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Was fĂŒr Steuern und Versicherungen zahlt man als SelbstĂ€ndige?
Thread poster: Astrid Elke Witte

Astrid Elke Witte  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
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Nov 14, 2004

Ich arbeite ab dem 03.01.2005 als SelbstĂ€ndige, weiß aber nichts darĂŒber, weil ich bisher immer, seit ich in Deutschland wohne, bei einer Rechtsanwaltskanzlei angestellt bin.

Auf dem Lohnzettel gibt es immer eine Vielzahl Abgaben - verschiedene Steuern und Versicherung - zu zahlen. Ich habe gehört, daß man nicht alle Abgaben als SelbstĂ€ndige zahlt - aber welche noch zu zahlen, und an wen, habe ich keine Ahnung. Wer kann helfen?


 

Siegfried Armbruster  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
Member (2004)
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Warum hier? Nov 14, 2004

Sorry,
vielleicht kommt meine Antwort arrogant oder verletzend rĂŒber aber...
frage in deinem Bekanntenkreis nach einem guten Steuerberater und frage den, gehe zur IHK und frage nach einem ExistenzgrĂŒnderseminar. Man/Frau kann dir dort wirklich qualifiziert helfen.
Wenn du dann nach einer grundlegenden Beratung noch spezielle Fragen hast die andere Übersetzer betreffen (also wie wir dies oder das machen) dann Frage hier wieder nach. Hier kannst du nur die Meinung und Erfahrung deiner Fachkollegen, also von Übersetzern bekommen. Und ich glaube dass es am meisten bringt wenn wir es so machen wie unsere Kunden auch - sich an einen Spezialisten wenden.

Also wie gesagt, ich möchte nichts abweisendes rĂŒberbringen, aber die Informationen in diesem Forum entsprechen nur den Erfahrungen von uns, können deshalb auch schon etwas Ă€lter sein etc...

Ansonsten noch einen schönen Sonntag.

Siegfried


 

Ruxi
German to Romanian
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An sarmb... Nov 14, 2004

Ich denke Sie haben den Beitrag nicht verstanden.So wie ich verstehe meldet sich Astrid hier als Übersetzerin (hat auch ein schönes Profil) und wird ab 2005 selbstĂ€ndig ĂŒbersetzen.
Sie ist neu, darum stellt sie die Frage.Ausserdem ist sie auch seit kurzem in Deutschland.
Warum muß man so feindlich sein mit AnfĂ€nger? Die haben nicht gleich Geld fĂŒr ein Finanzberater und diese sind auch nicht an jeder Straßenecke zu finden,nur so fĂŒr Fragen.


Astrid
Ich kann dir leider nichts antworten, möchte auch gerne erfahren.
Ich denke irgendwo hier im Forum mĂŒĂŸte man eine kleine AnfĂ€ngerdatenbank einrichten wo die neue Übersetzer Antworten auf finanzielle Angelegenheiten die sie betrifft bekommen und nicht immer fragen mĂŒĂŸen.
Als Übersetzer wird man sprachlich sehr ausgebildet, aber ob auch in finanzielle Sachen?Man mĂŒĂŸte eine Enzyklopedie sein alles zu kennen: Sprachen, ein oder mehrere Bereiche und dazu noch Finanz- und Steuerwesen.

Viel GlĂŒck Astrid,
Ruxi


 

Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
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IHK Nov 14, 2004

Hallo Astrid,
ich stimme Siegfried grundsĂ€tzlich zu - nicht, weil dir hier niemand helfen möchte oder kann, sondern weil wir viel zu wenig ĂŒber dich wissen, um dir wirklich qualifizierte Hinweise zu geben. Was fĂŒr den einen oder anderen richtig ist, kann fĂŒr deine spezifische Situation falsch (oder zumindest ungĂŒnstig) sein. Mein Eindruck ist auch, dass dir Detailinfos momentan (noch) nicht so viel bringen, weil du erst einmal einen Überblick brauchst.

Wenn du ab Januar starten willst, wird's höchste Zeit, dich qualifiziert zu informieren. Die Angebote der IHK fĂŒr ExistenzgrĂŒnder sind ein guter Anhaltspunkt - als ich dieses Angebot vor einigen Jahren in Anspruch nahm, gab's sogar eine Schulung eines auf ExistenzgrĂŒnder spezialisierten Unternehmensberaters.

Auf der Website des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Arbeit gibt's einen eigenen Bereich fĂŒr ExistenzgrĂŒnder, inklusive eines Infotelefons.

