2/5Answerer confidence 2/5
rechtsirrtümllich


Explanation:
Soweit ich mich erinnere, kann gutgläubig nicht gegenüber gerichtlichen Entscheidungen geltend gemacht werden, nur im privaten Leben. Darum erscheint mir hier singemäß das Vorgehen gegen solche Entscheidungen zwar als falsch bezeichnet, aber nur wegen der irrigen Annahme, es sei richtig. Dafür ist das Wort rechtsirrtümlich.

--------------------------------------------------
Note added at 15 Stunden (2008-01-17 08:16:40 GMT)
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Der Begriff "gutgläubig" kommt m.W. im Allg. Teil BGB ausschließlich in Bezug auf den Erwerb von Sachen/Rechten vor. Ich habe ihn nicht im Zusammenhang mit der Wertung einer Gerichtsentscheidung gefunden. Auch umfaßt das havarierechtliche "force majeure", was grob dem "höhere Gewalt" entspricht, keinesfalls Entscheidungen von Gerichten. Siehe auch Hr. Sulzer: entgegengestellt. Ich denke, es gibt keine korrekte dt. Entsprechung im Rahmen der Klausel in der Quelle.

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Note added at 16 Stunden (2008-01-17 08:29:40 GMT)
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Ein sinngemäßer Ü-Versuch: die verbindliche Anordnung eines Gerichts oder Verordnung einer Regierungsbehörde, gegen die alle zumutbaren Schritte eingeleitet wurden ...
Damit wäre der vertragliche Sinn doch erfaßt, oder? Liest vielleicht ein Wirtschaftsjurist mit?


xxxhazmatgerman
Local time: 11:49
Native speaker of: Native in GermanGerman
PRO pts in category: 18
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