Problem bei Transliteration von Kyrillisch nach ISO
Thread poster: Steffen Pollex
Steffen Pollex  Identity Verified
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Oct 28, 2005

Hallo zusammen!

Ich soll eine Urkunde nach ISO-Norm aus dem Russischen ins Deutsche übersetzen.

Folgendes Problem:

bei manchen Buchstaben muss in der deutschen Übersetzung nach ISO so ein kleiner "Apostroph" in Form eines deutschen "v" stehen, so z.B. bei den kyrillischen "æ" oder "ø" und "ù".

Wie tippe ich dieses Zeichen/wo finde ich es auf der Tastatur oder bekomme es in die Übersetzung?

Danke für schnellen Rat

Steffen


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Carsten Behrend  Identity Verified
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Menü Einfügen/Symbol [Sonderzeichen] Oct 28, 2005

Hallo Steffen!

Die Sonderzeichen stehen im Menü Einfügen, Untermenü Symbol [oder: Sonderzeichen]. Scrolle durch die Liste und du findest das richtige Symbol.

Die genauen ISO-Vorschriften stehen übrigens hier:
http://www.unics.uni-hannover.de/ntr/russisch/umschrifttabelle.html5

Carsten

[Edited at 2005-10-28 09:19]


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Danke, Carsten! Oct 28, 2005

Wieder mal hast Du mich gerettet.

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Burkhard Ziegler  Identity Verified
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Sonderzeichen bei Transliteration nach ISO 9 (1995) Oct 28, 2005

Ïðèâåò, Øòåôôåí!

Herr Behrendt hat Recht für Word. Ich erlaube mir noch folgenden Hinweis: die Buchstaben þ, ÿ, ù (ju, ja, schtsch) müssen ein "Dach" (accent circonflex - Zirkumflex = ^) tragen, darin unterscheidet sich die ISO 9 (1995) z. B. von der DIN 1460, steht aber in manchen Veröffentlichungen noch falsch. Ebenso muss das ý (e oborotnoje) als è (e mit Gravis - accent grave, also mit Strich von links oben nach rechts unten) wiedergegeben werden und nicht als langes litauisches e mit Punkt.

Die ISO 9 wurde übrigens auch in den entsprechenden GUS-Standard GOST eingebaut (nummer weiß ich nicht genau, könnte 7.71-2001 sein), dort findest du auch noch hilfen für nicht-slawische kyrillische Alphabete, z. B. kirgisisch oder kasachisch.



[Edited at 2005-10-28 10:39]


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Carsten Behrend  Identity Verified
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Klarstellung Oct 28, 2005

Steffen, da hat Herr Ziegler absolut Recht. Besondere Obacht gilt den Formen der niedlichen Dächer. Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf die von mir empfohlene Internetseite (http://www.unics.uni-hannover.de/ntr/russisch/umschrifttabelle.html5).

Zur Klarstellung: In der ISO-Tabelle sind die "Dächer" neben den Buchstaben angegeben. Sie gehören aber auf die Buchstaben.

Eine kleine Hilfe noch für den Buchstaben s, der ein umgekehrtes Dach benötigt. Die Tastenkombination Alt+Strg, dann nacheinander ^ und s bewirken die Zusammenschreibung als š. Es lassen sich andere Kombinationen über den o. g. Dialog festlegen bzw. die anderen Kombinationen für sonst häufig gebrauchte Symbole einsehen.

Carsten


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Steffen Pollex  Identity Verified
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Hallo Burkhard! Oct 28, 2005

Vielen Dank auch für Deine Hinweise.

Das mit dem Dach auf "ju", "ja" etc. wusste ich nicht.

Das bekomme ich doch nur hin,, wenn ich das "Dach" nach dem Buchstaben setze, oder geht auch darüber (rein technisch)?

Diese Urkunden sind wirklich ein Graus - Haufen Arbeit und verdienen tut man kaum was.


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Arthur Allmendinger  Identity Verified
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Tipp! Oct 31, 2005

Steffen Pollex wrote:

Das bekomme ich doch nur hin,, wenn ich das "Dach" nach dem Buchstaben setze, oder geht auch darüber (rein technisch)?



