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Warum Kudoz-Fragen beantworten? Oder warum nicht?
Thread poster: Marinus Vesseur

Marinus Vesseur  Identity Verified
Canada
Local time: 01:09
English to Dutch
+ ...
May 22, 2005

Liebe Kollegen!
In einem Forumbeitrag wurde die Frage aufgeworfen ob es sich lohnt gewisse Fragen in Kudoz zu beantworten, da man seine eigenen Geschäftsinteressen unter Umständen damit schaden könnte. In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt was überhaupt die Motivation für Kudoz-Teilnahme sei.
Meine Beobachtung ist, dass es im Vergleich zu der Gesamtanzahl an Mitgliedern relativ wenige gibt die Kudoz-Antworten geben. Wenn das stimmt, wäre es gut zu wissen was den aktiven 'Kudisten' dazu bewegt zu antworten und gleichzeitig warum viele nicht mitmachen, damit man die Nichtteilnehmer (wieder) zur Teilnahme bewegen kann.
Ich bin schon mal gespannt auf eure Reaktionen.
Ich werde die gleichen Fragen auch im englischsprachigen Kudoz-Forum stellen.


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SATRO  Identity Verified
Poland
Local time: 10:09
German to Polish
+ ...
Diese Diskussion haben wir in unserer PL-Gruppe auch geführt... May 22, 2005

Kudisten antworten hauptsächlich aus folgenden Gründen:
- Hilfsbereitschaft
- gesunder Wettbewerb
- Gelegenheit mit anderen zu polemisieren (und online zu plaudern)
- Auftragsmöglichkeiten

Ich bin aber davon überzeugt, dass die meisten von uns die Aufragsmöglichkeiten als den schwächsten Grund angeben werden

Gruß aus Poznan

Stasek aus ProZnan

[Edited at 2005-05-22 16:42]


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Emmanuelle Riffault  Identity Verified
Germany
Local time: 10:09
Member (2004)
German to French
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aus Spaß! May 22, 2005

Hallo,
ich sehe die Kudoz-Fragen als Spiel und Möglichkeit, von meiner täglichen Arbeit abzuschalten. Außerdem kennt man viele Kollegen "kennen". Durch den täglichen Kontakt ist man keine einsame Übersetzerin mehr...

Gruß

Emmanuelle

PS: was ich noch vergessen habe: es geht auch darum, anderen Kollegen zu helfen, die man gern hat

[Edited at 2005-05-22 16:44]


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Ana Fernandez  Identity Verified
Local time: 10:09
Member (2004)
German to Spanish
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Vielleich brauche ich ja auch einmal Hilfe! May 22, 2005

Ich sehe fast jeden Tag bei den Kudoz Fragen nach und wenn ich glaube dass ich helfen kann, tue ich es. Manchmal lerne ich was dazu, manchmal helfe ich andere und bei dieser Arbeit die man fast immer alleine vor dem Computer macht, ist es doch interessant mit anderen zu "plaudern".
Und was ich für noch wichtiger halte ist dass ich ja keine so "Überragende, übertreffende" ¨Übersetzerin bin die nie und niemals Hilfe braucht oder brauchen wird.
Heute helfe ich und morgen, wenigstens hoffe ich es so, wenn ich einmal Hilfe brauche, werden die Kollegen da sein.
Ich finde es wirklich toll nur nicht mit Wörterbücher, mit Internet ...zu zählen. Ich kann auch mit anderen Menschen zählen um meine Arbeit besser zu machen.
Prima oder?


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Jerzy Czopik  Identity Verified
Germany
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Das lässt sich pauschal nicht beantworten May 22, 2005

denn wie auch überall im Leben wird jeder seine persönlichen Beweggründe haben.
Für mich sind dies:
- Hilfsbereitschaft
- Lernpotential
- Geltungssucht

Wobei ich noch ehrlicherweise zugestehen muss, dass der letzte Grund geschichtlich der erste war, der mich zu KudoZ brachte.
Als ich noch neu auf ProZ war dachte ich, durch die KudoZ-Punkte kann man sich hervorheben und eventuell mehr Aufträge bekommen. Dann kam die Hilfsbereitschaft hinzu, schließlich erkannte ich aber, dass ich selbst dadurch sehr viel lerne.
Heute antworte ich auf die Fragen aus Hilfsbreitschaft und Neugier, etwas neues entdecken bzw. lernen zu können.

