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English to German translations [PRO] Bus/Financial - Law: Taxation & Customs / Abfallentsorgung
English term or phrase:tax
"In recent years, many countries have introduced waste disposal ***taxation*** systems that force the organizations to pay a ***tax*** per ton of packaging products they sell.
Sind das wirklich "Steuern" oder "Abgaben"?
Steuern oder Sonderabgaben kann hier als gute geeignete Lösung akzeptiert werden, insbesondere auch nach der Erläuterung von Klaus. Entscheidend ist es, dass für die Unternehmen das Geld weg ist, und wenn wir uns dann ein bisschen von dem so bezeichneten, aber nicht gemeinten Sachverhalt tax im AT lösen, müsste das eigentlich alle zufriedenstellen.
Allerdings in Seminaren Finanzpolitik oder Ordnungspolitik wäre Steuern und Sonderabgaben nicht mehr als eine 4- wert, weil das eben bestimmte Systeme nicht sind.
In Spanien wird der Abfall in der Autonomen Gemeinschaft Madrid mit einem "impuesto" belastet. Normalerweise versteht man in Spanien unter impuesto eine "Steuer", aber das Gesetz definiert diese "Abfallsteuer" selbst als "Abgabe":
"El Impuesto sobre depósito de residuos es un tributo propio de la Comunidad de Madrid, de carácter indirecto y naturaleza real, ..."
Ich bleibe bei meinem Vorschlag: Viele Länder haben Systeme eingeführt, nach denen Unternehmen gezwungen werden ... Steuern oder Sonderabgaben ... zu zahlen ... "
Es geht um eine Presseveröffentlichung eines internationalen Unternehmens des Anlagenbaus, das ein Verfahren in Lizenz vergibt, mit dem Betriebe, die Verpackungsmaterial mit Extrusionsanlagen herstellen, weniger Materialeinsatz benötigen, weil durch das Verfahren die Dichte des Material drastisch reduziert und eine Gewichtseinsparung erzielt wird. Der Vorteil für das Unternehmen, das solche Verpackungen verwendet, besteht darin, dass die "tax" pro Tonne verwendeten Verpackungsmaterials entsprechend der Gewichtsersparnis niedriger ausfällt, was einen Kostenvorteil bedeutet. Die Höhe der "tax" kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Im Beispiel werden die "taxation systems" von Spanien und Frankreich zugrunde gelegt. - Es geht um weltweiten Einsatz des Verfahrens, nicht nur, oder nicht einmal vorwiegend, um Deutschland.
Meiner Ansicht nach beziehst Du Dich auf einen zwischenzeitlich als nicht zutreffend gekennzeichneten Begriff - er sagt taxation systems, aber er meint nicht taxation.
Finanzierung von Entsorgungsstrukturen ODER Suche nach neuen Steuerquellen?
Steuer würde auch bedeuten, dass den Einnahmen Ausgaben nicht unmittelbar zugeordnet werden dürfen (Nonaffektation des Steueraufkommens).
PS.: weitere Entsorgungsstrukturen ohne 'taxes': Altfahrzeuge nach Altautoverordnung - der Nutzer bezahlt die Dienstleistung 'Entsorgung'. Elektro- und Elektronikschrott - die Wirtschaft ist am Wertstoffrücklauf interessiert. Altbatterien - Wertstoffrücklauf. Altmedikamente dto.
Es werden hier die *taxation systems* genannt, und das sind *Besteuerungssysteme*; egal ob jetzt als Verpackungssteuer, Umweltsteuer oder in Form von Sonderabgaben
Dort heißt es nämlich "to pay a tax per ton of packaging products they sell". Da ist der Autor nicht ganz in die Materie eingestiegen.
Im Dualen System werden nicht Tonnen berechnet, sondern vielfach eine Abgabe orientiert an der Verpackungseinheit - also z.B. 100.000 Plastikflaschen für Shampoo zuzüglich anteilig Folie oder Kartonnagen der Verpackungseinheiten für den Handel.
Aus diesem Grunde wurden diese Verpackungen tendenziell fester, aber gleichzeitig dünner und leichter - und großzügiger in Bezug auf Füllvolumen. Deshalb sind oft 200ml nur 1,3mal teurer als 100ml.
... sind auch keine Lenkungsabgaben, sondern sie sind an den tatsächlichen Kosten der Entsorgung (und den Erträgen aus eventueller materieller Wiederverwendung) orientiert.
Auf den Seiten 19-24 wird ein Wunschdenken dieser (parteiischen) Autoren für eine vage, entferntere Zukunft ausgebreitet, durchaus mit Zweifeln an der Umsatzbarkeit dieses Steuerprojekts.
