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Professionell arbeiten und Freemailer ?
Thread poster: RWSTranslation

RWSTranslation
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Mar 16, 2004

Hallo,

mal ne kleine Frage zu Eurer Meinung.

Viele Übersetzer (und auch eine benutzen E-Mail Adresse von Free-Mailern (auch wenn Sie dort teilweise für Mehrleistungen Geld ausgeben).

Für uns problematisch ist oft die Größenbeschränkung der Postfächer. Seit einiger Zeit setzten wir gegen die Spamflut ein Spam-Erkennungsprogramm ein. Leider werden oft auch die Mails von diesen Freemailer fälschlicherweise als Spam eingestugt obwohl wir die Einstellung der Erkennung eher auf Sicherheit eingestellt haben.

Wie verträgt sich das professionelle Auftreten am Markt mit einer Absenderadresse von einem Freemailer ?

Hat jemand, der einen entsprechenden Service nutzt schon Rückmeldungen diesbezüglich erhalten ?

Viele Grüße

Hans

[Edited at 2004-03-16 13:26]


 

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Meine bescheidene Meinung... Mar 16, 2004

Um es gleich zu sagen: Man muß meine Meinung nicht teilen, aber auf mich wirkt eine Freemail-Adresse unprofessionell, sie sendet nicht gerade ein positives Signal aus. Viele Freiberufler sind sich dessen wohl nicht bewußt und unterschätzen darüber hinaus den Faktor "Marketing". Ähnlich verhält es sich mit einer eigenen Webadresse. Es möge sich bitte niemand auf den Schlips getreten fühlen. Firmen wie Strato (ist wirklich keine Werbung, es gibt auch andere Anbieter) bieten heutzutage Domains, Emailadressen usw. zu einem wirklich erschwinglichen Preis an. Wer hier spart, spart m.E. an der falschen Stelle. Meine bescheidene Meinung!

Was ist denn der Hintergrund Deiner Frage, Hans?


 

dieter haake  Identity Verified
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nicht nur freemailer Mar 16, 2004

freemailer sind für mich nicht 100% sicher,
bieten nicht den Service, den ich brauche
(E-Mail-Größe etc) und genügen von daher für mich auch nicht professionellen Ansprüchen.
Das ist eins.
Aber:

ich hab den Provider meiner Website hier "um die Ecke", inklusive
E-Mail-Adresse.

Heute morgen habe ich einer Agentur in der Schweiz von dieser Adresse (nicht frei, aber kleiner und unbekannter Provider) eine Mail geschickt.
Ergebnis: kam zurück.
Motiv: vom CH-Provider nicht akzeptiert, Spam-Gefahr (wie von Gratis-Providern).
Warum? Weil sie ihn nicht in ihrer Liste hatten - zu klein, zu exotisch (aus I) oder was weiß ich.

Hab ich das Ganze mit iol.it geschickt
(groß und bekannt), und die Mail ist angekommen.




Tja - die Kehrseite ......





didi

[Edited at 2004-03-16 14:28]


 

Sonja Tomaskovic (X)  Identity Verified
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Kommt drauf an.... Mar 16, 2004

Ich denke, Freemailer sind nicht gleich Freemailer. Ich selber habe je einen Account bei Web.de und Gmx. Zwar trete ich mit diesen nicht offiziell in Erscheinung, leite aber einige Emails dort um, weil hier die Gefahr einer Vireninfektion nicht so groß ist. Außerdem nutze ich selber auch Yahoo-Mail o.ä. (allerdings nur zum Empfang von Mails bestimmter Gruppen bei Yahoo).

Ich finde auch nicht, dass solche "Freemailer" an sicht (was sie ja oft gar nicht mehr sind, wie ja schon bemerkt wurde. Viele zahlen monatliche Gebühren und erhalten dafür einen Mehrwert) unseriös sind.

Es gibt allerdings einige Freemailer, bei denen ich skeptisch bin (vor allem Hotmail), weil bei der Anmeldung die Identität der Person nicht überprüft wird. Das ist bei Web.de oder Gmx anders: Web.de verschickt den Freischaltcode per Post. Gibt man die falsche Adresse an, kann man den Account nicht freischalten. Gmx überprüft die Angaben automatisch (wie z.B., Übereinstimmung PLZ und Ort). Bei Ungereimtheiten muss man seine Identität nachweisen.