Und was die steuerliche Seite anbelangt: ein Steuerberater lohnt sich meistens - meiner ist alles andere als billig, zahlt sich aber jedes Jahr aus. Das ist natĂŒrlich ein Kostenfaktor - gerade am Anfang, aber du kannst ja auch beim Finanzamt nachfragen.

Viel GlĂŒck!

Gruß Ralf


 

Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
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Nicht feindlich - nur realistisch Nov 14, 2004

Hallo Ruxi,
Sie ist neu, darum stellt sie die Frage.Ausserdem ist sie auch seit kurzem in Deutschland.

Astrid ist schon seit einigen Jahren Mitglied bei ProZ.com - und wenn ich mich richtig erinnere, immer in Deutschland.

Warum muß man so feindlich sein mit AnfĂ€nger?

Auch wenn ich den Beitrag wahrscheinlich etwas anders formuliert hÀtte: feindlich ist das absolut nicht - eher realistisch.

Auch wenn alle BeitrĂ€ge, Infos und Erfahrungsberichte immer gut gemeint sind: Die Gefahr einer Fehlinformation ist nicht zu unterschĂ€tzen. Um ihr wirklich helfen zu können, mĂŒsste Astrid wesentlich mehr Informationen bereit stellen:

- Persönliche Details
Familienstand, Steuerklasse, Kinder (auch die möglicherweise geplanten...), bisherige Krankenkasse, existierende Altersvorsorge (inkl. der vorgesehenen WeiterfĂŒhrung), bestehende vs. benötigte Versicherungen, evtl. auch Immobilienbesitz...

- GeschÀftsmodell
Anlaufkosten/Investitionen (Hardware, Software, WörterbĂŒcher, etc.), laufende Kosten, Zielkundenanalyse, Konkurrenz, geschĂ€tztes Umsatzvolumen - nicht zu vergessen: Preiskalkulation...

- Sonstige wichtige Informationen
Steuerliche Besonderheiten (Arbeitszimmer in der Wohnung bzw. im Hause, Möglichkeiten staatlicher Förderung (ExistenzgrĂŒnderprogramme, zinsgĂŒnstige Finanzierung, Ansparabschreibung, etc.)

Ich persönlich hÀtte ein Problem, diese Details in einem öffentlichen Forum "auszupacken". Nur - ohne diese Hintergrundinformationen bringen alle gut gemeinten RatschlÀge nicht viel, weil sie zwangsweise an der OberflÀche bleiben.

Es gibt eine Reihe guter und qualifizierter Informationsquellen - die örtliche IHK ist immer ein guter Startpunkt. Und natĂŒrlich kann die Beratung am Anfang auch Geld kosten; das ist aber genau so eine Investition in eine unternehmerische TĂ€tigkeit wie die Anschaffung eines PC. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht unterscheidet sich eine selbststĂ€ndige ÜbersetzertĂ€tigkeit nicht (oder nur marginal) von anderen freiberuflichen Dienstleistern - also mĂŒssen wir auch die unternehmerischen Rahmenbedingungen schaffen.

Gruß Ralf


 

Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
Member (2002)
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IHK, Gewerbe und Freiberufler Nov 14, 2004

Ralf Lemster wrote:
Es gibt eine Reihe guter und qualifizierter Informationsquellen - die örtliche IHK ist immer ein guter Startpunkt.


Ein guter Tipp aus zweierlei GrĂŒnden:

1. Auch wenn man hĂ€ufig anderes liest und gerne ĂŒber die Zwangsmitgliedschaft bei der IHK geklagt wird - bisher habe ich bei der IHK immer sehr kompetente Ansprechpartner angetroffen. Das setzt allerdings ein Gewerbe (=geplante TĂ€tigkeit als Agentur) voraus, keine freiberufliche TĂ€tigkeit (=geplante TĂ€tigkeit als "reiner" Übersetzer) . Wobei die Informationsveranstaltungen -gerade zur ExistenzgrĂŒndung- natĂŒrlich allen Interessenten offenstehen.

2. Soweit ich weiß, ist die IHK nur fĂŒr Gewerbetreibende zustĂ€ndig, nicht fĂŒr Freiberufler? Unterstellt dass mein Kenntnisstand da korrekt ist, wĂ€re das ein ganz einfaches Beispiel, dass man derartige Fragen nicht pauschal beantworten kann.

