Frage an Leute mit einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung bei der R+V
Thread poster: TTilch

TTilch  Identity Verified
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Mar 10, 2006

Hallo,

ich bin auf der Suche nach BDÜ-Mitgliedern, die ebenfalls eine Vermögensschaden-Haftpflicht bei der R+V-Versicherung abgeschlossen haben und sowohl mit angestellten als auch mit freiberuflichen Mitarbeitern arbeiten. Mir wird hier immer etwas in Rechnung gestellt, was ich angesichts der besonderen Extra-Bedingungen für unangebracht halte (zumindest verstehe ich die Klausel irgendwie anders und...), und ich würd gern wissen, ob das bei euch auch so ist.

Gibt es hier also jemanden, der dort ebenfalls einen Vertrag abgeschlossen hat?

Danke.

Viele Grüße

Tanja


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Annette Scheulen  Identity Verified
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Vorsicht! Mar 10, 2006

Liebe Tanja,

da ich keine Angestellten habe, kann ich deinen Fall nicht genau beurteilen. Ich war aber bis vor kurzem auch bei der R+V versichert und habe extrem schlechte Erfahrungen gemacht (selbst ohne Schadensfall), so dass ich in Zukunft einen sehr großen Bogen um diese Firma machen werde. Bei Interesse Näheres gerne per Privatmail.

Nach meinen Erfahrungen ist es auf jeden Fall ratsam, die Abrechnungen ganz genau zu prüfen und auch sonst äußerst wachsam zu sein.

Gruß

Annette


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Katrin Suchan  Identity Verified
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Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Mar 11, 2006

Hallo,

als BDÜ-Mitglied bin ich ebenfalls bei der R+V Versicherung, habe allerdings keine Angestellten und kann dahingehend auch nichts sagen. Da es bei mir bisher keine besonderen Vorfälle gegben hab, bin ich auch "nur" zahlender Kunde.

Interessanterweise kam aber gerade am vergangenen Mittwoch bei unserem hiesigen Übersetzer-Stammtisch das Thema auf, allerdings bezogen sich die Klagen eher auf den neuen Makler, der die Vertretung von Herrn Vogel übernommen hat.

Mich würde daher interessieren, ob Ihr mit der Versicherung als solchen oder eher mit der Betreuung durch den neuen Makler unzufrieden seid.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
Katrin


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TTilch  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Positionen auf der Rechnung Mar 11, 2006

Hallo,

ich wundere mich über die zwei Positionen auf der Rechnung, die die folgenden Bezeichnungen tragen:

1. "Vermögensschaden-Haftpflicht für einen/den ersten Dolmetscher/Übersetzer einschließlich der Tätigkeit der freien Mitarbeiter"

2. "Zuschlag für Angestellte"

Denn die für den Vertrag geltende besondere Klausel des BDÜ-Rahmenabkommens (die von den üblichen Bedingungen abweicht) lautet wie folgt:

"Der Versicherungsschutz umfasst Übersetzungs- und Übertragungsfehler durch die Mitglieder des Versicherungsnehmers und alle für diesen
Versicherungsnehmer tätigen Mitarbeiter (Angestellte und freie Mitarbeiter)."

Das verstehe ich (auch anhand der Merkblätter, die ich erhielt) eigentlich so, dass auch die Arbeiten meiner Angestellten (egal ob Schreibkraft oder Übersetzer) sowie der freiberuflichen Mitarbeiter mitversichert sind (die übrigens nicht als eigene Position aufgeführt und berechnet werden - das sind viel mehr als die Angestellten). Trotzdem bekomme ich jedes Jahr oder alle zwei Jahre einen Fragebogen zur Ermittlung der mögl. Risiken zugesandt, wo ich dann jeweils die Zahl der Angestellten und freiberuflichen Mitarbeiter angeben soll. Und als ich daraufhin vor einigen Monaten nachfragte, ob das denn überhaupt relevant sei, da ja meinem Verständnis nach alle mitversichert seien, hieß es auch, dass die mit drin seien. (Es bedurfte allerdings mehrerer Durchstellversuche in der Fachabteilung, da sie zum Nachlesen/Nachvollziehen einen "alten Hasen" brauchten, der schon länger bei der Versicherung ist...).

Warum muss ich dann also den Zuschlag zahlen? Entweder sie sind mit drin oder nicht. Wie interpretiert ihr die Klausel oben?

Viele Grüße

Tanja


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TTilch  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Zur Betreuung kann ich nichts sagen... Mar 11, 2006

Hallo Katrin,
... bezogen sich die Klagen eher auf den neuen Makler, der die Vertretung von Herrn Vogel übernommen hat.

Mich würde daher interessieren, ob Ihr mit der Versicherung als solchen oder eher mit der Betreuung durch den neuen Makler unzufrieden seid.


Mit dem neuen Makler hatte ich noch nicht zu tun, nur im Rahmen einer anderen Versicherung mit dem Betreuer bei der AXA. Und da ist es so, dass zumindest die Sekretärin nicht sehr kompetent scheint, denn es hat mich mehrere Anläufe gekostet, eine Adressänderung umgesetzt zu bekommen... d.h. mit denen war ich bisher nicht so glücklich, was die Betreuung angeht. Schadensfälle hatte ich bisher glücklicherweise noch keine.

Viele Grüße

Tanja


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Annette Scheulen  Identity Verified
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Zuschlag und Kundenmisshandlung Mar 11, 2006

Liebe Tanja,

ein Zuschlag für Angestellte ist in der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung meines Wissens nicht so abnorm. Das kannst du aber leicht herausfinden, indem du mal bei anderen Anbietern von Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen nachfragst, wie das dort gehandhabt wird.

