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Genug verdienen, um auch mal krank sein zu dürfen
Thread poster: Schtroumpf
Schtroumpf
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Mar 11, 2013

Liebe Leute und Kollegen,

wie etliche von uns hier ärgere ich mich oft über Branchenangehörige, die ihre Übersetzungen zu Spottpreisen verkaufen. Inzwischen kommen sogar Wortpreise für den deutschen **Quell**text in Mode, die rein optisch normal daherkommen - wer wird sich bei Agenturaufträgen über 13 Cent/Wort beschweren? Aber bei **deutschen** Wörtern macht das nach meiner Rechnung nur noch um die 10 Cent/Zielwort, wenn ich ins Französische übersetze! Für hochwertige Arbeit sind das Preise aus dem letzten Jahrhundert.

Für alle, die meinen, sie könnten von 2500 Euro Umsatz flott leben, möchte ich hier noch einmal an die Notwendigkeit erinnern, z.B. unsere Krankenversicherung selbst zu finanzieren oder uns sonst im Krankheitsfall von Ehrenamtlichen im Wohltätigkeitsbereich versorgen zu lassen. Ich male keineswegs den Teufel an die Wand. Die hohe Zahl von selbständig Erwerbstätigen ohne KV wird z.B. in diesem Artikel beleuchtet:
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/zu-arm-um-krank-zu-sein-1.html

Also plädiere ich erneut dafür, ausreichend hohe Preise abzurechnen, um Geld auf der hohen Kante zu behalten für Schicksalsschläge und nebenbei die Beiträge zu KV, RV, Tagegeldversicherung usw. usf. aufzubringen.

Wir können uns nicht wundern, wenn unsere Industriekundschaft lieber auf dem Markt übersetzen lässt: Solange es noch angestellte Übersetzer bei der Industrie gab, genossen die nämlich alle o.g. sozialen Vorteile plus Arbeitslosenversicherung und brauchten obendrein nicht in ihr Arbeitsmaterial usw. zu investieren. Für die Industrie rechnete sich so ein Arbeitsplatz doch bestimmt auf über 5000 Euro/Monat. Entsprechend hoch sollte also auch unser monatlicher Durchschnittsumsatz liegen, sonst beuten wir uns selbst aus.


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xxxxxLecraxx
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Du hast natürlich absolut recht Mar 15, 2013

Danke für deinen Beitrag.

Ich frage mich seit geraumer Zeit, wann die ersten Übersetzer damit anfangen, sogar noch draufzuzahlen, um etwas übersetzen zu dürfen. Schon erschreckend, wie wenig sogar einige der scheinbar etablierteren Übersetzer nehmen (und wie wenig einige Kunden zahlen wollen... so einige der in Deutschland ansässigen Agenturen zahlen weit weniger als 10 c/Wort). Um ein normales Leben in unserer Gesellschaft führen zu können (dazu gehören Krankenversicherung, Krankengeld, Rentenversicherung, Urlaub...) ist eben ein gewisses Preisniveau erforderlich, das irgendwann keinen Spielraum mehr nach unten zulässt.


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Warum ist das nur so? Mar 17, 2013

Warum bekommen wir, die kleinen Arbeiter, immer weniger Geld? Wir sind selbst schuld, weil wir uns selbst abschaffen, und zwar jeden Tag aufs Neue.

Wenn wir wollen, dass man uns anständig entlohnt, müssen wir täglich unseren Beitrag leisten, damit andere Menschen sich unsere Leistungen noch leisten können. Jeder muss selbst aktiv werden:

http://bit.ly/Ws8K2p


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xxxxxLecraxx
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Hm... Mar 18, 2013

Na ja, in dem Falle können wir ja tatsächlich etwas daran ändern, da wir die Preise selber festlegen. Anders als der "kleine Arbeiter" sind wir nämlich unser eigener Chef. Eine mögliche Lösung wäre, konsequent und von Anfang an ordentliche Preise zu verlangen und nichts darunter zu akzeptieren. Es wäre in D. ja sogar möglich, sich als Selbständiger lange Zeit vom Jobcenter bezuschussen zu lassen, solange man noch nicht genug verdient. Das Problem dabei ist aber nicht nur, dass viele andere Übersetzer extrem wenig nehmen (und wie gesagt viele Agenturen auch nur sehr wenig zahlen), sondern auch, dass man als Anfänger ohne Ahnung viele widersprüchliche Ratschläge erhält. Hier mal ein paar Aussagen, die ich in den letzten 2,5 Jahren zu hören bekommen habe:

"Am Anfang nimmst du natürlich viel weniger Geld als ein erfahrener Übersetzer, das ist doch klar."