Einen schönen Sonntag noch
Klaus

[Edited at 2004-11-14 10:22]


 

Ralf Lemster  Identity Verified
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Informationen sind auch fĂŒr Freiberufler verfĂŒgbar Nov 14, 2004

Hallo Klaus,
2. Soweit ich weiß, ist die IHK nur fĂŒr Gewerbetreibende zustĂ€ndig, nicht fĂŒr Freiberufler?

Das ist richtig - zumindest werden Freiberufler nicht zur Zwangsmitgliedschaft "verdonnert". (Da ich mein Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH fĂŒhre, bin ich trotzdem drin...)

Ungeachtet dessen stehen die ExistenzgrĂŒnder-Seminare der IHK auch angehenden Freiberuflern offen - zumindest ist das meine Erfahrung aus Frankfurt. Klar hört die Beratung irgendwann auf, sobald klar wird, dass du dich nicht zum "zahlenden Mitglied" entwickeln wirst - deswegen hab' ich ja auch gleich den Link zum BMWA reingepackt.

LG Ralf


 

Jerzy Czopik  Identity Verified
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Local time: 06:25
Member (2003)
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Zur BestÀtigung Nov 14, 2004

Um das von Ralf ausgefĂŒhrte etwas zu untermauern, möchte ich das folgende Beispiel aus meiner eigenen Praxis anbringen.
Seit wir das Haus gekauft haben, in dem wir jetzt wohnen und wo ich mein Arbeitszimmer habe, lassen wir uns von einem Steuerberater beraten. Vorher rechnte ich die Steuern alleine aus.
Letztes Jahr habe ich ein neues Auto gekauft. ZunĂ€chts wusste ich, dass ich nur die HĂ€lfte der beim Kauf fĂ€lligen Mehrwertsteuer habe sofort absetzen können. Auch die MWSt. von den laufenden Autokosten durfte nur zur HĂ€lfte in Abzug gebracht werden. Darauf stellte ich meine monatliche USt-Abrechnung auf. Dort habe ich auch die obligatorische Privatnutzungsregelung mit einem Prozent vom Listenpreis berĂŒcksichtigt. HĂ€tte ich den Steuerberater nicht, hĂ€tte ich nicht nur die HĂ€lfte der MWSt. vom Autokauf (erheblicher Betrag) verloren, aber auch noch monatlich eine zu hohe Abgabe auf Privatnutzung abgefĂŒhrt, weil die Informationen so undurschichtig-widersprĂŒchlich waren. In diesem konkreten Fall waren es mehrere Tausend Euro...

Das deutsche Steuersystem ist mehr als undurchsichtig. Daher kann ich aus persönlicher Erfahrung die Zusamenarbeit mit einem Steuerberater nur empfehlen. Diese muss auch nicht so teuer sein, denn wenn man sich nicht gerade fĂŒr die angesehenste Kanzlei vor Ort entscheidet, sondern mit einem Steuerberater verhandelt, kann durchaus positives herauskommen. Die SteuerberatersĂ€tze sind nĂ€mlich gesetzlich geregelt, jedoch in einem Rahmen von - bis... Die Kunst beseht darin, jemanden zu finden, der nĂ€her an das "von", als an das "bis" berechnet.

SonntĂ€gliche GrĂŒĂŸe
Jerzy

[Edited at 2004-11-14 10:36]


 

Claire Bourneton-Gerlach  Identity Verified
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Local time: 06:25
Member
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+ ...
IHK und Freiberufler... Nov 14, 2004

Klaus Herrmann wrote:

Soweit ich weiß, ist die IHK nur fĂŒr Gewerbetreibende zustĂ€ndig, nicht fĂŒr Freiberufler?



Als ich mich vor ca. 5 Jahren zu einem (kostenlosen) Info-Tag* der IHK Schwarwald-Baar anmelden wollte, wurde mir die Teilnahme verweigert, weil meine TĂ€tigkeit als Freiberuflerin kein Gewerbe sei.

