Unternehmen aus Österreich zahlt nicht
Thread poster: clerol

clerol
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Nov 5, 2011

Liebe Kollegen,

ich habe im Mai und Juni für ein Unternehmen aus Österreich (Endkunde, keine Agentur, keine BB Einträge) gearbeitet. Insgesamt waren es drei Aufträge. Zahlung bei Lieferung wurde vereinbart. Die ersten zwei Aufträge wurden nicht sofort, aber nach wenigen Tagen/Wochen bezahlt. Der dritte, ein größerer Auftrag, wurde bis heute noch nicht bezahlt. Ich habe zweimal per E-Mail gemahnt und einmal habe ich den Kunden im Skype auf die ausstehende Zahlung aufmerksam gemacht. Er hat sich entschuldigt und versichert, dass er zahlen würde. Bis jetzt wurde aber noch nichts überwiesen. Ich habe versucht, ihn über das Firmentelefon zu erreichen, aber keiner meldet sich. Er ist in Skype auch immer offline oder beschäftigt und antwortet nicht. Habt ihr Erfahrung mit KSV oder dergleichen? Ist es eine gute Strategie, diese mit dem Inkasso zu beauftragen? Der Text war der Gründungsvertrag einer GmbH. Hat es einen Sinn, den Vertragspartner zu kontaktieren, ihm alles zu erklären und ihn nach einer Handynummer des Kunden zu fragen? Danke für eure Ratschläge!


 

Vanessa Kersten  Identity Verified
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Österreich Inkasso Nov 7, 2011

Grüß dich!

Siehe da- ich habe auch einen Kunden aus Österreich, der nicht zahlt, allerdings handelt es sich dabei um eine Agentur…. Das Ganze läuft schon 3 Jahre oder so, und es haben sich kräftig Zinsen angesammelt. Ich habe nun vor ca. 6 Wochen die KSV eingeschaltet und bin mal gespannt. Gerne berichte ich später, was daraus wird. Ich hatte vorher bei der KSV per Mail abgeklärt, welche Inkasso-Art für mich in Frage kommt. Da ich zuerst gegen die Agentur gerichtlich vorgegangen war und einen europäischen Vollstreckungstitel erwirkt hatte, kam für mich leider nur noch das Duboiseninkasso in Frage, was ja auch irgendwie absurd ist, denn ich dachte natürlich, mit solch einem Titel hätte ich Vorteile und nicht Nachteile- auch aus Sicht eines Inkassounternehmens. Dem scheint jedoch nicht so zu sein. Jedenfalls habe ich also den Antrag an die KSV (die mir empfohlen worden war) geschickt, und dann passiere erstmal mehrere Wochen gar nichts. Auf mein Nachfragen hin kam dann eilig die Meldung, sie würden den Auftrag gerne übernehmen. Dann wieder nichts. Ich also abermals nachgefragt. Jetzt heißt es, sie schicken jemanden vorbei bei der Agentur…zum Eintreiben. Mal sehen. Das Unternehmen rühmt sich ja, so gut wie alles einzutreiben, was prinzipiell möglich ist, und insolvent ist besagte Übersetzungsagentur jedenfalls nicht. Ich bleibe allerdings etwas skeptisch, doch alles in allem hat mich die KSV-Beauftragung schlappe 8 Euro gekostet, und mehr wird das auch nicht werden. Insofern ist es einen Versuch wert. Wenn du also das reguläre Inkasso bei denen wahrnehmen kannst, würde ich das tun, denn Risiken für dich kann ich nicht sehen (oder ich habe was Kleingedrucktes übersehen), und die Alternative ist, mit besagtem europäischen Vollstreckungstitel (dessen Erwirkung die HÖLLE an Bürokratie ist, zumal das zuständige Gericht in Wien, gelinde gesagt, äußerst unkooperativ war…) dann einen Gerichtsvollzieher in Österreich zu beauftragen…. Das ist alleine kaum mehr zu schaffen, da braucht man einen Anwalt in Österreich, und das wird dann auch wieder hübsch kosten. Ich würde daher auf diese Option dann zurückgreifen, wenn die KSV erfolglos sein sollte. Viel Glück jedenfalls!! Und: NICHT locker lassen, weil es ums Prinzip, die Berufsehre und Gerechtigkeit geht. Und eben um Geld! Den Vertragspartner kontaktieren finde ich auch keine schlechte Idee, weil das den Kunden möglicherweise unter Druck setzen kann, da er ja dann als nicht besonders seriös dasteht- ich stell mir das ganz wirksam vor. Außerdem würde ich natürlich deinen Endkunden konfrontieren mit einer entsprechenden schriftlichen Abmahnung, in der du Mahngebühren und Verzugszinsen mitberechnest (1 Woche Zahlungsfrist) und ihm ausdrücklich darlegst, dass du dir vorbehältst, ein Inkassobüro zu beauftragen. Das könnte ja dann auch schon wirken, wer weiß...


 

Bernd Müller (X)
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Warum nicht Gerichtsvollzieher?? Nov 8, 2011

Wenn Du schon mal den Titel hast- warum schaltest Du nicht einen Gerichtsvollzieher ein, wenn der Kunde nicht bankrott ist?

Zur Vermeidung von ähnlichen Vorfällen- allerdings eher im Bereich Firmen/ Übersetzerbüros- kann ich nur empfehlen: zuerst nachsehen in:

- Zahlungspraxis
- hier auf ProZ gibt es auch ein Verzeichnis von Zahlungsprellern o.ä.
- und andere dergleichen Verzeichnisse, im Internet

Gebrannte Kinder gibt es ja viele unter uns (bin selbst eines)


 

Leena vom Hofe  Identity Verified
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Bitte trotzdem BB-Einträge anlegen Nov 8, 2011

Hallo,

thematisch kann ich nur anmerken, dass ich schriftlich eine Mahnung schicken würde und nicht nur per E-Mail. Die Mahnung mit Fristsetzung und allem, was dazugehört, per Einschreiben schicken.

Anschließend ein Mahnverfahren einleiten oder eben zu einem Inkassounternehmen gehen.

Wichtig wäre es, dass Ihr (beide) noch Blueboard-Einträge anlegt (das kann man auch für Endkunden soweit ich weiß).

Ich habe nämlich im Dezember letzten Jahres für eine Unternehmensberatung eine Übersetzung angefertigt und nach einigen Monaten nur ca. 60% meines Geldes bekommen. Heute weiß ich (dank des Blueboards), dass dieses Unternehmen im gleichen Zeitraum noch 4 andere Kollegen betrogen hat.

Also wäre es eine große Hilfe für alle Kollegen, wenn Ihr das eintragt.

Danke und viel Erfolg!

Leena

[Edited at 2011-11-08 09:13 GMT]


 


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