Und noch eine neugierige Anfängerin... :-)
Thread poster: Tiptap

Tiptap
Austria
Dec 11, 2015

Hallihallo. Nach einigen Stunden Recherche reihe auch ich mich in die Masse der verunsicherten Anfänger einicon_biggrin.gif

Seit etwa einem Jahr bin ich als Texterin und Ghostwriterin freiberuflich tätig. Mittlerweile habe ich einige langfristige Auftraggeber, die mich fair bezahlen. Trotzdem sehe ich in diesem Beruf auf lange Sicht keine Zukunft - für mich zumindest. Ich möchte mich neu orientieren. Das liegt einerseits auch daran, dass ich durchaus kleinere Übersetzer-Jobs bekommen könnte - aber zu Dumpingpreisen. Darin sehe ich keinen Sinn und zudem möchte ich gute Qualität liefern. Die muss aber eben auch ihren Preis haben. Und einen guten Preis erziele ich nur, wenn ich entsprechende Qualifikationen vorweisen kann.....

Als Qualifikation tut das nichts zur Sache, aber ich habe mein Abi komplett in englischer Sprache abgelegt - mit ausgezeichnetem Erfolg. Und zwar an einer Handelsakademie. Während meiner Schullaufbahn war ich ausschließlich immer Klassenbeste in English und sehr gut in Französisch. Ich liebe die Arbeit mit Sprache.

Später habe ich mein Grundschullehramts-Studium abgeschlossen. Aber auch dieser Beruf war wohl doch nicht ganz das Richtige für mich. Nach einem Jahr als Sozialpädagogin hab ich mich schließlich selbständig gemacht. Etwas naiv vielleicht, aber ich bereue es nicht. Mich selbst zu organisieren, Rechnungslegung usw. sind also längst kein Problem mehr für mich.

Nun weiß ich, dass der Einstieg in den Übersetzerberuf ziemlich hart ist. Trotzdem möchte ich es schaffen, mich früher oder später als Übersetzerin (ENG-GER) erfolgreich durchzusetzen. Mein Plan als absoluter Neuling wäre nun:

Formale Qualifikationen erwerben:

Staatlich geprüfter Übersetzer http://dolmetscherschule-koeln.de/content/index_ger.html
Fachprüfung Wirtschaft: https://www.akad.de/weiterbildung/details/fernstudium/lehrgang/uebersetzen-von-wirtschaftstexten-englischdeutsch/
Fachprüfung Geisteswissenschaften/Pädagogik?
IoL Zertifikat https://www.ciol.org.uk/index.php?option=com_content&view=article&layout=coil:norelated&id=360&Itemid=818

Erfahrungen sammeln:

Bei Agenturen anfragen – Praktika
Minijobs ergattern
Zufriedene Auftraggeber um kleine "Dienstzeugnisse" als Referenzen bitten (dafür 5 – 10 € Gutschein. Ist das legal?)

Networking betreiben:

Dachverband finden

Mein Problem: Da noch ein weiter Weg vor mir liegt, traue ich mich gar nicht, bei Agenturen anzufragen. Habe ich überhaupt eine Chance auf Praktika oder gar eine Anstellung? Was sagen die erfahrenen, erfolgreichen Übersetzer unter euch dazu? Evtl. Tippfehler in diesem Text bitte ich zu entschuldigen - nach einem langen Texter-Tag sind meine Augen schon ziemlich müde.

Danke im Voraus und LG!!!



[Edited at 2015-12-11 17:09 GMT]


 

Rolf Keller
Germany
Local time: 17:37
English to German
Nicht so viel fragen oder schon zu wissen glauben – am Ende ist doch alles anders Dec 14, 2015

Tiptap wrote:

Seit etwa einem Jahr bin ich als Texterin und Ghostwriterin freiberuflich tätig. Mittlerweile habe ich einige langfristige Auftraggeber, die mich fair bezahlen. Trotzdem sehe ich in diesem Beruf auf lange Sicht keine Zukunft - für mich zumindest. Ich möchte mich neu orientieren. Das liegt einerseits auch daran, dass ich durchaus kleinere Übersetzer-Jobs bekommen könnte - aber zu Dumpingpreisen.

Da geht wohl etwas durcheinander. Warum genau möchtest du dich neu orientieren? Weil du Übersetzungs-Aufträge bekommen könntest?

Und einen guten Preis erziele ich nur, wenn ich entsprechende Qualifikationen vorweisen kann.....