Schönen Gruß
Jerzy


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 10:09
English to German
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Im Moment gar nicht May 22, 2005

Im Moment habe ich gerade keine große Lust, KudoZ-Fragen zu beantworten oder zu stellen. Was mich vor allem annervt ist die Einstellung vieler Proz.com Mitglieder, die mittlerweile hinter allem und jedem den Teufel sehen.

Ansonsten beantworte ich KudoZ-Fragen wenn ich den Eindruck habe, etwas beitragen zu können... und die Zeit dazu haben.

Sonja


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Johanna Timm, PhD  Identity Verified
Canada
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Vier Erklärungen May 22, 2005

Die sarkastische/zynische Erklärung
Mit der kleinen KudoZ-Pille ziehe ich mir meine tägliche Dosis Eigenlob rein.Ich kann mir einreden, schneller, erfahrener, belesener, tiefsinniger, humorvoller, origineller und überhaupt toller als andere Übersetzer zu sein.

Die ironische Erklärung
Meine Kinder (Mann/Frau, Schwiegermutter/-vater, Chef) nerven mich so, dass ich mich in die KudoZ-Welt flüchte. Hier kriege ich wenigsten Brownies, die nicht dick machen.


Die melancholische Erklärung
Keiner versteht mich. Hilfe!! Ich verstehe diesen ganzen Satz nicht. Mein Wörterbuch versteht mich auch nicht. Und zu langes Googlen soll sowieso schlecht für die Augen sein. Ich brauch einfach mehr KudoZ für mein Karma...

Die optimistische Erklärung
Toll, wie viele Varianten für ein einziges Wort/Satz/Zitat zu finden sind!!! Und wie zivilisiert man sich mit Kollegen streiten kann!! Und wie viel ich heute wieder dazugelernt habe! Und mit welch umwerfender Intelligenz dieser Moderator wieder mal den Streit um irgendwelche falsch vergebenen Punkte geschlichtet hat!! Da muss ich einfach wieder hin!!!





[Edited at 2005-05-24 23:22]


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Klaus Herrmann  Identity Verified
Germany
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Warum und warum kaum noch May 22, 2005

Einiges habe ich ja bereits im englischen Themenstrang geschrieben. Meine Motivlage sieht/sah ähnlich aus wie bei Jerzy (natürlich ohne die Geltungssucht). Im Grunde halte ich mich für einen hilfsbereiten Menschen, und ich sehe auch keinerlei Konkurrenzprobleme darin, (wie in einem anderen Themenfaden angesprochen), Kollegen zu helfen. Vielleicht ist es naiv, aber ich sehe hier in erster Linie Kollegen, nicht Konkurrenten.

Du schreibst, dass du letztlich mit deiner Frage zu einer höheren Teilnahme an KudoZ beitragen willst. Daher noch einmal die Entwicklung, die mich dazu geführt hat, weniger aktiv zu sein. Da sind sachliche und stimmungsmäßige Gründe, allesamt persönlicher Art. Alle ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern nur um zu beleuchten, warum ich nur noch sehr selektiv mitmache. Falls andere Kollegen diese Standpunkte teilen, ist es ja vielleicht ein Basis, sich auf einen Mindeststandard zu verständigen.

- Kontextlose Fragen. Immer häufiger kommen Fragen, bei denen angeblich kein Kontext vorhanden ist. Kontext ist mehr als ein erneutes Auftauchen des angefragten Begriffes im Glossar des zu übersetzenden Handbuchs, aus dem man dann zitieren kann. Und dann bei der Auswahl der Antwort: "Oh, danke, das passt supi in meinen Text." Ach, ja, auf einmal?

- Wettbewerbsorientierung statt Teamarbeit. Wozu noch eine eigene Abhandlung, wenn bereits eine fast perfekte Antwort dasteht? Ich habe kein Interesse an derartigen Einzelkämpfer-Veranstaltungen. (Das gilt natürlich für eher technische Fragen, wo es eindeutige Antworten gibt, eher nicht für Kreativfragen wie etwa Marketing). Eine Zeit lang war diese SC echt teamorientiert. Wie wenig davon übergeblieben ist, kann man auch an den Forumsbeiträgen sehen. Ich hätte wetten können, dass die These "Frauen arbeiten für weniger Geld und stellen dafür mehr Fragen" noch vor einem Jahr für eine Steinigung gereicht hätte.

