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Pläne zur Einführung der Rentenversicherungspflicht für Selbständige
Thread poster: Elke Adams

Elke Adams  Identity Verified
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May 14, 2012

Liebe Kollegen, es bestehen offenbar Pläne zur Einführung der Rentenversicherungspflicht für Selbständige ab 01.07.2013:
http://www.deskmag.com/de/vielen-freiberuflern-droht-naechstes-jahr-das-aus-coworking-376
Der Beitrag enthält einen Link zur Unterzeichnung einer Petition gegen diese Pläne,
schöne Grüße
Elke


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Simona R
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Feste Beträge? May 14, 2012

Hallo Elke,

danke für den Link.

Eine Diskussion zum Thema habe ich gerade am Freitag ganz kurz verfolgt. Was mir wohl entgangen war, war die Tatsache, dass es hier um feste Beträge geht. Ich bin sprachlos. Altersvorsorge ist selbstverständlich ein Muss. Ich frage mich allerdings, wie viele von denen, die sich selbständig machen - egal ob Übersetzer, Architekten oder Friseure -, im ersten oder zweiten Jahr genug verdienen, um neben der Krankenversicherung auch noch einen festen Beitrag in die Rentenversicherung zu zahlen.

S.

[Bearbeitet am 2012-05-14 11:36 GMT]

[Bearbeitet am 2012-05-14 11:37 GMT]


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RobinB  Identity Verified
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Ist doch unproblematisch, oder? May 14, 2012

Hallo Elke,

hast Du etwa Probleme mit diesen Plänen? Ich - und offenbar viele anderen Ü+D in DE - meine nämlich, dass der Vorschlag der Bundesministerin grundsätzlich zu begrüßen ist, obwohl natürlich die konkrete Umsetzung abzuwarten sei. Insgesamt aber finde ich die Idee, dass auch freiberufliche Ü+D in Deutschland rentenversichert sein müssen, keinesfalls abwegig, solange die Alternative einer privaten RV jederzeit offen ist.

Schade, dass man keine Petition gegen eine Petition einreichen kann...

Robin


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Rolf Keller
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RV-Pflicht ist ein alter Hut May 14, 2012

Elke Adams wrote:

es bestehen offenbar Pläne zur Einführung der Rentenversicherungspflicht für Selbständige


Stimmt fast. Tatsächlich gibt es diese Pflicht seit vielen Jahren, nur eben nicht für alle Berufsgruppen. Unsere Gruppe einzubeziehen, erscheint aus Sicht des Staates durchaus folgerichtig, deswegen hat eine Petition kaum Chancen.

Der Beitrag enthält einen Link zur Unterzeichnung einer Petition gegen diese Pläne


Ganz gleich, wie man zu dem Vorhaben steht: Wer da abstimmt, sollte sich gründlich und nicht nur anhand eines Tendenzartikels über sämtliche Folgen für Staatsfinanzen und Gesellschaft informieren.

Nebenbei: Angehörige unserer Berufsgruppe haben schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit, in die Pflichtversicherung einzutreten. Warum haben manche das wohl tatsächlich gemacht?


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svenfrade  Identity Verified
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Für einige problematisch, für einige nicht May 14, 2012

Was für den einen unproblematisch ist, ist für den anderen problematisch.

Wie der Autor des Artikels bereits anmerkte, zielt das geplante Gesetz nicht auf ein solidarisches System ab. Nicht jeder Selbstständige (es geht hier nicht nur um Übersetzer und Dolmetscher) kann mal eben zusätzlich jeden Monat 400 Euro und mehr aus dem Hut zaubern.

Da kann man natürlich auch großkotzig von einem „Geschäftsmodell, das nicht stimmt“ sprechen, aber ganz so einfach ist die Sache wohl nicht in Zeiten, in denen eine Finanzkrise die nächste jagt. Es gibt natürlich immer Menschen, die ständig gut verdienen (und oftmals noch - wenn alle Stricke reißen - durch einen gut verdienenden Partner abgesichert sind), das gilt aber nicht für alle.

