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Schülerin: Übersetzen als Nebenjob?
Thread poster: Vanitas
Vanitas
Germany
Local time: 16:42
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Oct 1, 2009

Hallo,

Ich habe einige Fragen bezüglich der Tätigkeit als freie Übersetzerin bei ProZ oder ähnlichen Portalen. Vorab einige Infos zu mir:

Ich bin 20 Jahre alt und besuche momentan eine weiterführende Schule. Ich lebe mit einer Freundin zusammen, die auch zur Schule geht und nebenbei kellnert. Ich brauche ein zusätzliches Einkommen neben SchülerBAFöG und Kindergeld, weil mir sonst nur ca. 100 Euro abzüglich der Miete pro Monat bleiben.
Ich habe vor meinem Umzug neben der Schule als Regalauffüllerin gejobbt und könnte das hier theoretisch auch versuchen, nur habe ich natürlich nicht nur gute Erfahrungen damit gemacht. Vorallem aber ist mir eine etwas flexiblere Zeiteinteilung wichtig, damit ich mich, wenn nötig, auch mal nur auf die Schule konzentrieren kann.

Ich möchte mich auf English-Deutsch Deutsch-English beschränken.
Ich habe im Englischunterricht immer gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt, und in kreativen Zeiten auch mal englische Poesie etc. geschrieben. Ich möchte gewerblich übersetzen um a) meine Kasse zu füllen und b) meine Englischkenntnisse zu erweitern (ich möchte in ferner Zukunft auswandern, bislang stehen die Vereinigten Staaten ganz oben).

Natürlich kann ich nicht im Entferntesten das Gleiche wie berufliche/gelernte Übersetzer bieten, das ist mir bewusst.

Zu den Fragen:
1. Hab ich mit meinen jetzigen Voraussetzungen die Chance, Jobs zu bekommen? Keine Ausbildung, "nur" Deutsch und Englisch?
2. Mein Profil ist im Moment mehr als nur dürftig. Ist ein CV von entscheidener Bedeutung bei der Jobvergabe (ich habe eine etwas turbulente/bedingt vorzeigbare Schulzeit hinter mir)? Brauche ich zwingend ein Foto, Beispielübersetzungen (von was?) Rates etc?
3. Das Maximaleinkommen neben den Zuschüssen liegt bei mir bei 400 Euro, sofern ich das richtig verstanden hab, komme ich höher muss ich im Ernstfall zurückzahlen. Wenn ich einen Job ohne Arbeitsvertrag usw. ausführe, wie kann/muss ich das beim den Ämtern angeben? Da ich ja erst schauen muss, ob und wie es überhaupt klappt, will ich nichts im Voraus anmelden, denn dann verringern sich ja meine Zuschüsse. Wenn es aber klappt und ich etwas Geld dadurch einnehme muss ich es ja anmelden - oder?
4. Wie gut ich im Übersetzen wirklich bin, kann ich eigentlich nur feststellen indem ich einen Job annehme. Wenn ich quote ist das ja verbindlich. Wie soll ich anfangen?


Das wärs erstmal...ich hoffe ihr könnt mir hierbei weiterhelfen.

lg


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OlafK
United Kingdom
Local time: 15:42
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Hallo Oct 2, 2009

Ich würde es mal als Gehirnchirurgin versuchen, da verdient man mehr!

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British Diana
Germany
Local time: 16:42
German to English
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ein schwieriger Fall - versuchen Sie es lieber mit Nachhilfeunterricht Oct 2, 2009

Liebe Vanitas,

dies scheint mir ein schwieriger Fall zu sein. Um für "richtiges" Geld übersetzen zu können, muss man meistens eine muttersprachliche oder fast muttersprachliche Kompetenz in beiden Sprachen aufweisen. Ob gute bis sehr gute Schulleistungen in Englisch dafür ausreichen, wage ich zu bezweifeln.

Sicher werden andere Mitglieder hierzu Stellung nehmen.

Warum versuchen Sie es nicht mit Nachhilfeunterricht? Gerade wenn man eine "nicht vorzeigbare" Schulkarriere hinter sich hat, kann man sich manchmal besonders gut in gestrauchelte Schüler und Schülerinnen hineinversetzen. Der Stundensatz liegt bei 15 bis 25 Euro und der Einsatz ist flexibel. Außerdem merken es die Schüler sofort, wenn Sie gut sind, und Sie können so an mehr Jobs kommen.


