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in law

German translation: Schiedsgerichtsverfahren nach geltendem/anwendbarem Recht


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GLOSSARY ENTRY (DERIVED FROM QUESTION BELOW)
English term or phrase:arbitration in law
German translation:Schiedsgerichtsverfahren nach geltendem/anwendbarem Recht
Entered by: Peter Sass (M.A.)
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12:08 Sep 16, 2010
English to German translations [PRO]
Law/Patents - Law: Contract(s) / Payments Mechanism
English term or phrase: in law
The arbitration shall be *in law* according the rules of the ICC, to whom is entrusted the administration of the arbitration and the appointment of the sole arbitrator.

So habe mich mittlerweile zu den Disputes durchgearbeitet und bin mir hier nicht sicher, wie "in law" zu verstehen ist.
Katja Schoone
Germany
Local time: 10:29
s.u.
Explanation:
Es gibt zwei verschiedene Typen des Schiedsgerichtsverfahrens (und das sind nunmal feststeh. Begriffe): 'arbitration in law' und 'arbitration in equity'. Letzteres impliziert nicht die Anwendung des equity law, sondern die arbitrators entscheiden "according to their own criteria based upon their knowledge and understanding" (s.u. 1. Link). Insofern läuft der Einwand von Hans ins Leere (kann ja auch bei 40 Jahren Erfahrung mal passieren). Bei der arbitration in law ("based on the contract, on the uses of commerce, and on the principles of contracts of international trade..." ebd. s. u. Art. 17 d. ICC Schiedsgerichtsordnung) werden demgegenüber rechtliche Vorgaben berücksichtigt (was nicht gleichbedeutend ist mit unmittelbarer Gesetzesanwendung in einem ordentlichen Gerichtsverfahren). Weglassen geht hier ohnehin gar nicht.

http://books.google.de/books?id=TL0K4pABKGIC&pg=PA809&lpg=PA...

ICC-Schiedsgerichtsordnung
Art. 17: Bei der Sachentscheidung anwendbare Rechtsregeln
1
Die Parteien können die Rechtsregeln frei vereinbaren, die das Schiedsgericht bei der sachlichen Entscheidung der Streitigkeit anwenden soll. Fehlt eine solche Vereinbarung, so wendet das Schiedsgericht diejenigen Rechtsregeln an, die es für angemessen erachtet.
2
In jedem Falle hat das Schiedsgericht die Bestimmungen des Vertrags und die Handelsbräuche zu berücksichtigen.
3
Das Schiedsgericht entscheidet nur dann nach billigem Ermessen (als amiable compositeur, ex aequo et bono), wenn die Parteien es dazu ermächtigt haben.
http://www.icc-deutschland.de/?id=145

--------------------------------------------------
Note added at 4 Stunden (2010-09-16 16:56:22 GMT)
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Als Übersetzung für arbitration in law würde ich entsprechend der deutschen ICC-Website etwa "Schiedsgerichtsverfahren gem. anwendbarem Recht" formulieren.

Wobei die Parteien frei sind in der Wahl des anwendbaren Rechts: "Die beiden Parteien können sich auf das anzuwendende Recht im Vertrag oder auch später verständigen. Denkbar ist es zum Beispiel, sich auf die Regeln des Landes einer der Vertragsparteien oder auch eines Drittlandes zu einigen" (http://www.icc-deutschland.de/?id=150).

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Note added at 3 Tage22 Stunden (2010-09-20 11:03:58 GMT) Post-grading
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Danke Katja!
Selected response from:

Peter Sass (M.A.)
Germany
Local time: 10:29
Grading comment
Vielen Dank an alle, die sich hier so hilfreich beteiligt haben.
4 KudoZ points were awarded for this answer



Summary of answers provided
4s.u.
Peter Sass (M.A.)
4nach Recht und Gsetz
Johanna Timm, PhD
Summary of reference entries provided
Anknüpfungspunkte für die Recherche
Anne Spitzmueller
nochmal: in law/ in equity
Johanna Timm, PhD

Discussion entries: 20





  

Answers


7 hrs   confidence: Answerer confidence 4/5Answerer confidence 4/5
nach Recht und Gsetz


Explanation:
nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen/ nach Recht und Gesetz:

http://shortify.com/11062
dort auf S.469:
“Die Schiedsrichter haben das Gesetz so anzuwenden wie ein staatliches Gericht. Sie sind mangels abweichender Parteivereinbarung nicht berechtigt, nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen, nach Billigkeit,oder einer irgendwie andersgeartenen lex mercatoria zu entscheiden”

und auf S. 470:
“Deshalb ist im Regelfall davon auszugehen, dass die Parteien eine Entscheidung nach Recht und Gesetz- und nicht nach Billigkeit - wűnschen.”

alternativ:
“nach rechtlichen Maßstäben”

http://shortify.com/NS9
“Danach kann das Schiedsgericht nur dann nach Billigkeit (ex aequo et bono) entscheiden, wenn die Parteien es ausdrűcklich dazu ermächtigt haben.[…] Weil das Schiedsgericht aber dabei von seiner Pflicht, eine Entscheidung nach rechtlichen Maßstäben zu fällen ZPO §1051 Abs.1, entbunden wird, ist eine solche Ermächtigung nur im Ausnahmefall wirksam.”



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Note added at 7 hrs (2010-09-16 19:30:48 GMT)
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G*e*setz , natürlich hast du dir aber sicher gedacht. :-)

Johanna Timm, PhD
Canada
Local time: 01:29
Native speaker of: Native in GermanGerman
PRO pts in category: 276
Notes to answerer
Asker: Vielen Dank!