"Am Anfang bloß nicht zu wenig nehmen, sonst kommst du aus diesem Preissegment nicht mehr heraus und außerdem machst du die Preise kaputt."

"Na, für so wenig Geld würde ich nicht arbeiten, außer vielleicht, bevor ich Hartz IV beantragen muss."

"Am Anfang übernimmt man Aufträge aus ganz vielen verschiedenen Fachgebieten und spezialisiert sich dann nach und nach. Für den Anfang eignet sich zum Beispiel so etwas wie Marketingtexte oder Beipackzettel."

"Bloß immer nur Aufträge aus Gebieten übernehmen, in denen man sich wirklich auskennt! Langsam und gründlich neue Fachgebiete erarbeiten und sich auf wenige konzentrieren!"

(Agentur:) "Tut mir Leid, ich kann leider nur 5 Cent pro Wort zahlen, denn ich habe den Auftrag ja selber auch nur von einer anderen Agentur, und die zahlt mir nur 6 Cent pro Wort. Ach, pro Wort im Zieltext, versteht sich (FR>DE...)."

Das sind so die Probleme, mit denen man sich am Anfang (und es sind ja seltener die wirklich etablierten professionellen Übersetzer, die Dumpingpreise nehmen, obwohl auch dies durchaus vorkommt) herumschlägt.


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Hm Mar 18, 2013

Du meinst sicher Aufstocker. Man arbeitet gerade daran, das abzuschaffen. Für so was hat der Staat in Zukunft kein Geld mehr. Das wars dann mit Unterstützung vom Arbeitsamt. Der Staat finanziert lieber Bahnhöfe, die keiner haben will und "verschenkt" unsere Steuergelder an Superreiche aus Übersee, damit die noch ein bisschen weiter wetten können.

Deine Aussagen bzw. die Tipps, die man dir gegeben hat, kenne ich gut. Ich glaube, Dumping-Preise werden oft von Übersetzerinnen angeboten, die sich neben Kind und Kegel noch was dazuverdienen wollen, während der Mann die große Kohle anschafft. Natürlich geht das geschlechterspezifisch auch andersrum. No Offense!

Wie soll man von den Preisen pro Wort überleben können, wenn man zusätzlich noch recherchieren muss. Ein Witz! Und Fachaufträge, mit denen man sich auskennt, an Land zu ziehen, wie soll das funktionieren? Früher habe ich allein 50% meiner Zeit in SEO und Programmierung der Webseite investiert, um überhaupt mal ab und zu an Aufträge zu kommen, wenn es Google in den Kram passte. Die Aufträge sind dann oft so unterschiedlich und "einmalig", dass die Arbeit sehr mühsam und praktisch umsonst war. Ansonsten wird einem nur überall das Geld aus der Tasche gezogen und ohne Werbung läuft gar nichts. Ich bin auch nicht Übersetzer geworden, um für Agenturen den Skalven zu spielen oder aus Zeitdruck nur Müll abzuliefern.

Und wenn dann mal ein guter Auftrag von allein kommt, hängt der Kunde noch den Spruch "bis gestern" dran, so dass man sich die Nacht um die Ohren hauen muss.

Gibt es überhaupt noch kleine selbstständige Übersetzer, die diesen Beruf hauptberuflich ausüben, die sich alles selbst finanzieren? Wie viele Fakes allein hier im Forum unterwegs sind, möchte ich gerne mal wissen. Auf der BDÜ Webseite gibts ein Video, von einem staatlich geprüften "Finanzübersetzer", der eine Englisch-Deutsch Übersetzung aus dem Wall Street Journal für einen TV-Bericht anfertigt. Ein typischer Fall aus der Praxis, so heißt es. So eine Verlade hab ich selten gesehen. "Finanzübersetzer" und dann auch noch Englisch-Deutsch. Wie kommt man an solche Aufträge, ohne SEO im 5-stelligen Bereich zu betreiben. Gar nicht, die Agenturen und ihre Mitarbeiter-Sklaven, die sich mit 40 dauerhaft krank schreiben lassen können, haben den Markt voll in der Hand.

