Mexikanische Apostille entspricht nicht ganz dem Standard.
Thread poster: Kathy Prochaska

Kathy Prochaska  Identity Verified
Germany
Local time: 11:49
Member (2007)
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Oct 7, 2009

Liebe Kollegen,

die Übersetzung von Urkunden zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsaufgaben, weshalb ich sie üblicherweise ablehne. Ich verfüge daher nur über begrenzte Erfahrung. Nun möchte ich jedoch eine mexikanische Geburtsurkunde übersetzen, die mit einer Apostille versehen ist.

Soweit ich weiß, sehen die Apostillen bei allen Mitgliedsländern des Haager Beglaubigungsübereinkommens gleich aus und beinhalten denselben Text (nur eben in der jeweiligen Landessprache).

Die mir vorliegende Apostille wurde in Mexiko ausgestellt und entspricht nicht ganz dem international gültigen Muster.

Insbesondere fällt auf, dass der Text als Fließtext gestaltet und nicht nummeriert ist. Außerdem ist zwischen der Überschrift (Apostille//(Convention de La Haye du 5 octobre 1961)) und dem üblichen Beginn des Texts (1. Land: ...) rechterhand ein Feld eingefügt, in dem die entsprechenden Gebühren vermerkt sind.

Meine Frage lautet daher: Muss ich in meiner Übersetzung den nummerierten Standard verwenden? Ich entspreche dann zwar dem internationalen Muster, weiche jedoch von der Originalgestaltung ab. Was hat Vorrang?

Vielen Dank für eure Ratschläge!

Herzliche Grüße,
Kathy


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Cilan
Local time: 11:49
German to Spanish
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Komisch... Oct 30, 2009

Hallo kathy,

aus welchem Bundesland in Mexiko stammt denn die Urkunde, resp. die Apostille?

Normalerweise sind es nämlich gelbe, quadratförmige Zettel aus Sicherheitspapier, die hinten auf die Urkunde draufgeklebt werden und IMMER das Staatswappen und eine rotgestempelte "Folio" Nummer haben. Dann kommt das Wort Mexico und Apostille; und nach dem Text von "Convention de la Haye..." werden dann die Gebühren und die Auftragsnummer aufgeführt, und dann kommt der eigentliche, vorgedruckte Lückentext, der meist maschinell ergänzt wurde.
Das Ganze wird nochmals abgestempelt (meist von der Direccion General de Gobierno del Estado) und mit Datum versehen, und in jedem Fall unterschrieben.

Falls es nicht in allen Punkten der obigen Beschreibung entspricht, würde ich bezweifeln, ob das Dokument tatsächlich eine legitime Apostille hat.

Ich hoffe, meine Antwort hilft dir (noch)!

Ach so, übersetzen würde ich die Apostille so wie sie letztendlich erscheint, egal ob gewisse Dinge normalerweise rechts oder links aufgeführt werden, wichtig ist nur, dass die wesentlichen Merkmale alle enthalten sind. Und wenn keine Nummerierung drauf ist, ist das schon mal ein wesentliches Merkmal, dass fehlt.

[Edited at 2009-10-30 10:11 GMT]


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Mexikanische Apostille entspricht nicht ganz dem Standard.

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