* zum Thema ExistenzgrĂŒndung

[Edited at 2004-11-14 10:30]


 

Derek Gill Franßen  Identity Verified
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Local time: 06:25
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Starthilfe Nov 14, 2004

Ralf Lemster wrote:
Was fĂŒr den einen oder anderen richtig ist, kann fĂŒr deine spezifische Situation falsch (oder zumindest ungĂŒnstig) sein.
d was die steuerliche Seite anbelangt: ein Steuerberater lohnt sich meistens - meiner ist alles andere als billig, zahlt sich aber jedes Jahr aus.[/quote]

Der Sache nach muss ich Ralf und Sarmb zustimmen (dasselbe gilt m.E. fĂŒr die vielen Fragen, was bei Zahlungsverzögerungen zu unternehmen sei). Ich zweifele aber nicht an der QualitĂ€t der Antworten hier; im Gegenteil - das Wissen einiger Kollegen beeindrĂŒckt mich z.T. sehr.

Dennoch gibt es hinsichtlich sowohl der Versicherungen als auch der Steuer so viele und z.T. sehr persönlichen Details, die dabei berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen, dass du m.E. mit geeignetem fachlichen Rat am Besten geholfen sein wirst. Folglich sollte es am Anfang darum gehen, dass der Steuerberater (oder Versicherungsmakler) sich ein umfassendes Bild deiner persönlichen Situation macht.

Trotzdem ist die Meinung der Übersetzer und Dolmetscher in diesem Forum aber hilfreich, denn sie können dir eine Idee davon geben, was es ĂŒberhaupt gibt. Das ist m.E. gut nachvollziehbar - bevor ich Beratung einhole, versuche ich mich auch erst einmal ein wenig ĂŒber die Sache zu informieren. So kann man nachher unnötige Fragen vermeiden und so auch Geld sparen (sie rechnen meist stundenweise ab).

Mach dir Gedanken ĂŒber Krankenversicherung, Rechtsschutzversicherung, Berufshaftpflichtversicherung, BeufsunfĂ€higkeitsversicherung, Rentenversicherung, Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, etc. (diese Liste ist bei Weitem nicht vollstĂ€ndig). Angesichts dessen ist die Einholung professioneller Hilfe ratsam. IHK ist eine gute Startadresse (siehe auch: http://www.google.de/search?hl=de&q=versicherung%20selbststĂ€ndige&meta= AND http://www.google.de/search?hl=de&q=Steuern%20SelbststĂ€ndige&meta= ).

Verliere nicht die Nerven dabei, es ist machbar!icon_smile.gif


 

Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
Member (2002)
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Eine Frage des Ansatzes? Nov 14, 2004

Claire Bourneton-Gerlach wrote:
Als ich mich vor ca. 5 Jahren zu einem (kostenlosen) Info-Tag* der IHK Schwarwald-Baar anmelden wollte, wurde mir die Teilnahme verweigert, weil meine TĂ€tigkeit als Freiberuflerin kein Gewerbe sei.

* zum Thema ExistenzgrĂŒndung



Aber du konntest doch vor der ExistenzgrĂŒndung noch nicht wissen, ob du vielleicht eine Agentur (=Handel -> gewerbliche TĂ€tigkeit) grĂŒnden wĂŒrdest?

[Edited at 2004-11-14 10:42]


 

Astrid Elke Witte  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Ich dachte meine Frage war ganz einfach Nov 14, 2004

Hallo an alle,

ich wollte eigentlich nur eine einfache Frage stellen.

Ich wohne in Deutschland seit sieben Jahren, aber habe in den letzten sechs Jahren als Angestellte bei einer Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet. Ich habe auch wĂ€hrend dieser Zeit als Freiberufler gearbeitet, aber mußte lediglich zusĂ€tzlich jedes Jahr eine SteuererklĂ€rung abgeben, und sonst nur die Übersetzungen machen.

Bei der Rechtsanwaltskanzlei habe ich einen Lohnzettel bekommen, und, laut dem Lohnzettel, habe ich immer 3 Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer und SolidaritĂ€tszuschlag) bezahlt. Ich weiß, daß ich die drei Steuern kĂŒnftig an das Finanzamt zahlen muß.

Bei den Versicherungen ist es nicht so einfach. Es gibt eine ganze Menge davon, und nur eine ("KV-Beitrag") ist an die Krankenkasse zu zahlen. Ich wollte nur wissen, an wen ich die anderen zahlen ("PV-Beitrag", "RV-Beitrag" und "AV-Beitrag"). Ich dachte, jeder, der schon völlig selbstĂ€ndig arbeitet, muß wissen.

ExistenzgrĂŒndung betrifft mich im Moment nicht. Ich möchte einfach weiter arbeiten, zu Hause (nur nicht mehr auch bei der Kanzlei), und das gesetzliche Geld an die richtigen Behörden zahlen.