- Keine Umlaute in der Sprachrichtung EN-DE. Wenn jemand ins Deutsche übersetzt, sollte man vermuten, dass er/sie Umlaute auf der Tastatur zuwege bringt. Fragen konsequent ohne Umlaute zu stellen, finde ich haarsträubend. Wenn andere Leute das schicklich finden, gut genug. Da ist für mich der Spaß vorbei, spätestens seitdem ich (in der EU teuer/aufwändig) gedruckte 4-Farbbroschüren ohne Umlaute gesehen habe und Handbücher ohne Umlaute zur Korrektur "angeboten" bekommen habe. Keine Bindestriche mehr, Anglizismen, und jetzt auch noch weg mit den Umlauten? Nö, danke, keinen Bock drauf.

- Fragen, die so bereits im Glossar stehen. Hab' ich auch keine Lust mehr zu. Wenn man das Wort nur einmal in das "Term"-Feld auf der Kudoz-Hauptseite eintippen müsste und schon die korrekte Lösung hätte, warum soll ich mir noch die Mühe machen, das ganze nochmal abzutippen?

- Die heikle Frage mit der Qualität der Fragen lasse ich aus.

So, genug von meinen Befindlichkeiten. Aber du hast ja nach gefragt...


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Geneviève von Levetzow  Identity Verified
Local time: 10:09
Member (2002)
French to German
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Damals und heute… (warum ja und warum nein) May 22, 2005

Wie viele von Euch und aus ähnlichen Gründen wie Jerzy (ob mit oder ohne Geltungssuchtsmotive ist ein sehr weites Feld;) und Emmanuelle (der Kommunikations- und Spaßeffekt war nicht zu verachten) habe ich in grauen Vorzeiten viele Fragen beantwortet. In allen meinen aktiven Sprachenpaaren.

Und dann… habe ich zuerst das Paar EN-FR deaktiviert, weil ich mich u.a. über fehlende frz. Sonderzeichen geärgert habe. Und inhaltlich, stilistisch, grammatikalisch haarsträubende Antworten. Die mir immer wieder – sogar tagtäglich - im Laufe meiner Recherchen mit KudoZ begegnen.
DE-EN habe ich noch eine Weile mitgemacht, weil da eine tolle Atmosphäre herrscht und ich sehr viel dabei lernen konnte.
Und irgendwann mal habe ich das auch abbestellt.

Ich bekomme nur noch DE-FR und FR-DE, DE und FR monolingual. Die meisten Mails landen dann dort im Papierkorb.
Ich selektiere, einigen Kollegen helfe ich gerne, weil ich sie ernst nehme. Und ich ganz genau weiß, dass sie die Frage nicht aus Bequemlichkeit oder Unvermögen stellen. Ich halte es übrigens wie Klaus, es sind keine Konkurrenten in meinen Augen (mehr Arbeiten als die letzen Jahre kann ich sowieso nicht). Und meine besten Kunden habe ich durch die Empfehlung von Kollegen bekommen;). Wie ich wiederum auch andere empfohlen habe.

Warum man/frau einige Fragen nicht mehr beantwortet, ist schon von anderen Kollegen ausführlich begründet worden. Bei mir kommen noch einige Aspekte hinzu:
a) An der Frage können wir sehen, dass der Fragestellende die Ausgangssprache oder das Thema nicht beherrscht (es kann immer vorkommen, dass wir einen Auftrag mit einem uns unbekannten Thema annehmen, was sich im Laufe der Übersetzung herausstellt, davon ist aber hier nicht die Rede). Wenn ich im Bereich Elektrotechnik nach „Schalter“ oder im med. Bereich nach „Blutgerinnung“ frage, sollte ich mir aber vielleicht ernsthaft Gedanken machen.
Und ich bin es leid, Sprüche wie „der Satz ist aber komisch“ zu lesen, nur weil jemand die Grammatik der Ausgangssprache nicht beherrscht (hier ist nicht die Rede von Japenglish & Co.).
b) Wenn ich eine halbe Stunde oder länger nach der Übersetzung EINES Begriffes gesucht habe, sehe ich rot, wenn ich in meinem Postfach eine vollständige nach und nach gepostete Excel-Liste für irgendwelche Geräte sehe.

Was davon übrig bleibt… aus rein persönlichen Gründen. Ich habe durch meine damalige aktive Beteilung an dem Antwort-Frage-Spiel viele Kollegen kennen gelernt. Von diesen Kontakten habe ich sowohl beruflich als auch privat eine ganze Menge. Es sind z.T. regelrechte Freundschaften entstanden.

