Interessanter Artikel über Sprachen
Thread poster: moonchild

moonchild  Identity Verified
Local time: 19:11
German to English
+ ...
Jul 21, 2012

Liebe Freunde,

habe heute morgen in der "Zeit" einen interessanten (kurzen) Artikel über Sprachen und deren Struktur gefunden. Hier ist der Link: http://www.zeit.de/2012/29/Sprache-Grammatik

Möchte euch auch nicht einen Leserkommentar vorenthalten, der mir besonders gefiel:

Deutsch ist keine schwere Sprache, zumindestens nicht das Deutsch vor 1980.

Was man heutezutage las Deutsch bezeichnet ist grausam.

Die Anzahl der verdeutschten Englischen Woerter die man jetzt findet in der Sprache ist unertraeglich.

Warum soll man als Auslaender Deutsch lernen? Das Deutsch von heute liest sich und hoert sich an wie Englisches Kauderwelsch.

Meine Deutschen Woerterbuecher sind jetzt fast nutzlos weil man das Kauderwelsch dort nicht finden kann.

Was wuerden Goethe und Schiller darueber denken??

Zum Glueck ist mein FAUST eine Uebersetzung die ich ich vor Jahrzehnten kaufte.

Whatever happened to Hochdeutsch??


 

David Wright  Identity Verified
Austria
Local time: 01:11
German to English
+ ...
Unsinn! Jul 21, 2012

Sprachen entwickeln sich ständig. Man mag vielleicht die Entwicklung unschön finden, aber sie wird nicht deswegen aufhören. Und bekanntlich ist "beauty in teh eye/ear of the beholder" - was der eine schiach findet, findet der andere schön (zB der Ösi findet deutsche Wörter wie lecker oder Klößchen absolut unschön, und mir persönlich gefällt das Wort "nestbeschmutzer überhaupt nicht!))

Englisch hat mit der Zeit soviele "hässliche" Wörter aus dem Latein, dem Französisch, sogar aus dem Deutschen übernommen, und ist nicht daran zugrunde gegangen. Entweder werden die englische Wörter im Deutschen "einheimisch" oder sie werden wieder verschwinden (ich rede nicht von den Versuche manche Geschäftszweige, ein absolute unsinnige Sprache zu verwenden die weder Englisch noch Deutsch ist, sondern von der normalen Sprache der normalen Leute.


 

wonita (X)
China
Local time: 20:11
Einverstanden Jul 21, 2012

David Wright wrote:

Sprachen entwickeln sich ständig. Man mag vielleicht die Entwicklung unschön finden, aber sie wird nicht deswegen aufhören.

Was mich stört ist aber, dass der gleiche Begriff zweimal vorkommt, einmal in Englisch und einmal in Deutsch. Da weiß ich überhaupt nicht mehr, wie ich das ins Chinesische übersetzen soll. Wir haben in Regensburg z.B. einen Gewerbepark und einen Besinesspark; das MLP Banking Software hat ein Postfach und ein Postbox mit unterschiedlichen Funktionen. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als der Englische Begriff in Englisch zu lassen, was wiederum dazu beiträgt, mehr Anglizismen ins Chinesische zu bringen...


 

Bernd Müller (X)
Germany
Local time: 01:11
German to Romanian
+ ...
Ich fürchte, David Wright hat nur allzu recht! Jul 22, 2012

Was keinesfalls bedeutet, dass ich die Überschwemmung mit Anglizismen gut finde. Aber, waren die Entlehnungen aus dem Französischen, des 18. und auch 19. Jh., viel besser?

S.a. "Internationalismus (Sprache)" , "Fremdwort" etc. unter Wikipedia- die Globalisierung bringt es offenbar mit sich, heute mehr denn jeh', und wir können dies nicht aufhalten- genausowenig wie andere Völker (die darüber genausowenig glücklich sind, in der Regel- auch bzgl. des Eindringens der DE- Fremdwörter, seinerzeit, nicht glücklich waren, vermutlich) . Auch mit Gesetzen, wie in Frankreich, nicht! Und unseren Kindern und Kindeskindern wird es wohl gar nicht mehr auffallen, selbst wenn sich Goethe und Schiller im Grab drehen würden- denn wir leben nun mal im HEUTE!