Wenn ich mich am Supermarkt an die Kasse setze, verdiene ich mehr und hab weniger Stress. Es gibt zu viele Übersetzer und zu wenig Aufträge, um davon leben zu können. Wenn ich mir die Listen anschaue , wie oft in NRW Prüfungen für den Nachweis der Rechtssprache stattfinden, mit deren Bestehen man sich dann ermächtigen lassen kann, wird mir schlecht. Da gibts dann im Raum Köln 900 Übersetzer und 300 Urkunden pro Monat. Weiß das der BDÜ, ATICOM und all die anderen? Klar! Aber man kann damit eben schön Geld verdienen.





[Edited at 2013-03-18 11:40 GMT]

[Edited at 2013-03-18 11:42 GMT]

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[Edited at 2013-03-18 11:58 GMT]

[Edited at 2013-03-18 11:59 GMT]


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Steffen Walter  Identity Verified
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Je nach persönlicher Wahrnehmung ... Mar 18, 2013

... gibt es ganz viele "Wahrheiten" - und Marktsegmente (oder eben auch nicht). Der hier geäußerte negative Tenor ("Es gibt zu viele Übersetzer und zu wenig Aufträge, um davon leben zu können.") ist aus meiner Sicht als hauptberuflich (auch im Finanzbereich und vorwiegend in der Richtung Englisch-Deutsch!) tätiger Übersetzer und Dolmetscher ziemlicher Nonsens. Und es gibt "Agenturen" und Agenturen ("Umtüter" vs. qualitätsorientierte Büros).

Mehr als auf SEO kommt es in diesem Zusammenhang m. E. auf die gelieferte Qualität und daraus entstehende Empfehlungen/"Mundpropaganda" an. Aber wenn schon die Haltung "wir kleinen, armen Arbeiter und die bösen großen Agenturen, Konzerne etc." dahintersteht, wird das wohl nichts. Ist aber sehr bequem, die Schuld immer beim jeweils Anderen abzuladen und sich in der Opferrolle zu gefallen...

Nix für ungut und viele Grüße

Steffen


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Cetacea  Identity Verified
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Da kann ich Steffen nur lebhaft zustimmen Mar 18, 2013

Steffen Walter wrote:
Mehr als auf SEO kommt es in diesem Zusammenhang m. E. auf die gelieferte Qualität und daraus entstehende Empfehlungen/"Mundpropaganda" an. Aber wenn schon die Haltung "wir kleinen, armen Arbeiter und die bösen großen Agenturen, Konzerne etc." dahintersteht, wird das wohl nichts. Ist aber sehr bequem, die Schuld immer beim jeweils Anderen abzuladen und sich in der Opferrolle zu gefallen...
Steffen


Ganz genau. Und eben solche "armen Opfer" sind es, die dem Ruf des Übersetzers am meisten schaden. Hilflose Hascherl nimmt nämlich niemand ernst...


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xxxxxLecraxx
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Ja Mar 18, 2013

Für den Anfänger ist es eben sehr schwer zu überblicken, aber ich denke, das a) gerade heutzutage der Bedarf an guten Übersetzungen sehr groß ist und b) es unter den vielen, vielen Übersetzern auch so einige gibt, die leider nicht besonders gut sind. (Wie viele Übersetzer haben keinerlei Ausbildung in diesem Bereich? War es die Hälfte?) Und die haben - neben den Anfängern, die sich noch etablieren müssen, und das dauert i.d.R. Jahre - die meisten Probleme. Ferner gibt es auch viele, die Probleme mit der Selbständigkeit an sich haben. Kundenakquise liegt nicht jedem. Gerade dem typischen scheuen Übersetzer, der am liebsten zu Hause alleine am Computer arbeitet (vielleicht sogar gerade deshalb Übersetzer werden wollte), fällt so etwas oft schwer. Viele der sehr erfolgreichen Übersetzer haben gar keine Website.

Du meinst sicher Aufstocker. Man arbeitet gerade daran, das abzuschaffen. Für so was hat der Staat in Zukunft kein Geld mehr.


