German translation: Erklärung s. unten ("was ... erzwingt")
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English to German translations [PRO] Art/Literary - Music / Dirigieren
English term or phrase:Satzverständnis
Liebe Kollegen,
ich übersetze die Beschreibung eines Dirigierkurses für "college band conductors". Dort folgender Satz:
"To maximize conductor-to-performer communication and feedback, the performers receive no music nor play instruments, ***necessitating the manifestation of gesture in line with the conductor’s intention.***"
Ich verstehe den zweiten (eingesternten) Halbsatz nicht. Wie hängt der mit dem ersten zusammen? Warum wird die "manifestation of gesture" dadurch nötig, dass die Musiker keine Noten und Instrumente haben?
Explanation: Ich würde empfehlen, diese Frage auch in der Rubrik “English (monolingual)” zu stellen, um Feedback fachkundiger muttersprachlicher Kollegen einzuholen.
Aus meiner Erfahrung (Abschlüsse in Chor- und Orchesterleitung und mehrjährige Praxis als Chorleiter) kann ich zunächst nur so viel sagen:
Bei Chor- und Ensembleleitung ist es wichtig, dass Sänger bzw. Ensemble sich auf das Dirigat konzentrieren und darin nicht durch andere Faktoren/Aufgaben wie Noten („music“)/Notenlesen und Instrument/Instrumentbeherrschung bzw. Intonation abgelenkt werden. Es geht darum, sie für das Dirigat zu sensibilisieren, sodass sie in Tempo, Dynamik, Ausdruck (auch Einsätze) etc. direkt auf den körpersprachlichen Ausdruck des Dirigenten ansprechen.
Auf die Ausbildungssituation bezogen (und aus der „Azubi“-Perspektive heraus gesehen), geht es andererseits darum, herauszufinden, wie ich nur durch Gesten ein Ensemble lenken kann, ohne dass sonstige richtungweisende Vorgaben (Notation, Instrument) mir dabei helfen.
Zu diesem und ähnlichen Zwecken gibt es viele unterschiedliche Übungen (und Schulen), und auch aus dem erweiterten Kontext heraus kann ich nicht abschätzen, wie diese Übung sich gestaltet. (Was z. B. sollen die Musiker denn anderes tun als spielen – vielleicht singen?)
Also vielleicht
„[…,] was die Konzentration auf das Dirigat erzwingt“
oder
„[…,] was den [Dirigenten/Studenten/…] zwingt, Gesten zu wählen, die seiner Intention entsprechen“
-------------------------------------------------- Note added at 21 hrs (2008-07-17 15:35:56 GMT) --------------------------------------------------
SW "eigene berufliche Anschauung": Erik, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Sorry, falls ich mich hier missverständlich ausgedrückt haben sollte.
SW "Notwendigkeit ...": Stimmt, aber anfangs besteht bei vielen Ensemblemusikern die Tendenz, sich primär an den Noten zu orientieren ("einfach spielen, was da steht") und das Dirigat als bloßen Zusatz zu betrachten.
SW "Andererseits": So hatte ich das gemeint - glaube ich ;-))
Danke Gert, und Gruß zurück nach (schwer zu erkennen auf der Google-Karte, vielleicht Karlsruhe?)
Habe inzwischen die Frage auch unter Englisch monolingual eingestellt: http://www.proz.com/kudoz/2716418
After exploring the physical and spatial variables in conducing, this sequence focuses upon manifesting varieties of single sounds – preparation, dynamic, articulation, contour and release – before moving on to multiple sounds. To maximize conductor-to-performer communication and feedback, the performers receive no music nor play instruments, necessitating the manifestation of gesture in line with the conductor’s intention. The conductor learns to arrange simple folk songs that they in turn conduct.
Wenn man aber dem Publikum wirklich erstklassige Unterhaltung bieten will, dann muss man mit Körper und Seele dabeisein. Solche "Trockenübungen" sind potentiell wahnsinnig peinlich, aber sie funktionieren. ;-)
... die Vorgaben des Dirigenten richtiggehend "ausleben" - z.B. sowas wie "jetzt ganz leise", "jetzt ganz laut und dramatisch!" Als Chorsängerin mit etwas schüchterner Bühnennatur weiß ich, wie verführerisch es sein kann, "einfach nur" zu singen... (s.u.)