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Steffen Walter  Identity Verified
Germany
Local time: 16:42
Member (2002)
English to German
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Hochqualifizierte Tätigkeit Oct 2, 2009

Hallo "Vanitas",

professionelles Übersetzen ist eine hochqualifizierte Tätigkeit mit einem eigenständigen Anforderungsprofil, für die (auch sehr gute) Fremdsprachenkenntnisse auf Schulniveau generell nicht ausreichen (allenfalls zur Übersetzung einfach[st]er Korrespondenz). Dazu braucht es vielmehr mindestens a) die fundierte Kenntnis eines oder mehrerer Fachgebiete zum hinreichenden Verständnis des jeweiligen Ausgangsmaterials und b) sehr gute (muttersprachliche oder gleichwertige) Schreib- und Formulierungsfertigkeiten in der jeweiligen Zielsprache, da eine Übersetzung ja grundsätzlich nicht als solche erkennbar sein soll. Daher rate ich in der geschilderten Situation davon ab, selbst Übersetzungsaufträge auf freiberuflicher Basis anzunehmen (die i. d. R. mit hohen sprachlichen und fachlichen Anforderungen verbunden sind).

Vielleicht wäre aber ein Praktikum in einem Übersetzungsbüro eine Möglichkeit, sich mit dem Berufsstand vertraut zu machen.

Viele Grüße
Steffen


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Rox-Edling
Germany
Local time: 16:42
Member (2007)
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Vergiss es einfach... Oct 2, 2009

...und als deutsche Muttersprachlerin bitte nicht ins Englische übersetzen!!!

Übersetzen lohnt sich weder für Dich noch für Deine Auftraggeber, aus unterschiedlichen und sehr naheliegenden Gründen. Manchmal hilft auch Nachdenken.

Versuche es wirklich mit Nachhilfe, da kann man nicht viel verkehrt machen und einen Job findet man spätestens im Februar überall, es sei denn, man ist doof, aber dann sollte man ohnehin besser nicht übersetzen. Oder bewirb Dich als PM/Praktikantin in einem Übersetzungsbüro (soll ja Kollegen geben, die zahlen humane Löhne), aber wie aus Deinem Eintrag hervorgeht, sind das Übersetzen oder Sprachen im Allgemeinen eher keine Herzensangelegenheit.

Es gibt auch noch viele andere Verdienstmöglichkeiten - Du wohnst ja nicht in Sachsen-Anhalt - ohne gleich an das Schlimmste zu denken, und trotzdem kann man hie und dort gut verdienen, ohne viel mehr zu machen als ein freundliches Gesicht (will heißen: geistig wenig anspruchsvoll).
OlafK wrote:
Ich würde es mal als Gehirnchirurgin versuchen, da verdient man mehr!

Danke. Made my day.

Viele Grüße

Torsten

[Bearbeitet am 2009-10-02 12:52 GMT]

[Bearbeitet am 2009-10-02 13:48 GMT]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 16:42
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Danke, Steffen Oct 2, 2009

Ich finde es schon erstaunlich, was hier für verbale Breitseiten abgefeuert werden.
Auch wenn das vorgebrachte Ansinnen nicht realistisch ist - das kann man durchaus auch anders erklären, wie Steffen eindrucksvoll demonstriert hat.


Vielleicht wäre aber ein Praktikum in einem Übersetzungsbüro eine Möglichkeit, sich mit dem Berufsstand vertraut zu machen.

Aus meiner Sicht der einzige konkret brauchbare Hinweis.

Locker bleiben!

Gruß Ralf


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Rox-Edling
Germany
Local time: 16:42
Member (2007)
Spanish to German
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Och... Oct 2, 2009

...das war doch keine Breitseite, immerhin habe ich noch relativ gute Laune beim Schreiben gehabt.

Aber mal ernsthaft, es gibt da noch ein gewichtiges Argument, nämlich zu

Punkt 3

Wir Übersetzer sehen uns ja gerne als schlecht bezahlt, der freudliche Herr vom Amt wird aber plötzlich ganz dumm, eventuell auch neidisch gucken, wenn man ihm erzählt, dass man ja jetzt freiberuflich arbeiten würde. Egal ob als Übersetzerin oder als Gehirnchirurgin (gut, die sind ja meistens angestellt).