 

RWSTranslation
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Hintergrund Mar 16, 2004

italengger wrote:
Was ist denn der Hintergrund Deiner Frage, Hans?


Hallo,

eigentlich habe ich mich nur geärgert, weil heute eine Mail im "Spam" gelandet ist (gibt bei uns eine automatische Rückmail an den Absender), und der Absender sich bei mir beschwert hat, dass ich ja wohl persönlich dafür zu sorgen hätte, dass seine Mails nicht als Spam klassifizert werden (dabei wars eigentlich ja auch Spam). Geärgert habe ich mich insbersondere deshalb, da es sich um eine unverlangte Bewerbung gehandelt hat.

Viele Grüße

Hans

[Edited at 2004-03-16 16:10]


 

Lydia Molea  Identity Verified
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Ich habe die Erfahrung gemacht, Mar 16, 2004

dass man mit AOL auch Probleme kriegt. Von einigen Kunden erhalte ich keine E-mail, weil AOL diese als Spam klassifiziert und aussortiert. Und es handelt sich nicht um E-mails von Freemailern. In diesen Fällen benutze ich dann meine Yahoo-Adresse (und hoffe, dass die geschickten Dateien nicht allzu groß sindicon_wink.gif
Aber gleichzeitig muss ich zugeben, dass bei mir auch gleich ein negativer Eindruck entsteht, wenn jemand eine Freemail-Adresse als Haupt-Business-E-mail angibt.


 

Uwe Kirmse  Identity Verified
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Spam Mar 16, 2004

Ich würde generell kein Anti-Spam-Programm verwenden, das sich beim Absender automatisch beschwert. Damit bekommen die echten Spammer eine Rückmeldung und wissen, dass deine Adresse existiert, und schon ist sie unter Spammern mehr wert.

Zu den Freemailern:
Nicht jeder Übersetzer ist im Internet so präsent wie die meisten von uns. Wenn man wirklich nur ab und zu mal ein paar Mails verschickt und empfängt, kann man schon solche Adressen verwenden. Viele von uns haben auch mal so angefangen. Und z. B. bei GMX weiß der Empfänger nicht, ob der Absender das freie oder das kostenpflichtige Angebot nutzt. Allerdings werden bei mir die meisten Domains wie AOL, Hotmail, Yahoo usw. herausgefiltert, weil da fast nur Spam kommt. Übrigens leite ich die Mails von meiner kostenpflichtigen Domain größtenteils zu einer GMX-Freemail-Adresse um, weil GMX einen Anti-Spam-Filter umsonst bietet, den man woanders gegen Bezahlung in dieser Qualität nicht bekommt.
Die GMX-Adresse verwende ich übrigens auch bei ProZ.com, so dass durchaus auch ernsthafte Geschäftskorrespondenz über diese laufen kann. Im Normalfall verwende ich als Absender aber Adressen von einer meiner Domains.

[Edited at 2004-03-16 20:00]


 

Klaus Herrmann  Identity Verified
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Eigentlich nicht... Mar 16, 2004

...ist meine Antwort auf deine Frage, Hans. Für den geschäftlichen Umgang ist es m.E. wichtig, dass die Identitäten der beteiligten Personen eindeutig bekannt sind. Das ist bei kostenlosen Angeboten häufig nicht der Fall.

Allgemeine Grüße
Klaus


 

RWSTranslation
Germany
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Spam Filter Mar 16, 2004

uwe wrote:

Ich würde generell kein Anti-Spam-Programm verwenden, das sich beim Absender automatisch beschwert. Damit bekommen die echten Spammer eine Rückmeldung und wissen, dass deine Adresse existiert, und schon ist sie unter Spammern mehr wert.


Schon richtig, wir haben auch lange überlegt.
Letztendlich haben wir einen mehrstufigen Filter, der in der ersten Stufe (angeblich die sicherste Erkennung) einfach nur löscht. Nur bei Mails, die nicht so sicher klassifiziert wurden gibts einmalig eine Antwort.

Zu den Freemailern:
... Allerdings werden bei mir die meisten Domains wie AOL, Hotmail, Yahoo usw. herausgefiltert, weil da fast nur Spam kommt.


Genau die sind aber das Problem.