Natürlich ist eine Absicherung für das Alter prinzipiell sinnvoll, aber für viele eben nicht machbar. Allerdings kann man Selbstständige und Freiberufler auch nicht unbedingt mit Arbeitnehmern vergleichen, die mit einem bestimmten Alter in Rente gehen (müssen). Ich sehe z.B. keinen Grund, warum ich mit 65 aufhören sollte, zu übersetzen.

Für viele Selbstständige, die zzt. noch mal mehr, mal weniger gut über die Runden kommen, würde das geplante Gesetz tatsächlich das Aus bedeuten. Ich frage mich nur, was damit gewonnen wäre. Wäre es wirklich sinnvoll, das Heer von Hartz-IV-Empfängern noch zu vergrößern, für die bekanntermaßen auch nichts in die Rentenkassen eingezahlt wird und die der Allgemeinheit nicht nur später, sondern schon jetzt auf der Tasche liegen? Wohl kaum ...


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Elke Pielmeier
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Rentenversicherungspflicht May 14, 2012

Hallo Elke und Robin,

ich habe bei der Petition auch unterschrieben.

Ich bin nicht prinzipiell gegen eine Rentenversicherungspflicht für Freiberufler.
Aber ich zweifle an deren vernünftigen Umsetzung ZUM WOHL DER FREIBERUFLER.

Ich habe zum Beispiel bereits für meine Altersvorsorge einiges getan. Wie es bisher üblich war, kann man bei all diesen Verträgen wählen, ob die Rente als lebenslange Rente oder als Einmalzahlung ausgezahlt werden soll.

Nun lese ich aber beispielsweise, dass es sehr strenge Vorgaben geben soll für die Verträge, die als Altersvorsorge akzeptiert werden.

Z.B.: Nicht vererbbar.
Hier verstehe ich beispielsweise nicht, warum ein Vertrag nicht vererbbar sein soll. Ob Riester und Rürup so etwas erlauben oder nicht, interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Es geht ja um eine ALTERSVORSORGE für Freiberufler. Ob ich diese nun nach meinem Tod vererben könnte oder nicht, kann dem Staat eigentlich egal sein.

Z.B.: Kein Wahlrecht einer Einmalauszahlung.
Ist in meinen Verträgen aber so enthalten, weil es Standardverträge sind.

Ich habe unter anderem einen Vertrag aus ca. 1996 mit 4 % Garantiezins - was man heute nirgendwo mehr bekommt. Soll ich dann verhältnismässig gute Verträge auflösen oder ruhen lassen, um irgendeinen Gängelvertrag abzuschliessen, bei dem ich vielleicht noch 1,25 % Garantiezins erhalte und im Alter dann wirklich nicht davon leben kann, nur um einem neuen Gesetz Genüge zu leisten?

Wenn sich jemand selbständig macht, soll es dann eine Übergangszeit geben oder muß der angehende Freiberufler mal schnell eben einen Vertrag über 250,00 bis 400 EUR monatlich abschließen, weil er sich sonst nicht selbständig machen darf? Eine Krankenkasse kann man wechseln, einen Altersvorsorgevertrag nicht, wenn man nicht wieder bei Null anfangen möchte.

Ich halte eine Rentenversicherungspflicht für sehr sinnvoll, wenn sie:

so gestaltet wird, dass man als Freiberufler die nötigen Spielräume hat, sich eine vernünftige Altersversorgung aufzubauen, die nicht ausschließlich das Interesse des Staates vertritt, wie es momentan mit dieser Regelung der Fall ist (der Freiberufler soll so viel Rente zusammensparen, dass er etwas über dem liegt, das der Staat ihm im Armutsfall zahlen müsste), sondern dass man auch eine einigermassen vernünftige Altersversorgung hat.

Ich habe zu diesem Thema bereits vor einiger Zeit im Internet recherchiert und nichts gefunden, was mich von dem bisher geplanten überzeugt hätte.