Letztendlich geht es nicht um die Preise, sondern um die Höhe des Einkommens, und das hängt stark von der Auftragslage und von der Arbeitsgeschwindigkeit ab.

Qualifikation ist weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für eine gute Auftragslage. Sieh dich doch einfach mal um: Wo kommen die vielen schlechten Übersetzungen her, und warum klagen früher erfolgreiche Übersetzer über die heutigen Zeiten?

Formale Qualifikationen erwerben:


Wenn du Zeugnisse und andere Urkunden übersetzen möchtest, brauchst du das, andernfalls eher nicht.

Zufriedene Auftraggeber um kleine "Dienstzeugnisse" als Referenzen bitten (dafür 5 – 10 € Gutschein. Ist das legal?)


Legal oder nicht, es ist nicht das, was ein erwachsener Akademiker macht. Und der Auftraggeber, der da mitspielt, macht sich selbst unglaubwürdig.

traue ich mich gar nicht, bei Agenturen anzufragen.


Tu es einfach, und zwar nach dem Prinzip Schrotflinte. Anders kommt du weder heute noch in zwei Jahren mit dem tollen neuen Zeugnis weiter.


 

Maria S. Loose, LL.M.  Identity Verified
Belgium
Local time: 17:37
German to English
+ ...
Lieber noch ein Fachstudium machen Dec 15, 2015

Der Markt für Übersetzungsdienstleistungen scheint sich in zwei Sektoren zu spalten: Der Markt für Massentexte, der sehr preissensibel ist, und der Markt für Qualitätsübersetzungen. Der erstgenannte Markt wird früher oder später von Computerübersetzungen dominiert werden, was bereits jetzt zu einem Preisdruck für derartige Übersetzungen führt. Auf dem zweiten Markt für Qualitätsübersetzungen kann der Übersetzer nur überleben, wenn er über hervorragende sprachliche Fähigkeiten und sehr gute Fachkenntnisse in einem gut vermarktbaren Fachgebiet verfügt. Deshalb empfehle ich Dir, dass Du Dich auf den Erwerb von Fachkenntnissen konzentrierst. Die hervorragenden Sprachkenntnisse hast Du ja schon. Studier also lieber Jura, Finanzen, Informatik, Chemie, Technik oder sonst irgendein Fach, das in der Wirtschaft gebraucht wird, und verzichte auf die formale Qualifikation im Bereich Übersetzen. Du kannst Dich auch bei ITI oder ATA zertifizieren lassen, was ausreichen dürfte, um Deine Kunden von Deinen Übersetzungskünsten zu überzeugen.

 

Fabio Descalzi  Identity Verified
Uruguay
Local time: 12:37
Member (2004)
German to Spanish
+ ...
MT ist gekommen und bleibt da! Dec 15, 2015

Maria S. Loose, LL.M. wrote:
Der Markt für Übersetzungsdienstleistungen scheint sich in zwei Sektoren zu spalten: Der Markt für Massentexte, der sehr preissensibel ist, und der Markt für Qualitätsübersetzungen. Der erstgenannte Markt wird früher oder später von Computerübersetzungen dominiert werden, was bereits jetzt zu einem Preisdruck für derartige Übersetzungen führt.

Ich habe das lange her schon erlebt. Seit 2004 arbeite ich als Vollzeit-Übersetzer; in den ersten 4 Jahren hatte ich Betriebsanleitungen haufenweise, voll Wiederholungen usw. - eine "einfache" Arbeit. Seit ca. 2008 gibt es immer wieder mehr Möglichkeiten, solche Texte mit Computerübersetzungen zu bearbeiten oder einfach zu lesen. Und die "einfache" Arbeit ist einfach verschwunden. Punkt. Schluss.

Hiermit ein Beitrag zum Thema: http://wortsalat.info/index.php/blog/posting/post-editing-maschinelle-uebersetzung

Maria S. Loose, LL.M. wrote:
Auf dem zweiten Markt für Qualitätsübersetzungen kann der Übersetzer nur überleben, wenn er über hervorragende sprachliche Fähigkeiten und sehr gute Fachkenntnisse in einem gut vermarktbaren Fachgebiet verfügt.


100% klar. Auf meinem Fall habe ich Arbeit, weil ich Architekt bin - ich meine: "ich arbeite als Fachübersetzer, weil ich Architektur studiert und dann daran gearbeitet habe". Arbeit als Übersetzer habe ich seit 2004; Übersetzung habe ich erst 2010-2011 studiert. Dies bedeutet: Spezialisierung ist manchmal bedeutender als Übersetzungsstudium.