Heißt im Klartext, da Du ja Versorgungsempfängerin bist, wird das Amt peinlich genau darauf achten, wieviel Geld denn nun verdient wurde, Kontoauszüge werden sie nicht verlangen dürfen, aber sie werden nerven, und sie werden Dir tendenziell nicht glauben, wenn man sich relativ penibel an die Obergrenze gehalten hat. Ähnliches gitl für die Krankenkasse, die sicher wissen möchte, wieviel Diu vedient hast.

Wenn Du das im Voraus bei den Ämtern nicht angibst, musst Du damit rechnen, neben der Rückzahlung (da kalkuliert sein muss - was geschieht, wenn Du sie zu niedrig angesetzt hast?) auch noch ein Bußgeld zu kassieren, obwohl viele Ämter diesbezüglich sehr kulant sind. Außerdem musst Du natürlich alles anmelden, schließlich schreibst Du Rechnungen und die Kollegen werden Deine Rechnungen - auf die Deine Steuernummer gehört - bei ihren Finanzämtern einreichen. Dass das auf diesem Weg an Dein Finanzamt gerät, ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Dann noch: Bei wenig Umsatz ist die Einkommenssteuer-Erklärung keine Hexerei, aber das wird auch wieder ein paar Stunden dauern.

Gerade in diesem Bereich gibt es viele Aspekte zu beachten. Und überhaupt: Quereinsteiger können natürlich sehr gute Übersetzer sein, aber die haben auch immer lange und hart dafür arbeiten müssen.

Ganz wichtig: Wenn Dir nur 100 Euro im Monat bleiben, solltest Du auf jeden Fall sofort zu einer Sozialberatung gehen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hast Du Anspruch auf ergänzendes Alg II, Sozialhilfe oder Wohngeld.

Viele Grüße

Torsten


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British Diana
Germany
Local time: 16:42
German to English
+ ...
Übersetzungstätigkeit gleich Gehirnchirurgie? Oct 2, 2009

Nun, das mit der Gehirnchirurgie sollte wohl eine ironische Anspielung unseres in GB ansässigen Kollegen Olaf auf die erforderliche Professionalität unseres Berufs sein und der Schülerin Vanitas klarmachen, dass sie sich vielleicht zu viel zutraut.

Verstehe, warum dieser Beitrag als Angriff und als nicht sehr hilfreich verstanden werden könnte. Gab es noch mehr "Breitseiten", die inzwischen entfernt wurden?


Meine Anregung mit der Nachhilfe dagegen war ernst gemeint, denn ich habe als Engländerin vor vielen Jahren damit angefangen, als ich nach Deutschland übergesiedelt bin. Nach meinem Verständnis geht hier eher noch das "Learning by Doing" Prinzip.

Viel Glück!

Diana

[Edited at 2009-10-02 13:41 GMT]


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 16:42
English to German
+ ...
DAS ist wirklich wichtig als Übersetzer Oct 2, 2009

Steffen Walter wrote:
... Dazu braucht es vielmehr mindestens a) die fundierte Kenntnis eines oder mehrerer Fachgebiete zum hinreichenden Verständnis des jeweiligen Ausgangsmaterials und b) sehr gute (muttersprachliche oder gleichwertige) Schreib- und Formulierungsfertigkeiten in der jeweiligen Zielsprache...


Ebenfalls Danke an Steffen!

Der Laie hat meist ein völlig falsches Bild von der Tätigkeit des Übersetzers. Wie wir ja schon öfter gehört - und auch hier im Forum gelesen - haben, denkt der Laie gemeinhin, es käme in erster Linie auf gute Fremdsprachenkenntnisse an.

Ein - wenn der Beruf aus dieser Sicht ergriffen wird - häufig folgenschwerer Irrtum.

Es kommt nicht darauf an, eine (oder wie viele glauben, gleich mehrere) Fremdsprachen perfekt zu beherrschen, sondern darauf, die ZIELSPRACHE perfekt zu beherrschen. Und die Zielsprache ist bei den meisten Kollegen vernünftigerweise die eigene Muttersprache. Denn nur mit muttersprachlichen Kenntnissen - in ganz, ganz seltenen Fällen beherrscht jemand auch noch eine zweite oder in noch selteneren Fällen eine dritte Sprache FAST wie seine Muttersprache - ist eine professionelle Übersetzung möglich.