Aus der Pistole geschossen würde ich sagen, dass hier gemeint ist, dass sich bei dieser Form des Übens keiner verstecken kann. Die Musiker können sich nicht einfach damit begnügen, locker-flockig ihre Instrumente zu spielen, sondern sie müssen... (s.u.)
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Answers
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satzverständnis
(die Übung) verlangt den Musikern ab, mit vollem Körpereinsatz den Vorgaben des D. zu folgen
Annika Persson Local time: 01:02 Native speaker of: German
20 hrs confidence:
satzverständnis
Erklärung s. unten
Explanation: Ich würde empfehlen, diese Frage auch in der Rubrik “English (monolingual)” zu stellen, um Feedback fachkundiger muttersprachlicher Kollegen einzuholen.
Aus meiner Erfahrung (Abschlüsse in Chor- und Orchesterleitung und mehrjährige Praxis als Chorleiter) kann ich zunächst nur so viel sagen:
Bei Chor- und Ensembleleitung ist es wichtig, dass Sänger bzw. Ensemble sich auf das Dirigat konzentrieren und darin nicht durch andere Faktoren/Aufgaben wie Noten („music“)/Notenlesen und Instrument/Instrumentbeherrschung bzw. Intonation abgelenkt werden. Es geht darum, sie für das Dirigat zu sensibilisieren, sodass sie in Tempo, Dynamik, Ausdruck (auch Einsätze) etc. direkt auf den körpersprachlichen Ausdruck des Dirigenten ansprechen.
Auf die Ausbildungssituation bezogen (und aus der „Azubi“-Perspektive heraus gesehen), geht es andererseits darum, herauszufinden, wie ich nur durch Gesten ein Ensemble lenken kann, ohne dass sonstige richtungweisende Vorgaben (Notation, Instrument) mir dabei helfen.
Zu diesem und ähnlichen Zwecken gibt es viele unterschiedliche Übungen (und Schulen), und auch aus dem erweiterten Kontext heraus kann ich nicht abschätzen, wie diese Übung sich gestaltet. (Was z. B. sollen die Musiker denn anderes tun als spielen – vielleicht singen?)
Also vielleicht
„[…,] was die Konzentration auf das Dirigat erzwingt“
oder
„[…,] was den [Dirigenten/Studenten/…] zwingt, Gesten zu wählen, die seiner Intention entsprechen“
-------------------------------------------------- Note added at 21 hrs (2008-07-17 15:35:56 GMT) --------------------------------------------------
SW "eigene berufliche Anschauung": Erik, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Sorry, falls ich mich hier missverständlich ausgedrückt haben sollte.
SW "Notwendigkeit ...": Stimmt, aber anfangs besteht bei vielen Ensemblemusikern die Tendenz, sich primär an den Noten zu orientieren ("einfach spielen, was da steht") und das Dirigat als bloßen Zusatz zu betrachten.
SW "Andererseits": So hatte ich das gemeint - glaube ich ;-))
Gruß nach Hamburg,
Gert
Gert Sass (M.A.) Local time: 01:02 Specializes in field Native speaker of: German PRO pts in category: 23
Grading comment
Vielen Dank, auch an alle anderen!
Notes to answerer
Asker: Danke, Gert. Die Anforderungen beim Dirigieren sind mir schon auch aus eigener beruflicher Anschauung geläufig. Mir ist nur eben der Zusammenhang zwischen den beiden Teilsätzen nicht klar, weil die Notwendigkeit, passende Gesten zu wählen, ja wohl auch besteht, wenn die Musiker Noten haben und spielen.
Andererseits, wenn ich vor allem Deinen zweiten Vorschlag lese, ergibt es vielleicht doch einen Sinn: Die Musiker können nicht "einfach spielen, was da steht"...
Ich muss noch mal drüber nachdenken.
Vielen Dank einstweilen!