Echt? Habe ich noch nichts von gehört. Es gibt "Aufstocker" (ich weiß gar nicht, ob man das bei Selbständigen auch so nennt), die verdienen jahrelang 100 Euro im Monat und lassen sich den Rest vom Jobcenter bezahlen. Da sie nicht arbeitslos sind, müssen sie sich auch nicht um andere Arbeitsmöglichkeiten bemühen, d.h. die Bewerbungspflicht fällt weg. Als Übergang finde ich das in Ordnung, aber dass es irgendwann sinnvoll ist, sich etwas anderes zu suchen, wenn es einfach nicht besser wird, liegt auf der Hand.

Ich weiß, dass es viele selbständige Übersetzer gibt, die gut von ihrer Arbeit leben können. Gerade wenn man in der Lage ist, hochwertige Finanzübersetzungen (oder andere gefragte Fachübersetzungen) anzufertigen. Das kann nicht jeder.

Das Video kenne ich... kann daran nichts Schlechtes finden.

Wenn jemand unter einem bestimmten Betrag arbeitet, kann er nicht professionell sein, da er davon schlichtweg nicht leben kann. Es handelt sich, wie du sagtest, häufig um die berühmten "Hausfrauen" o.ä., die sich etwas dazu verdienen oder ihren Traum leben wollen, oder aber um absolute Anfänger, die sich am Angestelltengehalt orientieren.

Auch Fakes gibt es hier, natürlich. Aber die erkennt man ja recht schnell.

Urkundenübersetzungen: Die Kurse sind teuer, ja. Aber eine durchaus sinnvolle Investition. Und wirklich überteuert sind die Kurse nicht, will ich meinen.

@Cetacea:

Und eben solche "armen Opfer" sind es, die dem Ruf des Übersetzers am meisten schaden.


Ja, aber vielleicht sind es auch die Möchtegernübersetzer, die zu wenig Geld nehmen und nur Stuss abliefern.

Ich denke nicht, dass die "armen Opfer" dem Ruf am meisten schaden.


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xxxxxLecraxx
Germany
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PS Mar 18, 2013

tipptipp wrote:
Aber keiner erklärt mal Schritt für Schritt, wie er an die großen "Finanzübersetzungen" kommt, wer die Kunden sind und woher sie kommen und was ihr dafür getan habt.


Diese Frage wird wohl kaum einer so konkret beantworten Es gibt Dinge, die werden irgendwie nur ungern weitergegeben. Dazu gehören auch klassische Anfängertehmen wie "wie arbeite ich mich systematisch in neue Fachgebiete ein" oder "wie angle ich mir Direktkunden".


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OK Mar 18, 2013

Viele der sehr erfolgreichen Übersetzer haben gar keine Webseite.


Wie sind sie erfolgreich geworden, woher kommen ihre Aufträge?

LG


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Schtroumpf
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TOPIC STARTER
Unsere eigene Verantwortung, ja Mar 18, 2013

Ja, es ist unsere Entscheidung, ob wir Übersetzer sein möchten oder etwas anderes. Und es ist genauso unsere Verantwortung, dass unser Preisgefüge realitätsnah gestaltet wird, also: genug Geld auch ohne 70-Std.-Woche, genug für Krankheitsfälle, Konjunkturlöcher usw. Es ist keine Alternative, dass wir erst bis zum Umfallen arbeiten - und dann ohne Versicherung dastehen, wenn der Körper zusammenklappt.

Niemand hat einen "Anspruch" darauf, dass die Selbständigkeit ihm genug einbringt, dass die Konjunktur nett zu uns ist oder dass er nicht krank wird. @TippTipp, auch die Zeit, bis unser Übersetzerladen richtig läuft, ist eine der "Investitionen", die wir rechnerisch irgendwie amortisieren müssen! Vor Ablauf einer gewissen Mindestzeit im Geschäft wird die Selbständigkeit kaum rentabel sein.

Der Hintergrund für meinen Diskussionsanstoß war, dass hier und da bereits Kollegen von uns nach bei solchen Schwierigkeiten in die Bedürftigkeit abgerutscht sind. Hinterher ist es natürlich zu spät. Daher möchte ich anregen, dass gerade Berufsanfänger schon jetzt die Möglichkeit im Kopf durchspielen, wie sie in dem Fall daständen. Und sich umgehend absichern.