Zu beachten ist, dass bei der R+V gemäß der von dir zitierten Klausel des BDÜ-Rahmenabkommens nur "Übersetzungs- und Übertragungsfehler" (wobei sich Letzteres wohl auf Dolmetschtätigkeiten bezieht) versichert sind. Die Arbeit deiner Schreibkraft, die weder übersetzt noch dolmetscht, ist also nicht mitversichert. Mit diesem Argument hat nämlich die R+V die Deckung für einen potentiellen Schadensfall abgelehnt, den ich ihr im letzten Herbst gemeldet habe und bei dem es nicht um Übersetzungsfehler ging. Im Dezember 2005 sandte mir die R+V dann geänderte "Besondere Vereinbarungen für BDÜ-Mitglieder" zu, in denen dieser Passus entfallen war (§ 1 der AVB dürfte stattdessen anwendbar sein). Diese geänderten Bedingungen galten schon seit Juli 2004 (sic!), und trotzdem hat die R+V noch im Sept. 2005 die alten Bedingungen benutzt, um die Deckung abzulehnen. Letztendlich ist es dann doch nicht zum Schadensfall gekommen, aber der Vorfall hat mir deutlich gezeigt, was ich im Ernstfall von der R+V zu erwarten habe.

Katrin,

meine schlechten Erfahrungen beziehen sich sowohl auf den Makler als auch auf die R+V selbst, und ich kann die Behandlung, die mir zuteil geworden ist, nur als "Kundenmisshandlung" bezeichnen. Solange es keine Reibungspunkte gibt, mag eine friedliche Koexistenz ja noch möglich sein, aber sobald man in irgendeiner Weise aus dem Schema F herausfällt oder gar wagt aufzumucken, geht das Theater erst richtig los. Oder auch nicht, denn die R+V hat meine Willenserklärungen von jeher notorisch ignoriert.

Über das, was ich mit der R+V erlebt habe, könnte ich seitenweise berichten: u. a. Abbuchung von beliebigen Beträgen von meinem Konto ohne Einzugsermächtigung und Weigerung, diese wieder zu erstatten. Als letztes Mittel habe ich im Januar 2006 den Vorstand angeschrieben, und obwohl ich mich bemüht habe, mich so präzise wie möglich auszudrücken, ist die Zusammenfassung meiner aktuellen Beschwerden immer noch zwei Seiten lang geworden. Da ich das Verhalten jedes einzelnen R+V-Mitarbeiters, mit dem ich es jemals zu tun hatte, so durchgängig und fast ohne Ausnahme als äußerst unerfreulich erlebt hatte, war mir schon der Verdacht gekommen, dass dies von oben ausgehen könnte. Dies wurde durch die Antwort, die ich auf meine Beschwerde an den Vorstand bekam, bestätigt: Dort versuchte man sich herauszureden, indem die Tatsachen auf leicht widerlegbare Weise grob verdreht wurden. Immerhin wurde mir aber angeboten, den Versicherungsvertrag aufzuheben, wovon ich gerne Gebrauch gemacht habe.

Da das Verhalten der R+V weit über das tragbare Maß hinausging und mir allein durch den enormen Aufwand an Arbeitszeit, von dem Ärger und den Kosten für die ständigen Einschreiben mit Rückschein ganz abgesehen, auch großen Schaden zugefügt hat, habe ich inzwischen eine Beschwerde bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) eingereicht, auch wenn ich hoffe, mit der R+V nie wieder etwas zu tun zu haben. Die BaFin ist die Behörde, die für Versicherungen zuständig ist, und wenn es gar zu dicke kommt, kann man sich dort beschweren.

Zum Glück habe ich von zahlreichen Versicherungsleuten viele nützliche Tipps und Informationen bekommen. So habe ich u. a. erfahren, dass die R+V in der Versicherungsbranche wegen außergewöhnlicher Kundenunfreundlichkeit einen schlechten Ruf genießt (Spitzname: "Räuber + Verbrecher"). Bei mir ging das Verhalten allerdings über Kundenunfreundlichkeit noch weit hinaus.

Hinsichtlich solcher Rahmenverträge für Mitglieder von Berufsverbänden fand ich inzwischen diese Website, die ich besser vor Abschluss des Vertrags gelesen hätte (auch wenn wir in diesem Fall selbst die Versicherungsnehmer sind): http://verbraucherschutz.wtal.de/gruppenversicherungen.htm

Zum Glück hatte ich keinen Schadensfall. Wie es einem dann ergehen kann, habe ich hier gefunden: http://www.dooyoo.de/versicherungen-sonstige/r-v-1/1013554/

Hoffentlich müsst ihr nicht das erleben, was ich erlebt habe.

Annette


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ESP-MA
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Nachtrag Mar 15, 2006

Hallo,

wir haben uns jetzt mit der R+V in Verbindung gesetzt und haben erfahren, dass der Unterschied angeblich an der Berufsbezeichnung der Angestellten liegt. Das heißt, wenn deine Angestellten Schreibkräfte/Fremdsprachenkorrespondenten sind, dann musst du einen Zuschlag bezahlen. In meinem Fall handelt es sich um Übersetzer. Deswegen sind wir so verblieben, dass ich ihnen dies schriftlich bestätige, damit sie den Zuschlag dann rausnehmen können.
Bei dem jährlich zugesandten Formular zur Ermittlung vorhandener Risiken wird aber nur gefragt, wieviele Angestellte man beschäftigt. Sie fragen nicht nach der Berufsbezeichnung, aber gehen dann im Zweifelsfall wohl immer davon aus, dass es sich um Schreibkräfte handelt.
Ich habe sie darauf hingewiesen, ihre Formulare zu überarbeiten. Mal sehen, ob das uns weitere Missverständnisse erspart!.

Viele Grüße,

Guadalupe


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