Übrigens leite ich die Mails von meiner kostenpflichtigen Domain größtenteils zu einer GMX-Freemail-Adresse um, weil GMX einen Anti-Spam-Filter umsonst bietet, den man woanders gegen Bezahlung in dieser Qualität nicht bekommt.


Wir setzen derzeit Spampal ein, was auch kostenfrei ist und soweit ich weiss auf die gleichen Resourcen zurückgreift wie die Filter bei den Mail-Providern.

Hans


 

Steffen Walter  Identity Verified
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Zwei Seiten der Medaille Mar 17, 2004

Hallo Hans,

ich verwende meine web.de-Adresse geschäftlich, da ich mir noch keine eigene Domain eingerichtet habe ("Vollzeit"-Freiberufler seit 10/03). Ich habe mir hierfür gegen ein entsprechendes, gar nicht so hohes jährliches Entgelt auch ein m.E. ausreichend großes Postfach eingerichtet. Falls Du 200 MB Speicherplatz (noch auf 500 MB erweiterbar) und empfangbare Anhänge bis 32 MB als zu klein ansiehst, dann wüsste ich allerdings auch nicht mehr weiter...

Im Übrigen ist der in web.de integrierte Spamfilter und Virenschutz sehr gut, so dass ich jedenfalls momentan keinen Grund zum Wechsel sehe. Im Laufe des Jahres werde ich aber höchstwahrscheinlich auch eine Domain einrichten. (Ich werde für diese Aussagen von web.de übrigens nicht bezahlticon_wink.gif)

Fazit: Ich wäre mit einer pauschalen Gleichsetzung Freemailer = unprofessionell vorsichtig, da sie oft nicht aufgeht.

Viele Grüße
Steffen


 

tectranslate ITS GmbH
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Freemailer, warum nicht? Mar 17, 2004

Wir als Agentur haben grundsätzlich nichts dagegen, mit Übersetzern zu arbeiten, die "nur" eine Freemail-Adresse haben. Ich persönlich finde es auch keineswegs unprofessionell - es sei denn, die Adresse ist crazyjoe127@hotmail.com oder powergrrl@gmx.de. Sowas ist nämlich in einem professionellen Umfeld schlicht peinlich.
Das einzige, was uns sonst eher "abtörnt", ist wenn der Übersetzer durch den Freemailer eine Beschränkung der E-Mail-Größe auf 3 Megabyte oder einen ähnlich lächerlichen Wert hat. 15 Megabyte in 5 Einzel-Archive und -emails aufzuteilen, macht keinen Spaß.


 

Aniello Scognamiglio  Identity Verified
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Aha! Mar 17, 2004

Ok, Spam ist die eine Seite, Image ist die andere.
@Steffen und KollegInnen, die meine Meinung nicht teilen: Klar, es gibt viele hochkarätige Profis, die hinter einer Freemail-Adresse "stecken" und die professionelle Arbeit leisten.
Aber: es genügt nicht fachlich top zu sein. Das Image (also das Bild, das man nach außen abgibt) ist enorm wichtig, und so habe ich auch eindeutig gesagt, daß man z.B. mit einer hotmail.com-Adresse nicht gerade ein positives (sprich professionelles) Signal aussendet. Das ist übrigens nicht nur meine persönliche Meinung. Die Frage in diesem Zusammenhang lautet nicht: "Bin ich gut?", sondern "Wie werde ich wahrgenommen?". Und das hört natürlich nicht mit E-Mail-Adressen auf. An dieser Stelle näher darauf einzugehen, würde allerdings den Rahmen der Fragestellung sprengen.

Sonnigen Tag Euch allen, Aniello:-)

[Edited at 2004-03-17 10:02]

[Edited at 2004-03-17 10:02]


 

RWSTranslation
Germany
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Probleme beim Empfang Mar 17, 2004

Hallo,

ein Teil meiner Fragestellung war allerdings auch ob es in letzter Zeit vermehrt zu Problemen geführt hat, dass Mails von Freemail Accounts Ihren Empfänger wegen irgendwelcher Spamfilter nicht mehr erreichen.