Geneviève


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xxxSaifa
Local time: 10:09
German to French
+ ...
Wie Irislluna May 23, 2005


Heute helfe ich und morgen, wenigstens hoffe ich es so, wenn ich einmal Hilfe brauche, werden die Kollegen da sein.


Ganz genau. An erster Stelle sind die KudoZ-Fragen ein Spiel, das ich spiele, wenn ich Lust und Zeit habe.

Niemand kann mich dazu zwingen, Fragen ohne Kontext bzw. Umlaute usw. zu beantworten.
Ich rege mich aber nicht darüber auf. Eher über Leute, die innerhalb einer Stunde 30 Fragen stellen. Aber keiner zwingt mich, sie zu beantworten!

Ich helfe wo ich kann, damit ich Hilfe bekomme, wenn ich sie brauche.

Chademu


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afbalsells  Identity Verified
Spain
Local time: 10:09
German to Spanish
+ ...
Hallo zusammen! May 23, 2005

Aus meinen Sicht wäre sehr interessant dass, wenn eine Kudoz Frage gestellt wird, die Leute die den Ausgangswortes sehr gut beherrschen (Muttersprachlern), auch Ideen über den Sinn des betreffendes Wörtes angeben. Manchmal habe ich es Versuch für Spanisch-Deutsch und Spanisch-Französisch.
Grüsse aus Spanien
Antonio


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MOS_Trans  Identity Verified
Germany
Local time: 10:09
Member
German to French
+ ...
Also, May 23, 2005

Um zu dem Ausgangsthema zurückzukommen:
- Kudoz ist eine wunderbare Möglichkeit, in gewissen Situationen Hilfe zu bekommen. Wenn mir der Termin im Nacken sitzt und ich keine Zeit mehr für eine vernünftige Recherche habe, bin ich jedes Mal sehr froh, wenn mir jemand hilft. Es stimmt, alle Antworten sind nicht immer toll, aber meistens ist DIE Antwort dabei, und es liegt nur an mir, die richtige zu erkennen. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, denn jeder hat sich bemüht. Es würde mir nicht im Traum einfallen, eine Antwort zurückzuweisen.
- Hilfestellung beruht auf Gegenseitigkeit, deshalb sehe ich es als selbstverständlich an, meinen Teil beizutragen. Zurzeit habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Fragen stelle, weil ich aus Zeitmangel nichts beitrage.
Das zu den Gründen.
Ansonsten halte ich es sehr wie Chademu und Sonja. Ich bin zu nichts gezwungen. Ich muss mich über nichts ärgern. Was mir nicht passt, kann ich übersehen. Einfach stehen lassen. Alles liegt im Auge des Betrachters und seiner ganz persönlichen, subjektiven Empfindung. Wer den Teufel an die Wand malt, wie zu Recht bemerkt wurde, muss seinen Ärger ertragen. Ich halte auch nichts von elitärer Herablassung, jeder hat das Recht, die Fragen zu stellen, die im Rahmen der Kudoz-Regeln zulässig sind. Wenn sie mir nicht gefallen, ignoriere ich sie. Die „das hört sich gut an“ und „not logged in“ und „1000 Fragen/10 Antworten“ usw., kennt man nach kurzer Zeit. Man kann sie einfach ignorieren.


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langnet  Identity Verified
Italy
Local time: 10:09
Member (2002)
Italian to German
+ ...
Warum NICHT beantworten... May 25, 2005

Hierzu haben einige Kollegen (Klaus, Geneviève...) ja bereits etwas geschrieben, was ich genauso sehe und handhabe.
Seit einiger Zeit kommt bei mir jedoch auch etwas anderes hinzu, das durchaus - leider - etwas mit "Konkurrenzdenken" zu tun hat. Dies ist z.T. bedingt durch meine Sprachkombination IT-DE (gleiches gilt umgekehrt) - und die hier mangelnden oder hoffnungslos veralteten Fachwörterbücher (nee, hier jetzt nix Marolli, Hoepli und Schlegelmilch, kann man alle geschlossen vergessen wenn's über Werkzeugmaschinen, Grundwissen und allgemeine Metalltechnik hinaus- und in die "real existierende Technik" hineingeht). Für die Automobiltechnik z.B. (die Italiener bauen immerhin auch seit 100 Jahren Autos und sind in der Formel 1 bis vor kurzem führend gewesen, und da sollte man eigentlich meinen...) gibt es ein Fachwörterbuch von 1974 (!), nicht wiederaufgelegt, Restausgaben mit Glück über Fachverlage erhältlich. Für die modernen Fragen der Technik gibt es einfach - nichts!
Eine solide Glossararbeit ist daher ein unbedingtes Muß, praktische Erfahrung unersetzbar, DSL zur Internetrecherche Grundvoraussetzung, will man nicht absaufen.

