Mögliche Vorteile von Google AdWords
Thread poster: Aniello Scognamiglio

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Aug 12, 2008

Hallo!

Übersetzer können auf Google und im Google-Werbenetzwerk ungeachtet der Höhe ihres Budgets Werbeanzeigen schalten: http://adwords.google.de/select/Login

Das Prinzip hört sich gut an.
Dennoch interessiert mich das Feedback von Kolleginnen und Kollegen, die damit schon Erfahrungen gesammelt haben.

Vielleicht gibt es trotz der Urlaubszeit ein paar Meinungen zu Google AdWords?

Danke und viele Grüße!
Aniello
www.italengger.com


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Anne Koth  Identity Verified
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Nicht begeistert Aug 12, 2008

Diese Dienstleistung habe ich vor Jahren ausprobiert; ich war aber nicht davon begeistert. Soweit ich weiß, habe ich dadurch keine neue Kunden erworben (kann natürlich auch an meiner Werbung liegen!). Ich habe mehr als erwartet bezahlt, da ich das Häkchen beim Kasten "Content-Werbenetzwerk" nicht entfernt hatte - also aufpassen!

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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Danke, Anne Aug 12, 2008

Das ist der Knackpunkt: Lassen sich wirklich lukrative Neukunden akquirieren?
Oder handelt es sich um eine Lizenz zum Gelddrucken (aus der Sicht von Google)?

Auch wenn es nicht dasselbe ist, aber das Ganze erinnert mich ein wenig an die Textads von ProZ. In meinem Fall haben sie bis dato nichts gebracht.

Schönen Abend noch!
Aniello


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Martin Wenzel
Germany
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Geldmache oder Geldverschwendung... Aug 13, 2008

je nachdem, von welcher Seite aus man das betrachtet.

Ich finde inzwischen, dass sich diese ganze Internet-Werbung erübrigt, denn jeden Tag schwimmt mehr in der globalen Suppe.

Insofern ist der Spruch, wer nicht wirbt, stirbt, auch schon wieder überholt, zumindest, was Internetwerbung anbelangt. Daher ist meine Webseite auch noch nicht veröffentlicht, obgleich schon seit Monaten fertig.

Ich bekomme in der Regel neue Kunden durch persönliche Kontakte oder Kunden, die mich weiterempfehlen.

Martin

p.s.:

Und jetzt schau ich mir mal Deine Webseite an...


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Magere Resonanz - Urlaubszeit? Aug 15, 2008

Da es bisher kaum Rückmeldungen gibt, gehe ich davon aus, dass viele KollegInnen in Urlaub sind, oder sie nutzen Google Adwords nicht als Werbeplattform, oder sie wollen ihren Erfolg für sich behalten

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Nicole Schnell  Identity Verified
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Das ist so eine Sache... Aug 16, 2008

Es kommt darauf an, in welcher "Gesellschaft" du dich mit deiner Anzeige befinden möchtest.

Ein Beispiel:

Ich habe einfach mal ganz unschuldig "Übersetzer" in Google eingetippt. Was auftaucht, sind massenhaft Links für kostenlose Maschinenübersetzung. Die einzige Anzeige ist Babylon.com ("60 Sprachen einfach zu benutzen").

Deine Anzeige in diesem Umfeld? Hm...

Google ruft mich ca. zweimal im Monat an, um mir deren Anzeigen anzudrehen. Ungewollt witziges Verkaufsargument einer Telemarketer-Dame: "Aber dann wäre Ihre E-Mail-Adresse weltweit sichtbar!".

Viele Grüße,

Nicole


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Ein Nachtrag zum Thema "Gießkannenprinzip" in der Eigenwerbung Aug 16, 2008

Ich habe meine Anzeige in den Yellow Pages zurückgezogen. Die eingegangenen Anfragen betrafen hauptsächlich irgendwelche Geschäftsbriefe, wobei der Anrufer (lokale Kleinbetriebe) zumeist die Kosten entsprechend der Anschläge der Sekretärin bereits im Kopf berechnet hatte. "Was, das kostet sooo viel?"

Mein Lieblingsanruf: Ein Schüler, der seine Deutsch-Hausaufgabe bei mir in Auftrag geben wollte.

Nee, nix, grusel.. Nein, danke.



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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Doch noch jemand da :-) Aug 16, 2008

Nicole Schnell wrote:
Ich habe meine Anzeige in den Yellow Pages zurückgezogen. Die eingegangenen Anfragen betrafen hauptsächlich irgendwelche Geschäftsbriefe, wobei der Anrufer (lokale Kleinbetriebe) zumeist die Kosten entsprechend der Anschläge der Sekretärin bereits im Kopf berechnet hatte. "Was, das kostet sooo viel?"