 

Andrea Halbritter  Identity Verified
France
Local time: 17:37
Member (2014)
French to German
+ ...
Meine Meinung Dec 15, 2015

Bin auch der Meinung, dass ein Fachstudium mehr bringt als ein Übersetzerstudiengang.

Allerdings hat vielleicht nicht jeder Lust, Jura, Medizin, Technik o. ä. zu studieren.

Ehrlich gesagt frage ich mich auch etwas, wie viele Studiengänge du noch aneinanderreihen willst? Vielleicht sagt dir ja dann letztendlich auch das Übersetzerdasein nicht wirklich zu. (Du kommst mir insgesamt sehr unentschlossen rüber, aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck.)

Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass auch Leute gebraucht werden, die im Marketingbereich übersetzen und dort wirklich gut texten können. Wäre für mich das Naheliegendste, wenn man bedenkt, dass du schon als Texterin arbeitest. Daraus würde sich dann für mich eher eine Spezialisierung im Bereich Transcreation ergeben.

Die Frage, die sich mir ferner stellt, ist, ob deine Fremdsprachenkenntnisse wirklich ausreichend sind, um zu übersetzen. In der Schule in Englisch und Französisch gut gewesen zu sein, reicht da nämlich bei weitem nicht.


 

Fabio Descalzi  Identity Verified
Uruguay
Local time: 12:37
Member (2004)
German to Spanish
+ ...
Nur Sprachen? Neee Dec 15, 2015

Andrea Halbritter wrote:
Die Frage, die sich mir ferner stellt, ist, ob deine Fremdsprachenkenntnisse wirklich ausreichend sind, um zu übersetzen. In der Schule in Englisch und Französisch gut gewesen zu sein, reicht da nämlich bei weitem nicht.

Genau dasgleiche denke ich. Ich war auch "gut in Sprachen" in meiner Schulzeit. Das hat ja mit Reisen u.Ä. geholfen.

Später, als Architekt, hat mir mein "gutes Deutsch" dazu geholfen, eine Arbeitsstelle in Deutschland zu finden. Dann kam eine lange persönliche Geschichte, die ich hier nicht erzählen brauche. Aber schon damals habe ich bestätigt: "eines Tages möchte ich gerne der Übersetzer der Bauträgerfirma sein".

Kurz gesagt: der Mix aus Architektenstudium/-praxis und gute Sprachkenntnissen hat sich sicher gelohnt.

Hier ist er: der Übersetzer nicht einer, sondern mehrerer Bauträgerfirmen und Architektenstudios!


 

Tiptap
Austria
TOPIC STARTER
Danke für eure Beiträge Dec 16, 2015

Zuerst einmal danke für eure Antworten!

Andrea Halbritter wrote:

Ehrlich gesagt frage ich mich auch etwas, wie viele Studiengänge du noch aneinanderreihen willst? Vielleicht sagt dir ja dann letztendlich auch das Übersetzerdasein nicht wirklich zu. (Du kommst mir insgesamt sehr unentschlossen rüber, aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck.)


Ich habe bisher einen Studiengang abgeschlossen (Grundschulpädagogik). Bei uns in Österreich ist es durchaus üblich, eine berufsbildende höhere Schule (Handelsakademie) zu absolvieren und hinterher etwas nicht artverwandtes zu studieren. Dass ich mich nach meinem Pädagogikstudium umorientiert habe, halte ich für vernünftig. Warum? Weil es bereits genügend frustrierte Pflichtschullehrer gibt, die ihren Job nur aus (scheinbarem) Mangel an Alternativen ausüben - neben ein paar wenigen, die gute Arbeit leisten. Ich passe nicht in unser Schulsystem, habe ich festgestellt. Warum sich also in etwas hinein zwängen, das nicht passt? Da nütze ich lieber meine Stärken und konzentriere mich auf etwas anderes. Und hey, ich bin jung - also: warum nicht?

Deshalb kann ich deinen Kommentar dazu nicht ganz nachvollziehen.

Die Frage, die sich mir ferner stellt, ist, ob deine Fremdsprachenkenntnisse wirklich ausreichend sind, um zu übersetzen. In der Schule in Englisch und Französisch gut gewesen zu sein, reicht da nämlich bei weitem nicht.