Als ich 1991 angefangen habe, gab es kein Internet wie heute, von ProZ.com oder KudoZ ganz zu schweigen. Man hat da Fachbücher in beiden Sprachen für teures Geld erworben und ausgewertet oder auch nicht..), ich hatte das ganz große Glück, kostenlos Kataloge abstauben zu können - die heute dagegen mindestens als PDF-Datei im Internet ratzfatz abrufbar sind.

Ich bin daher persönlich etwas streng; Viele KudoZ-Fragen in meinem SC-Bereich, auf die ich eine (nicht-Google) Antwort weiß, habe ich mir zuvor hart erarbeiten müssen, auch Zeit investiert, um einen Begriff zu kären. Und nun kommt der oder die "neofita" (oder auch nicht) daher, von Tuten und Blasen eigentlich keine größere Ahnung, aber heute einen Text über elektrische Birnen und morgen schon wieder über Fallobst (währenddessen der erfahrene, teurere Übersetzer, seines Zeichens Birnen- und Fallobstfachmann/frau derweil ein Däumchen dreht); kein Problem, es gibt ja KudoZ, hier werden Sie geholfen, der däumchendrehende Birnen- und Fallobstfachmann hilft garantiert...

Das ganze scheint manchmal eine "Ausbildungsmaßnahme". Nur gibt es hier leider kein Ausbildungsverhältnis. Warum soll ich also eigentlich mein schwer erworbenes Know-How hier mit irgend jemandem teilen? Was habe ICH eigentlich davon?


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Wenjer Leuschel  Identity Verified
Taiwan
Local time: 16:09
English to Chinese
+ ...
Vielen Dank! May 29, 2005

Johanna Timm, PhD wrote:

Die sarkastische/zynische Erklärung
...

Die ironische Erklärung
...

Die melancholische Erklärung
...

Die optimistische Erklärung
...



Alle vier Erklärungen sind einfach amüsant und gut zu schlucken.

Vielen Dank, Johanna!

(Wenn ich das in meinem Club erzähle! - Übrigens, schon geschehen. Ich habe die vier Erklärungen ins Chinesische übersetzt und bei den Chinesen ausgehängt. http://www.proz.com/topic/32560?start=18 )

[Edited at 2005-05-30 14:54]


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Marinus Vesseur  Identity Verified
Canada
Local time: 01:09
English to Dutch
+ ...
TOPIC STARTER
Ist Kudoz hauptsächlich als Spiel zu verstehen? May 29, 2005

chademu wrote:
An erster Stelle sind die KudoZ-Fragen ein Spiel, das ich spiele, wenn ich Lust und Zeit habe.


Deine Antwort ist mit nicht unsympathisch, im Grunde könnte man diesen Grundsatz auf das ganze Leben anwenden.
Ich sehe allerdings in der Art der Aufmachung von Kudoz und in den neuerlichen Anpassungen eine andere Auffassung, nämlich dass Kudoz als Instrument zur Profilierung und Eigenwerbung dienen soll. Durch diese Gewichtung der Kudoz-Punkte als Referenz wird in gewisser Weise eine Konkurrenz erzeugt, was ich hier allerdings nicht als positiv oder negativ werten möchte. Außerdem entsteht der Anspruch, dass die Antworten gut fundiert, also nicht auf 'spielerische' Weise, beantwortet werden sollten.
Die Entscheidung des Betreibers war offensichtlich Kudoz als professionelles Instrument zu gestalten, weniger als Spiel. Ob Kudoz in dieser Form aber dann den Ansprüchen gerecht wird, darüber sind sich die -ernsteren- Teilnehmer nicht einig. Durch die pro/non-pro Trennung wird man das Problem der 2 Faktionen, einerseits die, die das ganze als Spiel verstehen und andererseits die, die auf jeden Fall nur fundierte, qualitativ hochwertige Antworten wollen, nicht lösen.
Komischerweise taucht dieses Problem in den Foren weit seltener auf; da schreibt jeder drauf los und wenn er die Sprache des Forums kaum beherrscht; das hat mich manchmal schon irritiert, aber war das zurecht?


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