Mein Lieblingsanruf: Ein Schüler, der seine Deutsch-Hausaufgabe bei mir in Auftrag geben wollte.

Nee, nix, grusel.. Nein, danke.



Ja, Nicole, es ist mehr als lästig, den Leuten erklären zu müssen, worin sich ein Übersetzer von einem Wörterbuch unterscheidet. Jeder weiß, was ein Anwalt tut, aber was ist ein Übersetzer?

Zurück zum eigentlichen Thema...
Das ist die Kardinalfrage: Was bringen heutzutage Online- oder Zeitungsanzeigen, insbesondere, wenn man in der breiten Masse untergeht? Hinzu kommt, dass wir Übersetzer in einer "Vertrauensbranche" tätig sind. Auf mich kommen sehr wenige Unternehmen durch meine Website, Anzeigen usw. zu. Die meisten Projekte sind das Ergebnis von Empfehlungen.
Hinzu kommt, dass immer mehr Unternehmen auf Portale wie ProZ zurückgreifen, um "preisgünstige" Ressourcen anzuzapfen. Außerdem wird durch die lächerlichen Wortpreisangebote der Eindruck erweckt, dass es sich um eine anspruchslose und "billige" Tätigkeit handelt.

Apropos Marketing:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/marketing100.html
Vielleicht sollten wir uns mal etwas Kreatives einfallen lassen?

Viele Grüße,
Aniello


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Hier auch, Empfehlungen. Aug 16, 2008

Oder sollen wir das Web 2.0 nennen? Proz ist jedenfalls der ultimative Grundbaustein. (Die "Jobbörse" hier darf man gerne vergessen. Gute Jobs werden ohnehin nicht beworben. Die werden direkt vergeben.)

Wenn so ein Netzwerk einmal seine Eigendynamik entwickelt hat, kann man das nur noch durch silberne Löffel-Klauen, öffentliche Kunden- und Kollegenbeschimpfung oder meisterhafte und legendäre Job-Verhunzung aufhalten.

Der Tagesschau-Bericht ist prima, ist allerdings auch ein gutes Beispiel, wie Guerilla-Marketing in die Hose gehen kann.

Zusammenfassend denke ich, dass sich die Preisgestaltung unserer Arbeit auf unsere Spezialisierung bezieht. Deshalb sollte auch die Eigenwerbung so gezielt wie möglich ausgerichtet sein.

Ein Hirnchirurg wird höher bezahlt als ein Arzt für Allgemeinmedizin. Ein Übersetzer, der Hirnchirurgie-bezogene Texte übersetzen kann, wird höher bezahlt, als ein Übersetzer, der nur allgemeine Kenntnisse in Medizin aufweisen kann.

Ergo:
Zeitungs- und Online-Anzeigen sind nicht gezielt genug, um vernünftigen Revenue zu bringen.


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Anne Koth  Identity Verified
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Werbung gezielt, Google-Kunden aber nicht Aug 17, 2008

Nicole Schnell wrote:
Deine Anzeige in diesem Umfeld? Hm...

Zusammenfassend denke ich, dass sich die Preisgestaltung unserer Arbeit auf unsere Spezialisierung bezieht. Deshalb sollte auch die Eigenwerbung so gezielt wie möglich ausgerichtet sein.


Mit Adwords kann die Werbung selbst ziemlich gezielt sein, d.h. nur Kunden, die die Wörter "dresden übersetzer hirnchirurgie" (oder was auch immer) in Google eingeben bekommen die Anzeige zu sehen. Die Anzeige steht nicht mit den Suchergebnissen zusammen, sondern an der rechten Seite. Auch namhafte Firmen werben an dieser Stelle (englische Firmen vielleicht mehr als deutsche). Das Umfeld ist also nicht ganz so schlecht wie oben angedeutet (je nachdem, welche Ansprüche man hat!).

Das Problem ist, dass die wenigsten Kunden so genau suchen, und diejenige, die wirklich ernsthaft eine Fachübersetzung brauchen, suchen höchstwahrscheinlich nicht mit Google. Da vertraut man eher auf die Empfehlung eines Kollegen, Anzeigen in der Fachpresse, usw. (Mit Anzeigen im Branchenbuch habe ich mehr Erfolg gehabt, und ein Paar gute Kunden gefunden, aber eben auch der einer oder anderer Schüler mit Hausaufgaben!)


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Anne hat den Nagel auf den Kopf getroffen Aug 18, 2008

Anne Koth wrote:

Das Problem ist, dass die wenigsten Kunden so genau suchen, und diejenige, die wirklich ernsthaft eine Fachübersetzung brauchen, suchen höchstwahrscheinlich nicht mit Google. Da vertraut man eher auf die Empfehlung eines Kollegen, Anzeigen in der Fachpresse, usw.


Das kann man nicht besser zusammenfassen.


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