Die perfekte Beherrschung der Muttersprache setzt bei einem deutschen Muttersprachler also in erster Linie sehr gute Deutsch-Noten mindestens auf Abitur-Niveau voraus, wobei auch eine sehr umfangreiche Allgemeinbildung untrennbar damit verbunden ist. Dazu gehört wiederum lesen, lesen, lesen...

Die zweite entscheidende Voraussetzung - wie Steffen richtig bemerkt - sind sehr weitgehende FACHKENNTNISSE in dem Themenbereich/der Branche, für die übersetzt werden soll.

Liebe "Vanitas" - ich möchte dich nicht entmutigen, aber ein junger Mensch von 20 Jahren kann schon aufgrund seines Alters solche Fachkenntnisse gar nicht besitzen, wenn er/sie nicht mindestens seit Jahren ein Hobby sehr intensiv betreibt, mit dem er/sie bei "Jugend forscht" bereits einen Preis einheimsen konnte.

Bleibt auch von mir der Ratschlag, es mit Nachhilfe zu versuchen - eine für ältere und im fraglichen Fach sehr gute Schüler durchaus ehrenwerte Tätigkeit, die aus naheliegenden Gründen in der Regel auch zu keinerlei Konflikten mit einer Steuer- oder Sozialbehörde führt.

[Bearbeitet am 2009-10-02 14:02 GMT]


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Vanitas
Germany
Local time: 16:42
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TOPIC STARTER
Danke Oct 2, 2009

Danke an die, die mir die hilfreichen Erklärungen gegeben haben, zu dem Rest äußere ich mich besser nicht [aber schön zu wissen wie herzlichst hier neue und unerfahrene Leute aufgenommen werden - Top!]
Ich weiß jetzt dass es so nicht funktioniert, also kann ich das abhaken. Die angebotenen Ratschläge werd ich mir auf jeden Fall durch den Kopf gehen lassen.
Euch noch viel Erfolg

lg


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Andreas Morgenstern  Identity Verified
Germany
Local time: 16:42
English to German
+ ...
kleine Liste Oct 2, 2009

Hallo Vanitas,

um als Übersetzer tätig zu werden braucht man mehr als nur "gute Noten".

Als Übersetzer braucht man mindestens:

-perfekte Grammatikkenntnisse in beiden Sprachen
-sehr gute Landeskenntnisse
-einen riesigen Wortschatz
-ein sehr gutes Sprachgefühl
-Fachwissen im Spezialgebiet

und darüber hinaus noch viel Übung.


Um es überdeutlich zu machen:
Wenn man also so weit wäre, dass man in den Leistungskursen Englisch, Deutsch, Erdkunde und Sachkunde an einem Gymnasium unterrichten könnte und nebenbei noch als Anwalt tätig werden könnte (Spezialgebiet Recht), dann wäre man mit ein bisschen Übung wahrscheinlich auch dazu bereit, gut zu übersetzen.

[Edited at 2009-10-02 17:55 GMT]


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Maria Tsang  Identity Verified
Local time: 16:42
German to French
+ ...
Möglich ja, aber wünschenswert? Oct 2, 2009


1. Hab ich mit meinen jetzigen Voraussetzungen die Chance, Jobs zu bekommen? Keine Ausbildung, "nur" Deutsch und Englisch?


Das Bekommen könnte anstrengend werden (weil Dir niemand von sich aus einen Übersetzungsjob antragen wird) und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass jemand, der einer gänzlich unerfahrenen Schülerin Übersetzungen gibt, dabei alle Register der Ausbeutung ziehen wird.

Der nächste Punkt ist, dass Du zu Beginn höchstwahrscheinlich sehr lange fürs Übersetzen brauchst, wenn alles stimmen soll, Ausdrücke überprüft werden müssen und das Ergebnis nicht nach Übersetzung riechen darf. Das ist auch dann der Fall, wenn Du sehr gut Englisch kannst und englischen Input gut auf Deutsch wiedergeben kann. Andererseits bin ich weniger pessimistisch als meine Vorredner bezüglich Deiner Chancen, auf Anhieb eine gute Übersetzung abzuliefern - die Begabung zum Übersetzen hat man oder nicht, der Rest ist Arbeit (ohne Berufsausbildung und ohne langjährige Erfahrung ist es halt sehr, sehr, viel Arbeit an einem Text, bis alles so sitzt, wie es soll).

