Deutscher √úbersetzerfonds vergibt Stipendien
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Jan 10, 2006

Deutscher √úbersetzerfonds vergibt Stipendien
Fördersumme: 104.000 Euro

Die Jury des Deutschen √úbersetzerfonds hat auf ihrer letzten Sitzung 2005 insgesamt 35 Literatur√ľbersetzern Stipendien in der Gesamth√∂he von √ľber 104.000 Euro zuerkannt.

Mit der Integration des Deutschen Übersetzerfonds in die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes ab 2005 geht eine deutliche Erweiterung seiner Fördermöglichkeiten einher. Bei der Finanzierung des bundesweit tätigen Fonds engagieren sich außerdem die Kulturstiftung der Länder und das Auswärtige Amt.

Arbeitsstipendien f√ľr derzeit laufende √úbersetzungsprojekte erhielten u.a. Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl f√ľr ihre Arbeit an dem neuen John Irving-Roman, Frank Heibert f√ľr seine Arbeit an Richard Fords "The Lay of the Land" und Ulrich Blumenbach f√ľr die √úbersetzung des umfangreichen Romans "Infinite Jest" von David Foster Wallace. Literaturgeschichtlich bedeutsamen und erstmals im Deutschen erscheinenden Texten widmen sich Esther Kinsky (Zygmunt Haupt), J√ľrg Laederach (Maurice Blanchot) und Gabriele Leupold (Warlam Schalamow). An hilosophisch-essayistischen Texten arbeiten Akos Doma (Bela Hamvas), Thomas Laugstien (Etienne Balibar), Andreas Hiepko (Giorgio Agamben) und Brigitte Gro√üe (Georges-Arthur Goldschmidt). Der Umfang der Stipendien bewegt sich, je nach Art und Umfang der √úbersetzung, zwischen 1.500 Euro und 6.000 Euro.

Reisestipendien erhielten Eva Profousová, Svenja Becker und Heike Brandt, mehrwöchige Arbeitsaufenthalte im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen wurden Milena Oda und Andreas Tretner (Tschechisch), Timo Berger (Spanisch) und Anne F. Meltendorf (Russisch) ermöglicht.

Mit den "Bode"- und den "Brockes"-Stipendien erinnert der Deutsche √úbersetzerfonds an die reiche und literaturgeschichtlich bedeutsame √úbersetzer-Tradition in Deutschland. Johann Joachim Christoph Bode (1730-1793), ber√ľhmt f√ľr seine √úbersetzungen aus dem Englischen (Sterne, Goldsmith, Fielding) und Franz√∂sischen, war ein F√∂rderer des √ľbersetzerischen Nachwuchses. Heutzutage bedauern Literatur√ľbersetzer zuweilen, da√ü sie sich in ihrem einsamen Beruf mit niemandem beraten k√∂nnen, sei es in den unsicheren Anfangsjahren, sei es sp√§ter, angesichts eines ungew√∂hnlichen Textes. Das Bode-Stipendium schafft Abhilfe: dem Stipendiaten wird ein erfahrener Mentor und Wegbegleiter zur Seite gestellt und soll ihn mit sicherer Hand √ľber die H√ľrden und durch die Untiefen des Textes geleiten. Till Bardoux ("Lectures Traversi√®res" von Louis Marin) kommt in den Genu√ü dieses Mentorenmodells, fachlich begleitet vom Berliner √úbersetzer Christian Hansen. Das mit 6.000 Euro dotierte Brockes-Stipendium erh√§lt Josef Winiger, √úbersetzer franz√∂sischer Literatur.

Quelle: www.mvb-online.de


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