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Gebühren für Zahlungen - wer zahlt?
Thread poster: Stefanie Sendelbach

Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Aug 9, 2011

Liebe Kollegen,

ich durchwühle gerade die Paypal-AGB und die Proz-Foren, da ein amerikanischer Kunden eine Rechnung von 830 Euro zu zahlen hat und ich möchte, dass diese mit möglichst geringen Gebühren bei mir ankommen. Und während ich hier suche und mich informiere, frage ich mich so langsam, warum ich mir den ganzen Aufwand eigentlich antue. Meine Rechnung ist mit 830 Euro ausgestellt, und die haben auch bei mir anzukommen. Oder sehe ich das falsch?

Wie haltet ihr das mit den Gebühren? Macht ihr von Anfang an klar, dass der Kunde die Gebühren tragen muss? Wenn ja, wie geht das in der Praxis, sieht man doch bei Paypal erst hinterher, welche Gebühren genau angefallen sind?

Ich habe jetzt jahrelang Scheckgebühren und Paypal-Gebühren gezahlt. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Geld dabei auf der Strecke geblieben ist.

Grüße,

Stefanie


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erika rubinstein  Identity Verified
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Jeder für sich Aug 9, 2011

Ich sehe das so: Der Kunde zahlt die Gebühren seiner, du zahlst die Gebühren deiner Bank. Der Kunde kann ja z.B. nicht dafür zahlen, dass du dein Geld bei einer ungünstigen Bank anlegst, die hohe Gebühren verlangt.
So habe ich das immer mit meinen Mitarbeitern im Ausland bis jetzt gehabt.


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Alexandra Wirobski
Austria
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Moneybookers Aug 9, 2011

Hallo Stefanie,

und genau aus diesem Grund verwende ich in letzter Zeit zunehmend Moneybookers, weil eben da keine Gebühren bei Geldempfang anfallen.

Liebe Grüße,
Alexandra


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Erik Freitag  Identity Verified
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BGB Aug 9, 2011

Liebe Stefanie,

vor kurzem gab es schon mal eine Diskussion zum selben Thema. Dort war die überwiegende Meinung (besonders der Kollegen von jenseits des Teiches), dass man selbst für diese Kosten aufkommen solle und diese in seine Preisgestaltung einbezieht.

Ich gehe anders vor: Wenn ich eine Rechnung stelle, ist der darin genannte Betrag der, den ich auf meinem Konto erwarte. Der Kunde hat dafür Sorge zu tragen, dass dieser Betrag bei mir eingeht. Ich bin kein Jurist, aber so oder so ähnlich steht es auch im BGB:


§270.1:

Geld hat der Schuldner im Zweifel auf seine Gefahr und seine Kosten dem Gläubiger an dessen Wohnsitz zu übermitteln.


Wenn meine eigene Bank für die Transaktion noch Gebühren erhebt, trage ich diese natürlich selbst.

Die Paypal-Gebühren lassen sich mit Sicherheit auch im Voraus berechnen und aufschlagen.

Gruß,
Erik


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Es gibt nichts zu teilen Aug 9, 2011

Hallo Erika,

danke für deine Antwort. Ich wende die von dir vorgeschlagene Kostenteilung auch an, wenn ich Überweisungen aus dem außereuropäischen Ausland bekomme. Bei US-Kunden habe ich aber bisher immer Paypal oder Schecks bevorzugt.

Der Kunde, um den es hier geht, hat seine letzten Rechnungen mit Paypal gezahlt. In diesem Fall würde er also die 830 Euro, umgerechnet mit dem Kurs des Rechnungstags knapp 1200 Dollar, mit Paypal schicken. Ich würde dann, wenn ich das richtig verstanden habe, 3,5% Gebühren zahlen und nochmal 2% beim Wechselkurs verlieren, wenn ich das Geld in Euro auf mein Bankkonto überweisen möchte. Für den Kunden fallen hier keine Gebühren an.

Und auch wenn er mir einen Scheck schickt, fallen für ihn - bis auf die Kosten für die Briefmarken - keine Gebühren an.

