Beitragsberechnung GKV
Thread poster: svenfrade

svenfrade  Identity Verified
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Jan 13, 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

möglicherweise habe ich eine etwas dumme Frage, werde sie aber dennoch stellen.

Da sich die Höhe des Beitrags für die GKV nach dem Bruttoeinkommen richtet, würde mich interessieren, ob dieses Bruttoeinkommen tatsächlich alles umfasst, was ich in einem Jahr eingenommen habe, oder ob es irgendwelche Beträge gibt, die davon abgezogen werden können/müssen/sollen/dürfen.

Im Voraus vielen Dank für eure Antworten!


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Stefan Keller  Identity Verified
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Siehe Steuerbescheid Jan 13, 2009

Hallo Katharina,

als Grundlage dient das "zu versteuernde Einkommen" entsprechend deinem Steuerbescheid. Das teilt die Krankenkasse durch 12, das ist dann dein Monatseinkommen, und daraus berechnen sie deinen Beitragssatz. Wenn du allerdings eine gewissen Grenze nach oben überschreitest, wirst du ohnehin einkommensunabhängig veranschlagt und zahlst den Höchstsatz.

Viele Grüße
Stefan


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Jonas_Je
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Bruttoeinkommen nicht gleich Umsatz Jan 13, 2009

Hallo Katharina,

das Bruttoeinkommen eines Jahres ist nicht automatisch der Betrag, den Du in einem Jahr eingenommen hast. Du machst ja genauer genommen zunächst einen Jahresumsatz, von dem die Betriebskosten abgezogen werden, woraus sich schließlich Dein Bruttoeinkommen ergibt. Es empfiehlt sich, von den Ausgaben für Briefumschläge und Druckerpatronen bis zum neuen PC oder einer hochpreisigen Software alle Rechnungen aufzubewahren, denn das sind unter anderem die Betriebskosten, die auch in der Buchhaltung als solche gekennzeichnet werden müssen.

Die Beiträge für die Krankenversicherung schließlich werden in der Einkommensteuererklärung ebenfalls als Ausgabe aufgeführt und verringern auf diese Weise das zu versteuernde Einkommen.


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svenfrade  Identity Verified
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Vielen Dank... Jan 14, 2009

für eure Antworten.

Nun bin ich doch schon etwas schlauer. Bisher bin ich nämlich davon ausgegangen, dass der Jahresumsatz ohne irgendwelche Abzüge den Beitrag bestimmen würde. Aber so kann ich wohl davon ausgehen, dass ich nicht nachzahlen muss...


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anika10000  Identity Verified
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nur besteuerbares Einkommen Jan 15, 2009

Die Krankenkassen sind oft schlecht informiert habe ich bemerkt. Es hat nichts mit bruto einnahmen zu tun. So wie schon gesagt: einnahmen minus alles Betriebskosten. Auch Fahrten zu eventuelle Kunden, Tinte, usw.

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Dr. Valja Werkmann
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Bruttoeinkommen nicht gleich Umsatz Jan 15, 2009

Zu Jonas_Je:

Die Beiträge für die Krankenversicherung schließlich werden in der Einkommensteuererklärung ebenfalls als Ausgabe aufgeführt und verringern auf diese Weise das zu versteuernde Einkommen.


Hallo,

in der Einkommenssteuererklärung für 2007 habe ich die Beiträge zur Krankenversicherung als Ausgaben aufgeführt. Im Bescheid, den ich vom Finanzamt erhalten habe, wurden diese nicht annerkannt mit der Begründung, dass die Beiträge zur Krankenversicherung grundsätzlich ausschließlich als Sonderausgaben i.S.d. § 10 (1) Nr 3a EStG zu berücksichtigen sind und nicht als Betriebsausgaben im Rahmen der Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit.

Ich bin verheiratet und wir sind steuerlich zusammen veranlagt, vielleicht ist das der Unterschied ???

Könnte jemand mit weiteren Informationen helfen? Vielen Dank im Voraus!