Wenn man nicht den Kopf in den Sand steckt, sieht man schnell, dass man mit 50 oder 60 leichter krank wird oder dass langfristig Durststrecken unvermeidbar sind, einfach weil wir Menschen sind und keine Maschinen. Keiner von uns kann mit Sicherheit kalkulieren, wieviel tausend Euro ihn das kosten wird, und wann. Aber auf seine Netto-Preiskalkulation einen entsprechenden Aufschlag für Durststrecken draufschlagen, das sollte jeder ab dem ersten Arbeitstag.


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Cetacea  Identity Verified
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Nerv getroffen Mar 18, 2013

tipptipp wrote:
Liebe Catacea,

wie soll ich Dich ernst nehmen, erzähl doch mal, warum du so schlau bist, bzw. woher du deine Aufträge bekommst.


Warum sollte ich? Ausgerechnet gegenüber jemandem, der sofort aggressiv wird, wenn man wagt, ihm zu widersprechen? Aber zu Deiner Information: Ja, ich bin auch einer von denen, die schon seit über 30 Jahren gut im Geschäft sind, aber es gibt auch Berufsanfänger, die von ihrer Tätigkeit gut leben können, weil sie erstens ihr Handwerk beherrschen und sich zweitens nicht unter Wert verkaufen. Mit denen arbeite ich übrigens auch gerne zusammen.

Bezahlst du jeden Monat alle deine Lebenskosten selbst, oder steht da vielleicht doch noch einer hinter dir, wenn es am Monatsende eng wird?


Ganz im Gegenteil: Ich stehe hinter jemandem, bei dem's manchmal am Monatsende eng wird. Und ich stelle meine Zeit mindestens einen Monat pro Jahr einem Forschungsprojekt zur Verfügung, auf meine Kosten, notabene. Nicht, dass Dich das das Geringste angehen würde, aber sei's drum.

Zeig uns doch bitte, warum du so toll bist.

Vielleicht fängt's ja dabei an, dass ich einen Namen richtig abschreiben kann...?

Marcel G. wrote:
Ja, aber vielleicht sind es auch die Möchtegernübersetzer, die zu wenig Geld nehmen und nur Stuss abliefern.


Du hast völlig Recht, das ist die zweite grosse Gruppe der Problemverursacher, aber erstens überschneidet die sich oft mit der ersten, und zweitens wurde dieses Thema hier schon so oft diskutiert, dass es eigentlich gar nicht mehr erwähnt zu werden braucht.


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Schtroumpf
Local time: 18:12
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TOPIC STARTER
Zurück zum Thema... Mar 18, 2013

Ist auch schön, wenn eine Diskussion in Gang kommt - allerdings war das Thema eigentlich die Kranken- und Tagegeldversicherung von selbständigen Übersetzern.


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xxxxxLecraxx
Germany
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Aufträge Mar 18, 2013

tipptipp wrote:

Viele der sehr erfolgreichen Übersetzer haben gar keine Webseite.


Wie sind sie erfolgreich geworden, woher kommen ihre Aufträge?

LG


Selber bin ich leider noch nicht so weit, um das aus erster Hand beantworten zu können :/ Was ich jedoch mitbekommen habe ist, dass sie aktiv potenzielle Kunden ansprechen, zum Beispiel telefonisch oder indem sie sich persönlich vorstellen. Vorher müssen sie natürlich auskundschaften, ob und welche Art Übersetzungen von genau diesem Kunden in spe benötigt werden. Wichtig ist allerdings, dass man dann auch wirklich gute Arbeit abliefert und alles absolut professionell abläuft. Als blutiger Anfänger würde ich es daher vorziehen, zunächst Erfahrung über Agenturaufträge zu sammeln, Fachgebiete zu vertiefen und einfach Routine zu bekommen. (Keine Frage, es gibt auch Agenturen, die sehr anständig zahlen! Aber die nehmen eben auch ungern Anfänger. Es ist ein Teufelskreis, ich weiß. Andererseits gibt es auch Übersetzer, die fest angestellt irgendwo arbeiten...das wäre ja auch noch eine Option.)


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