Gruß,

Stefanie


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erika rubinstein  Identity Verified
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Paypal Aug 9, 2011

Wenn du den Preis in Euro vereinbart hast, dann musst du auch die Summe von 830 EUR bekommen, hast du die Summe in Dollar vereinbart, so sind Kursschwankungen dein Risiko.
Bei Paypal zahlen beide. Wenn man Geld schickt zahlt man, und wenn man das Geld vom Paypalkonto aufs normale Konto überweisen möchte. Würde man das Geld auf dem Paypalkonto lassen, so zahlt man nicht.


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Danke, Erik! Aug 9, 2011

efreitag wrote:
Wenn ich eine Rechnung stelle, ist der darin genannte Betrag der, den ich auf meinem Konto erwarte. Der Kunde hat dafür Sorge zu tragen, dass dieser Betrag bei mir eingeht.


Hallo Erik,

vielen Dank für deinen Beitrag!

Wie machst du das in der Praxis? Steht das so in deinen AGB und verweist du Neukunden darauf? Oder erklärst du das bei jedem Neukunden wieder in einer E-Mail? Mir ist es in meinen bald zehn Jahren als Freiberuflerin nur ganz selten untergekommen, dass ein Kunde mal von sich aus angeboten hat, die Gebühren (oder zumindest seinen Teil der Gebühren) zu übernehmen. Die meisten zahlen einfach den Betrag, den sie auf der Rechnung sehen; was dann bei mir ankommt, ist mein Problem. Mein Steuerberater schüttelt da schon seit Jahren den Kopf und versteht nicht, warum ich das durchgehen lasse.

Gruß,

Stefanie


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Paypal-Gebühren Aug 9, 2011

erika rubinstein wrote:
Bei Paypal zahlen beide. Wenn man Geld schickt zahlt man, und wenn man das Geld vom Paypalkonto aufs normale Konto überweisen möchte. Würde man das Geld auf dem Paypalkonto lassen, so zahlt man nicht.


Hallo Erika,

ich habe eben mal auf meinem Paypal-Konto nachgesehen. Ich zahle nichts für das Verschicken von Zahlungen:

[img]http://picasaweb.google.com/lh/photo/Z8JoF12HkEPumG98Xhe33A?feat=directlink[/img]


Gruß,

Stefanie

PS: Sorry, das mit dem Integrieren scheint nicht zu funktionieren. Du kannst aber den Link in ein neues Browserfenster kopieren, dort müsste mein Screenshot dann sichtbar sein.

[Edited at 2011-08-09 14:46 GMT]


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Das ist eine Fehlannahme. Aug 9, 2011

Stefanie Sendelbach wrote: Und auch wenn er mir einen Scheck schickt, fallen für ihn - bis auf die Kosten für die Briefmarken - keine Gebühren an.


Wow, sorry. Wie kommst du denn darauf?

Kriegst du beispielsweise Barschecks? Die man gleich bei der Bank einlösen kann, ohne wochenlang warten zu müssen? Hihi, die kannst du aber nicht am Schreibtisch ausfüllen. Dafür musst du persönlich bei der Bank antanzen und in der Schlange stehen, das Vordrucken des Schecks dauert ewig, der Betrag wird erst von deinem Konto gebucht bevor dir der Scheck in die Hand gedrückt wird, außer Aufstand kostet so ein Scheck 5 Dollar, DANN erst darfst du wieder ins Büro fahren und den Scheck in einen Umschlag stecken und die Briefmarke draufkleben.



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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Scheckgebühren Aug 9, 2011

Nicole Schnell wrote:
Dafür musst du persönlich bei der Bank antanzen und in der Schlange stehen, das Vordrucken des Schecks dauert ewig, der Betrag wird erst von deinem Konto gebucht bevor dir der Scheck in die Hand gedrückt wird, außer Aufstand kostet so ein Scheck 5 Dollar, DANN erst darfst du wieder ins Büro fahren und den Scheck in einen Umschlag stecken und die Briefmarke draufkleben.


Ah, sorry, das wusste ich nicht. Ist ja unglaublich, durch wie viele Reifen uns die Banken (auf beiden Seiten) hüpfen lassen. Ich zahle dann nochmal 7,50 Euro Provision und 2 Euro Courtage, bevor das Geld auf meinem Konto ankommt.