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Stefan Keller  Identity Verified
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Korrektur Jan 15, 2009

Stefan Keller wrote:
s Grundlage dient das "zu versteuernde Einkommen" [...]
[/quote]

Ich muss mich korrigieren. Grundlage ist der Posten "Gesamtbetrag der Einkünfte" auf dem Steuerbescheid. KV-Beiträge sind KEINE Betriebsausgaben und werden von den Krankenkassen auch nicht vom als Beitragsbemessungsgrundlage herangezogenen Einkommen abgezogen.


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svenfrade  Identity Verified
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Sonderausgaben Jan 23, 2009

Dr. Valja Werkmann wrote:

in der Einkommenssteuererklärung für 2007 habe ich die Beiträge zur Krankenversicherung als Ausgaben aufgeführt. Im Bescheid, den ich vom Finanzamt erhalten habe, wurden diese nicht annerkannt mit der Begründung, dass die Beiträge zur Krankenversicherung grundsätzlich ausschließlich als Sonderausgaben i.S.d. § 10 (1) Nr 3a EStG zu berücksichtigen sind und nicht als Betriebsausgaben im Rahmen der Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit.

Ich bin verheiratet und wir sind steuerlich zusammen veranlagt, vielleicht ist das der Unterschied ???

Könnte jemand mit weiteren Informationen helfen? Vielen Dank im Voraus!


Meine (hoffentlich schlaue) Steuersoftware sagt ebenfalls, dass Beiträge zur Krankenversicherung nur als Sonderausgaben absetzbar sind, und dies auch nur bis zu einer bestimmten Grenze (die für Verheiratete natürlich höher ist).

Für Unverheiratete liegt der Höchstbetrage - glaube ich - bei 2400 € (wäre in der Tat schön, wenn das mein jährlicher Beitrag zur KV wäre).

Google hat mir verraten, dass es ein Verfahren diesbezüglich gibt, aber bis da etwas entschieden ist, kann das wohl noch dauern...

[Edited at 2009-01-23 06:29 GMT]


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Anodien
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Absetzbar Jan 26, 2009

Können denn Beiträge zur GKV nun abgesetzt werden?

Ich bin zwar angestellt, aber mein Mann ist selbständig. Allerdings ist er in der GKV und nicht der PKV. Sind diese Beiträge teilweise absetzbar (das wäre mir neu)? Ich hatte das bisher so verstanden, dass dies nur für PKV Beiträge möglich ist.


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Jonas_Je
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Ja Jan 28, 2009

Hallo Anodien,

meine Infos decken sich mit denen von Katharina Loos (siehe Posting oben). Sofern der Betrag sich nicht schon wieder geändert hat, was ich nicht glaube, gilt das, was u.a. bei Wikipedia unter "Sonderausgaben" zu finden ist:

"Die folgenden Vorsorgeaufwendungen sind insgesamt bis 1.500 Euro abzugsfähig. Dieser Betrag erhöht sich auf 2.400 Euro, wenn die Beiträge zur Krankenversicherung im ganzen Kalenderjahr vollständig selbst getragen wurden: Beiträge zu einer Arbeitslosenversicherung
Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung
Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Risikoversicherung, die nur für den Todesfall eine Leistung vorsieht (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG) [...]"

Das heißt demzufolge: Wir Freiberufler können die Beiträge zur Krankenversicherung bis 2.400 Euro pro Jahr absetzen. Ob die Beträge bei verheirateten Personen anders sind, kann ich leider nicht sagen - von einer Differenzierung zwischen PKV und GKV habe ich ehrlich gesagt nie gehört. Ähnliche Fragen konnte ich allerdings fast immer in Foren für Selbstständige im Internet klären.

Der Haken: Fast alle freiberuflich versicherten Mitglieder einer GKV zahlen für Kranken- und Pflegeversicherung mehr als diesen Betrag, denn mit 200 Euro pro Monat kommen spätestens seit Anfang 2009 auch Berufsanfänger nicht mehr hin. In der Einkommensteuererklärung muss der Betrag dann allerdings auch bei den Sonderausgaben (nicht bei den Betriebsausgaben!) angegeben werden. So verstehe ich das Ganze - sollte ich falsch liegen, bitte ich um Korrektur.


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