Wenn Du vorhast, Übersetzerin zu werden, zahlt sich die Mühe und das Risiko eventuell aus, im Sinn von Erfahrungen sammeln, nützliche Reflexe kriegen und die eigene übersetzerische Begabung austesten. Sonst eher nicht.


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Nicole Schnell  Identity Verified
United States
Local time: 07:42
English to German
+ ...
Job vs. Beruf Oct 2, 2009

Leider wird der Übersetzerberuf gerne unterschätzt. Desgleichen wird Schul-Englisch (persönlich: 10 Jahre, sehr gute Noten) gerne überschätzt. Letzteres durfte ich fröhlich selbst erfahren, als ich in die USA gezogen bin und dort ins eiskalte Wasser, sprich Arbeitswelt geworfen wurde.

Auch nach mehreren Jahren in den US hätte ich ohne mein Studium an der NYU keine Ahnung gehabt, was der Beruf eigentlich erfordert. Reine Sprachkenntnisse sind für einen Übersetzer so erforderlich wie Anatomiekenntnisse für einen Arzt. Auf die erfolgreiche Behandlung kommt es jedoch an...


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Herbert Fipke  Identity Verified
Germany
Local time: 16:42
English to German
+ ...
Das kommt der Realität ziemlich nahe... Oct 2, 2009

Andreas Morgenstern wrote:
Um es überdeutlich zu machen:
Wenn man also so weit wäre, dass man in den Leistungskursen Englisch, Deutsch, Erdkunde und Sachkunde an einem Gymnasium unterrichten könnte und nebenbei noch als Anwalt tätig werden könnte (spezialgebiet Recht), dann wäre man mit ein bisschen Übung wahrscheinlich auch dazu bereit, gut zu übersetzen.


Sehr schön formuliert...
...wobei bei mir statt einem Anwalt der KFZ-Meister (Spezialgebiet Automobiltechnik) stehen würde...
))))

Allseits Frohes Schaffen!
Herbert


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KSL Berlin  Identity Verified
Portugal
Local time: 15:42
Member (2003)
German to English
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Manches ist möglich, aber was willst Du eigentlich? Oct 2, 2009

Einer der besten Lektor und gelegentlichen Übersetzer unter uns hat einen Hauptschulabschluß und ist relativ jung. Also zu den ganzen Fachqualifikationen und Perfektionsbedarf habe ich keinen Kommentar.

Torstens Kommentare zu möglichen Problemen mit den Behörden sind aber extrem zutreffend. Wir haben z.Zt. eine Assistentin, die wegen Anfang einer 2. Ausbildung ihre Stunden reduzieren mußte, so dass sie ca. 250 Euro verdient, sonst hätte sie auch Probleme gehabt. Also solltet Du sehr vorsichtig überlegen, welche Tätigkeiten und Zahlungswege Deinen wirklichen Anforderungen entsprechen. Und schauen, ob es über andere Wege Hilfe gibt.

Falls für Dich die Übersetzung doch von Interesse ist, sollst Du auf jeden Fall nach Möglichkeiten für Übung und Erfahrungsammeln suchen. Wikipedia-Seiten übersetzen. Pro bono Arbeit für Greenpeace leisten (und dabei auf Feedback achten). Nachhilfe für Deutsch und Englisch geben, weil dadurch die Sprachkenntnisse noch besser befestigt werden. Kostenlose Online-Lernmaterial von der Uni des Saarlandes durcharbeiten, u.v.m.

Wenn alles wirklich "perfekt" sein müsste, müssten manche unserer Kollegen Arbeit bei McDonald's suchen - und nicht um die McMenüs dort zu übersetzen. Meine Deutschkenntnisse sind längst nicht perfekt, und in Englisch findet man auch Bessere, und wenn ich mit dieser Tätigkeit einige Brötchen verdienen kann, dann können bestimmt manche andere Unqualifizierte.

Und ein Praktikum - wie von Steffen vorgeschlagen - wäre auch keine schlechte Idee.


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