Berechnung von Glossarerstellungen
Thread poster: Stendhal

Stendhal  Identity Verified
Local time: 21:35
English to German
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Aug 7, 2007

Hallo,

wie berechnet Ihr das Erstellen von Glossarien? Nach Zeit, d.h. mittels Stundenhonorar oder nach Normzeilen? Was lasst Ihr dann alles miteinfliessen - den deutschen Begriff und den / die in der Fremdsprache, etc.? Habt Ihr andere Lösungen? Setzt Ihr dafür Eueren normalen Preis pro Wort oder pro Zeile an oder habt Ihr dafür spezielle Preise, da der Zeitaufwand u.U. höher ist?

Lieben Dank für Euere Antworten!

Stendhal


 

Victor Dewsbery  Identity Verified
Germany
Local time: 21:35
German to English
+ ...
Auf keinen Fall das Normalhonorar Aug 7, 2007

Je nachdem, wie umständlich die Sache ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

- Stundenhonorar (am einfachsten nachzuvollziehen, aber der Kunde könnte das mit einer gewissen Berechtigung als Blankoscheck empfinden).
- Mehrfaches vom normalen Wort-/Zeilenpreis (3x, 4x oder mehr, je nach geschätztem Aufwand)
- Jeder Eintrag zählt als eine Zeile, unabhängig von der Länge

Aber Vorsicht: welche Fallen sind dabei, und wozu soll die Liste benutzt werden? Welche Möglichkeiten hast du, mehrdeutige Begriffe aufzulösen? Gibt es viele Mehrdeutigkeiten, oder ist alles glatt, einfach und schnell? (Was allerdings ungewöhnlich wäre.)
Inwiefern ist die Arbeit überhaupt sinnvoll?
Will der Kunde womöglich dein Glossar hinterher zu Fließtext verwursten?

(Als ich das letzte Mal eine solche Anfrage bekam, habe ich so viele Grundsatzfragen - mit Beispielen - im Vorfeld gestellt, dass das Projekt gleich begraben wurde.)


 

la traducher (X)  Identity Verified
Germany
Local time: 21:35
German to Spanish
+ ...
Volumenabhängige Berechnung Aug 10, 2007

Hallo,

bislang hatte ich noch keine großen Glossare auszuliefern, daher nehme ich auf jeden Fall meinen Mindesttarif.

Bei Glossaren, die zu einer Übersetzung ausgeliefert werden, kannst du einen Pauschalpreis ansetzen, da man sich selbst beim ersten Durchlesen des Textes Notizen macht und auch für sich selbst meist ein Glossar erstellt.

Bei reinen Glossaren größeren Umfangs sollte man auf Zeitbasis arbeiten, den Stundensatz vorher mit dem Kunden abklären und unter Umständen eine Art Zeitprotokoll (z.B.: Journalausdruck von Outlook oder aus einem Projektmanagement-Programm) der Abrechnung als Nachweis beifügen.

Natürlich kann man auch ein Mehrfaches des Wort- oder Zeilenpreises ansetzen. Auf jeden Fall ist es fast immer schwierig den Preis und den Aufwand dem Kunden gegenüber zu rechtfertigen. Kaum ein Endkunde macht sich wirklich Gedanken darüber, wie schwierig es ist, aus dem Zusammenhang gerissene Worte in eine andere Sprache zu übersetzen oder dass es sinnvoll ist, das Glossar sogar noch einmal nach dem Vieraugenprinzip von einem Lektor begutachten zu lassen, was die Sache noch einmal verteuert.

Herzliche Grüße aus München,
Claudia Asensio P.


 


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