Aber der eingangsgenannte Artiklel ist unbedingt lesenswert- und rückt die Positionen der "großen" Sprachen in ein ganz anderes Licht, als gehabt- bei den Nicht- Sprachwissenschaftlern wie bei mir z.B


[Editat la 2012-07-23 05:06 GMT]


 

moonchild  Identity Verified
Local time: 19:11
German to English
+ ...
TOPIC STARTER
Zurück zum Artikel ... Jul 22, 2012

Hallo,

ich sehe, dass der Leserkommentar dazu beigetragen hat, den eigentlichen Artikel in den Hintergrund zu rücken. Bitte um Entschuldigung, das war nicht meine Absicht.

Im Artikel selbst (http://www.zeit.de/2012/29/Sprache-Grammatik) geht es eigentlich um etwas anderes, was ich sehr interessant fand und dachte, dass es auch euch interessieren könnte.


 

Nicole Schnell  Identity Verified
United States
Local time: 16:11
English to German
+ ...
Abgesehen von dem wunderbaren Tippfehler Jul 22, 2012

"Stammelsprachen", statt "Stammessprachen" (Freudscher?) finde ich den Artikel recht oberflächlich und nicht unbedingt bahnbrechend. Wer keine Hochachtung vor seiner eigenen Sprache hat und als einzigen Maßstab und Vergleich nichts anderes als Türken- und Kiezdeutsch zu bieten hat, sollte vielleicht die Finger vom Artikelschreiben lassen - oder sich bei der Bildzeitung bewerben.

 

Elke Fehling  Identity Verified
Local time: 01:11
Member (2005)
English to German
+ ...
@moonchild Jul 22, 2012

Warum ging es Dir denn, als Du uns den Artikel hier vorstelltest?

 

Elke Adams  Identity Verified
Germany
Local time: 01:11
Member (2007)
Dutch to German
+ ...
Verwirrt Jul 22, 2012

Ich bin etwas verwirrt ob des Sammelsuriums, das im Artikel dargestellt wird.
Und denke immer zurück daran, als ich während meines Studium versucht habe, Finnisch zu lernen. Ich sage heute immer noch gerne, dass ich daran intellektuell gescheitert bin.
Aber warum? Wir alle haben doch Sprachen gewählt, die uns interessieren (aufgrund des Landes vermutlich). Aber einige Sprachen erscheinen einigen von uns "leicht", andere als "schwer".
Wie sieht die Ausgangslage aus, beim "Einordnen" von Sprachen, ich denke, wir gehen von unserer Muttersprache aus. Ich habe zwei, Kölsch und Deutsch.
Ist deshalb Niederländisch für mich als Sprecherin von Platt einfach? Nein, gespickt mit 99 % Fallen, in denen die kichernden, falschen Freunde lauern.
Und weil Germanisch halt germanisch ist, ist Schwedisch, Norwegisch oder Dänisch eigentlich auch Deutsch? Und die letztgenannten sind alle eh skandinavisch? Nein, so funktionieren Sprache und Kultur nicht.
Ich halte deshalb die Unterscheidung in "schwierige" und "nicht schwierige" Sprachen für völlig schwachsinnig. Jede Sprache hat ihr Konstrukt - und Finnisch werde ich auch noch lernen! Es gilt dabei nur, Eselsbrücken herzustellen. Gut, das kann fordernder sein, wenn man der schulischen Laufbahn ungekannte Sprachen lernt und Erfahrungen macht?
Lieben Dank übrigens für die Diskussion und den Artikel!


[Bearbeitet am 2012-07-22 17:02 GMT]


 


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