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English to German translations [PRO] Social Sciences - Religion
English term or phrase:believers in Israel
Der ganze Satz lautet: ... have been teaching and counselling believers in Israel. Teil einer Webseite ueber eine christliche Organisation, die an Israel "glaubt". Vorlaeufig habe ich es mit "Israel-Glaeubige" uebersetzt, aber es gefaellt mir nicht, weil meines Erachtens nach etwas gottaehnliches kommen muss, wenn man von "glaeubig" redet. Danke fuer Eure Hilfe - ich glaube, das ist die letzte Frage zu diesem Text!
Explanation: So, nun habe ich es doch gemacht, obwohl ich es nicht wollte. "Gläubige in Israel" hat die nötige intentionierte Zweideutigkeit für theologisch versierte.
Die evangelikal-konforme Übersetzung ist diese. Jeder aus der Zielgruppe versteht es, nämlich
a): in Israel, diesem Staat der renitenten Juden, dem gelobten Land, gibt es doch noch immer diese Fehlgeleiteten, die auch weiterhin ihre Bestecke und Kochgeschirre trennen und kein Schweinefleisch essen. Dabei würde das Bekenntnis zu Jesus Christus das Leben doch extrem vereinfachen! Ab sofort kann man sich mit dem dem eh schon schmutzigen Käsemesser auch eine schöne Scheibe vom Schinken herunterhobeln.
b) Man glaubt an den Propheten "Israel". Den gibt es zwar nicht, aber egal, und wer nicht zu uns steht, ist sowieso des Teufels fette Beute.
Vielen Dank fuer Eure sehr interessante Diskussion und Hilfe! Sprachlich zwar nicht zutreffend, aber trotzdem in Gebrauch - deshalb habe ich letztendlich diese Formulierung gewaehlt. Danke an alle, die an der Diskussion teilgenommen und Antworten vorgeschlagen haben. Bettina 4 KudoZ points were awarded for this answer
Deine Beiträge waren hilfreich und geboten. Nun, mir war von Anfang an klar, aus welchem Milieu dieser Text stammt und dass der Islam mit alldem nichts zu hat. Noch immer nicht klar ist für mich jedoch, ob "Gläubige in Israel" sich notwendigerweise auch im "Gelobten Land" aufhalten müssen. Denn während die englische Formulierung "believers in Israel" zweideutig ist, trifft dies auf die deutsche Formulierung "Gläubige in Israel" nicht zu. Rein sprachlich gesehen wäre diese Formulierung nicht zutreffend, falls damit Menschen bezeichnet werden sollen, die an die heilsgeschichtliche Bedeutung von Israel als Land und Volk glauben, ganz gleich wo auf der Welt sie sich momentan aufhalten - was jedoch nicht heißt, dass diese Formulierung innerhalb der Zielgruppe nicht geläufig, allgemein verständlich und sogar üblich ist.
Du musst das Ganze hier "christlich" sehen, der Islam interessiert nicht. Nicht bei allem muss man den berücksichtigen, wir haben "inter nos" noch diverses zu klären. :-)
Das Problem ist der Ausgangstext. Dieser ist evangelikal, und da steht "Israel" gleichbedeutend für das "gelobten Land" - und die pösen Juden, die es noch immer nicht gerafft haben.
Selbst der Papst ist da weiter.
Wie gesagt, ich hätte einen solchen Text niemals angenommen, denn ich könnte ihn aufgrund meiner persönlichen Überzeugungen nicht mit der gebotenen Objektivität übersetzen.
Und genau hierin besteht das Problem: persönliche Interpretationen bei den Protestanten, die sich mittlerweile verselbständigt haben.