Der Ausgangstext sagt jedoch: ... in den vergangenen Jahren HABEN viele Länder ... - also Realität, unmittelbare Vergangenheit.
Insofern halte ich diese Passage für unseren Kontext für nicht relevant.
S. 19: Zur Stärkung des Mehrwegs gegenüber dem Einweg ... kommt aber auch die Erhebung einer bundesweiten Getränkeverpackungssteuer als Lenkungssteuer in Betracht ...
Es geht nicht um die Besteuerung von Entsorgungsbetrieben oder von Müll. Es geht um die Steuern/Gebühren/Abgaben, die Herstellern auferlegt werden, die ihre Produkte in Verpackungsmaterial auf den Markt bringen und pro Tonne verbrauchten Verpackungsmaterials zu zahlen haben. Mir erscheint "Steuer" hier eher nicht passend.
Köln - Der Streit um die Umsatzsteuerbefreiung für staatliche Betriebe in der Entsorgungswirtschaft verschärft sich.Ankündigungen der Kommunen, die Müll- und Abwassergebühren drastisch erhöhen zu wollen, wenn das Mehrwertsteuerprivileg für staatliche Abfallbetriebe aufgehoben wird, kontert die Privatwirtschaft nun mit einem wissenschaftlichen Gutachten.Das Ergebnis: Eine Gebührenerhöhung ist laut den Berechnungen der Marktforscher von Trend Research gar nicht notwendig."Die Steigerung des Wettbewerbs und eine erhöhte Ausschreibungsquote dürften sogar zu geringeren Gebühren für den Endkunden führen", heißt es in der von der Privatwirtschaft finanzierten Studie, die der WELT vorliegt. Denn private Entsorger würden schon heute trotz der 19-prozentigen Mehrbelastung konkurrenzfähige Preise anbieten.
-------------------------------------------------- Note added at 12 mins (2011-01-06 08:40:51 GMT) --------------------------------------------------
Österreich:
2011 könnte Müllsteuer für alle kommen
Hinter den Kulissen wird eine Transaktionssteuer für Abfall vorbereitet. Noch ist die Sache in einer frühen Phase, könnte aber bereits 2011 in Kraft treten und entzweit schon jetzt die Geister.
Jeder Unternehmer, der Müll abgibt, soll künftig eine Steuer von ein bis zwei Euro zahlen....
Explanation: Es muss korrekt heißen (der AT ist insofern nicht richtig) Systeme oder Regelungen zur Finanzierung der Abfallentsorgung.
Das Duale System Deutschland gehört nämlich auch zu den angesprochenen Regelungen, ist aber überhaupt keine Steuer. Hier handelt es sich um eine zwar öffentlich-rechtlich geregelte, aber im übrigen privatwirtschaftlich durchgeführte Maßnahme. Man könnte das auch privatwirtschaftliche Umlage nennen, da einerseits direkte Proportionalität angestrebt ist (ein definierter Beitrag pro in den Verkehr gebrachte Verpackung - aus Inlandsproduktion aber auch aus Importen!), andererseits aber diese Zuordnung verletzt wird z.B. durch die Verpflichtung, auch älteres Recyclingmaterial anzunehmen. Zudem werden die Erträge aus Recycling von Wertstoffen den Kosten gegenübergestellt.
Also überhaupt nicht Steuer - das ist journalistisch so hingeschludert.
-------------------------------------------------- Note added at 52 Min. (2011-01-06 09:21:14 GMT) --------------------------------------------------
Ich bin der Ansicht, dass der Beitrag an dieser Stelle erläutern will, dass viele Staaten den Müll nicht mehr gratis entsorgen, sondern Regelungen/Systeme zur Finanzierung der mit der Abfallentsorgung entstehenden Kosten eingeführt haben.
Eine genaue Aussage zur Ausgestaltung wollte der Autor an dieser Stelle noch gar nicht treffen. Würde man ihn heute darauf ansprechen, würde er zustimmen - sicher, nicht nur als Steuer denkbar.
Auf den Begriff 'taxes' kam er vermutlich deshalb, weil Abfallentsorgung historisch als Teil der Daseinsvorsorge verstanden wurde und lange Zeit vom Staat (kommunale, Provinz- oder Nationsebene) durchgeführt wurde. Mit dem großen Aufkommen heutiger Verkaufsverpackungen werden in modernen Gesellschaften diese Aufgaben zunehmend nach dem Verursacherprinzip geregelt - und Verursacher ist nun einmal die Wirtschaft und nicht der Staat. Daher geht es weg vom Begriff taxes.
Werner Walther Local time: 15:28 Native speaker of: German PRO pts in category: 8