Danke für die Info, Nicole!

Stefanie


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Nicole Schnell  Identity Verified
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Das mit dem Reifenhüpfen Aug 9, 2011

Stefanie Sendelbach wrote:
Ist ja unglaublich, durch wie viele Reifen uns die Banken (auf beiden Seiten) hüpfen lassen.


Das hast du richtig schön gesagt. Aber exercise ist wichtig...


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Moneybookers Aug 9, 2011

Alexandra Wirobski wrote:

Hallo Stefanie,

und genau aus diesem Grund verwende ich in letzter Zeit zunehmend Moneybookers, weil eben da keine Gebühren bei Geldempfang anfallen.

Liebe Grüße,
Alexandra


Dein Beitrag wurde erst jetzt freigeschaltet, deshalb die späte Reaktion darauf. Ich habe meinen Kunden bereits gefragt, ob er Moneybookers benutzt. Tut er nicht. Aber ich werde wohl ab jetzt öfter mal nachfragen. Vielleicht ist ja doch der ein oder andere Kunde daran interessiert, MB mal auszuprobieren.

Grüße,

Stefanie


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Stefanie Sendelbach  Identity Verified
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Ähnliche Diskussion Aug 9, 2011

efreitag wrote:

vor kurzem gab es schon mal eine Diskussion zum selben Thema. Dort war die überwiegende Meinung (besonders der Kollegen von jenseits des Teiches), dass man selbst für diese Kosten aufkommen solle und diese in seine Preisgestaltung einbezieht.


Hallo Erik,

ich habe jetzt mehrfach versucht, diese andere Diskussion hier zu finden, werde aber leider nicht fündig. War das im deutschen Forum? Erinnerst du dich noch an Teilnehmer oder an ein ungefähres Datum, damit ich meine Suche eingrenzen kann?

Gruß,

Stefanie


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Erik Freitag  Identity Verified
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Link zum anderen Thread Aug 9, 2011

Stefanie Sendelbach wrote:

efreitag wrote:

vor kurzem gab es schon mal eine Diskussion zum selben Thema. Dort war die überwiegende Meinung (besonders der Kollegen von jenseits des Teiches), dass man selbst für diese Kosten aufkommen solle und diese in seine Preisgestaltung einbezieht.


Hallo Erik,

ich habe jetzt mehrfach versucht, diese andere Diskussion hier zu finden, werde aber leider nicht fündig. War das im deutschen Forum? Erinnerst du dich noch an Teilnehmer oder an ein ungefähres Datum, damit ich meine Suche eingrenzen kann?

Gruß,

Stefanie


Hallo Stefanie,

es war dieser Thread: http://www.proz.com/forum/money_matters/204886-receiving_wages_via_paypal_who_pays_the_fees.html

Ich habe ihn nur oberflächlich verfolgt.

Gruß,
Erik



[Bearbeitet am 2011-08-09 19:21 GMT]


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Thayenga  Identity Verified
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Hallo Erika Aug 9, 2011

[quote]Stefanie Sendelbach wrote:

erika rubinstein wrote:
Bei Paypal zahlen beide. Wenn man Geld schickt zahlt man, und wenn man das Geld vom Paypalkonto aufs normale Konto überweisen möchte. Würde man das Geld auf dem Paypalkonto lassen, so zahlt man nicht.


Hallo Erika,

ich habe eben mal auf meinem Paypal-Konto nachgesehen. Ich zahle nichts für das Verschicken von Zahlungen:

[img]http://picasaweb.google.com/lh/photo/Z8JoF12HkEPumG98Xhe33A?feat=directlink[/img]


Gruß,

Stefanie

Bei der Abbuchung (Euro) auf das Girokonto fallen keine Gebühren an.
Es sind "lediglich" die 3,5 % + 0.35 € plus Wechselgebühren bei Fremdwährungen
zu zahlen, was jedoch bei grösseren Summen nicht unerheblich ausfallen kann. Vor allem bei e-Schecks.

Die Integration der Gebühren in den Endpreis ist bei einigen Agenturen nicht möglich, da diese einen Festpreis anbieten und keinen Cent mehr.

Gruß,

Thayenga


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