Ich habe mir eine MSWord-Tabelle gebastelt, in der diese diakritischen Zeichen in linker Spalte und die entsprechenden kyrillischen Buchstaben in rechter Spalte stehen (entsprechend ISO R 9).

Es ist viel einfacher diese Zeichen aus meiner eigenen kleinen Tabelle mit Copy&Paste in den Text einzufügen, als sie in der großen Tabelle im Menü Einfügen/Symbol zu suchen.


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Semra Maden-Balamir  Identity Verified
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Tastenkombination zuordnen... Oct 31, 2005

Arthur Allmendinger wrote:
Es ist viel einfacher diese Zeichen aus meiner eigenen kleinen Tabelle mit Copy&Paste in den Text einzufügen, als sie in der großen Tabelle im Menü Einfügen/Symbol zu suchen.


Aber der Lösungsweg von Carsten Behrend mit der Zuordnung einer Tastenkombination ist doch viel einfacher. Dadurch erspart man sich die Mühe mit Copy/Paste. Unter dem Menüpunkt "Symbol" klickt man den entsprechenden Buchstaben an und ordnet diesem eine beliebige Tastenkombination zu. So mache ich das seit Jahren mit den türkischen Buchstaben, ohne auf das 10-Finger-System zu verzichten.
LG,
Semra


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Carsten Behrend  Identity Verified
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Kyrillisch nicht so einfach Oct 31, 2005

Liebe Semra,

vielleicht ist die Lösung von Arthur für das russische Alphabet gar nicht so abwegig.

Aber der Lösungsweg von Carsten Behrend mit der Zuordnung einer Tastenkombination ist doch viel einfacher.


Wir armen Übersetzer haben es beim Russischen mit der vom deutschen Gesetzgeber geforderten Transliteration (eineindeutige Hin- und Herübertragung) der russischen Namen zu tun. Die Brücke bauen die ISO-Zeichen, d. h. lateinische Zeichen mit diakritischen Zusatzzeichen (Dächer, Striche usw.). Leider sind diese Diakritika etwas umständlich und als Übersetzer, der nicht unbedingt jeden Tag damit zu tun hat, hat man seine Schwierigkeiten mit diesen Symbolen.

So ist die Lösung für das Russische von Arthur sogar ganz vereinfachend. Man schaut den russischen Buchstaben nach, kopiert das zugehörige ISO-Zeichen und fügt es ins Zieldokument ein. Immer noch besser, als 1. festzustellen, welches Zeichen in Frage kommt, 2. in den Symbolen aufwändig danach zu suchen und 3. den Buchstaben dann einzufügen.

Es muss jeder Übersetzer für sich entscheiden, welche Variante ihm die wenigste Arbeit verursacht, denn Steffen hat es eigentlich auf den Punkt gebracht: Mit diesen elenden Urkunden ist nur viel Arbeit, aber wenig Geld verbunden.

Carsten


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Arthur Allmendinger  Identity Verified
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Das sehe ich nicht so. Oct 31, 2005

Carsten Behrend wrote:

Mit diesen elenden Urkunden ist nur viel Arbeit, aber wenig Geld verbunden.





Alle Urkunden (Geburtsurkunden, Heiratsurkunden etc) sind gleich, man hat eine Vorlage in der man paar Zahlen (Datum, Nummer etc) ändern muss, abgesehen von den Namen.

Soo-o-o schwer ist das nicht, und da nicht jeder eine Urkunde beglaubigen darf, kann man dafür auch einen runden Preis verlangen.

Carsten, was verlangen Sie für eine beglaubigte Übersetzung einer Urkunde (falls es kein Geheimnis ist)?



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Carsten Behrend  Identity Verified
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Ungeeignete Stelle Nov 1, 2005

Alle Urkunden (Geburtsurkunden, Heiratsurkunden etc) sind gleich, man hat eine Vorlage in der man paar Zahlen (Datum, Nummer etc) ändern muss, abgesehen von den Namen.


Im Prinzip haben Sie ja Recht, Arthur. Aber: Es gibt verschiedene Systemwechsel, so dass z. B. eine Geburtsurkunde aus 1950 ganz anders aussieht aus 1990.

Soo-o-o schwer ist das nicht, und da nicht jeder eine Urkunde beglaubigen darf, kann man dafür auch einen runden Preis verlangen.