[Bearbeitet am 2012-05-14 21:14 GMT]


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Elke Adams  Identity Verified
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TOPIC STARTER
@Simona May 14, 2012

Genau das ist es, was mich erschreckt. Ich habe selbstverständlich nichts gegen eine Verpflichtung zur Altersvorsorge. Ich habe heute extra nochmal nachgeschaut: mich trifft das nicht einmal, weil ich gut 25 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und die "Grundsicherung" schon erreicht habe. Und auch ansonsten hab ich noch ein bisschen vorgesorgt, was allerdings zusammen nicht wirklich zum Leben reicht.
Aber einen Festbetrag von bis zu 400 Euro monatlich abzuzwacken, wäre für mich mit zwei Kindern völlig unmöglich,
schöne Grüße
Elke
Und @Elke, genau so, es geht ja nicht darum, aus der Solidargemeinschaft zu flüchten oder hier nicht eingebunden werden zu wollen. Nur bitte nicht zu diesen Bedingungen. So verstehe ich die Petition.

[Bearbeitet am 2012-05-14 20:49 GMT]
@Robin: Ich habe nicht automatisch oder offensichtlich ein Problem. Und schon gar nicht ich persönlich. Ich finde es nur wichtig, zu informieren. Und vielleicht auch durch den von mir aufgeführten Link. Jedem ist natürlich freigestellt, sich zu diesem Thema selber "schlau" zu machen. Offenbar ist diese neue Diskussion - in ihrer aktuellen Form - aber nicht bekannt gewesen. Darum habe ich mir erlaubt, sie einzustellen.

[Bearbeitet am 2012-05-14 21:03 GMT]


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Simona R
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Details? May 15, 2012

Guten Morgen zusammen!

Im Artikel steht "Wer schon vorsorgt, weil mehr und regelmäßige finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, braucht dagegen nichts einzahlen."

Ein wichtiger dennoch ziemlich vage formulierter Punkt. Vorsorgelösungen gibt's ja viele. Bei welchen "braucht [man] dagegen nichts einzahlen"?

Bei meinen Recherchen zum Thema stosse ich übrigens immer wieder auf den Satz: "Für Selbständige zwischen 30 und 50 Jahren gelten abgemilderte Regeln.". Schade, dass keiner dann erklärt, wie diese abgemilderten Regeln aussehen. Hat jemand hier in der Runde eine Ahnung?

Simona


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RobinB  Identity Verified
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Probleme May 15, 2012

Hallo Elke,

ich hatte nur gefragt, ob Du ein Problem mit dem Vorschlag, da Du diese Petition zitiert hast, die - diplomatisch ausgedrückt - ziemlich einseitig ist.

Aber einen Festbetrag von bis zu 400 Euro monatlich abzuzwacken, wäre für mich mit zwei Kindern völlig unmöglich,


Es ist aber kein Festbetrag, sondern eine Untergrenze des Betrags, der sinnvollerweise als notwendig erachtet wird, um die gesetzliche Mindestrente zu erreichen.

Robin


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Steffen Walter  Identity Verified
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Private Vorsorge vs. staatliche Bevormundung May 15, 2012

RobinB wrote:

Hallo Elke,

ich hatte nur gefragt, ob Du ein Problem mit dem Vorschlag, da Du diese Petition zitiert hast, die - diplomatisch ausgedrückt - ziemlich einseitig ist.

Aber einen Festbetrag von bis zu 400 Euro monatlich abzuzwacken, wäre für mich mit zwei Kindern völlig unmöglich,


Es ist aber kein Festbetrag, sondern eine Untergrenze des Betrags, der sinnvollerweise als notwendig erachtet wird, um die gesetzliche Mindestrente zu erreichen.

