Welche Ausbildung ist besser?
Thread poster: xxxSabine Seile
xxxSabine Seile
Local time: 07:39
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Aug 29, 2007

Hallo,

ich bin neu bei Proz.com, dies ist mein erster Beitrag.

Ich habe nach dem Abitur (mit Leistungsfächern Englisch und Französisch) eine Ausbildung als Europasekretärin gemacht. Diese beinhaltete die Sprachen Englisch, Französisch und Deutsch sowie Fächer wie BWL, Recht, Sozialkunde.

Nach der Ausbildung habe ich erst als Sekretärin, dann als Exportsachbearbeiterin gearbeitet. In letzterem Job hab ich Kunden aus aller Welt betreut, meistens war die Korrespondenzsprache Englisch. Auch habe ich einige Artikelbeschreibungen, Bedienungsanleitungen und die Firmengeschichte (Marketing-Material) übersetzt.

Nun bin ich in Erziehungsurlaub und überlege, ob ich auf meiner Sprachausbildung aufbauen kann. Ich würde gerne bei der Akad den Lehrgang zum staatlich geprüften Übersetzer machen, bin mir aber nicht sicher, ob es besser wäre, den Diplom-Wirtschaftsübersetzer zu machen. Kann mir jemand Tipps geben? Hat hier jemand eine dieser Ausbildungen gemacht?

Kann ich mit der Ausbildung bereits als Übersetzerin arbeiten? Wie kann ich erste Aufträge bekommen?

Danke schonmal für Eure Tipps.

Liebe Grüße
Sabine


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Sonja Tomaskovic  Identity Verified
Germany
Local time: 07:39
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Was willst du denn später machen? Aug 29, 2007

Die entscheidende Frage ist, was du damit später anfangen kannst.

Gerade der Dipl.-Wirtschaftsübersetzer der AKAD ist stark auf BWL ausgerichtet, das Grundstudium ist dasselbe wie bei den BWL-Studenten. Es ist also durchaus möglich, auch in anderen Bereichen und Gebieten zu arbeiten, zumal reine Übersetzerstellen ohnehin rar und schwer zu ergattern sind und der Studiengang der AKAD in der Wirtschaft keinen so großen Anklang findet (dort wählt man für die Festanstellung doch meistens Absolventen der Unis Mainz-Germersheim oder Leipzig, usw.).

Die staatl. Geprüften sind häufig - nicht immer und nicht grundsätzlich - freiberuflich tätig, aber in den allermeisten Fällen wählen die meisten eine freiberufliche Laufbahn, oder gehen in einen Beruf, für den die übersetzerische Ausbildung nicht zwangsläufig erforderlich wäre.

Es hängt also ganz entscheidend davon ab, wo du hin willst.

Wenn du schon in deinem bisherigen Job Übersetzungen angefertigt hast und in deinem Fachgebiet fit bist, sehe ich jetzt keinen Grund, warum du nicht auch jetzt schon als Übersetzerin tätig werden könntest. Ich würde dir aber davon abraten, wenn du bisher nicht die nötigen Erfahrungen sammeln konntest.

Außerdem ist eine freiberufliche Tätigkeit nicht zu unterschätzen. Es kann Jahre dauern ehe die Auftragslage mal ordentlich in Schwung kommt und du deine Stammkunden hast, die dir immer wieder Aufträge zukommen lassen.

Gruß,

Sonja


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xxxSabine Seile
Local time: 07:39
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TOPIC STARTER
Freiberuflich arbeiten Aug 30, 2007

Hallo,

danke erstmal für deine Antwort.

Mein Traum ist es, freiberuflich zu arbeiten, weil ich gerne von zu Hause aus arbeiten möchte.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das schaffe, denn es steckt ja auch ein immenses Risiko dahinter.
Was wenn es schief geht?
Was wenn ich keine oder nicht genügend Aufträge bekommen um (wenigstens) die Fixkosten zu decken?

Noch bin ich ja in Erziehungsurlaub, aber wenn der endet, endet auch mein Arbeitsvertrag, das heißt ich muss mir dann eine neue Stelle suchen - viel lieber würde ich wie geschrieben, von hier zu Hause aus arbeiten können.

Liebe Grüße
Sabine


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Carolin Haase  Identity Verified
Germany
Local time: 07:39
Member (2006)
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Wenn es Dein Traum ist... Aug 30, 2007


Mein Traum ist es, freiberuflich zu arbeiten, weil ich gerne von zu Hause aus arbeiten möchte.



...versuch es doch einfach mal! Ich sehe nichts, was dagegen sprechen würde- bewirb Dich mit deinem Lebenslauf und evtl. Arbeitsproben und schau, was dabei rauskommt.

Über die Studiengänge kann ich leider nichts sagen, da ich Übersetzung an der Uni studiert habe.

Viel Glück!
Carolin


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Yvonne Gerstheimer  Identity Verified
Germany
Local time: 07:39
Member (2007)
Japanese to German
+ ...
Existenzängste gehören immer dazu Aug 30, 2007

Liebe Sabine,

ich kann Dir auch nicht sagen, welche Qualifikation die bessere ist, aber lies Dir genau die Beschreibung der Studiengänge durch und nimm das, was Dich am ehesten anspricht. Letztlich wird Deine Qualität überzeugen müssen und nicht Dein Titel. Du hast ja bereits Erfahrungen gesammelt. Daher kannst Du sicherlich auch jetzt schon versuchen, Dich zu bewerben.

Aber als ich Deine Zweifel und Sorgen las, fühlte ich mich sehr an mich selbst erinnert. Ich habe mir erst als nebenberufliche Übersetzerin ein Zubrot verdient und da es mir so viel Spaß macht, habe ich es zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit gemacht. Ich kann Dir nur raten, Dich vorher an allen möglichen Stellen umfassend zu informieren. Das hat mir meine Entscheidung für den Freiberuf sehr erleichtert.

Du kannst Dich z.B. an die Übersetzerverbände wenden. Der BDÜ und der ADÜ Nord haben Bücher zur Existenzgründung als Übersetzer/Dolmetscher veröffentlicht, die ich wirklich nur empfehlen kann. Auch die IHK gibt Existenzgründer-Seminare.

Natürlich ist es von Übersetzer zu Übersetzer unterschiedlich, aber wie Sonja sagte, es dauert manchmal Jahre, bevor man einen festen Kundenstamm hat. Generell sagt man, dass man mindestens mit einem Jahr rechnen muss, bis man davon leben kann. Es gibt immer Ausnahmen, aber Du musst klären, ob Du über genügend finanzielle Ressourcen verfügst, um eventuell eine Durststrecke zu überbrücken oder ob Du finanzielle Hilfe von außen in Anspruch nehmen kannst (z.B. Existenzgründer-Zuschuss vom Arbeitsamt, Existenzgründer-Kredit von der Mittelstandsbank, Familie usw.).

Wenn Du Dich eingehend informiert hast, wird Dir die Entscheidung sicherlich viel leichter fallen, welche Qualifikation Du erwerben willst und ob eine freiberufliche Tätigkeit das Richtige für Dich ist. Aber was kann schon passieren? Im schlimmsten Fall klappt es eben nicht, aber dann kannst Du Dir immer noch eine Festanstellung suchen und beruhigt sein, dass Du es wenigstens versucht hast.

Viel Glück und viele Grüße
Yvonne


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