Ich habe auch nie behauptet, es sei schwer. Es ist sogar ganz leicht. Nur möchte man sich natürlich die Arbeit automatisieren mithilfe Ihrer und meiner oben beschriebenen Lösungen.

...was verlangen Sie für eine beglaubigte Übersetzung einer Urkunde (falls es kein Geheimnis ist)?


Es ist natürlich kein Geheimnis und kann auf meiner Profilseite eingesehen werden. Ich glaube nur, dass die ProZ.com-Rules konkrete Zahlen hier nicht vorsehen. Auf jeden Fall verlange ich für eine Urkunde nicht die 15 EUR inklusive alles, die leider im Moment von wem auch immer im Umlauf sind. Über eines müssen wir uns doch im Klaren sein: Sie müssen als Übersetzer ersteinmal den Texttyp und die passendeste Vorlage visuell erkennen und physisch auf ihrer Festplatte ausfindig machen. Sie müssen dann die Daten ändern und höllisch aufpassen, dass Sie nicht alte Daten drinlassen. Dann müssen Sie ausdrucken, Original anheften, Bestätigungsvermerk aufrufen, ausdrucken und anheften, abstempeln, unterschreiben und womöglich dem Kunden dann noch mit der Post zuschicken. Das alles ist nicht schwer, richtig, aber es kostet Zeit. Zeit, die man mit Übersetzen besser füllen könnte.

Das sind so meine Gedanken, die aber nicht so sehr zum Thema passen, dass Steffen oben aufgeworfen hat.

Carsten
Carsten


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Arthur Allmendinger  Identity Verified
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Danke,Carsten! Nov 1, 2005

Carsten Behrend wrote:

Dann müssen Sie ausdrucken, Original anheften, Bestätigungsvermerk aufrufen, ausdrucken und anheften, abstempeln, unterschreiben und womöglich dem Kunden dann noch mit der Post zuschicken. Das alles ist nicht schwer, richtig, aber es kostet Zeit. Zeit, die man mit Übersetzen besser füllen könnte.




Sie haben Recht, Carsten, man muss sehr aufpassen, und die Übersetzung möglichst mehrmals durchlesen und sorgfältig mit dem Original vergleichen.

Aber für mich ist es neu, dass man das Original und den Bestätigungsvermerk an die Übersetzung anheften muss. Der Bestätigungsvermerk mit dem Stempel (für BW ist ein Stempel nicht unbedingt erforderlich) sollte sich direkt unter der Übersetzung befinden, so habe ich das gelernt.

Falls die Übersetzung mehrere Seiten erfordert, sollte solch ein Bestätigungsvermerk auf jeder Seite vorhanden sein.

Oder gibt es für andere Länder andere Richtlinien?


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Carsten Behrend  Identity Verified
Germany
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Jedes Land macht's anders Nov 1, 2005

Aber für mich ist es neu, dass man das Original und den Bestätigungsvermerk an die Übersetzung anheften muss. Der Bestätigungsvermerk mit dem Stempel (für BW ist ein Stempel nicht unbedingt erforderlich) sollte sich direkt unter der Übersetzung befinden, so habe ich das gelernt.


Jedes Bundesland hat in Deutschland - dem Föderalismus sei Dank - eigene Gesetze für die Beeidigung von Dolmetschern und/oder Übersetzer. Eine gute Zusammenstellung hat vor kurzem die ehemalige Präsidentin des BDÜ [www.bdue.de] Frau Barbara Böer-Alves in den MDÜ veröffentlicht. [siehe hier: http://www.bdue.de/mdue/Laendervergl-Beeidigung2004-5versand.pdf]

Falls die Übersetzung mehrere Seiten erfordert, sollte solch ein Bestätigungsvermerk auf jeder Seite vorhanden sein.


So eine Forderung gibt es in Sachsen-Anhalt, in meinem Bundesland, nicht. Meine Gerichte möchten eher, dass Original und Übersetzung zusammen geheftet werden und dass die Übersetzung formattechnisch möglichst nahe an das Original herankommt.

Oder gibt es für andere Länder andere Richtlinien?


So ist es und so wird es wohl auch bleiben, wenn in Deutschland die geplante Föderalismus-Reform nicht endlich durchgesetzt und das Dolmetscher- und Übersetzungswesen neu geregelt wird.

Carsten


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