Das habe ich nicht behauptet. Gerade deshalb möchte ich entsprechende Kurse belegen (wie im Eingangspost erwähnt). Darin sehe ich eigentlich kein Problem. Bis ich gute Arbeit leisten kann, dauert es bestimmt noch eine Weile - das stelle ich nicht in Abrede.

Problematisch ist eben, wie ihr richtig erkannt habt, eher die Sache mit der Fachrichtung. Wenn ich scheitere, dann wohl daran, und nicht an der Fremdsprachenkompetenz.


 

Tiptap
Austria
TOPIC STARTER
Gute Fremdsprachenkenntnisse... Dec 16, 2015

Fabio Descalzi wrote:

Andrea Halbritter wrote:
Die Frage, die sich mir ferner stellt, ist, ob deine Fremdsprachenkenntnisse wirklich ausreichend sind, um zu übersetzen. In der Schule in Englisch und Französisch gut gewesen zu sein, reicht da nämlich bei weitem nicht.

Genau dasgleiche denke ich. Ich war auch "gut in Sprachen" in meiner Schulzeit. Das hat ja mit Reisen u.Ä. geholfen.

Später, als Architekt, hat mir mein "gutes Deutsch" dazu geholfen, eine Arbeitsstelle in Deutschland zu finden. Dann kam eine lange persönliche Geschichte, die ich hier nicht erzählen brauche. Aber schon damals habe ich bestätigt: "eines Tages möchte ich gerne der Übersetzer der Bauträgerfirma sein".

Kurz gesagt: der Mix aus Architektenstudium/-praxis und gute Sprachkenntnissen hat sich sicher gelohnt.

Hier ist er: der Übersetzer nicht einer, sondern mehrerer Bauträgerfirmen und Architektenstudios!


Eben, also sind gute Sprachkenntnisse und vor allem ein gewisses Sprachgefühl sicher kein schlechtes Fundament, auf dem man weiter aufbauen kann. Und ich habe ja nicht behauptet, dass ich mich sprachlich und fachlich nicht weiterbilden muss!

[Edited at 2015-12-16 09:36 GMT]


 

Tiptap
Austria
TOPIC STARTER
Maschinen vs. Übersetzer... Dec 16, 2015

Maria S. Loose, LL.M. wrote:

Der Markt für Übersetzungsdienstleistungen scheint sich in zwei Sektoren zu spalten: Der Markt für Massentexte, der sehr preissensibel ist, und der Markt für Qualitätsübersetzungen. Der erstgenannte Markt wird früher oder später von Computerübersetzungen dominiert werden, was bereits jetzt zu einem Preisdruck für derartige Übersetzungen führt. Auf dem zweiten Markt für Qualitätsübersetzungen kann der Übersetzer nur überleben, wenn er über hervorragende sprachliche Fähigkeiten und sehr gute Fachkenntnisse in einem gut vermarktbaren Fachgebiet verfügt. Deshalb empfehle ich Dir, dass Du Dich auf den Erwerb von Fachkenntnissen konzentrierst. Die hervorragenden Sprachkenntnisse hast Du ja schon. Studier also lieber Jura, Finanzen, Informatik, Chemie, Technik oder sonst irgendein Fach, das in der Wirtschaft gebraucht wird, und verzichte auf die formale Qualifikation im Bereich Übersetzen. Du kannst Dich auch bei ITI oder ATA zertifizieren lassen, was ausreichen dürfte, um Deine Kunden von Deinen Übersetzungskünsten zu überzeugen.


Das habe ich schon vermutet. Für Anfänger wie mich wird es dadurch natürlich nicht leichter. Danke für diese Einschätzung.


 

Peter Zhuang  Identity Verified
Germany
Local time: 17:37
Member (2014)
German to English
+ ...
kleine Ermutigung Dec 16, 2015

Tiptap wrote:
Mein Problem: Da noch ein weiter Weg vor mir liegt, traue ich mich gar nicht, bei Agenturen anzufragen.


[Edited at 2015-12-11 17:09 GMT]


Hallo Tiptap,

Ich bin relativ neu im Beruf, daher kann ich dir leider keinen vernünftigen Ratschlag geben. Dennoch möchte ich nur eines sagen: Trau' dich einfach, angenturen anzuschreiben.