Der Punkt ist, dass die Formulierung "Gläubige in Israel" die theologische Bedeutung von Israel, die Du ja im gegebenen Kontext sogar als "natürlich" voraussetzt, nicht dem Ausgangstext entsprechend hervorhebt. Ein in Jerusalem lebender Muslim ist ebenfalls ein "Gläubiger in Israel", jedoch noch lange keiner, der an Israel im Sinne des vorliegenden Textes glaubt. Wie man hier übersetzt ist also keinesfalls eine "persönliche" Entscheidung - ob man sich entscheidet, einen solchen Auftrag anzunehmen, schon. Der Text ist ein Graus - in diesem Punkt stimme ich Dir vollkommen zu. Einer Kollegin zu helfen, die diesen Auftrag aus für sie sicher nachvollziehbaren Gründen angenommen hat, halte ich dennoch für zulässig und angebracht.
Natürlich ist das ein theologisches Konzept. Deshalb muss man hier auch PERSÖNLICH entscheiden, wie man übersetzt: "Gläubige IN Israel" oder "an Israel glaubend" usw. usf.
Momentan verliere ich aber meine Fassung: musste noch Religions- und Konfi-Unterricht in meiner Jugend genießen, aber scheinbar war das so schlecht nicht.
und biete daher auch keine Lösungen. Es geht bei dem Text schlicht und einfach um evangelikale Judenmission (weshalb auch angeführt wird, dass "Jeremy" einen jüdischen Vater hat (leider hat er aber keine jüdische Mutter, so ein Pech, damit ist er nämlich kein Jude).
Siehe selbst, wie Du dazu stehst. Ich persönlich hätte diesen Text nicht angenommen. Sorry, ist so.
ist "Israel" mit ziemlicher Sicherheit ein theologisches Konzept, dass vor allem auf die heilsgeschichtliche Bedeutung des Volkes bzw. der so bezeichneten Glaubensgruppe abzielt. Demgemäß geht es um eben diejenigen, die an diese Bedeutung glauben.
Geht es hier denn sicher um diejenigen, die an Israel glauben, oder könnten es nicht auch einfach nur Gläubige in Israel sein? Aus dem kurzen Kontextauszug hätte ich eher auf Letzteres getippt, aber der weitere Kontext gibt hier vermutlich mehr Aufschluss.
Explanation: Das religiöse Konzept "Israel" ist mehrdeutig: Einerseits meint es das von Gott auserwählte Volk, andererseits bezieht es sich auf Israel als das von Gott versprochene Land. In dem vorliegenden Zusammenhang wird möglicherweise (aber nicht zwingend) sogar die Gründung des Staates Israel als "Geburtswehe des Messias" betrachtet. In jedem Fall unterliegt dem "Glauben an Israel" oder dem Verweis auf "diejenigen, die an Israel glauben" immer eine oder beide der oben beschriebenen Vorstellungen.
Michél Dallaserra Germany Local time: 03:49 Meets criteria Specializes in field Native speaker of: German, English PRO pts in category: 4
Explanation: So, nun habe ich es doch gemacht, obwohl ich es nicht wollte. "Gläubige in Israel" hat die nötige intentionierte Zweideutigkeit für theologisch versierte.
Die evangelikal-konforme Übersetzung ist diese. Jeder aus der Zielgruppe versteht es, nämlich
a): in Israel, diesem Staat der renitenten Juden, dem gelobten Land, gibt es doch noch immer diese Fehlgeleiteten, die auch weiterhin ihre Bestecke und Kochgeschirre trennen und kein Schweinefleisch essen. Dabei würde das Bekenntnis zu Jesus Christus das Leben doch extrem vereinfachen! Ab sofort kann man sich mit dem dem eh schon schmutzigen Käsemesser auch eine schöne Scheibe vom Schinken herunterhobeln.
b) Man glaubt an den Propheten "Israel". Den gibt es zwar nicht, aber egal, und wer nicht zu uns steht, ist sowieso des Teufels fette Beute.
langnet Italy Local time: 03:49 Meets criteria Native speaker of: German, Italian PRO pts in category: 4
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Vielen Dank fuer Eure sehr interessante Diskussion und Hilfe! Sprachlich zwar nicht zutreffend, aber trotzdem in Gebrauch - deshalb habe ich letztendlich diese Formulierung gewaehlt. Danke an alle, die an der Diskussion teilgenommen und Antworten vorgeschlagen haben. Bettina