Prinzipiell arbeitet ein Grossteil der Spamfilter auf Basis von schwarzen Listen in denen u.a. SMTP Server gesammelt werden von denen SpamMails verschickt werden. Die meisten Freemailer stehen auf diesen Listen (Strato im Übrigen auch immer mal wieder). In der Konsequenz bedeutet dies, dass man immer weniger sicher sein kann, dass die verschickte E-Mail auch den Empfänger erreicht.

Hinsichtlich der Qualitätsbeurteilung der Spamfilter von den Mailprovidern wäre es im Übrigen interessant zu erfahren, ob Ihr es als Erfolg einstuft, wenn praktisch kein Spam mehr durchkommt oder ob es nicht eigentlich viel wichtiger ist, dass keine wichtige Mail irrtümlich als Spam eingestuft wird und dann gelöscht wird.

Die Einstufung Freemail Adresse --> unprofessionell würde ich nicht so aussprechen. Die Frage war ja auch, ob aus "professionell" nicht irgendwie dann auch der Verzicht auf Freemail-Adressen folgt.

Viele Grüße

Hans


 

Marc P (X)  Identity Verified
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Rufmord Mar 17, 2004

Hallo Hans,

DSC wrote:

Prinzipiell arbeitet ein Grossteil der Spamfilter auf Basis von schwarzen Listen in denen u.a. SMTP Server gesammelt werden von denen SpamMails verschickt werden. Die meisten Freemailer stehen auf diesen Listen (Strato im Übrigen auch immer mal wieder).


Ich begrüße grundsätzlich die Spam-Bekämpfung und bin nicht gegen die schwarzen Listen an sich. Die Einträge müssen aber stichhaltig und evtl. auch vor Gericht begründbar sein. Das ist aber, sofern ich weiß, nicht der Fall. Die Listen unterliegen auch keiner gesetzlichen Kontrolle. So lassen sich diese "schwarzen Listen" leicht als Mittel benutzen, unliebsame Konkurrenten "auszuschalten".

Ich bin selbst Strato-Kunde und wurde neulich auf die Problematik aufmerksam gemacht. Sicherlich steht Strato auf der einen oder anderen schwarzen Liste. Bei der großen Anzahl der Kunden wäre es auch wunderlich, wenn sich darunter kein einziges schwarzes Schaf befinden würde. Schließlich liefert auch die deutsche Post täglich millionenfach ungewollte Werbung.

Um Missverständnisse vorzubeugen: ich nehme das Problem sehr ernst und würde auf einen anderen Mail-Dienstleister sofort umsteigen, würde man mich überzeugen, dass Strato mit Missbrauch durch eigene Kunden zu Spamzwecken fahrlässig umgehen würde. Nach meinen Recherchen trifft diese Behauptung nicht zu. Ich lasse mich aber gerne des Gegenteils überzeugen. Also: wo sind die Beweise? Strato wurde auf eine "schwarze Liste" gestellt, jedoch von einer Partei, die einerseits keiner rechtlichen Kontrolle unterliegt, andererseits vielleicht sogar ein Interesse daran hat, Strato "auszuschalten". Eine solche Rufmord-Kampagne ist auf seine Art auch eine Form von Internetmissbrauch, oder?

Beweise bitte!

Marc


 

RWSTranslation
Germany
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Member (2007)
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Re: Rufmord Mar 17, 2004

Hallo Marc,

ähem, cih hoffe, dass ich da nicht in ein Fettnäpfchen getreten bin. Der Hinweis auf Strato ist sicherlich nicht als Einzelfall zu sehen, sondern liegt darin, dass wir auch bei Strato sind und ab und an Rückmeldung erhalten, dass Strato wieder auf einer der Blacklists gelandet ist.

Soweit ich weiß, stellt Strato dann bei dem Betreiber einen Antrag auf Löschung und nach einigen Stunden ist Strato dann wieder runter von der Liste.

Ursächlich ist das Problem darin zu sehen, dass diese Listen automatisch nach Spam-Mails im Netz fahnden und dann auch die SMTP Server zu identifizieren versuchen, von denen die Spams ins Netz geschickt wurden. Ich denke, dass dieses Problem bei allen grossen Providern auftritt, da es kaum möglich sein dürfte jedem Kunden das versenden von Spam zu verbieten, dies durchzusetzen und trotzdem den anderen Kunden das Versenden von Mails zu ermöglichen.

Viele Grüße

Hans


 
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