Als Quereinsteiger habe ich ebensowenig Papierqualifikation. Als ich mich bei meiner ersten Angentur bewarb, war ich auch äußerst verunsichert, wie viele Einsteiger. Aber dann bin ich zum Schluss gekommen, dass das schlimmste, was dabei passieren kann, eine Absage ist. Selbst eine Absage ist kein Desaster. Es gibt viele Gründe, warum eine Agentur einen Bewerber nicht annimmt. Vielleicht hat die zurzeit keinen Bedarf an Übersetzern in der Sprachkombination. Absagen sind also keine Aussage zur Fähigkeit des Berwerbers.

Kurzum: schreib' interessante Angenturen einfach an. Wer weißt, was sich daraus ergibt.

L.G.
Petericon_smile.gif


 

Ivana Bojcic  Identity Verified
Croatia
Member (2011)
German to Croatian
+ ...
Es ist hart... Jan 5, 2016

Liebe TipTap,

zuerst entschuldigung für meine Deutschkentnisse - meine Muttersprache ist Kroatisch.

Auch ich war Anfängerin, leider fühle ich mich noch immer nach 8 Jahre so, obwohl ich tausende Wörter übersetzt habe und mein eigenes Unternehmen gründete...es ist wirklich schwer, Kunden zu bekommen. Das ist, meiner Meinung nach, das schlimmste. Es ist frustrierend.
Vielleicht ist dein Marktgebiet etwas reicher, besser, hoffnungsvoller...in diesem Fall lohnt sich aus, direkt Unternehmen zu kontaktieren und verschiedene Freelancer-Fragebogen von Agenturen auszufüllen...aber zuerst Fragebogen, da du weniger Erfahrung hast.icon_smile.gif


 

Schtroumpf
Local time: 17:37
German to French
+ ...
Übersetzerstudium nicht lohnend? Jan 13, 2016

@ Andrea Halbritter

Dein Argument, dass ein Fachstudium mehr brächte als ein Übersetzerstudiengang, könnte man ggf. falsch verstehen, fürchte ich. Gemeint war ja sicher nicht, es lohne sich nicht, eine Ausbildung bzw. ein Studium als Übersetzer zu absolvieren, oder siehst du das anders?

Gerade in Sprachrichtungen wie DEU/ENG oder DEU/FRA mit ihrem Überangebot an Übersetzern aller möglichen Qualifikationsstufen (mit ihren Höhen und Tiefen) sollte man schon zusehen, dass man 10 Semester oder mehr Sprachen oder Übersetzen studiert hat. Sonst ist das nicht sehr glaubwürdig. Immerhin lernt man das Übersetzen nur durch fundierte Anleitung und ganz viel Üben.

Ich will natürlich keinesfalls eine unserer Standarddiskussionen lostreten, wo für und wider Übersetzerstudium plädiert wird. Es gibt auch zahllose Ausnahmen und Fälle, wo es ohne das Studium funktioniert. Nur - wer sich neu auf dem Markt etablieren möchte, sollte halt maximal aufs Übersetzen vorbereitet sein und nicht wirken wie ein Quereinsteiger, der mal in unsere Branche hineinschnüffelt, womöglich aus Spaß.

Ganz zu schweigen von den wenigen heute noch angebotenen Festanstellungen: Hier ist die akademische Qualifikation erst recht unerlässlich. Und heute ist es halt ein Fakt, dass Festangestellte mehr verdienen als die meisten freiberuflichen Übersetzer.


 

Andrea Halbritter  Identity Verified
France
Local time: 17:37
Member (2014)
French to German
+ ...
Sprachkenntnisse und Fachstudium Jan 13, 2016

@Schtroumpf:

Ein Fachstudium bringt meiner Meinung nach mehr als ein Übersetzerstudiengang, so man die entsprechenden Sprachkenntnisse schon anderweitig erworben hat. (Ein wichtiger Punkt!)

Gerade dies habe ich jedoch für Personen zu bezweifeln gewagt, die lediglich mit einem Schulenglisch oder Schulfranzösisch meinen, sie könnten jetzt mit dem Übersetzen beginnen...

Meiner Ansicht nach muss man entweder sehr, sehr lange (und damit meine ich nicht nur ein paar Jährchen) in zwei Ländern gelebt haben oder ein mindestens fünfjähriges Fremdsprachenstudium an der Universität plus mehrere Jahre im Ausland hinter sich haben, um das sprachliche Niveau zu haben, das für den Übersetzerberuf ausreicht.

Die entsprechenden Fachkenntnisse und deren Erwerb kommen dann natürlich noch hinzu...



[Modifié le 2016-01-13 22:53 GMT]


 


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