Robin


Hallo Robin,

wenn man sich die vom Ministerium für die Altersvorsorge Selbstständiger gesetzten "Eckpunkte" - siehe http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Pressemitteilungen/rentendialog-selbststaendige.pdf?__blob=publicationFile - anschaut (so vage sie auch noch sein mögen), entsteht der Verdacht, dass hier ein für die Ankurbelung der privaten Versicherungswirtschaft maßgeschneidertes Gesetz geschaffen werden soll (siehe insbesondere den fünften Spiegelstrich, der Einschränkungen enthält, die bei heute abgeschlossenen Verträgen über Kapitallebensversicherungen zum Teil völlig unüblich sind). Und man wird auch sehr genau hinschauen und prüfen müssen, wie denn [Zitat] "die besondere Situation von Selbstständigen ... durch Möglichkeiten zur flexiblen Beitragszahlung und durch Beitragsfreiheit in der Existenzgründungsphase berücksichtigt" und "... durch Erleichterungen in der Einstiegsphase ... Unternehmensgründungen nicht gefährdet werden" sollen und wie die Ausnahmen für bereits vorsorgende Selbstständige aussehen sollen.

Ich sorge bereits selbst vor (m. E. auch in ausreichender Höhe), habe aber etwas gegen eine staatlich verordnete "Zwangsbeglückung". Daher Mitzeichnung der Petition, schon, um dem Thema auch auf diesem Weg die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Viele Grüße

Steffen


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RobinB  Identity Verified
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Wurde bereits ausführlich besprochen May 15, 2012

Hallo Steffen,

die von Dir angesprochenen Punkte wurden bereits mehrheitlich ausführlich anderenorts - auch von mir - besprochen, z.B. auf der pt-Liste. Auch da habe ich klargestellt, dass eine verpflichtende Annuität nicht in Frage kommen darf.

Aber viele Argumente der Petitionsunterstützer - z.B. dass das eigene Unternehmen eine Art RV darstellt - sind Blödsinn. In diesem Fall müsste der Unternehmer regelmäßig (z.B. mindestens alle paar Jahre) das Unternehmen extern bewerten lassen, um einen marktgängigen Unternehmenswert zu erreichen. Die Kosten dafür würden wahrscheinlich die Kosten der RV übersteigen!

Aber die Hauptfrage ist eine Frage des Prinzips, denke ich. Wir können - und bestimmt werden - über die Details streiten, aber die Kernfrage lautet: Sollte eine RV für alle Selbständige (grundsätzlich ohne Ausnahme, aber doch mit Übergangsregeln) verpflichtend sein? Ich meine, ja, unbedingt, genauso wie die KV. Alles andere ist verantwortungslos und verschiebt die Verantwortlichkeit für die Altersvorsorge auf die Allgemeinheit. Ich meine, wer denkt, es sei in Ordnung, dass andere Menschen für die eigene Altersvorsorge aufkommen müssen, *darf* nicht selbständig tätig werden.

After all: nobody owes us a living!

Robin


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Steffen Walter  Identity Verified
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Unternehmen = RV May 15, 2012

RobinB wrote:
...
Aber viele Argumente der Petitionsunterstützer - z.B. dass das eigene Unternehmen eine Art RV darstellt - sind Blödsinn. In diesem Fall müsste der Unternehmer regelmäßig (z.B. mindestens alle paar Jahre) das Unternehmen extern bewerten lassen, um einen marktgängigen Unternehmenswert zu erreichen. Die Kosten dafür würden wahrscheinlich die Kosten der RV übersteigen!
...


Diesem Argument, dass das Unternehmen selbst quasi eine RV sei, mag ich selbst auch nicht folgen. Das kann nur für relativ seltene Sonderfälle gelten (oder z. B. größere GmbH-Strukturen), aber nicht für das klassische Freiberufler-Setting.

Andererseits habe ich ja durchaus nicht vor, wie in einer "klassischen" Angestellten-Erwerbsbiografie mit 65 oder 67 Jahren einen Schnitt zu machen und von heute auf morgen in den Rentnerstatus zu wechseln (vorausgesetzt, ich bin gesund genug, um meine Tätigkeit fortzuführen). Nach meiner Wahrnehmung werden in dem geplanten Rentenpaket Selbstständige aber bis zu einem gewissen Grad mit Angestellten/Arbeitnehmern "in einen Topf geworfen".