Peer comments on this answer (and responses from the answerer)
neutral  Peter Sass (M.A.): Die ZPO ist bei internat. Schiedsgerichtsverfahren außerhalb Deutschlands nicht anwendbar und entsprechende Kommentarformulierungen daher nicht unbedingt für die Regeln des ICC-Verfahrens zutreffend, um die es hier geht.
3 hrs
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4 hrs   confidence: Answerer confidence 4/5Answerer confidence 4/5
s.u.


Explanation:
Es gibt zwei verschiedene Typen des Schiedsgerichtsverfahrens (und das sind nunmal feststeh. Begriffe): 'arbitration in law' und 'arbitration in equity'. Letzteres impliziert nicht die Anwendung des equity law, sondern die arbitrators entscheiden "according to their own criteria based upon their knowledge and understanding" (s.u. 1. Link). Insofern läuft der Einwand von Hans ins Leere (kann ja auch bei 40 Jahren Erfahrung mal passieren). Bei der arbitration in law ("based on the contract, on the uses of commerce, and on the principles of contracts of international trade..." ebd. s. u. Art. 17 d. ICC Schiedsgerichtsordnung) werden demgegenüber rechtliche Vorgaben berücksichtigt (was nicht gleichbedeutend ist mit unmittelbarer Gesetzesanwendung in einem ordentlichen Gerichtsverfahren). Weglassen geht hier ohnehin gar nicht.

http://books.google.de/books?id=TL0K4pABKGIC&pg=PA809&lpg=PA...

ICC-Schiedsgerichtsordnung
Art. 17: Bei der Sachentscheidung anwendbare Rechtsregeln
1
Die Parteien können die Rechtsregeln frei vereinbaren, die das Schiedsgericht bei der sachlichen Entscheidung der Streitigkeit anwenden soll. Fehlt eine solche Vereinbarung, so wendet das Schiedsgericht diejenigen Rechtsregeln an, die es für angemessen erachtet.
2
In jedem Falle hat das Schiedsgericht die Bestimmungen des Vertrags und die Handelsbräuche zu berücksichtigen.
3
Das Schiedsgericht entscheidet nur dann nach billigem Ermessen (als amiable compositeur, ex aequo et bono), wenn die Parteien es dazu ermächtigt haben.
http://www.icc-deutschland.de/?id=145

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Note added at 4 Stunden (2010-09-16 16:56:22 GMT)
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Als Übersetzung für arbitration in law würde ich entsprechend der deutschen ICC-Website etwa "Schiedsgerichtsverfahren gem. anwendbarem Recht" formulieren.

Wobei die Parteien frei sind in der Wahl des anwendbaren Rechts: "Die beiden Parteien können sich auf das anzuwendende Recht im Vertrag oder auch später verständigen. Denkbar ist es zum Beispiel, sich auf die Regeln des Landes einer der Vertragsparteien oder auch eines Drittlandes zu einigen" (http://www.icc-deutschland.de/?id=150).

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Note added at 3 Tage22 Stunden (2010-09-20 11:03:58 GMT) Post-grading
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Danke Katja!

Peter Sass (M.A.)
Germany
Local time: 10:29
Specializes in field
Native speaker of: Native in GermanGerman
PRO pts in category: 27
Grading comment
Vielen Dank an alle, die sich hier so hilfreich beteiligt haben.
Notes to answerer
Asker: Was wäre also dein Formulierungsvorschlag in meinem Fall?

Asker: Vielen Dank, ich denke jedoch, dass die Formulierung von Johanna eher zutrifft, auch wenn du mir mächtig weitergeholfen hast. Die Formulierung mit dem anwendbaren Recht ist noch einmal einen Schritt weiter, also wenn schon nach Recht und nicht nach Ermessen (Billigkeit) entschieden wird, dann ist das anwendbare Recht noch zwischen den Parteien zu bestimmen.

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Reference comments


14 mins
Reference: Anknüpfungspunkte für die Recherche

Reference information:
Vielleicht helfen die Links dir weiter:

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Note added at 31 Min. (2010-09-16 12:40:30 GMT)
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Könnte folgende Erklärung passen (siehe zweiter Link):

Typically if arbitration is in law, the arbitrators must be lawyers, and must decide based on applicable law. If the arbitration is in equity, they needn't be lawyers, and may decide based on equity or fairness, rather than law.


    Reference: http://www.proz.com/kudoz/english_to_german/law_general/2727...
    Reference: http://www.proz.com/kudoz/spanish_to_english/bus_financial/2...
Anne Spitzmueller
Germany
Works in field
Native speaker of: Native in GermanGerman
PRO pts in category: 44
Note to reference poster
Asker: Danke dir, aber ich denke nicht, dass es hier etwas mit dem Billigkeitsrecht bzw. equity zu tun hat.

Asker: Du warst doch von Anfang an auf der richtigen Spur, danke dir!

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3 hrs
Reference: nochmal: in law/ in equity

Reference information:
"There are two main types of arbitration:

Ø Arbitration in equity, in which the arbiter will decide according to his/her particular knowledge and understanding.

Ø Arbitration in law, in which the arbiter will decide according to any particular Country Law. This is commonly the preferred type of arbitration because of its security for the parties.

When the arbitration agreement is silent, the national Law about arbitration will apply. National laws give arbiters broad remedial powers: order specific performance, create escrow funds, appoint
receivers, award compensatory and even punitive damages."


    Reference: http://www.lawdit.co.uk/reading_room/room/view_article.asp?n...
Johanna Timm, PhD
Canada
Native speaker of: Native in GermanGerman
PRO pts in category: 276
Note to reference poster
Asker: Vielen Dank, also doch nach Recht und nicht nach Ermessen/Billigkeit?

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Sep 20, 2010 - Changes made by Peter Sass (M.A.):
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