Astrid


 

Ralf Lemster  Identity Verified
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Leider nicht... Nov 14, 2004

...aber das liegt nicht an der Frage.
Die Problematik ist die KomplexitÀt der anwendbaren Gesetze und Vorschriften, sowie die potenziellen (langfristigen) Auswirkungen auch unbewusst getroffener Entscheidungen.

Bei der Rechtsanwaltskanzlei habe ich einen Lohnzettel bekommen, und, laut dem Lohnzettel, habe ich immer 3 Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer und SolidaritĂ€tszuschlag) bezahlt. Ich weiß, daß ich die drei Steuern kĂŒnftig an das Finanzamt zahlen muß.

Nicht mehr "Lohnsteuer", sondern "Einkommensteuer" - auch wenn die Steuerart die gleiche ist (die Lohnsteuer ist ja eine bestimmte AusprÀgung der ESt), sind die Prozesse anders. Am besten beim Finanzamt nachhaken.

Bei den Versicherungen ist es nicht so einfach. Es gibt eine ganze Menge davon, und nur eine ("KV-Beitrag") ist an die Krankenkasse zu zahlen.

Und genau hier ist die Lage weniger einfach, als sie aussieht. Frag' deine Krankenkasse, welchen Tarif sie in Zukunft anwenden werden - gerade Ersatzkassen können (können, nicht mĂŒssen...) fĂŒr Freiberufler ziemlich teuer werden.

Ich wollte nur wissen, an wen ich die anderen zahlen ("PV-Beitrag", "RV-Beitrag" und "AV-Beitrag"). Ich dachte, jeder, der schon völlig selbstĂ€ndig arbeitet, muß wissen.

FĂŒr sich selbst auf jeden Fall - aber fĂŒr dich? Wirst du von der Krankenkasse als selbststĂ€ndig anerkannt? Auch wenn das Thema "ScheinselbststĂ€ndigkeit" bei weitem nicht mehr so hochgekocht wird, ist es unverĂ€ndert von Bedeutung, weil sich hieraus die Frage nach dem Weiterbestand der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht stellt - und hier reden wir ĂŒber erhebliche BetrĂ€ge.

ExistenzgrĂŒndung betrifft mich im Moment nicht. Ich möchte einfach weiter arbeiten, zu Hause (nur nicht mehr auch bei der Kanzlei), und das gesetzliche Geld an die richtigen Behörden zahlen.

Auch wenn du's vielleicht nicht erkennst: das ist eine ExistenzgrĂŒndung, und ich kann dir nur raten, grundsĂ€tzliche Dinge wie die steuerliche Situation sowie die Regelung der Sozialversicherung gleich am Anfang richtig und im Detail zu klĂ€ren.

Gruß Ralf


 

Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
Local time: 06:25
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Freiberuflichkeit und Versicherungen Nov 14, 2004

Wieder nur aus eigener Praxis/Erfahrung, denn andere Hinweise kann ich ja nicht geben - das Versicherungswesen ist fĂŒr mich ein Buch mit sieben Siegeln.
Als Freiberufler muss man aber nur krankenversichert sein. Dazu zĂ€hlt auch noch die Pflegeversicherung. Eine Renten-/Arbeitslosenversicherung ist nicht bindend. Wo die Rentenversicherung glaube ich auf freiwilliger Basis weiter gezahlt werden/bestehen kann, ist dies mit der Arbeitslosenversicherng (wenn es denn so heißt) meines Wissens nicht so.
Jedenfalls zahle ich nur den Beitrag an unsere Krankenkasse. Das ist auch alles an Versicherungen, die ein "Muss" sind.
Die ĂŒbrigen (Berufshaftpflicht, Vermögenschaden-HP usw.) sind nicht zwingend.

Als ich vor 15 Jahren in die Freiberuflichkeit ging, musste ich folgende Abgaben zahlen (hat sich bis heute eigentlich auch nicht geÀndert):
- Krankenkassenbeitrag (jetzt kam noch die Pflegeversicherung hinzu, wird aber als ein Gesamtbeitrag von der Krankenkasse abgebucht)
- Umsatzsteuer
- Einkommensteuer

Das wÀre vereinfacht auch wirklich alles - hat es aber in sich. Die USt. und EKSt. haben so viele Facetten, dass man damit gerne Tage (und NÀchte) zubringen kann, bevor man alleine zu irgendwelchen Ergebnissen kommt - oder man geht halt zum Steuerberater.

Gruß
Jerzy


 
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