Steffen


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Schtroumpf
Local time: 00:15
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Gruß aus dem Ausland May 15, 2012

Zum Thema bräuchte ich insofern keine Stellung zu nehmen, als ich hier in Frankreich seit Beginn meiner Selbständigkeit Rentenbeiträge in die Pflichtkasse einzahle. Das ist aber nur eine Mindestversorgung, eine Art Sockel, um nicht die Allgemeinheit zu belasten, sobald der Rentenfall "eintritt" (s. Beiträge von Robin).

Wie die Pflicht-RV hinterher bei euch genau aussehen soll, ist also nicht mein Thema, ich bin weder für noch gegen Petitionen.

Was mir aber seit Jahren aufstößt, ist, dass ich in meiner Sprachkombination sehr oft von Kollegen aus Deutschland anhand von Preisen unterboten werde, die - mit Verlaub - Dumpingpreise darstellen. Gäbe es bei euch eine Pflicht-RV, dann würde diese Praxis sich hoffentlich ändern, weil die Dumping-Anbieter eben nicht mehr für ein Taschengeld arbeiten können, sondern ihre Beiträge während ihrer Lebensarbeitszeit mitfinanzieren müssen.

Übrigens haben früher in Frankreich Tausende von Geschäftsinhabern darauf verzichtet, ihre Rente anzusparen, weil sie ja nur ihr Geschäft zu verkaufen brauchten, um dann vom Kapital zu leben... Etliche von ihnen vegetieren jetzt mit der Sozialhilfe, weil die Supermärkte den Markt abgeräumt haben und die Kleingeschäfte unverkäuflich geworden sind.

[Bearbeitet am 2012-05-15 16:28 GMT]


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Rolf Keller
Germany
Local time: 00:15
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Wie zahlen "Arme" die Zwangsversicherung? May 15, 2012

RobinB wrote:

verschiebt die Verantwortlichkeit für die Altersvorsorge auf die Allgemeinheit.


Das stimmt teilweise.

Aber: Wenn eine Pflichtversicherung mit "hohen" Mindestbeiträgen eingeführt wird, werden viele Kolleg/inn/en das nicht zahlen können. Für den Fall muss es Sanktionen geben, sonst ist das Ganze ein zahnloser Tiger. Welcher Art könnten die Sanktionen denn sein? Pfänden bis zum letzten Euro? Dann gehen die Leute doch lieber freiwillig auf Hartz IV. Oder gleich eine Zwangsanmeldung bei der Jobagentur? In beiden Fällen würden die Leute schon heute und nicht erst (vielleicht!) im Alter der Allgemeinheit zur Last fallen.


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Simona R
Germany
Local time: 00:15
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Da bin ich mir leider nicht so sicher... May 15, 2012

Schtroumpf wrote:

Was mir aber seit Jahren aufstößt, ist, dass ich in meiner Sprachkombination sehr oft von Kollegen aus Deutschland anhand von Preisen unterboten werde, die - mit Verlaub - Dumpingpreise darstellen. Gäbe es bei euch eine Pflicht-RV, dann würde diese Praxis sich hoffentlich ändern, weil die Dumping-Anbieter eben nicht mehr für ein Taschengeld arbeiten können, sondern ihre Beiträge während ihrer Lebensarbeitszeit mitfinanzieren müssen.

[Bearbeitet am 2012-05-15 16:28 GMT]


Hallo Schtroumpf,

ich gebe es zu: Den Gedanken hatte ich auch. Aber nur ganz kurz. Denn dann fiel mir ein, dass die italienischen Kollegen, von denen ich mit schöner Regelmäßigkeit unterboten werde, weil sie ja zu Preisen arbeiten, die zum Teil auch wesentlich niedriger sind als die, die ich vor 12 Jahren als frisch gebackene Dipl.-Übersetzerin verlangt habe, eigentlich ordentlich viel Steuern und Rentenbeiträge zahlen. Ich befürchte, das Problem Dumpingpreise lässt sich nicht so ganz einfach lösen.

S.



[Bearbeitet am 2012-05-15 17:44 GMT]


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